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<h1>F&uuml;hlen hei&szlig;t von innen heilen - Gef&uuml;hlsschule mit Martin Rubeau</h1><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Stell dir vor, du hast keine Gef&uuml;hle. Du lebst dein Leben, gehst deiner Arbeit nach, lernst oder studierst, hast Familie und Freundschaften, verbringst Freizeit mit Dingen, die dich interessieren. <br />Wie w&auml;re all das ohne Gef&uuml;hle?</p><p>&nbsp;</p><p><br />Vermutlich so: Leer. Freudlos. Neutral, ohne Auf und Ab, ohne H&ouml;he- oder Tiefpunkte. Wir k&ouml;nnen noch so intensiv nach privatem Gl&uuml;ck, beruflichem Erfolg, guten Geldanlagen oder spiritueller Verbindung streben - wenn wir dabei nichts oder wenig f&uuml;hlen, wird all dies uns nicht satt machen.</p><p>Gef&uuml;hle haben eine ganz zentrale Funktion f&uuml;r unser Leben, die weit &uuml;ber das hinausgeht, was wir als "das Bauchgef&uuml;hl" bezeichnen. Sie sind innere Leuchtt&uuml;rme f&uuml;r unsere Orientierung, sie geben dem Leben Geschmack, Farbe und Richtung. Wir sind Menschen mit einem Verstandes- und einem Gef&uuml;hlsbezug, beides ist wichtig und braucht seinen Platz. Nun wird niemand von uns sagen, dass er oder sie gar nichts f&uuml;hlt. Doch bei genauerem Hinsehen haben die meisten Schwierigkeiten in unserem Leben damit zu tun, dass wir nur wenig f&uuml;hlen k&ouml;nnen und unsere Verhaltensweisen entsprechend eingeschr&auml;nkt sind.</p><p><strong>Wir haben das F&uuml;hlen verlernt</strong><br />Geboren wurden wir in einem h&ouml;chst empfindsamen Zustand und mit der voll ausgebildeten F&auml;higkeit zu f&uuml;hlen. In den ersten Jahren unseres Lebens wurden wir nicht ausreichend geliebt und angenommen, vielleicht sogar verlacht und zur&uuml;ckgewiesen. Wir f&uuml;hlten tiefen Schmerz, Scham, Angst, Entt&auml;uschung und Wut. Doch diese Gef&uuml;hle waren nicht gefragt. Wir haben uns immer mehr zur&uuml;ckgezogen, um uns zu sch&uuml;tzen und unsere Gef&uuml;hle so weit zu verdr&auml;ngen, bis wir sie kaum oder gar nicht mehr sp&uuml;rten. Dieser Schutzmechanismus hat sich verfestigt und steht heute einem freudvollen Leben im Weg: Wir f&uuml;hren Machtk&auml;mpfe in unseren Beziehungen, pflegen Bindungs&auml;ngste, halten uns mit Scheinbefriedigungen und S&uuml;chten &uuml;ber Wasser, sind depressiv, vermissen Intimit&auml;t mit uns selbst und anderen etc. Wir wissen zwar, was gut f&uuml;r uns w&auml;re, handeln aber nicht danach - weil wir es nur denken, anstatt es in der Tiefe unseres Seins zu f&uuml;hlen.</p><p><strong>Gemeinsam f&uuml;hlt sich's leichter</strong><br />F&uuml;r viele ist die Gef&uuml;hlsschule zun&auml;chst eine "Wahrnehmungsschule". Wir &uuml;ben, unsere Emotionen, Gef&uuml;hle, Gedanken und Verhaltensweisen wahrzunehmen, ohne sie zu beurteilen. Das Hinschauen und Aufsp&uuml;ren dessen, wie wir uns selbst und in Beziehung zu anderen erleben, ist eine spannende Entdeckungsreise. Dabei spielt auch das Atmen, Bewegung und K&ouml;rperwahrnehmung eine gro&szlig;e Rolle.<br />Wir &uuml;ben miteinander, unsere Gef&uuml;hle auszudr&uuml;cken, sie mitzuteilen. Was uns anfangs vielleicht schwer f&auml;llt und h&ouml;lzern wirkt, wird in einer liebevollen und unterst&uuml;tzenden Umgebung immer leichter. Die Gruppe ist ein Schutzraum, in dem wir uns ausprobieren und erfahren, in dem wir merken, dass wir nicht alleine sind. Hildegard von Bingen hat es so gesagt: "Solange wir nicht zulassen, dass unsere Mitmenschen an unserem Innersten teilhaben, gibt es keine Geborgenheit." Je mehr wir uns zeigen, desto mehr f&uuml;hlen wir uns verbunden mit uns selbst und anderen.</p><p>Ein anderer Schritt zur Heilung liegt darin, an die Quelle der Verletzung zu gehen. Es gilt, in unserer Kindheit abgespaltene Gef&uuml;hle wie Einsamkeit, Verlassenheit, Wut etc. als zu uns geh&ouml;rig zu entdecken und anzunehmen. Wir lernen wieder zu f&uuml;hlen, indem wir die im Lauf der Zeit aufgebauten Barrieren beiseite r&auml;umen. Es kann schmerzhaft sein zu erkennen, wie wir versuchen &uuml;ber unsere Begrenzungen hinwegzut&auml;uschen - Zynismus, Depression, intellektuelles Gehabe, Selbstmitleid, Entscheidungsunf&auml;higkeit, Flucht in die innere Emigration, S&uuml;chte usw. usw. Uns mit all dem liebevoll anzunehmen und all unsere Panzer langsam schmelzen zu lassen, hilft uns die offene und liebevolle Atmosph&auml;re in der Gruppe. Wenn wir uns auf diesen Prozess einlassen, werden wir immer weniger automatisch reagieren auf das, was das Leben uns pr&auml;sentiert - sondern bewusst antworten.</p><p><br /><strong>Gef&uuml;hle sind innerer Reichtum</strong><br />So wie wir lernen k&ouml;nnen, in immer komplexeren Zusammenh&auml;ngen zu denken, so k&ouml;nnen wir auch unser "Gef&uuml;hlsrepertoire" entwickeln: Wir werden feinsinniger und gef&uuml;hlsbetonter, unsere Intuition wird gest&auml;rkt, unser Erleben und unsere Begegnungen werden intensiver, praller und gegenw&auml;rtiger. Schritt f&uuml;r Schritt streifen wir die Opferrolle ab und &uuml;bernehmen die Verantwortung f&uuml;r unsere Gef&uuml;hle und Verhaltensweisen: Es kann eine begl&uuml;ckende Erfahrung und ein Erleben ungeahnter Freiheit sein, aus automatischen Reaktionen auszusteigen. Je mehr wir unsere eigenen Gef&uuml;hle f&uuml;hlen und mit anderen in eine gef&uuml;hlsm&auml;&szlig;ige Resonanz treten k&ouml;nnen, umso mitf&uuml;hlender werden wir. Und umso mehr k&ouml;nnen wir uns selbst und andere lieben und das Geschenk unseres Lebens in seiner unendlichen Vielfalt empfinden.</p><p><strong><img height="149" src="uploads/sd-rubeau-portrait_1.jpg" style="float: left; margin-right: 10px;" width="105" />Martin Rubeau </strong><br />ist psych. Psychotherapeut und arbeitet seit drei Jahrzehnten mit Menschen. Die Gruppe  Gef&uuml;hlsschule trifft sich w&ouml;chentlich f&uuml;r drei Stunden und zweimal im Jahr f&uuml;r vier Intensivtage. Alle sechs Monate konstituiert sich die Gef&uuml;hlsschule neu: <br />Ab Ende Januar 2010 ist die Gruppe wieder offen f&uuml;r neue Teilnehmer.</p><p><br />Infoabende - bitte anmelden - am <br />Donnerstag, 10. Dezember 2009, 19-21.30 Uhr<br />Freitag, 22. Januar 2010, 19 bis 21.30 Uhr<br />Ermanstra&szlig;e 24, Berlin Steglitz<br />Kosten: 8 &euro;</p><p>Weitere Informationen unter:<br />Tel.: 030 - 83 20 31 88<br /> <br />www.martinrubeau.de</p>


Fühlen heißt von innen heilen - Gefühlsschule mit Martin Rubeau

 

 

 

Stell dir vor, du hast keine Gefühle. Du lebst dein Leben, gehst deiner Arbeit nach, lernst oder studierst, hast Familie und Freundschaften, verbringst Freizeit mit Dingen, die dich interessieren.
Wie wäre all das ohne Gefühle?

 


Vermutlich so: Leer. Freudlos. Neutral, ohne Auf und Ab, ohne Höhe- oder Tiefpunkte. Wir können noch so intensiv nach privatem Glück, beruflichem Erfolg, guten Geldanlagen oder spiritueller Verbindung streben - wenn wir dabei nichts oder wenig fühlen, wird all dies uns nicht satt machen.

Gefühle haben eine ganz zentrale Funktion für unser Leben, die weit über das hinausgeht, was wir als "das Bauchgefühl" bezeichnen. Sie sind innere Leuchttürme für unsere Orientierung, sie geben dem Leben Geschmack, Farbe und Richtung. Wir sind Menschen mit einem Verstandes- und einem Gefühlsbezug, beides ist wichtig und braucht seinen Platz. Nun wird niemand von uns sagen, dass er oder sie gar nichts fühlt. Doch bei genauerem Hinsehen haben die meisten Schwierigkeiten in unserem Leben damit zu tun, dass wir nur wenig fühlen können und unsere Verhaltensweisen entsprechend eingeschränkt sind.

Wir haben das Fühlen verlernt
Geboren wurden wir in einem höchst empfindsamen Zustand und mit der voll ausgebildeten Fähigkeit zu fühlen. In den ersten Jahren unseres Lebens wurden wir nicht ausreichend geliebt und angenommen, vielleicht sogar verlacht und zurückgewiesen. Wir fühlten tiefen Schmerz, Scham, Angst, Enttäuschung und Wut. Doch diese Gefühle waren nicht gefragt. Wir haben uns immer mehr zurückgezogen, um uns zu schützen und unsere Gefühle so weit zu verdrängen, bis wir sie kaum oder gar nicht mehr spürten. Dieser Schutzmechanismus hat sich verfestigt und steht heute einem freudvollen Leben im Weg: Wir führen Machtkämpfe in unseren Beziehungen, pflegen Bindungsängste, halten uns mit Scheinbefriedigungen und Süchten über Wasser, sind depressiv, vermissen Intimität mit uns selbst und anderen etc. Wir wissen zwar, was gut für uns wäre, handeln aber nicht danach - weil wir es nur denken, anstatt es in der Tiefe unseres Seins zu fühlen.

Gemeinsam fühlt sich's leichter
Für viele ist die Gefühlsschule zunächst eine "Wahrnehmungsschule". Wir üben, unsere Emotionen, Gefühle, Gedanken und Verhaltensweisen wahrzunehmen, ohne sie zu beurteilen. Das Hinschauen und Aufspüren dessen, wie wir uns selbst und in Beziehung zu anderen erleben, ist eine spannende Entdeckungsreise. Dabei spielt auch das Atmen, Bewegung und Körperwahrnehmung eine große Rolle.
Wir üben miteinander, unsere Gefühle auszudrücken, sie mitzuteilen. Was uns anfangs vielleicht schwer fällt und hölzern wirkt, wird in einer liebevollen und unterstützenden Umgebung immer leichter. Die Gruppe ist ein Schutzraum, in dem wir uns ausprobieren und erfahren, in dem wir merken, dass wir nicht alleine sind. Hildegard von Bingen hat es so gesagt: "Solange wir nicht zulassen, dass unsere Mitmenschen an unserem Innersten teilhaben, gibt es keine Geborgenheit." Je mehr wir uns zeigen, desto mehr fühlen wir uns verbunden mit uns selbst und anderen.

Ein anderer Schritt zur Heilung liegt darin, an die Quelle der Verletzung zu gehen. Es gilt, in unserer Kindheit abgespaltene Gefühle wie Einsamkeit, Verlassenheit, Wut etc. als zu uns gehörig zu entdecken und anzunehmen. Wir lernen wieder zu fühlen, indem wir die im Lauf der Zeit aufgebauten Barrieren beiseite räumen. Es kann schmerzhaft sein zu erkennen, wie wir versuchen über unsere Begrenzungen hinwegzutäuschen - Zynismus, Depression, intellektuelles Gehabe, Selbstmitleid, Entscheidungsunfähigkeit, Flucht in die innere Emigration, Süchte usw. usw. Uns mit all dem liebevoll anzunehmen und all unsere Panzer langsam schmelzen zu lassen, hilft uns die offene und liebevolle Atmosphäre in der Gruppe. Wenn wir uns auf diesen Prozess einlassen, werden wir immer weniger automatisch reagieren auf das, was das Leben uns präsentiert - sondern bewusst antworten.


Gefühle sind innerer Reichtum
So wie wir lernen können, in immer komplexeren Zusammenhängen zu denken, so können wir auch unser "Gefühlsrepertoire" entwickeln: Wir werden feinsinniger und gefühlsbetonter, unsere Intuition wird gestärkt, unser Erleben und unsere Begegnungen werden intensiver, praller und gegenwärtiger. Schritt für Schritt streifen wir die Opferrolle ab und übernehmen die Verantwortung für unsere Gefühle und Verhaltensweisen: Es kann eine beglückende Erfahrung und ein Erleben ungeahnter Freiheit sein, aus automatischen Reaktionen auszusteigen. Je mehr wir unsere eigenen Gefühle fühlen und mit anderen in eine gefühlsmäßige Resonanz treten können, umso mitfühlender werden wir. Und umso mehr können wir uns selbst und andere lieben und das Geschenk unseres Lebens in seiner unendlichen Vielfalt empfinden.

Martin Rubeau
ist psych. Psychotherapeut und arbeitet seit drei Jahrzehnten mit Menschen. Die Gruppe Gefühlsschule trifft sich wöchentlich für drei Stunden und zweimal im Jahr für vier Intensivtage. Alle sechs Monate konstituiert sich die Gefühlsschule neu:
Ab Ende Januar 2010 ist die Gruppe wieder offen für neue Teilnehmer.


Infoabende - bitte anmelden - am
Donnerstag, 10. Dezember 2009, 19-21.30 Uhr
Freitag, 22. Januar 2010, 19 bis 21.30 Uhr
Ermanstraße 24, Berlin Steglitz
Kosten: 8 €

Weitere Informationen unter:
Tel.: 030 - 83 20 31 88

www.martinrubeau.de

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