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Ayahuasca - die Liane des Todes„Ayahuasca“ ist keine Droge. Sie macht nicht süchtig. Im Amazonasgebiet nehmen sie schon kleine Kinder als Medizin ein. Aber in ihr steckt ein ungeheures Potential an Heilung und Bewusstwerdung. Dr. Wolfgang Himmelbauer zählt sie zu den größten Lehrmeistern unseres Planeten Erde. Die Handschrift des SchamanenAyahuasca ist eine ehrfurchtgebietende Liane, die heute systematisch kultiviert wird. Wild wachsend trifft man sie nur mehr im entlegenen Dschungel an. Sie wird unter widrigen Bedingungen (Ameisen und Spinnen fallen vom Baum, Wespen und Moskitos werden aufgeschreckt, im Unterholz können Schlangen liegen) und unter Darbringung eines Tabakopfers sowie eines Dankgebetes geerntet, in Stücke geschnitten und mit einem Holzknüppel zermörsert, sodann mit etwa 100 Litern Wasser zwei Tage lang ausgekocht, wobei der Sud systematisch verdickt wird. Vor der ersten Aufkochung mischt der Kochkundige - nicht immer kochen Medizinmänner die Medizin – Blätter anderer Bäume oder Sträucher hinzu, um der Medizin ihr besonderes Gepräge zu geben, sozusagen die „Handschrift des Schamanen“. Im letzten Abdruck streut er bisweilen noch einzelne geheimgehaltene Samen und etwas Tabak in den beinahe fertigen Sud. Ein durchschnittlicher „Ayahuascero“, also ein Ayahuasca-Kundiger, der regelmäßig (bis zu zwei Mal pro Woche, manchmal sogar öfter) mit mehreren Personen nächtliche Sitzungen abhält, produziert mit einer 2-Tages-Kochung mithilfe von 100 Litern Wasser und etwa 3 bis 4 Bündeln Ayahuasca einen Medizinvorrat von etwa 5 Litern Substrat, die er im persönlichen „Weinkeller“ auf Vorrat legt. Kommunikation mit der PflanzeDie Medizin wird in der Nacht eingenommen, in der Regel in der Gruppe, unter Leitung eines Medizinkundigen, eines erfahrenen „Ayahuasceros“. Nach Maßgabe der in der Essenz enthaltenen Ingredienzien führt sie zum Erbrechen und zu Stuhlgang, beides Vorgänge, die als Reinigungsprozesse verstanden werden. In der schamanistischen Zeremonie stellt man sich dem Geist der Medizin. Dieser Vorgang ist dem westlichen modernen Menschen fremd: sich dem Geist einer Pflanze stellen, mit dem Geist einer Pflanze kommunizieren. Wir nennen diese Medizin, diesen Geist, wegen seiner wohltätigen Wirkung „Mutter“. Der Geist von „Mutter Ayahuasca“ lehrt uns, egal wie verbockt wir sein mögen. Bisweilen erscheint sie vor unseren Augen, ein altes kleines Mütterchen. Manchmal auch als Boa oder als attraktive Frau. Das Ambiente ist spirituell. Der Schamane betet, er singt Medizinlieder. Manchmal übergibt auch er sich. Ayahuasca-Nächte sind ein gemeinsames Opfer, mittels dessen wir um ein gemeinsames Anliegen bitten, etwa die Heilung von Kranken, die Heilung der Welt, um den Weltfrieden.
Autoren Info
Dr. Wolfgang Himmelbauer ist Österreicher und lebt seit acht Jahren mit seiner Familie in Tamshiyacu in Peru. Er ist Psychologe und leitet das Dschungel-Heilercamp “Otorongo“. Wolfgang Morczinnek 030 - 451 20 05 oder
0175 - 512 80 11 |
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