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"Spreeufer - für alle!"

"Spreeufer - für alle!" Am 13. Juli ist Bürgerentscheid gegen die Spree-Verschandelung

Wer kennt sie noch nicht, die kleinen Strand-Oasen entlang der Spree, dort, wo man/frau die Seele baumeln lassen kann? Nun sollen auch diese kleinen grünen Paradiese einem sogenannten “Uferwanderweg”, neuen Baublöcken und Hochhäusern weichen.

Strand_3639.jpgMediaspree ist eines der umstrittensten Bauvorhaben Berlins. Es umfasst den 3,7 Kilometer langen und 180 Hektar großen Raum beider Spreeufer zwischen der Jannowitzbrücke und der Elsenbrücke, wo Berlin-Mitte, Friedrichshain, Kreuzberg und Alt-Treptow aufeinandertreffen. Mit Baublocks bis 10 Meter an die Ufer soll die Seele Berlins, die Spree, mit elf neuen Hochhäusern, teuren Hotels, Lofts und Büros mit Spreeblick verbaut werden. Raum für die öffentliche Nutzung bleibt da wenig. Die soll sich nur noch in sogenannten „Spreefenstern“ oder „Pocketparks“ abspielen - kleine Grünflächen, die zwischen den Baublocks zum Spreeufer führen.


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Am Spreeufer selbst soll sich die Öffentlichkeit lediglich mit einem mageren „Uferwanderweg“ begnügen dürfen. Ein trauriger Vorgeschmack davon, ist vor der Gewerkschaftszentrale VERDI zu besichtigen.

 

 

Dass mit diesem Vorhaben wieder einmal die historische Chance vertan wird, Flussuferzonen als wichtige Naherholungsräume für die BerlinerInnen und auch als Berlin-typische Attraktion für gerngesehene Touristen zu entwickeln, hat fast schon Tradition.

 

 

 

 

 


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Berliner Projektentwickler und deren Investoren scheinen wirklich in einer anderen Welt zu leben. Orte, die das besondere Lebensgefühl und die kreative Vielfalt dieser Stadt ausmachen und die selbst von Geschäftsleuten und höheren Angestellten nach Feierabend gerne zum Seele-baumeln-Lassen aufgesucht werden, sind vor dieser Spezies nicht sicher. Gutes Beispiel ist das Haus der Gesundheit in der Bergmannstraße. Aus diesem Standort hätte ein Investor, der etwas mehr Gefühl und Liebe zum Leben im Leibe trägt, etwas Wunderbares machen können, und er wäre von den Kiezbewohnern dafür respektiert und geachtet worden. Stattdessen wurde das besondere Flair des Kiezes gerne mitgenommen, um eine trost- und seelenlose Betonburg mit Rolltreppen-Anbindung zu vermarkten. Wenn man deren “Schöpfer” fragen würde, was sie sich denn dabei gedacht haben, dürften die es wohl selbst nicht genau wissen. Derlei abgestumpfte