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30. Juli |
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"Spreeufer - für alle!""Spreeufer - für alle!" Am 13. Juli ist Bürgerentscheid gegen die Spree-VerschandelungWer kennt sie noch nicht, die kleinen Strand-Oasen entlang der Spree, dort, wo man/frau die Seele baumeln lassen kann? Nun sollen auch diese kleinen grünen Paradiese einem sogenannten “Uferwanderweg”, neuen Baublöcken und Hochhäusern weichen.
Am Spreeufer selbst soll sich die Öffentlichkeit lediglich mit einem mageren „Uferwanderweg“ begnügen dürfen. Ein trauriger Vorgeschmack davon, ist vor der Gewerkschaftszentrale VERDI zu besichtigen.
Dass mit diesem Vorhaben wieder einmal die historische Chance vertan wird, Flussuferzonen als wichtige Naherholungsräume für die BerlinerInnen und auch als Berlin-typische Attraktion für gerngesehene Touristen zu entwickeln, hat fast schon Tradition.
Berliner Projektentwickler und deren Investoren scheinen wirklich in einer anderen Welt zu leben. Orte, die das besondere Lebensgefühl und die kreative Vielfalt dieser Stadt ausmachen und die selbst von Geschäftsleuten und höheren Angestellten nach Feierabend gerne zum Seele-baumeln-Lassen aufgesucht werden, sind vor dieser Spezies nicht sicher. Gutes Beispiel ist das Haus der Gesundheit in der Bergmannstraße. Aus diesem Standort hätte ein Investor, der etwas mehr Gefühl und Liebe zum Leben im Leibe trägt, etwas Wunderbares machen können, und er wäre von den Kiezbewohnern dafür respektiert und geachtet worden. Stattdessen wurde das besondere Flair des Kiezes gerne mitgenommen, um eine trost- und seelenlose Betonburg mit Rolltreppen-Anbindung zu vermarkten. Wenn man deren “Schöpfer” fragen würde, was sie sich denn dabei gedacht haben, dürften die es wohl selbst nicht genau wissen. Derlei abgestumpfte Gutverdiener schrecken im allgemeinen selbst vor dem Blumengarten ihrer Großmutter nicht zurück, wenn es darum geht, eine Fertiggarage in das Lebensglück der alten Dame zu setzen. Nun, derlei “Fertiggaragen” sind in den Spreegärten der BerlinerInnen unerwünscht! Denn Berlin verfügt im Vergleich zu anderen Städten über einen geringen Freiflächenanteil an den Flussufern. Friedrichshain ist Schlusslicht in der Berliner Freiflächen-Bilanz (nur 1,09 qm wohnungsnahe Grünanlagen pro Einwohner). Wenn nicht an der Spree - wo sonst sollte dieser Missstand ausgeglichen werden? Mediaspree heißt auch das Ende aller kulturellen Projekte wie z.B. das Yaam, der Oststrand und die Bar25.
Zudem ist die Sozialstruktur des Bezirks in Gefahr, sollte Mediaspree den umliegenden Kiezen seinen Stempel aufdrücken. Die „O2-World“ zeigt, mit welcher Arroganz Mediaspree im Bezirk auftritt.
Ein Mindestabstand für Neubauten zu den Spreeufern von 50 Metern ist die Sollbruchstelle für die Toleranz der BerlinerInnen. Drunter machen wir es einfach nicht! So pleite kann Berlin gar nicht sein, dass wir unsere Seele verkaufen müssen. Die weitere Privatisierung sensibler öffentlicher und bürgereigener Liegenschaften muss endlich aufhören! Blockbebauung und Hochhäuser entlang der heute noch grünen Spree
Negativ-Beispiel O2: Die Kontamination des öffentlichen Raumes, eine Beleidigung für das Auge und an Hässlichkeit nicht zu überbieten! Die O2-Werbetafel an der Spree.
“Ich glaube, ich muss da doch noch mal ernsthaft über die Verlängerung meines Mobilfunkvertrages nachdenken.” (der Herausgeber)
“Die Spreeuferpromenade wird für die Allgemeinheit angelegt und eine hohe Aufenthaltsqualität haben.” Zitat mediaspree e.V.
Bürgerentscheid
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