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Guerilla Gardening - urbane Kampfbegrünung in der GroßstadtNackte Baumscheiben und verwilderte Baubrachen sind die „Opfer“ dieser neuzeitlichen Guerilla-Krieger. Ihre Waffen? Blumenzwiebeln, Samenbomben, Gießkanne und ein Spaten.
Die zweite Gruppierung ist eine ideologisch eher von der Öko-Bewegung inspirierte Form des Wildgärtnerns. Sie kämpft für eine lebenswertere Umwelt in der Großstadt und für die daraus entstehenden sozialen Netzwerke. Das Konzept von urbaner Selbstversorgung (im Gegensatz zur Hippie-Bewegung in den 70ern, die ihr Glück allein in den ländlichen Kommunen sahen) ist zum Teil auch durchaus ein Gegenentwurf zu einem städtischen Leben in voller Abhängigkeit von Supermärkten und ein Protest gegen große Saatkonzerne wie Monsanto. Bei dieser Form der urbanen Landwirtschaft werden ganze Baubrachen annektiert, für alle Bürger offene Gemeinschaftsgärten angelegt, Nutzpflanzen kultiviert und zum Beispiel in Hochbeeten aus alten Autoreifen in Hinterhöfen Kartoffeln gezogen. Hier weiß man dann zumindest, dass das eigene Gemüse weder durch Bestrahlung geschädigt noch gentechnisch verändert wurde. Das Baumhaus an der MauerSpricht man von spontanen Begrünungsaktionen in Berlin, fällt unweigerlich früher oder später der Name dieser inzwischen sogar touristischen Attraktion: | |