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Die drei Geistesgifte
Unbewusste Glaubenssysteme versperren uns die Türen zu unserer Essenz. Wir bewegen uns in sich ständig wiederholenden Schleifen der immer gleichen Muster. Evelin Rosenfeld zeigt anhand eines buddhistischen Ansatzes, wie wir den drei Geistesgiften Hass, Gier und Verblendung so begegnen, dass sie als Muster offenbar werden und sich wandeln können.
Der Beginn eines friedvollen und erfüllten Lebens ist die Bewusstwerdung des eigenen Seelenanliegens. Die Frage nach dem „Wer bin ich?“ und „Wofür bin ich in diese Welt gekommen?“ wird allerdings bei den meisten Menschen von ihren inneren Mustern unterbrochen – und eine Antwort, die der inneren Wahrheit wirklich entspricht, bleibt aus. Zu stark sind unsere Vorstellungen von der Welt, von unseren Mitmenschen und von der Person, die wir als „ich“ verstehen. Tief sitzt die Angst davor, nicht zu bestehen. Und aus dieser Angst weben wir uns ein in ein Korsett aus begrenzenden Orientierungspunkten in der Welt, wie wir sie bisher erleben. Daher müssen wir erst eine „Lücke“ finden, um durch das Geflecht von Vorstellungen und Fixpunkten hindurch zur Bewusstheit des Selbst, zum Wesenskern und zu „dem, was mir wirklich wichtig ist“ vorzudringen.
Mein „Instrument“, um diese Vorarbeit in den Coachings oder Seminaren zu machen, sind von jeher die „Vier Kreise des Seins“ (Genaueres in meinem Buch „Was Dir wirklich wichtig ist“). Sie geben einen guten Eindruck von den Begrenzungen, die wir uns geschaffen haben. Und sie geben mir als Transformationsbegleiterin Hinweise auf die Türen zur Seele, die in diesem Moment geöffnet werden könnten.
Nun habe ich mir natürlich auch die Instrumente der anderen angesehen – etwa „the work“ von Byron Katie, die eher auf die Wiederherstellung des Wohlbefindens im jeweiligen Moment zielt, oder die Spiegelexperimente von Art Reade, durch die Barrieren erlebbar werden, oder das Reframing nach Bandler und Grinder (NLP). Doch all diese Techniken mögen zwar momentane Barrieren sichtbar machen – doch den Weg zum Sein öffnen sie nicht.
Geistige Verschmutzung
Vor einem Jahr stieß ich auf ein buddhistisches Konzept, dessen Anwendung in der persönlichen Transformationsarbeit sehr hilfreich sein kann. Nach meiner Auffassung gründen alle Beschränkungen – geistige, emotionale, spirituelle, körperliche und soziale – in Angst. Angst als Abwesenheit von Liebe. Die (tibetischen) Buddhisten unterscheiden drei Geistesgifte – Hass, Gier und Verblendung – als Formen der emotionalen Anhaftung. In der tibetischen Medizin werden diese drei Gifte als geistige Verschmutzung und als Ursache aller nicht durch Geburt induzierten Krankheiten verstanden.
Diese Kategorisierung ist so einfach wie effektiv bei der Transformationsarbeit: Denn die „Türen“, die das meist unbewusste Glaubenssystem eines Menschen hin zum Wesenskern bietet, lassen sich nur dann öffnen, wenn die Angst, die sie verschlossen hält, in angemessener Weise aufgenommen und transformiert wird. Wie zeigt sich in dem buddhistischen Ansatz die Verbindung der drei Geistesgifte zur Angst, was genau haben sie miteinander zu tun?
Hass ist die Abwesenheit von Liebe nach außen gerichtet. Schuldzuweisungen, Enttäuschung, übermäßige Abgrenzung bis hin zu Isolation und verzweifelter Einsamkeit sind die Symptome. Eine meiner Klientinnen beispielsweise ist eine hervorragende Beobachterin. Keine Unstimmigkeit entgeht ihr – nichts aus ihrer Hand wäre beliebig, es ist alles immer von einer hohen Ästhetik und Ausgewogenheit. Diese Teilnehmerin litt unter schweren Panikattacken und der Vorstellung, ihr sei erhebliches Unrecht angetan worden. Dieser Frau Verzeihens-Rituale anzubieten oder ihre Fähigkeit, sich angemessen abzugrenzen, zu stärken, hatte über viele Jahre keinerlei Effekt gezeigt. Warum nicht? Weil Ihr Geist und ihre gesamtes Erleben durchtränkt war vom Geistesgift Hass. Hass verhindert Aufnehmen. Kein Angebot kann hier wirken. Um die Türen zur Seele durch das Glaubenssystem hindurch dennoch zu öffnen, ist das energetische Gegenstück zu diesem Geistesgift erforderlich: Das Entfernen jeder Widerstandsfläche. Denn Hass braucht Widerstand.
Dem Muster adäquat begegnen
Bei dieser Teilnehmerin wurde in einem Retreat ihr Muster genau in dem Moment aktiviert, als der – vermeintliche – Außendruck, also die Nähe, so stark wurde, dass sie in eine extreme Abwehrreaktion ging (hier: Panikattacke und Schuldzuweisungen). Statt jedoch auf ihre Signale zu reagieren, beantwortete ich ihre Verfassung mit ungeteilter Präsenz. Ich ging energetisch nicht auf sie zu – aber auch nicht von ihr weg. Ihre Klagen und Schuldtiraden wurden in einen sehr weiten Raum ungeteilter Präsenz gestellt – jedes Mitglied der Gruppe hatte Raum, das eigene Erleben der Situation zu beschreiben. Die Klientin war mental nicht in der Lage, die Darstellungen aufzunehmen, und weitete ihre Übergriffe immer weiter aus, die aber keinen Widerstand und keine Resonanz fanden. In der darauffolgenden Nacht arbeitete ihre Seele intensiv an den Eindrücken. Am Folgetag fand die kognitive Verarbeitung statt, in der der Verstand nachvollziehen konnte, was die Seele bereits umgesetzt hatte: Das Angriffs- und Abgrenzungsprogramm hatte ausgedient, der Weg zum Wesenskern und Seelenanliegen war frei.
Der Gier die Erfüllung entziehen
Ganz anders ist ein Mensch zu öffnen, dessen Geistesgift vor allem aus Gier besteht. Gier ist die Abwesenheit von Liebe zu dem, was ist. Die Blindheit für die Fülle des Moments treibt uns nach vorne, lässt uns immer neue Ziele und Wünsche, Bedürfnisse und Aufgaben kreieren und wirft uns in ein Gefühl von Leere, Mangel und Erschöpfung. Selbstwertschwäche, Selbstmitleid und ein Mangel an Empathie sind die sozialen Symptome, die selten von den Betroffenen selbst wahrgenommen werden. Gier braucht ein starkes Außen, greifbare Fülle (oder Unterstützung). In der Transformationsarbeit ist es also wichtig, genau diese äußere Fülle, die Resonanz, zu reduzieren und den Klienten auf sich selbst zurückzuführen. Besonders meine weiblichen Klientinnen tragen dieses Gift oft mit sich und füllen mit ihrer (selbst nicht wahrgenommenen) Über-Fülle erst einmal den ganzen Raum: Immer haben sie etwas zu sagen, immer gibt es noch einen Zusatz, nicht selten mit emotionalen ja: sentimentalen Szenen (von Hilflosigkeit, Trauer, Unzufriedenheit). Die sanfte Umlenkung zu sich selbst, das Verordnen von Stille, die Konzentration auf die eigene, innere Mitte, lange Meditationen in der Natur – idealerweise sich selbst überlassen – unterbrechen hier das ständige Greifen nach Resonanz und Beziehung und öffnen die Tür zur gegenwärtigen Fülle. Und zum Blick auf die eigene Seele.
Angst vor der eigenen Unvollkommenheit
Verblendung ist im buddhistischen Sinne die Fehleinschätzung der eigenen Wichtigkeit. Die Vorstellung, anders zu sein, nicht dazuzugehören, sind klassische Äußerungsformen. Hier fehlt es letztlich an Liebe zum unvollkommenen Stand der Dinge – auch zu unserer eigenen Entwicklung. Wenn das Geistesgift Verblendung im System ist, werden die Eigenheiten, die Entwicklungsaufgaben, das persönliche Werden nicht akzeptiert, sondern als Barriere zwischen sich selbst und der Umwelt erlebt. Das Gefühl, nicht gesehen zu werden, die eigene Ansicht gegen Widerstand durchsetzen zu müssen und Großes zu leisten, spiegelt letztlich die Angst vor der eigenen Unvollkommenheit.
In unserer Leistungsgesellschaft steht dieses Gift hoch im Kurs. Individualisten, Querdenker, Selbstdarsteller treiben uns und sich selbst an, das Besondere darzustellen. In der Transformationsarbeit wird dieses „Gift“ entfernt, indem der Blick und die Liebe zum Werdenden neu geschärft werden – und das Annehmen praktiziert wird. Hier ist die Gruppenarbeit ganz besonders wertvoll – und natürlich die Meditation in freier Natur.
Ich habe mit diesem Beitrag versucht zu beschreiben, wie eine tiefgreifende Glaubenssatzarbeit wirkungsvoll gemacht werden kann. Dabei ist diese Arbeit lediglich die Vorarbeit, um den Zugang zum Wesenskern, zum Seelenanliegen eines Menschen zu öffnen. Denn dieser Kern ist in aller Regel geschützt und überlagert von Ängsten und Vorstellungen über das Leben, die uns auf der Willensebene halten. Ich will haben … Ich will machen … Ich will sein …
Diesem Wollen zu folgen – ohne sich über den tieferen Sinn, das ursprüngliche Seelenanliegen bewusst zu sein – heißt, lebenslänglich zu suchen und von einer Re-Aktion in die nächste zu stolpern. Daher ist es so wichtig, in die Tiefe vorzudringen, den alten Ängsten ins Auge zu sehen und zu erleben, dass wir ihnen mittlerweile gewachsen sind.
Noch eines liegt mir am Herzen: Der Umgang mit den Geistesgiften erfordert ein bedingungsloses „Ja“ zum Klienten. Die Haltung, in der die Begleiterin der Klientin begegnet, gründet immer in der tiefen Einsicht: „Nichts Menschliches ist mir fremd – und ich liebe dich in deinem aufrechten Bemühen, deine Ängste zu überwinden und deine Seele zu leben“.
Abb: © Solomin Andrey - Fotolia.com
Autoren Info
Evelin Rosenfeld
Evelin Rosenfeld arbeitet seit 13 Jahren als Transformationsbegleiterin nach eigener Methode (s. „Was Dir wirklich wichtig ist. Arbeitsbuch zum Personal Empowerment“, Junfermann Verlag 2004). Der Entwicklungsprozess, den sie als Coaching oder Auszeit in Thüringen, Teneriffa und Thailand anbietet, ist darauf ausgerichtet, Menschen aus ihren Ängsten und Automatismen zurück zu ihrem Seelenanliegen und damit in ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
Die kommenden Auszeit-Termine sind:
Thailand: 29.12.2012 bis 12.1.2013 2.-16.2 2013 28.12.2013 bis 11.1.2014 8.-22.Februar 2014
Thüringen 25.5.-8.6. 2013 3.-27.7.2013
Teneriffa 6.-20.4.2013 14.-28.9.2013
Nähere Infos und Kontakt unter: www.evelinrosen feld.de (Kennenlerntage in Berlin, München, Zürich, Bad Kissingen, Wien, Köln und Konstanz werden im Newsletter bekanntgegeben) Infos zu den Auszeiten: www.seminar-und-reisen.de Youtube-Video zum Thema unter dem Suchbegriff: selbstbestimmt leben: eine andere Wirklichkeit
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Leser Kommentare:
Am 31. Januar. 2013 geschrieben von Bauer
Immer wieder diese kranken Methoden und Ratschläge wie das Leben zu leben ist.
Wenn ich schon Coach oder Sozialarbeiter höre... wird es mir ganz übel.
Erst machen uns die Lehrer und Manager kaputt... und dann kommen die Coacher die uns was übers Leben erzählen wollen... wie schön das Leben ist... und was wir angeblich alles selbst falsch machen.
Diese Coacher verkaufen uns für Deppen und wollen uns bei ihren teueren Seminaren zeigen wie es geht in der Natur zu wandern. Echt lächerlich !
Das Leben wäre wunderbar ohne alle diese Manager und Coacher die oft die selben Personen sind und nur unsere menschliche Energie aufsaugen. Die tauschen nur ihre Plätze exakt wie die Politiker wo einmal die Ursula vdL die Familienministerin war und dann auf wundersame Weise Arbeitsministerin.
Niemand wird diese Ausbeuter und Klugscheisser hier vermissen.
Sepp Holzer hat recht:
Die Masse wird zu Lemmingen erzogen.
http://www.youtube.com/watch?v=sPkFv8-SJds
Am 29. Januar. 2013 geschrieben von H.G.
Hallo
Ich habe mir grad zur Aufgabe gemacht eine Kritik zu schreiben.
das video
"selbstbestimmt leben: eine andere Wirklichkeit"
http://www.youtube.com/watch?v=RdFqk64Yg8s&NR=1&feature=endscreen
mag ich, ich find es schön, dass einige Menschen sich auf den Weg machen und sowas zu erfahren.
"Mehr als vierzig Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland klagen über zunehmende Belastung bei der Arbeit."
http://www.fr-online.de/arbeit---soziales/stressreport-stress--bis-der-arzt-kommt,1473632,21589000.html
aber:
in gruppen zusammen zu erfahren und zu lernen, dafür muss nicht so viel geld ausgegeben werden, es gibt ja nicht nur einen großen seminarmarkt, angefangen bei volkshochschulkursen gibt es einige Methoden mit denen das leben selbst in die Hand genommen werden kann.
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>>> die methode des "EMPOWERMENT" kommt aus verschiedenen betroffenengruppen selbst, mit der sich communities nach einer Krise zusammenfinden und teilweise mit Hilfe von außen selbstgesteckte Ziele verwirklichen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Empowerment
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Coaching:
is ja immer so eine sache, das jobcenter bezahlt in einzelfällen coaching maßnahmen, einige coaches räumen sogar mit kostenübernahmen von der ARGE auf ihrer Webseite ein.
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außerdem habe ich noch politische Kritik,
ich finde es blöd, dass es diesen drang zur selbstoptimierung in der zunehmenden arbeitsteilung gibt, bringen denn 7 oder 14 tage seminar denn so viel? wäre nicht eine begleitung über ein halbes jahr nicht sinnvoller, und wie wäre das finanzierbar? und wie kommuniziert man die eigene wandlung in seinem bekannten- und freundeskreis und probiert mehr mit denen zu unternehmen?
kurz wie ist abzuschätzen, ob man sowas braucht oder ob es rausgeschmissenes geld ist, ich zumindest war früher unkritisch mit solchen geschichten und wäre eher um die halbe welt geflogen anstatt was zu machen
sonst: FREIWILLIGENARBEIT IM AUSLAND mal googlen
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Neoliberalismus und Buddhismus
drehen sich gern um die Individualisierung der Lebensverhältnisse, ich finde es persönlich haarsträubend, wenn ich den Dalai Lama erlebe, der in dem folgenden Link direkt vor dem US Parlament sagt: Seit individuell, ich kann ja nichts machen, auch wenn es richtig ist, dass man sich offenbar selbst ändern muss um was zu ändern, aber die frage nach wissen und perspektive weisst sehr politische grenzen auf:
>> http://tinyurl.com/aprabpv
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Falls jemand Lust hat mehr über den Zwang zur Verwertung nachzulesen, Bettina Fellmann hielt einen Vortrag über den "Zusammenhang von Verwertung, Vernichtung und Entfremdung"
auf der es auch den Text als PDF zum download gibt.
http://zweifelunddiskurs.blogsport.de/category/allgemein/
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Buchtipps, PDF
Allgemein bei Amazon, Stichwort "Empowerment"
http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Daps&field-keywords=Empowerment
"Das erschöpfte Selbst" - Alain Ehrenberg
"Der flexible Mensch" - Richard Sennett
Sennetts zentrale Themen und Forschungsgebiete sind die Probleme der Herrschaft durch Architektur, Vereinzelung, Machtlosigkeit und Orientierungslosigkeit der Individuen, deren Rückzug in die Privatheit, sowie das Verschwinden des öffentlichen Raumes, der für die Erfahrung von Gesellschaft und richtiger Individualität notwendig ist. Genauso die Instabilität und Oberflächlichkeit von zwischenmenschlichen Beziehungen.
Am 06. Januar. 2013 geschrieben von Franz Josef Neffe
GEIST beherrscht alles, was wir denken + fühlen + reden + tun. GEIST ist aber auch dazu da, uns zu dienen - allerdings nicht nach unseren sondern nach seinen (für uns günstigeren) Gesetzen.
Die Pädagogik reduziert den Umgang mit GEIST drastisch auf den beschränkten bewussten Verstand. Mit dem kann der Mensch gerade einmal EINEN Gedanken auf einmal denken. Dass der Mensch dennoch am Leben bleibt, verdankt er dem ganzen übrigen GEIST in seinem UNBEWUSSTEN.
E. COUÉ hat vor hundert Jahren mit weltweitem Erfolg demonstriert, welche Verantwortung wir gegenüber dem GEIST haben und was möglich wird, wenn wir uns wirklich darum kümmern. Die AUTOSUGGESTION = der eigene Umgang mit dem GEIST wurdfe durch Coués enorme praktische Erfolge in wenigen Jahren eine weltberühmte Selbsthilfe-Methode.
Als Ich-kann-Schule-Lehrer kann ich es nicht gut heißen, dass in unseren Schulen GEIST keine praktische Rolle mehr zu spielen scheint. Auf einem meiner Ich-kann-Schule-Vorträge fragte ich die anwesenden LehrerInnen, wie oft sie in den letzten drei Jahren die Worte Geist & Seele in der Schule gehört hätten. Alle bekundeten, dass sie die dort überhaupt noch nicht gehört hätten.
Wie soll man geistigen Missbrauch verstehen und auflösen lernen, wenn man durch Pädagogik definitiv nichts mit GEIST zu tun bekommt?
Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe
Am 05. Januar. 2013 geschrieben von Kristina
@WellenbeobachterHH
ich bin mir sicher, dass sich unser Leben sofort sehr positiv ordnen würde, sobald wir nur Zwang, Nötigung und Bevormundung gänzlich abschaffen, vor allem den Schulzwang, Arbeitszwang (Hartz 4), Medizinzwang (Impfungen, Psychiatrie).
Wir müssen endlich begreifen, dass die Schule, Arbeit und Heilung nur auf freiwilliger Basis ernsthaft und produktiv ist, da nur so die Lernfähigkeit, Arbeitsfähigkeit, Kreativität und Eigenverantwortung gefördert werden kann.
Die Zwänge verursachen Gruppenzwang (Klassen, Parteien, pseudo-Spiritualität) und Erziehungszwang (Fremdbetreuung, KiGa, Schule, Wiederholungsrituale) um verlogene Strukturen mit unmündigem, unkritischem Nachwuchs zu versorgen.
Somit sind alle Gruppen und Geschäfte absolut zu meiden, welche Zwang, Lüge, Nötigung, Bevormundung, Manipulation und Mobbing ausüben.
Zwang trennt uns von Eigenverantwortung, von Vertrauen, von der Freiheit (Wille).
Zwang verursacht einen Teufelskreis (Angst, Hass, Missbrauch, Erniedrigung) und schafft Abhängigkeiten mit Suchtproblemen (Drogen, Tabletten, Sex ohne Liebe).
Deswegen ist es absolut nicht nachvollziehbar, warum so viele ausgerechnet dem Zwangsprinzip gehorchen, obwohl sogar der (unbeliebte) Staat gleich im Grund-gesetz, Zwang verbietet und die unantastbare Würde des Menschen anordnet.
Was hält uns also davon ab, die Menschenwürde praktisch zu leben und sie zu wahren ? Aber auch die Tierwürde zu wahren, so wie es diese Petition, die Logik und Liebe verlangen: "Die Würde des Menschen und des Tieres ist unantastbar"
www.openpetition.de/petition/gezeichnet/die-wuerde-des-menschen-und-des-tieres-ist-unantastbar
Wenn jeder Mensch in seiner Umgebung ab sofort jeglichen Zwang/Zwangshaltung abschaffen würde und alles nur auf freiwilliger bzw. auf respektvoller Basis zulassen würde, dann haben wir hier nahezu paradiesische Zustände, aus welchen wir ursprünglich stammen.
Am 02. Januar. 2013 geschrieben von WellenbeobachterHH
@Kristina
Der Hinweis mit dem BGE am Ende ist durchaus richtungsweisend. Auch wenn die Heilung stets aus dem eigenen Inneren kommt, so spielen die äußeren, insbesondere existentiellen Bedingungen eine sehr entscheidende Rolle.
Unter verschiedenen Lebensbedingungen Verhalten sich Menschen auch anders. Auch wenn die individuelle geistige Entwicklung bei jedem etwas anders verläuft, so ähneln sich dennoch manche Muster, welche z.B. auf Ängste oder erfahrenes Urvertrauen zurückgehen. Bessere äußere Bedingungen ermöglichen es dabei, sozusagen den inneren, emotionalen Schwerpunkt zu verlagern. Das macht viel aus. Deshalb lohnt es sich für uns alle, uns für eine bessere Gesellschaft jenseits der Logik von Staat (Herrschaft), Markt (Konkurrenzdenken) und Geld (Macht, Manipulation, Korruption) einzusetzen - siehe z.B. Die Violetten.
Am 30. Dezember. 2012 geschrieben von Kristina
Es ist richtig, dass die negativen Gefühle wie "Hass, Gier, Verblendung, Angst"
als giftige Symptome wegen Mangel an Liebe und Geborgenheit entstehen.
Es ist jedoch unmöglich, Heilung und Liebe durch Be-seitigung von diesen Gefühlen zu erreichen.
Alle negativen/giftigen Gefühle sind natürliche, vergängliche Gegenpole zu ihren positiven Gefühlen (Liebe, Zufriedenheit und Erkenntnis), ähnlich wie jede Krankheit der natürliche, vergängliche Gegenpol zur Gesundheit ist und sogar Rückkehr/Rückbesinnung ermöglicht ("Krankheit als Weg" Dahlke, Dethlefsen).
Da die Gesundheit ohne Krankheit nicht erfahrbar wäre (außer im Paradies),
tritt die Krankheit (ob physisch oder psychisch) in unserer polaren Welt berechtigterweise auf. Auch alle medizinischen Heilmittel bestehen aus natürlichen Giftstoffen oder deren Information (Homöopathie), welche zwar tödlich sind, aber in Kleindosierung heilend wirken. Daher kann man negative Gefühle und natürliche Gifte nicht pauschal verteufeln bzw. dämonisieren.
Es gibt keine Menschen, die Hass, Gier oder Verblendung nicht erlitten hätten. Viele haben erst durch dieses Leid die Erkenntnis über die Vorzüge der wahren Liebe und Zufriedenheit gewonnen.
Erst wenn Menschen zu diesen negativen/giftigen Gefühlen künstlich durch fremde Manipulation, Mobbing, Stalking und Schikane getrieben werden - und dies bereits in der Grundschule - können Gefühle dauerhaft gestört, unheilbar und gefährlich werden. Das Problem liegt somit in der Fremdmanipulation, Einmischung, Zwang und Bevormundung, welche zu verhindern und abschaffen sind.
Solange die Menschenwürde durch Bevormundung verletzt wird und Menschen nichtmal das menschenwürdige Existenzminimum zum Leben haben, während dubiose Personen unermesslichen Reichtum und Macht missbräuchlich anhäufen, kann man davon ausgehen, dass alle Missstände beabsichtigt werden und sogar giftige Gefühle wie "Hass, Gier, Angst, Verblendung" absichtlich provoziert werden.
Wenn alle Menschen das bedingungslose Grundeinkommen hätten und ein selbst-bestimmtes Leben führen können, würden sich viele "giftige" Gefühle erübrigen.
Dazu empfehle ich den parallelen Artikel von Ralph Boes und Diana Amman
"Im Einsatz für die Menschenwürde".
www.sein.de/archiv/2013/januar-2013/im-einsatz-fuer-die-menschenwuerde.html
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