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Plastic Planet - Leben im Plastikzeitalter
Regisseur Werner Boote zeigt in seinem Kinodokumentarfilm "Plastic Planet", dass Plastik zu einer globalen Bedrohung geworden ist. Er stellt Fragen, die uns alle angehen:
Plastik wächst uns über den Kopf
Die Welt droht zunehmend angesichts dieser Mengen in Plastikmüll zu ertrinken, denn die Kunststoffe verrotten nicht und überdauern zum Teil bis zu 500 Jahre. Besonders hart trifft es die Ozeane: Rund 6 Millionen Tonnen, gelangen über Flüsse in die Ozeane, bis zu 18.000 Plastikteile treiben in jedem Quadratkilometer der Weltozeane. Östlich von Hawaii hat sich in der im Uhrzeigersinn drehenden Meeresströmung des Pazifiks ein gigantischer Müllwirbel gebildet, in dessen Zentrum drei Millionen Tonnen (!) Plastikmüll rotieren. Selbst wenn die Menschheit morgen damit aufhörte, Plastik zu produzieren - die vielen Millionen Tonnen, die bislang in die Ozeane gelangt sind, werden noch Jahrtausende mit den Strömungen um die Welt treiben.
Jeder Mensch hat Plastik im BlutDas hat nicht nur indirekt Einfluss auf den Menschen: Bereits jetzt ist 6x mehr Plastik als Plankton im Meer. Die winzigen Teile werden von den Fischen gefressen und gelangen so in den Blutkreislauf. Der Mensch hat bereits messbare Mengen Bisphenol A im Blut.
Jahrelange Recherche
Eine großangelegte Geschichte also: Nach mehrjährigen Recherchen, nach Reisen, die von Innsbruck bis in die marokkanische Sahara, von Venedig bis in den Pazifischen Ozean, von Deutschland bis nach China, Indien und Japan geführt haben, hat Werner Boote 700 unabhängige Studien gesammelt, welche die Schädlichkeit von Plastik beweisen. Sowie 10, die dagegen halten - und allesamt von der Industrie in Auftrag gegeben wurden.
Das Ende des Plastik-TraumsBootes Film ist die wohl bisher umfassendste Behandlung des Themas und zeigt deutlich, dass der Plastik-Traum ausgeträumt ist und wir dringend nach Alternativen suchen müssen. In nur zwei Generationen ist Plastik von einer großen Hoffnung zu einem massiven Problem geworden. Das spiegelt sich auch sehr schön in der Familiengeschichte des Regisseurs. Bootes Großvater war in den 60er Jahren noch Geschäftsführer der deutschen Interplastik-Werke und war sich sicher: Das Plastik-Zeitalter wird die Lebensqualität der Menschen erheblich verbessern. Heute fragt sich sein Enkel, ob das tatsächlich der Fall ist. "Auf dem Weg ins Krankenhaus, wo sie zur Chemotherapie oder Strahlentherapie gegen ihren Krebs fahren, werden sie sich genau das fragen", meint der Biologe Fred von Saal in "Plastic Planet". Manchem wird es wohl so gehen, wie es der Untertitel des Films verspricht: Hier geht zur Website des Films.
Bilder: Plastic-Planet.at
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Leser Kommentare:
Am 13. März. 2010 geschrieben von Helmut
http://de.wikipedia.org/wiki/PET-Flasche
Am 12. März. 2010 geschrieben von Helmut
Googeln Sie mal unter PET + Bisphenol A
Am 12. März. 2010 geschrieben von Redaktion
@Helmut:
Das stimmt nicht:
http://www.sein.de/news/2009/maerz/mineralwasser-mit-oestrogenen-belastet.html
Gruß
Am 11. März. 2010 geschrieben von Helmut
Sind in PET-Flaschen Weichmacher enthalten?
Verbraucher denken bei dem Kunststoffnamen „Polyethylenterephtalat“ oft an Phtalate, die als Weichmacher verwendet werden und immer wieder in der öffentlichen Diskussion auftauchen. Phthalate und andere Weichmacher werden zur Herstellung von PET-Flaschen jedoch nicht benötigt.
Ist in PET-Flaschen Bisphenol A enthalten?
Bisphenol A gehört zu einer Gruppe von Substanzen, die hormonähnlich (östrogen) wirken können. Die Substanz kann in Gegenständen aus Plastik enthalten sein, auch in solchen, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen. Beispiele dafür sind Babyflaschen, Trinkbecher, Plastikgeschirr oder auch die Innenbeschichtung von Konservendosen. In PET-Flaschen ist Bisphenol A jedoch nicht enthalten.