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Naturgewalten und Atomkraftwerke: Eine Warnung

Die Tsunami und Reaktorkatastrophe in Japan hätte verhindert werden können. Entlang der japanischen Küste stehen mehrere hundert beschriftete Steine, einige davon sind mehr als 600 Jahre alt, die deutliche Warnungen an die Menschheit richten. Dort stehen Sätze wie: „Baut nicht unterhalb dieses Punktes. Hohe Gebiete sind Friede und Harmonie der Nachgeborenen. Sei immer auf überraschende Tsunamis vorbereitet. Entscheide Dich fürs Leben, anstatt für Besitz und Wertsachen."

Derlei Warnungen der Vorfahren wurden von den japanischen Bürgern und Unternehmen ignoriert. Wohnhäuser und Atomkraftwerke wurden an gefährdete Küsten gebaut. Die Folgen sind bekannt. Auch bei uns gab es schon Erdbeben und noch verheerendere Sturmfluten, wie die im Jahr 1362 mit 100.000 Toten und dem Untergang von großen Teilen Nordfrieslands. So eine Sturmflut würde aktuell die Atomkraftwerke Unterweser, Brunsbüttel und Brokdorf bedrohen. Diese Warnungen alleine sollten schon reichen uns aus dem Dämmerschlaf zu wecken und zu sofortigem, vernünftigem Handeln bewegen.

Wer noch nicht aufgewacht ist, den dürften die Worte des britischen Verteidigungsministers Liam Fox, veröffentlicht am 20. Sept. 2010 im englischen Zeitung The Independent vollends den Schlaf rauben. Er sagte anlässlich einer Konferenz der Electric Infrastructur Society und dem Henry Jackson Society-Think-Tank zur Verwundbarkeit der elektrischen Stromübertragungssysteme durch Naturereignisse auch aus dem Weltraum: „Je komplexer die Natur unserer Technik wird, desto größer wird die Bedrohung." Er meinte die unkalkulierbaren Schäden verursacht durch mögliche Sonnenstürme."

Einen ausführlichen Artikel brachte der Spiegel schon im Jahre 1999: „Geladene Pistole"

Die ältesten Hinweise vor größeren Sonnenaktivitäten stammen von den Inkas und Mayas. Die Wissenschaftler von heute sagen, dass der nächste Magnetsturm der Sonne wesentlich heftiger ausfallen könnte wie die größten Sonnenstürme der Neuzeit von 1859 in und Toronto 1989. „Ein magnetischer Sturm kann die ganze Welt lahmlegen. Wir dürfen nicht warten, wir müssen jetzt handeln", sagte Avi Schurr, Berater des US Verteidigungsministeriums.

Es gibt eine neue Ebene von Ernsthaftigkeit sich dem Thema der globalen Bedrohung durch Stromausfälle in Kernkraftwerken