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Warum unser Geldsystem nicht funktionieren kann
1. Geld als Schuld
Fatalerweise muss auch der Staat einen Kredit aufnehmen, wenn er Geld in Umlauf bringen will - deshalb sind alle Staaten mit Zentralbanksystemen hoch verschuldet. Das müsste nicht so sein. Würden die Zentralbanken verstaatlicht, könnte der Staat Geld herausgeben, ohne dadurch in die Schuld privater Geldinstitute zu gelangen. Es wird oft argumentiert, dies sei deshalb nicht möglich, weil der Staat dann einfach Unmengen Geld drucken und dadurch die Währung zerstören würde. Wie wir an den USA sehen, hindert aber auch das gegenwärtige System niemanden daran das zu tun - nur das in diesem Fall auch ein milliardenhoher Schuldenberg entsteht, der nie wieder abgezahlt werden kann. (derzeitige Verschuldung: 11,321,599,905,356.40 $ = 11.000 Millarden $!)
2. Die wundersame GeldvermehrungDas Geld, das sich die Banken von der Zentralbank leihen wird ebenfalls benutzt, um Kredite zu vergeben. Jedoch verleiht die Bank nicht - wie man vielleicht meinen könnte - dieses Geld selbst, sondern „erfindet" einfach ausgedachtes Geld, das sie dann ihren Kunden anbietet. Eine Bank muss nämlich nur 2 % des Geldes, das sie verleiht auch tatsächlich besitzen (USA 10%). Das heißt: Wenn eine Bank 2 Euro hat, kann sie 100 Euro verleihen - ohne dass es dieses Geld überhaupt gibt! Dies funktioniert deshalb, weil sie den Kunden den Kredit in fast allen Fällen nicht in Form von Geldscheinen, sondern in Form von Guthaben auf ihren Konten auszahlt. Das Guthaben auf den Konten ist aber nicht mehr als eine Zahl in einem Computer, es ist zwar der Anspruch auf Geld, aber nicht das Geld selbst. Sichtguthaben auf einem Konto ist kein gesetzliches Zahlungsmittel - sondern erstmal reine Phantasie, auch wenn wir es benutzen wie Geld. Durch diesen Vorgang ist eine riesige Menge von Geld in Umlauf, die es real gar nicht gibt. Mehr dazu: Bankgeheimnis Geldschöpfung
3.Zinsen
Die Schuld der Gesellschaft gegenüber den Banken kann also niemals beglichen werden, da es im gesamten System nicht genug Geld gibt, um all diese Schulden zurück zu bezahlen. Auch auf der Ebene von Privatkunden und Banken werden wieder Zinsen erhoben, und auch wenn hier, wo selbst die Kreditsumme aus rein virtuellem Geld besteht, kommen oben drauf noch Zinsen, die es nichtmal virtuell gibt. So kämpfen die Menschen stets darum, ihre Schulden loszuwerden oder genug Geld zum Leben zu verdienen - nicht wissend, dass es dieses Geld überhaupt nicht gibt und das System auch gar nicht vorsieht, dass sie jemals schuldenfrei werden. Denn irgendjemand muss zwangsläufig bankrott gehen. Es ist das Reise-nach-Jerusalem-Spiel mit viel zu wenig Stühlen. Das gleiche Prinzip greift auch global: Über die angeblichen Hilfsinstitutionen IWF und Weltbank treiben die Industrienationen die dritte Welt immer weiter in die Schuldenfalle - um sie dann hemmungslos auszubeuten und zu kontrollieren. Das Zinssystem ist also im Wesentlichen eine moderne Form der Kontrolle und Sklavenhaltung. Noch deutlicher wird dies, wenn man versteht, wie durch den Zins das Geld immer in die Hände einiger weniger Reicher fließt: Hat man erstmal eine gewisse Summe Geld, vermehrt sich dieses durch den Zins automatisch immer weiter. Wo kommt dieses Geld her? Es wird der übrigen Bevölkerung entzogen und steckt zum Beispiel in den Zinsen ihrer Kredite. So werden die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer. Mehr zum Zins: Der Zinssklave
4. Grenzenloses Wachstum
Und es führt auch dazu, dass alles im System auf Profit und Wachstum ausgerichtet sein muss, soll das System nicht in sich zusammenbrechen. Das dabei keine Zeit für Moral oder Umweltschutz bleibt und auch vor Kriegen als profitables Geschäft nicht zurück geschreckt wird, davon gibt die Geschichte reichlich Zeugnis. In der Konsequenz führt all dies zu Angst, Kontrollwahn, Profitgier und Konkurrenzkampf.
5. Knappheit & VerschwendungDa der Profit stets maximiert werden soll, ist alles in einem Zinsgeldsystem darauf ausgelegt, möglichst große Knappheit zu erzeugen - denn je knapper ein Gut, desto größer der Profit. An einfachen, intelligenten und nachhaltigen Lösungen besteht also gar kein Interesse! Auch nicht an qualitativ hochwertigen Produkten: alles muss möglichst schnell überholt sein oder kaputt gehen - eine unglaubliche Verschwendung ist das Resultat. Sowohl an Material, als auch an den menschlichen Ideen, die alle unsere Probleme eigentlich längst gelöst haben. Auf unserer Erde ist weder Energie noch Nahrung knapp - diese Illusion wird nur aus reiner Profitgier aufrecht erhalten. In Wirklichkeit könnten wir die Welt nachhaltig und ökologisch sowohl mit Energie als auch mit Nahrung versorgen - aber daran hat niemand Interesse.
6. Das Ende der Arbeit
Das wäre auch gar nicht schlimm - wer arbeitet schon gern viel - aber leider werden gleichzeitig auch die Sozialleistungen immer weiter gekürzt und Menschen geradezu daran gehindert, sinvolle ehrenamtliche Arbeit zu verrichten. Wir haben also ein System, das immer mehr Arbeitslose produziert, diesen Arbeitslosen jedoch gleichzeitig die Unterstützung immer weiter versagt und sie in die absolute Armut treibt. Noch dazu tut das System so, als sei Arbeitslosigkeit das Verschulden der Person und stigmatisiert sie zu gesellschaftlichen Schmarozern. Das kann und wird auf Dauer nicht gut gehen. Mehr dazu: Das Ende der Arbeit
KonsequenzenDie Konsequenzen dieses Systems sehen wir überall in der Welt: Hunger, Armut, Krieg, Angst, Misstrauen, Umweltzerstörung. Ein menschenfreundlicher Kapitalismus oder die Vorstellung, die Welt könne sich durch die Einsicht der Unternehmer oder strategischen Konsum wesentlich ändern, ist eine Illusion. Das System selbst ist so angelegt, dass es immer wieder Zustände produzieren wird, wie wir sie gegenwärtig haben. Mathematisch gesehen muss dieses System alle 70-100 Jahre zusammenbrechen - was es bisher auch getan hat (1857 und 1920 global, 1990er Jahre nur in Asien, Russland und Lateinamerika). Die Welt hat am Ende eines Zyklus nur zwei Möglichkeiten: Krieg oder ein anderes System. Bisher haben wir uns immer für Krieg entschieden - und danach dasselbe System wieder aufgebaut. Neuanfang
Der Crash wird diesmal härter ausfallen, als jemals zuvor, denn die Welt ist durch die Globalisierung so ineinander verwoben, dass diesmal kein Land unverschont bleiben kann und wird. Aber gerade dadurch bietet die Systemkrise diesmal auch eine Chance, wie sie die Menschheit noch niemals hatte.
BilderEuro: Public Domain Filme zum ThemaZeitgeist: Addendum (Doku 2 Std):
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Leser Kommentare:
Am 08. Januar. 2012 geschrieben von brandubh
Vollkommener Unsinn, was hier beschrieben wird.
Vor Allem aber: es wird keine Alternative angeboten.
"Das Geld, das sich die Banken von der Zentralbank leihen wird ebenfalls benutzt, um Kredite zu vergeben. ...Das Guthaben auf den Konten ist aber nicht mehr als eine Zahl in einem Computer, es ist zwar der Anspruch auf Geld, aber nicht das Geld selbst"
Was aber ist denn "Geld"?
Da steht ja auch:
"Geld kann in unserem System nur dadurch entstehen, dass sich eine Bank bei der Zentralbank Geld leiht. Geld ist also ein Schuldschein und alles Geld, das in Umlauf ist, ist die Schuld von irgendjemandem an irgendjemand anderen."
Woher aber hat die Zentralbank das Geld?????????????????????????????
Derjenige, der uns hier erzählt, dass wir das Geldsystem nicht verstehen, versteht es selbst nicht.
Geld ist eben keine materielle Basis, sondern keine andere Basis, als die von der Bank in den Konten notierten Ziffern.
Geld ist immateriell. Es stellt Schuld dar. Wenn ich als Schmied für den Bäcker ein Messer herstelle, steht er in meiner Schuld. Die Schuld kann ich verbriefen = Geld. Mit dem Geld kann ich als Schmied beim Bäcker Brot kaufen.
Geld ist nichts anderes als ein Anspruch auf andere Waren. Ein Anspruch, den ich dadurch erlange, indem ich selbst Waren produziere oder eine Dienstleistung ausführe.
Am 30. Juli. 2010 geschrieben von WellenbeobachterHH
Der Artikel blendet leider den entscheidenden Grundzusammenhang aus. Hier wird (wieder mal) nur auf die Geldzirkulation und das Geld selbst sowie den Zins fokussiert, aus dem heraus das Wachstum abgeleitet wird. Das ist - so stark reduziert auf nur eine einzige Ware gesehen - falsch.
Setzen Sie doch spaßenshalber den Zins mal auf Null! Ist dann der Wachstumszwang etwa weg?????
Natürlich nicht, weil jeder dennoch am Monatsende ein monetäres Einkommen erzielen muss. Dieses stammt aus der Wertschöpfung allgemein (und eben nicht NUR) aus dem speziellen Mehrwert für die Ware Geld, den Zins.
Entscheidend ist vielmehr das ganz allgemeine gesellschaftliche Prinzip der betriebswirtschaftlichen Rechnungsführung verbunden mit der Warenform, in der Mehrwert gespeichert wird, dessen Quelle die menschliche Lebensenergie (verausgabte Arbeit) ist.
Das gilt natürlich AUCH für Geld und dessen kaufmännische Buchungsgröße Zins (die spezifische Form des Mehrwertes). Doch selbst wenn sie diese eine Mehrwertform streichen, ändert sich gar nichts am Wachstumszwang.
Diese Erkenntnis mindert andererseits natürlich nicht die spezielle Aussage, dass auch die Zinsen zum Gesamtproblem beitragen. Sie erhöhen den Absolutwert auf der Kostenseite und damit auch den Gesamtwert der notwendigen Steigerungen im Wachstum, so wie von Ihnen im Ausgangsartikel dargestellt. Das gilt aber für alle anderen Mehrwertformen ebenso.
Bei Bedarf kann ich Ihnen gerne einen umfassenden Artikel dazu zukommen lassen, der den Zusammenhang richtig (weil vollständiger darstellt).
Am 22. April. 2010 geschrieben von Phil
@John
Du schreibst:
"Dein System benötigt einen bestimmten zeitlichen Ablauf und ist ohne Wirtschaftswachstum absolut unmöglich, genau das ist wiederum ein Problem was wir heute haben!"
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Das versteh ich nicht. Einen zeitlichen Ablauf benötigt man doch immer um wirtschaftlich tätig zu sein.
Ich denke das System ist schon ohne Wirtschaftswachstum möglich. Problematisch ist denke ich nur, wenn keine Inflation mehr entsteht und Geld zu stark gehortet wird. Dann gerät das System aus dem Gleichgewicht.
Du schreibst:
"Wiso kann man die ganze Situation nicht dadurch entspannen, daß die Bank die geforderte "Gebühr" nicht als eigenes Gehalt einfach mitschöpft?"
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Einfach das Gehalt mitschöpfen würde nichts daran ändern, dass mit dem Gehalt ja die ganzen Werte auf dem Markt gekauft werden.
Im Moment der Geldschöpfung hättest du dann aber mehr Geld geschöpft als es die dazu gehörenden Werte auf dem Markt gibt.
Ich denke aber auch, dass in einer deflationären Phase die Inflation mit 0% Geld von der Zentralbank erzeugt werden müsste. Und dieses Geld dürfte dann nicht an die Geschäftsbanken vergeben werden, sondern müsste gleichmäßig an die Bevölkerung verteilt werden.
Allerdings sind die Folgen dabei auch wieder weitreichender. Dabei gibt es ja immer die Angst, dass sobald wieder Vertrauen im System ist, die künstlich erzeugte Inflation schnell zu einer Hyperinflation wird.
Aber vielleicht könnte man das in den Griff bekommen, indem man wieder Geld vom Markt nimmt, z.B. über einmalige Steuern, sobald die Inflation übers Ziel hinausschießt.
Ich denke irgendwie sollte man doch auch solche schwierigen Phasen in den Griff bekommen.
Gruß
Phil
Am 08. Februar. 2010 geschrieben von John
@ Phil
Wie du sagst ist es ein idealisiertes Model, und du zeigst auch sehr schön das es eine Möglichkeit gibt wie das System funktionieren kann.
(Der fehlende Werteverfall stört mich noch am meisten)
Die "Zeit" wird hier sehr geschickt eingesetzt, was auch im Realfall durchaus so laufen kann.
Es muss aber auch klar gesagt sein das es nur eine Möglichkeit ist, und wir alle leider genau diese Möglichkeit nicht leben!
Dein System benötigt einen bestimmten zeitlichen Ablauf und ist ohne Wirtschaftswachstum absolut unmöglich, genau das ist wiederum ein Problem was wir heute haben!
Wirtschaftswachstum hat mit Fortschritt nichts zu tun!
Und wer ist heute eigentlich noch in der Wertschöpfung tätig?
Wiso kann man die ganze Situation nicht dadurch entspannen, daß die Bank die geforderte "Gebühr" nicht als eigenes Gehalt einfach mitschöpft?
So könnte man den Kredit auch in einem Zug zurückbezahlen. (Nur ein Beispiel von vielen)
Dein theoretischer Beweis ist wirklich gut, doch unser realer Beweis ist einfach überzeugender!
Zu dem hört sich das ganze für mich so an, als wenn sich ein paar fixe Köpfe hingesetzt haben um eine Bestätigung des Systems zu erarbeiten.
Gruß John
Am 04. Januar. 2010 geschrieben von Phil
@David:
Das wurde doch ausführlich beschrieben. Der Kreditgeber kann ja z.B. die Zentralbank sein und diese schöpft das Geld. Bei Zurückzahlung des Kredites würden die 100 € wieder vom Markt verschwinden. Wenn der Kreditgeber nicht die Zentralbank wäre, sondern jamand anderes, müsste dieser sich die Zinsen mit der Zentralbank teilen. In der Summe "anderer Kreditgeber" plus Zentralbank würden dann wieder genau die Zinsen auf den Markt kommen, die sich der Kreditnehmer über Wertschöpfung zurückverdienen kann.
Das ist alles korrekt. Bitte lasst euch nicht von diesen Verschwörungstheorien täuschen die diesbezüglich massenweise im Umlauf sind. Bei diesen kommt immer ein Kreditgeber vor, der quasi außerhalb des Marktes steht. Anders funktionieren diese nicht. In der Realität fließen gezahlte Zinsen immerwieder auf die eine oder andere Weise in den Markt zurück.
Am 04. Januar. 2010 geschrieben von David
@Phil:
Der verlinkte Artikel ist Unsinn. Den 100€, die der Autor zugrunde legt, würde in der Realität mindestens eine gleich hohe Schuld gegenüber stehen. Lass dich nicht von solchem Unfug verwirren.
Gruß
David
Am 03. Januar. 2010 geschrieben von Phil
Hier wird genau erklärt warum unser Zinsgeld doch funktioniert:
http://netwebber.wordpress.com/2010/01/02/der-beweis-dass-das-zinsgeldsystem-funktioniert/
Da haben einige Leute leider ein wichtiges Detail vergessen, deswegen glauben die jetzt, dass unser Zinsgeldsystem nicht funktioniert.
Am 30. November. 2009 geschrieben von Peter
Was ich nicht verstehe, ist wie denn die Alternative aussehen soll.
Kapitalismus mit Zinsen funktioniert nicht. Ok, aber was dann? Kommunismus? Funktioniert doch auch nicht.
Also was ist denn die Alternative?
Am 16. August. 2009 geschrieben von Thomas Giese
ok
Am 16. August. 2009 geschrieben von Thomas Giese
alles richtig!
Am 15. Juni. 2009 geschrieben von David Rotter
Hallo Andy FABER,
ihr Kommentar gibt mir Rätsel auf. Es wird doch nirgendwo im Artikel davon geprochen, dass es ohne Geld keinen Handel mehr gibt ... und in wiefern der Hinweis auf die Eisenbahwaggons uns hier weiterbringt, ist mir auch nicht ganz klar.
Gruß
David Rotter
Am 15. Juni. 2009 geschrieben von Ady FABER
Manches ist richtig; Vieles falsch. Um es kurz zu machen: Ohne Geld(verlässliches Geld !) gäbe es dennoch einen weltweiten Handel. Wie das aussehen würde, hat uns der Comecon seinerzeit vor Augen geführt.
Ein Freund hatte einmal eine Lieferung nach Ungarn getätigt. Zur Bezahlung wurden ihm 2 Eisenbahnlokomotiven zur Verfügung gestellt. Die hat er dann irgendwie veräussert und mit dem Erlös seine Zulieferer bezahlt, sowie einen Profit gemacht. Dieser ist sicher ganz erheblich gewesen, denn er wusste ja nicht im Voraus wieviel er für seine beiden Lokomotiven erlösen würde, deshalb hat ersich sicherlich eine gehörige Gewinnspanne genehmigt.
Am 14. Juni. 2009 geschrieben von pascal
hallo Alex Hornung,
ich gebe dir völlig recht, wir reden alle davon dass etwas passieren muss.. jedoch sagt oder weiß keiner wie man das alles organisieren soll.. und dort muss angesetzt werden.. ich bin für eine revolution wie oben beschrieben.. jedoch fehlen ansätze.. was soll ich machen? wo soll ich anfangen? wie kann ich diese sachen fördern oder unterstützen?
zudem weiß auch ein großteil der bevölkerung gernicht bescheid..
solche themen müssten vielmehr in den medien anklang finden..
man kann den umschwung schaffen.. das potentiel ist gewaltig!!
die frage ist nur wie?
mit besten grüßen - pascal
Am 11. Juni. 2009 geschrieben von Alex Hornung
Lieber Herr Rotter,
Ich bleibe dran und bin gespannt auf die Folgeartikel. In der Zwischenzeit halte ich mich an Ihren 1. Punkt. Ich habe den Link zu Ihrem Artikel mindestens schon 30mal weitergeleitet.
Nun, zum "ideologischen und dogmatischen Ballast" habe ich mich nicht auf Ihren Artikel bezogen, sondern eher auf die Gegenargumente der Besitzstandsbewahrer und "flat-earthers", welche ich zu oft zu hören bekomme, wie z.B. das falsche und krude Konkurrenzdenken.
Der Aufbruch zu neuen Ufern hat immer etwas mit Angst und Ungewissheit zu tun. Bis anhin hat aber immer Mut und Neugierde die Menschheit veranlasst es doch zu probieren.
Ich hoffe wir benutzen dieses historische Zeitfenster und ergreifen resolut die grösste Chance, die wir jemals hatten.
Herzliche Grüsse
Alex
Am 11. Juni. 2009 geschrieben von David Rotter
Lieber Herr Hornung,
der Wechsel wird meines Erachtens in zwei Phasen stattfinden:
1. Information der Öffentlichkeit über die bestehenden Misstände
2. Entwickeln, aufzeigen und ergreifen von Alternativen
Der Großteil der Bevölkerung lebt bezüglich unseres Geldsystems in völliger Ahnungslosigkeit. Geld wird als gegeben hingenommen und kaum hinterfragt. Hierzu sollte dieser Artikel anregen, er ist einer der letzten Artikel, die wir zu Phase 1 schreiben werden und sollte das bisher gesagte noch einmal leicht verständlich zusammenfassen.
Wir werden uns in Zukunft darauf konzentrieren, Alternativen aufzuzeigen. Die von Ihnen genannten Alternativen waren bereits Gegenstand vieler Artikel bei uns (kiva noch nicht, kommt noch). Der "dogmatische Ballast" den Sie im Artikel ausmachen, bleibt mir verborgen, ich halte die geschilderten Dinge für nachprüfbare Tatsachen.
Liebe Grüße
David
Am 11. Juni. 2009 geschrieben von Alex Hornung
Lieber Herr Rotter,
Ich habe Ihren verständlichen und kurzen Text mit Genuss gelesen. Sicherlich ist unser Geldsystem mehr als problematisch, besonders mit seinem eingebauten Anti-Gravitations Gesetz "Alles nach oben". Ich glaube dennoch, dass nicht alles schwarz oder weiss ist. Besonders dann nicht, wenn man die grosse Masse braucht, um eine Änderung durchzusetzen. Denn es ist illusorisch anzunehmen, dass, die Mächtigen und Besitzenden genügend weise sind sich selbst zu beschränken und dementsprechend lernen richtig zu teilen.
Genau hier ist auch der Knackpunkt. Mit hoffen allein geschieht gar nichts. Die Frage sollte lauten, was kann ich als Einzelner tun, um der Menschheit zu einer höheren Entwicklungsstufe zu verhelfen? Wo kann ich mich einbringen? Wie finde ich Mitstreiter? Wie organisieren wir uns? Und das ganze bitte ohne ideologischen und dogmatischen Ballast.
Einige ethisch und ökologische Banken beginnen gegen zusteuern. Mehr Kunden beginnen zaghaft nach sinnvollen Geldanlagen nachzufragen. Das Internet ermöglicht dem Einzelnen Darlehen direkt an den Kreditnehmer zu vergeben oder fast, z.B. kiva.org.
Als Beispiel wie man vorgehen könnte, wäre die Bewegung zum bedingungslosen Grundeinkommen zu nennen, und die zusehends an Fahrt gewinnt. Sie hat sogar die Chance sich sich zu einer ersten richtigen europäischen Volksbewegung aufzubauen.
Das Pflänzchen wächst. Es braucht viel Sonne, Liebe und Zutrauen. Und muss von vielen Händen umsorgt und getragen werden.
Mit herzlichen Grüssen
Alex Hornung