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Freitag
30. Juli |
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Forscher fordern: Delfine müssen dem Menschen ethisch gleichgestellt werdenNicht Affen, sondern Delfine sind neuen Forschungserkenntnissen zufolge die intelligentesten irdischen Lebewesen nach dem Menschen. Nun fordern Forscher der Emory University in Atlanta, dass endlich die Konsequenzen aus diesen Erkenntnissen gezogen werden und die Meeressäuger dem Menschen ethisch gleichgestellt werden. Delfine sollten nach Meinung der Meeresbiologen als "nicht-menschliche Personen" anerkannt werden und ähnliche moralische Rechte besitzen.
Delfine sind Personen
Erstaunlich sind auch die kulturellen Fähigkeiten der Tiere: Sie können einfache Symbolsprachen erlernen, leben in komplexen sozialen Strukturen und verfügen über sehr differenzierte Emotionen. Delfine sind außerdem eine der wenigen Tierarten, die voneinander lernen und sich sozusagen gegenseitig unterrichten - immer wieder bringen zum Beispiel aus der Gefangenschaft entlassene Tiere ihren Artgenossen Delfinarium-Tricks bei. So kam es zum Beispiel schon dazu, dass ganze Delfin-Populationen plötzlich begannen, auf ihren Schwanzflossen zu laufen.
Dem Menschen ähnlich
"Die Neuroanatomie zeigt eine psychologische Verbindung zwischen Menschen und Delfinen und dies bringt grundlegende Konsequenzen für das ethische Verhalten des Menschen gegenüber den Delfinen mit sich", so Zoologin Lori Marino von der "Emoy University" in Atlanta. Die Verhältnisse des Gehirns zur Körpermasse, sowie der Aufbau des Gehirns zeigen frappierende Ähnlichkeit zum menschlichen Denkorgan auf, auch wenn sich das Gehirn der Delfine auf einem anderen evolutionären Pfad entwickelt hat. Besonders die kompliziert gewundenen Falten, die sich sowohl bei Menschen als auch bei Delfinen finden lassen, gelten als bilogische Grundlage höherer Intelligenz.
Keine weiteren MisshandlungenAuch Ethik-Professor Thomas White von der Loyola Marymount University, Los Angeles, teilt Marinos Ansichten: "Die wissenschaftlichen Erkenntnisse legen nahe, dass Delfine "nicht-menschliche Personen" sind, die würdig sind, den moralischen Stand von Individuen innezuhaben." Daher ist es moralisch inakzeptabel, dass derartig sensible und intelligente Lebewesen zur Belustigung der Massen in Delfinarien gequält, oder gar als Nahrungsmittel getötet werden. Nicht nur in Hinblick auf die Delfine muss der Mensch endlich begreifen, dass die Trennung zwischen Mensch und Tier eine künstliche ist, und viele unserer Planeten-Mitbewohner die gleichen Rechte haben wie wir. Nicht nur die Würde des Menschen ist unantastbar, sondern die des denkenden und fühlenden Lebens überhaupt.
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