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Illegaler Gen-Leinsamen in Brötchen und Müsli
"Friedliche Koextistenz" nicht möglich"Mit ungeprüften, illegalen Gen-Leinsamen in Brötchen und Müsli werden wir Verbraucher zu Versuchskaninchen gemacht", kritisiert Stefanie Hundsdorfer, Gentechnikexpertin von Greenpeace. "Einmal in die Natur freigesetzt, verbreiten sich Gen-Pflanzen unkontrolliert. Dieser Fund zeigt, dass unsere Lebensmittel nur dann frei von Gentechnik bleiben, wenn der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen weltweit verboten wird. Es ist vollkommen unklar, wie lange unsere Lebensmittel schon verunreinigt sind." Allein im Jahr 2006 wurden 600.000 Tonnen Leinsamen in die EU importiert, rund 70 Prozent davon aus Kanada. Greenpeace geht davon aus, dass der Leinsamen auch in anderen europäischen Ländern illegal auf den Lebensmittelmarkt gelangt ist. Auch die Politiker zeigen sich besorgt: Der Landesagrarminister in Baden-Württemberg, Peter Hauk (CDU)informierte die Europäische Union von dem Vorfall. Bundeslandwirtschaftministerin Ilse Aigner (CSU) forderte, dass alle Produkte, die Gen-Leinsamen enthalten so schnell wie möglich aus dem Handel genommen werden. Bereits im Jahr 2006 hatte Greenpeace den illegalen Verkauf von Gen-Reis (LL601) des Konzerns Bayer in Deutschland aufgedeckt. Der Gen-Reis verbreitete sich unkontrolliert in Europa, Afrika, Asien und Amerika und verursachte weltweit einen wirtschaftlichen Schaden von eine Milliarde US-Dollar.
Bild: Rasbak / Wikimedia
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