Aesculus carnea – die rote Kastanie – ist eine Kreuzung aus der gewöhnlichen Kastanie (Aesculus hippocastanum) und der echten Pavie, auch rote Rosskastanie genannt (Aesculus pavia). Man findet sie meist auf angelegten Grünflächen und nur selten in natürlichen Wäldern. Die rote Kastanie hat eine stattliche Erscheinung und kann bis zu 20m hoch werden. Sowohl die Samen, als auch die Samenschalen und Rinden gelten als leicht giftig für Menschen. Die kräftig rosafarbenen, kerzenförmigen Blüten erscheinen im Mai und Juni. Die Kastanie sieht mit ihren roten Blüten ein wenig einem Weihnachtsbaum ähnlich und erinnert im Weitesten Sinne so an das Fest der Liebe, auch ist sie groß und bietet Schutz – in beiden Eigenschaften der Pflanze finden wir eine Idee der Wirkungsweise.

Red Chestnut-Menschen tendieren zu einer übermäßigen Angst um andere Menschen. Meist handelt es sich um Angehörige, und hier oftmals die eigenen Kinder. Sie neigen zur „Übermutter/Übervater“ und haben große Schwierigkeiten, ihre Lieben loszulassen, so dass sie ihre eigenen Wege gehen, und ihre eigenen Erfahrungen machen können. Sie können nicht schlafen, wenn nicht alle Familienangehörigen zu Hause sind. Gleiches kann auch für den Partner/In oder die eigenen, hilfsbedürftigen Eltern gelten. Sie erdrücken die Menschen mit ihrer Liebe und spüren nicht, dass es IHRE Ängste sind, die sie auf die anderen projizieren. Sie neigen zu Symbiose und ziehen mit ihren Ängsten und Sorgen das Unheil förmlich an.

Die Bach-Blüte Red Chestnut unterstützt uns, Nächstenliebe zu leben ohne zu Binden und zu Vereinnahmen. Wir bleiben bei uns und in unserer Mitte und agieren von dort mit Liebe und Achtung vor der Freiheit des Anderen. Wir können das Wohl unserer Lieben auch dem Leben anvertrauen und akzeptieren, dass wir weder den göttlichen Plan dieser Seele kennen, noch das wir das Schicksal der Seelen verhindern können. Red Chestnut ist auch bei Personen in helfenden Berufen eine unterstützende Blüte, wenn sie dazu neigen, das Wohl der Anderen über das eigene zu stellen.

 

Bach-Blüten mit ähnlichen Aspekten

Chicory wirkt altruistisch, erwartet aber in Wahrheit Dankbarkeit und definiert sich darüber, Red Chestnut wirkt altruistisch, weil sie aus Fürsorge um andere Menschen dazu neigen, sich selber vergessen
Mimulus hat um sich selbst Angst, Red Chestnut hat nur um die anderen Menschen Angst.
Centaury kann sich mangels Durchsetzungsfähigkeit nicht abgrenzen, Red Chestnut kann sich aus Sorge um die Anderen schwer angrenzen
Gentian ist pessimistisch, weil er schnell entmutigt ist, Red Chestnut befürchtet das Schlimmsten für seine Angehörigen und ist aus diesem Grund pessimistisch.

 

Häufig genutzte Kombinationen mit Red Chestnut:

White Chestnut, wenn sich alle Gedanken um Andere drehen und man das nicht abschalten kann
Larch, wenn man sich um den anderen ängstigt, weil man sich alleine wertlos fühlt
Impatiens, wenn die Sorge um andere zu Ungeduld und Unruhe führt
Star of Bethlehem, wenn man ein traumatischen Erlebnisses noch nicht verarbeitet hat und deshalb dazu tendiert, den anderen nicht loszulassen und zu „überbemuttert“.

 

Affirmation:

Jeder Mensch hat ein Recht auf seinen Raum und sein Schicksal.

 

Thema Pessimismus und Bach-Blüten:

Ich persönlich finde sie ja manchmal anstrengend, die ständigen Optimisten, die in allem was Gutes sehen und wo es schwer ist, mal so richtig über das Leben zu schimpfen, weil sofort der gute Grund, der klare Spiegel und die tiefe, göttliche Ursache hinter jedem Geschehen zum Besten gegeben wird. Die freundliche Aufforderung der Mitmenschen, doch einen anderen Blickwinkel einzunehmen verleidet mir manchmal das kurze aber heftige Fluchen, und die vermeintlich gut gemeinten Ratschläge haben manchmal mehr den Anschein von „Schlag“ als von „Rat“.
Und dennoch bin ich überzeugt, dass wir mit unseren Gedanken unsere persönliche Realität erschaffen, aber vielleicht ist damit nicht genug und wir tragen mit unseren Gedanken auch zum Weltgeschehen bei?!

Vielleicht ist jeder pessimistische Gedanke auch Wasser auf den Mühlen der allgemeinen Unsicherheit, der Unzufriedenheit, der Ängste die in jedem von uns mehr oder weniger versteckt schlummern und die wie eine große Wolke über diese Stadt schweben.

Vielleicht verhindern sie, dass wir – im übertragenen Sinn – die Sonne sehen, das immer mehr ansteigende Licht, die kleinen Menschlichkeiten, die täglich mehr werden und an die Öffentlichkeit gelangen, statt im Verborgenen zu bleiben.

Vielleicht beschwören wir die Dramen mit pessimistischen Gedanken förmlich herauf?
Und da es viel „vielleicht“ gibt, und es durchaus so sein könnte, sollten wir uns vielleicht bemühen, dieser Art Gedanken in unserem Kopf nicht zuviel Raum zu geben. Die Bach-Blüten können uns sehr dabei unterstützen.

Gentian, wenn alles schwarz gesehen wird und man sozusagen ein „Grundsatzpessimist“ ist
Gorse, wenn die pessimistischen Gedanken eher eine Hoffnungslosigkeit als Ursache haben
Olive, wenn uns Erschöpfung zum Pessimisten werden läßt
Willow, wenn wir uns als Opfer der Umstände fühlen und dadurch keinen positiven Gedanken fassen können
White Chestnut mit Gentian, wenn die pessimistischen Gedanken nicht mehr aus dem Kopf verschwinden
Sweet Chestnut, wenn akute Verzweiflung uns dazu treibt, zu einem Pessimisten zu werden
Mustard, wenn Schwermut und Trauer uns pessimistisch werden lassen

 

Wieder gilt:

Grundsätzlich können die Blüten untereinander beliebig – aber mit maximal sieben Blüten pro Fläschchen – gemischt werden. Es gilt jedoch, je weniger, desto besser.

Sie können in einigen Apotheken die Bach-Blüten direkt mischen lassen. Für 30ml-Fläschchen nehmen Sie jeweils 3 Tropfen von jeder Blüte. Als Richtlinie gilt 4 x 4 Tropfen am Tag, sollten Sie oder ihr Kind öfter das Bedürfnis nach den Blüten haben, können Sie auch unbedenklich öfter verwendet werden. In Akutfällen können Sie auch einfach 3 Tropfen der jeweiligen Essenz in ein Wasserglas geben und schluckweise trinken.

Bach-Blüten unterstützen uns auf der feinstofflichen Ebene und sind sehr gut therapiebegleitend einzusetzen. Keinesfalls ersetzen sie einen Arzt, Heilpraktiker oder Psychotherapeuten.

 

Dieser Artikel ist Teil der Serie „Bach-Blüten“

Bild: „Bach-Blüten Kraftkarten“ von Peter Bernhard

 

Autoren Info


Aruna M. Siewert

Aruna M. Siewert

Heilpraktikerin und Autorin des Buches

„Quickfinder Bach-Blüten“, Gräfe & Unzer, 2. Auflage 2/2011
Näheres unter:

info@kalasoma.de

http://www.kalasoma.de

Rufnummer +49 30 3195 1295

Über den Autor

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ist Heilpraktikerin und lebt und arbeitet in Berlin und im Wendland. Ihr Schwerpunkt liegt in der Behandlung der Energiefelder von Menschen und Räumen. Sie gibt Seminare, ist Dozentin und Autorin.

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