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30. Juli

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WFG - Tag 5

Das Wirtschaftsforum der Gemeinschaften

Fünf Tage mit 300 Teilnehmern aus 62 Gemeinschaften und ca. 400 interessierten Besuchern



Das was hier im ideologiefreien Raum des Tollense Lebensparks an fünf Tagen des Mitteilens und Zuhörens geschehen ist, kann als Aufbruch in eine neue Phase der Gemeinschaftsbewegung gewertet werden. Noch nie waren sich so viele Mitglieder aus verschiedenen Gemeinschaften so nahe und so sicher, dass ein neuer Gesellschaftsentwurf, der mit kollektiver Intelligenz umschrieben werden kann und der in den ältesten Communitys, schon seit 30 Jahren erprobt und verfeinert wurde, ein lebenswertes Modell für immer größere Gesellschaftskreise sein wird. Die in diesem respektablen Rahmen des Wirtschaftsforums zusammengebrachten Erfahrungen zeigen, dass die in der Vergangenheit oft belächelten Beispiele, friedvoller und angstfreier Gesellschaften sich heute, in Zeiten der Wirtschafts- und Systemkrise, als die zukunftsfähigeren Entwürfe erweisen werden.

Am Erfolg der Gemeinschaftsbewegung in Europa ist zu sehen, dass der gesellschaftliche Wandel längst im Gange und vergleichbar ist, mit der friedlichen Revolution von 1989, dem Fall der Mauer.

Während ringsherum die Bankentürme wanken, die Arbeitsplätze sich in Luft auflösen und der Staat sich immer mehr als ein simulierter Staat erweist, festigen die sturmerprobten Gemeinschaften ihre sozialen Netze untereinander, bauen ihre Infrastruktur für die Lebensmittel-, Energie- und Altersversorgung aus, schaffen sich ihr eigenes Geld- und Tauschsystem, gründen Stiftungen, Genossenschaften und Landkauffonds und denken laut über die Einrichtung eines eigenen „Nobanken"-Systems nach.

Die Graswurzelrevolutionäre haben auf diesem Wirtschaftsforum festgezurrt, dass sie die längst angedachte wirtschaftliche Vernetzung nun auch konkretisieren werden. Dabei wird der direkte Kontakt zwischen Mensch zu Mensch, neben dem Internet, neue Priorität erhalten. Die Erkenntnis hat sich durchgesetzt, dass Gemeinschaften sich dadurch weiter stärken, indem sie sich als ein Organismus, eine große Gemeinschaft begreifen. Denn wer in diesen Zeiten in seiner Komfortzone verharren will, der wird womöglich morgen scheitern.

Die Zeichen stehen mehr denn je auf Gemeinschaft, denn nur wer handelt, weiß, was er wirklich weiß.

 

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