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Agrimonia eupatoria, zu deutsch kleiner Odermennig – wird 30cm – 1m hoch und wächst europaweit an sonnigen Weg,- Feld- und Waldrändern. Seine zahlreichen kleinen, gelben Blüten befinden sich an langen, traubenartigen Blütenständen und man sieht die Blüte von Juni bis August.

Agrimony-Menschen zeigen sich immer von Ihrer besten Seite. Sie erscheinen als fröhliche und unkomplizierte Zeitgenossen, humorvoll und witzig lieben sie die Harmonie, sind gerne in Gesellschaft und sind sensibel und empfindsam. Doch der Schein trügt. Agrimony- Menschen zeigen nicht ihre wahren Gefühle sondern verstecken sie hinter eine Fassade aus Unbekümmertheit, Fröhlichkeit und Positivismus. Sie mögen weder Auseinandersetzungen noch Spannungen in ihrem Umfeld, lieber stecken sie ihre eigenen Bedürfnisse zurück und verbreiten eine gute Stimmung. Sie sind sehr freundliche, beliebte Menschen und eher inkonsequent (sonst müssten sie sich ja auseinandersetzen). Konflikte werden nicht gelöst, sondern eher ausgesessen in der irrigen Hoffnung, sie würden sich – wenn man nicht hinschaut – von alleine lösen. Auf einer tieferen Ebene nagen diese ungelösten und nicht beachtet Konflikte aber an uns und rauben uns Energie. Dieses verdrängte Konfliktpotential kann auch Drogenmissbrauch fördern.
Agrimony-Menschen agieren am liebsten im Außen. In diesem äußeren Wirken sind sie so fest verankert, dass sie nicht selten der Selbsttäuschung unterliegen. Es ist ihnen nur schwer möglich, hinter ihre eigene Fassade zu blicken.

Die Bach-Blüte Agrimony unterstützt, dass wir uns trauen, unsere Gefühle wieder zu fühlen. Sie hilft uns, die Angst vor Schmerz, Ablehnung und Auseinandersetzung auszuhalten und uns dieser Angst zu stellen. Wir trauen uns, zu uns selber zu stehen – auch zu unseren ungeliebten Gefühlen. Wir müssen nicht mehr der Ewig-fröhliche sein, sondern dürfen auch schwach, schlecht gelaunt, streitsüchtig, unsicher und unglücklich sein. Agrimony hilft, diese Gefühle aus ihrem Schattensein heraus zu holen und ans Tageslicht zu befördern. Von hier aus betrachtet erkennen wir, dass es sich um Gefühle handelt, die zu jedem Menschen in unterschiedlicher Ausprägung gehören und die uns eben auch zu einem Menschen machen… unvollkommen, aber ganz anwesend. Dadurch erreichen wir ungeahnte Tiefen in uns selber und trauen uns, auch dort den Tatsachen ins Auge zu blicken, uns unseren Schattenseiten zu stellen, und auch, den dort verborgenen Schatz zu bergen. Agrimony hilft uns ebenfalls, die Höhen in unserem Sein zuzulassen und unterstützt, klar, selbstverantwortlich und authentisch zu handeln – nach Außen und für uns selber.

 

Blüten mit ähnlichen Aspekten

Centaury gibt nach, weil er sich nicht abgrenzen kann, Agrimony gibt nach, weil er Konflikte scheut.
Cherry Plum zeigt Gefühle nicht, weil er Angst vor Kontrollverlust hat, Agrimony zeigt keine Gefühle, weil er nicht in sich hineinsehen lassen möchte.
Cerato wirkt angepasst, weil er sich selber nicht vertraut, Agrimony wirkt angepasst, weil er Angst hat, sich mit seinen Unzulänglichkeiten zu zeigen.
Oak macht trotz Erschöpfung immer weiter, weil er nicht aufgeben kann, Agrimony macht immer weiter, weil er seine Schwäche vor sich und anderen nicht zugeben will.

 

häufig genutzte Kombinationen mit Agrimony:

Star of Bethlehem bei seelischen Traumata hinter einer Fassade von Fröhlichkeit
Larch bei Tendenz zur Schauspielerei durch geringes Selbstwertgefühl
Water Violet bei Vereinsamung durch mangelnde Offenheit
Clematis, wenn man sich selber etwas vormacht und statt die Realitäten zu erkennen, lieber Träumereien flüchtet

Affirmation:

Ich zeige mich mit meinen wahren Gefühlen und Bedürfnissen.

 

Angst

Angst ist erst einmal eine gesunde Reaktion. Sie schützt uns vor gefährlichen Situationen und unser Körper reagiert entsprechend der Herausforderung mit einer erhöhten Herzfrequenz, gesteigerten Blutdruck, zunehmender Muskelspannung und geschärften Sinnen.

Angst weckt Flucht, aber auch Wut, Stärke und Durchhaltevermögen. Das im Nebennierenmark gebildete Hormon Adrenalin mobilisiert die Energiereserven und lässt den Menschen schnell reagieren. Man kann schneller laufen als sonst, ist kräftiger, schreit lauter. Der Körper ist in hoher Alarmbereitschaft. Ist die Angst allerdings überzogen – eventuell ausgelöst durch frühere Erlebnisse – kann es zu übersteigerten Angstgefühlen kommen.

Im System der Bach-Blüten gibt es verschiedene Blüten, die bei einer Angst-Symptomatik eingesetzt werden können.

Aspen, wenn Sie eine diffuse, nicht benennbare Angst haben.
Mimulus, wenn Ihre Ängste auf Konkretes bezogen werden können, zusammen mit Walnut, wenn Sie Angst vor einer anstehenden Veränderung haben
Red Chestnut, wenn sich Ihre Ängste überdimensioniert auf andere Menschen beziehen, zum Beispiel die eigenen Kinder, Eltern oder Partner
Rock Rose, wenn Sie panisch und hysterisch werden (ist ein Teil der Rescue-Mischung), zusammen mit Star of Bethlehem, wenn es ein Trauma gegeben hat
Cherry Plum, wenn Sie Angst vor der Intensität der eigenen Gefühle haben und befürchten, durchzudrehen

 

Wieder gilt:

Grundsätzlich können die Blüten untereinander beliebig – aber mit maximal sieben Blüten pro Fläschen – gemischt werden. Es gilt jedoch, je weniger, desto besser.

Sie können in einigen Apotheken die Bach-Blüten direkt mischen lassen. Für 30ml-Fläschen nehmen Sie jeweils 3 Tropfen von jeder Blüte. Als Richtlinie gilt 4 x 4 Tropfen am Tag, sollten Sie oder ihr Kind öfter das Bedürfnis nach den Blüten haben, können Sie auch unbedenklich öfter verwendet werden.

Bach-Blüten unterstützen uns auf der feinstofflichen Ebene und sind sehr gut therapiebegleitend einzusetzen. Keinesfalls ersetzen sie einen Arzt, Heilpraktiker oder Psychotherapeuten.

 

Dieser Artikel ist Teil der Serie „Bach-Blüten“

Bild:„Bach-Blüten Kraftkarten“ von Peter Bernhard

 

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