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„Wir stehen an einem kritischen Punkt der Erdgeschichte, an dem die Menschheit ihre Zukunft wählen muss“, heißt es in der Erdcharta aus dem Jahre 2000. „Wir müssen uns zusammenfinden, um eine zukunftsfähige Weltgesellschaft zu schaffen, die sich auf Ehrfurcht vor der Natur, die allgemeinen Menschenrechte, wirtschaftliche Gerechtigkeit und eine Kultur des Friedens gründet.“

Am südöstlichen Stadtrand Berlins, da, wo die Spree sich im Urstromtal mit der Dahme vereint, gibt es den alten Weinberg von Gräbendorf. Ein Endmoränenhügel in der flachen Seenlandschaft, zunächst ein herrschaftlicher Landsitz im 19. Jahrhundert und während der DDR als ­Betriebsheim des Com­puter-­Kombi­nates Robotron für etwa 200 Besucher ausgebaut.

Nach der Wende verfiel das parkähnliche Anwesen mit der markanten Villa Fink im Zentrum, einem Landhaus aus Zedernholz. Seit einigen Jahren befindet sich das Grundstück im Besitz von Jan Keizers, der sich nun entschieden hat, diesen wunderschönen verwunschenen Ort ­einem gemeinnützigen Projekt zur Verfügung zu stellen.

Als Leitbild für das Projekt  wünscht sich der inzwischen 75-jährige Jan Keizers eine naturbezogene Lebenskultur und ­einen Ort der Regeneration und der menschlichen Begegnung – vor ­allem auch im Hinblick auf die ­kommenden Generationen.

Erdbotschafter sein

Der fruchtbare Weinberg von Gräbendorf gibt uns die einmalige Gelegenheit, angesichts der sich zuspitzenden Weltsituation die Idee der Arche – als Symbol der Rettung und des Neuanfangs – neu zu beleben.

Wir wollen hier im Naturpark Dahme-Heideseen ein Ressort für gefährdete Pflanzen und Tiere, aber auch für Menschen der Großstadt schaffen. Ein Ort der Ruhe und des Rückzugs im Nahverkehrsnetz Berlins, auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln in einer guten Stunde vom Berliner Zentrum aus erreichbar.

In der alten Ungarischen Eiche neben der Zedernvilla brütet eine Wildente. Das Entenpaar tummelt sich morgens im Wasserbecken, während ­eine Schafsfamilie auf der Streuobstwiese grast. Und überall Vogelstimmen. Bald werden hier weitere, auch bedrohte und seltene Haustiere Einzug halten.

Der Schwerpunkt unseres Projekts wird jedoch bei den bedrohten Pflanzen liegen. Eine Vielzahl von gefährdeten Kräutern und Gemüse- und Obstsorten darf hier eine Heimat finden.

Ein größeres Areal ist in alter Tradition für einen Weinberg vorgesehen. Insgesamt darf das Gelände im Sinne der Permakultur zu einem Campus für nachhaltige ­Lebenskultur entwickelt werden. ­Eine alte Zisterne auf dem Gipfel des Hügels wird über Wasserläufe und kleine Teiche das gesamte Gelände mit Wasser versorgen.

Die bestehenden Gebäudeflächen können schon bald ökologisch ­saniert und einer vielfältigen Nutzung zugeführt werden. Im Rahmen eines Gartenbaubetriebes werden sich hier verschiedene ­Gewerke wie Gärtnerei, Imkerei, Schreinerei, Töpferei und Tierversorgung ansiedeln.

Zusätzlich wird es einen Veranstaltungskomplex ­mit Seminarräumen und Über­nachtungsmöglich­keit ­geben. Ein Restaurant und ein kleiner Wellnessbereich schließen das vielfältige Angebot ab.

Flächenagentur Brandenburg – ein starker Partner

Mit der Flächenagentur haben wir einen starken Kooperationspartner im Boot. Über 25 Jahre wird uns ­diese Einrichtung des Landes Brandenburg bei der ökologischen Rückführung des Geländes be­gleiten. Wenn in Brandenburg Versiegelungsmaßnahmen wie zum Beispiel am Großflughafen BB stattfinden, erhält die Flächenagentur Ausgleichszahlungen, die wiederum in ökologische Projekte wie die „Arche Weinberg“ investiert werden.

Bereits jetzt sind beachtliche Entsiegelungsmaßnahmen auf dem Campus zu erkennen. Im Frühjahr wurden 42 alte Apfel- und Pflaumensorten angepflanzt.

Im engeren Kreis der vor Ort tätigen Menschen werden wir eine Genossenschaft bilden – und der weitere Freundeskreis wird durch einen Förderverein gestaltet, der sich mittels Patenschaften für bedrohte Tiere und Pflanzen einsetzt.

Außenstelle Natur vor den Toren Berlins

Die Zielgruppe für unser Projekt sind Menschen, die ihre innere Natur wiederentdecken und erleben möchten. Als Mehrgenerationenprojekt sind wir für alle Altersstufen offen.

Wir möchten aber vor allem Kinder und Jugendliche mit unseren Veranstaltungen ansprechen und eine Art „Außenstelle Natur“ werden – ganz im Sinne des Erdkinderplans von Maria Montessori.

Wer freuen uns auf viele motivierte Menschen, die gewerblich, teilgewerblich, ehrenamtlich oder fördernd an unserem Projekt teilhaben möchten – ob vor Ort oder auch aus der Ferne – denn Archen sind überall im Entstehen, als Vorboten für eine zukunftsfähige und erdverbundene Lebensform.

Lothar Gütter
www.facebook.com/erdbotschafter

Alexandra Jedrych
www.facebook.com/erdrituale

Anmeldung:
mitmachen@sein.de

Infos und Veranstaltungen:
www.facebook.com/archeweinberg
Am Weinberg, 15754 Heidesee OT Gräbendorf

4 Responses

  1. Klaus Wenkel
    Die gute Absicht- wird sie uns retten ?

    Dieses Projekt ist eine großartige Sache, erfordert aber Ausdauer und Beharrlichkeit.
    Man kann den Projektanten der Arche Weinberg nur wünschen, daß sich viele Bürger
    für dieses pädagogisch wertvolle Programm engagieren. Leider beinhaltet aber auch der Begriff,, Arche„ heutzutage die traurige Warheit, daß wir nicht weit von der endgültigen Zerstörung unsere Natur entfernt sind. Besser wäre, wir könnten auf diese Arche verzichten und würden unsere Welt als Arche betrachten. Viel Erfolg!

    Antworten
  2. karin goebl
    die natur ist starck!

    Sehr schoen und dankend an den besitzer. Es ist an der zeit das wir in demut mit allen wesen und tieren und pflanzen leben…..und da sieht man mal wieder das die alten handwerksberufe wichtig sind….ich selber habe moebelrestauratorin gelernt, wobei toepferin mein traumberuf ist, geworden bin ich yogalehrerin, ayurvedamasseurin, fitnessberaterin, und altenpflegerin.
    Hobbies malen, naehen, basteln, und gaertnern.
    Weiter so, druecke dir alle daumen fuer die projekte…
    Karin.

    Antworten

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