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Lemuria, ein Kontinent, der einmal im Pazifischen Ozean gelegen und eine ganz besondere Kultur beheimatet haben soll, ist seit Jahrhunderten immer wieder Thema von Spekulationen, Fantasien und handfesten Untersuchungen, die wenig brachten, da man bis heute keine nachzuweisende physische Spur des sagenhaften Landes finden konnte. War es untergegangen oder gar zerstört worden? Hat es überhaupt auf unserem Planeten existiert oder in einer Parallelwelt? Jedenfalls ist der Beginn von Lemuria zeitlich lange vor Atlantis anzusiedeln. Es gilt als die Wiege der Menschheit, wo Menschen so zusammenlebten, wie es von der Schöpfung vorgesehen war: In Einheit mit Gott und Göttin und in großer Liebe miteinander. Es gilt als das Land der vollkommenen Seele.

Ich habe in zwei Büchern dieses Lemuria beschrieben und konnte mich dabei weitgehend nur auf meine meditativen Eingebungen verlassen. Die Bestätigung kam durch Menschen, die selbst Erinnerungen an Lemuria hatten und mich inspirierten, noch weiter und noch tiefer im Menschheitsbewusstsein nach dem Land „des goldenen Lichts“ zu forschen. Faszinierendes kam zu Tage, insbesondere über die Achtsamkeit und Integrität der Lemurianer – auch in Sachen Liebe, Partnerschaft und Sexualität.

Es gab zwei große Liebeskräfte in Lemuria: Die ALUAH, die Kraft der Liebe an und für sich, und die ASHANAH, die Liebe zwischen Liebenden, die die Sexualität mit einschloss. Mit dem Wort „Ashanah“ wurde auch der Liebesakt selbst benannt.
Die Ashanah war in Lemuria etwas sehr Heiliges und Schützenswertes. Ich habe dies in meinem Buch „LEMURIA-ASHAMAH“ ausführlich dargelegt. Sie war Menschen vorbehalten, die eine spirituelle Vereinbarung eingegangen waren. Es gab in Lemuria Ashanah nur zwischen „Verheirateten“, wobei es eine Ehe in unserem heutigen Sinn nicht gab. Es war eher ein tiefes Versprechen, das in einer Zeremonie unter der Zeugenschaft der „Ältesten“ eingegangen wurde. Dieses Versprechen wurde nur dann aufgelöst – wenn überhaupt – wenn die Ältesten mitbekamen, dass der Zyklus abgeschlossen war. Dann war die Trennung einfach und mit großer Dankbarkeit und Freude verbunden.
Die Ashanah war der vierten Lebensphase vorbehalten, also der Phase des Erwachsenen ab ca. 21 Jahren. Durch die achtsame Art, wie lemurianische Kinder aufwuchsen, hatten sie kein Bedürfnis, schon als Jugendliche Sexualität zu haben. Die dritte Phase, die Phase der Pubertät und der Zeit danach, war ausschließlich der Entwicklung der Herzensliebe gewidmet. Die Lemurianer gingen davon aus, dass die Ashanah nur dann erfüllend ist, wenn das Herz vorbereitet ist. Diese Vorbereitungszeit war die Zeit zwischen 14 und 20 Jahren, eine Zeit, in der man viele innige Freundschaften pflegte und stürmisch liebte, wie eben Jugendliche lieben. Aber Sexualität gab es nicht. Nicht weil es verboten war, sondern weil es den Jugendlichen einfach nicht in den Sinn kam. Sie waren gesund und wollten es bleiben.

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Der Heilige Bezirk

Nach wie vor glaube ich, geführt vom Beispiel Lemuria, dass Sexualität zwischen Menschen einem Versprechen zwischen ihnen vorbehalten ist, in dem sie einen gemeinsamen „Heiligen Bezirk“ für ihre Liebe einrichten und bewahren. Nur dann ist sie wirklich erfüllend und hat die spirituelle Dimension, die wir uns alle wünschen. Ich glaube, dass Sexualität ohne Herz und Liebe und ohne spirituelle Vereinbarung schadet und die Seele darunter leidet. Ich glaube, dass die heutigen Verirrungen und Verwirrungen im Bereich Sexualität – bis hin zu den Krankheiten – ein Resultat der gegenseitigen Übertretungen des inneren „Heiligen Bezirks“ sind, der die Werte und Integrität der Liebe sichert. Ich glaube nicht, dass „Freiheit“ in der Sexualität zur wirklichen Freiheit führt.
Ich glaube, dass wir erst dann wieder eine erfüllende Sexualität und damit zufriedene (und friedliche) Menschen in unserer Welt haben, wenn der seelische und spirituelle Aspekt der Ashanah wirklich verstanden und gelebt wird. Erst dann gibt es wahre Erwachsene, die die Schöpfung verstehen und schützen.

Lemuria sprühte geradezu vor natürlicher Erotik. Alles war saftig, bunt, durchleuchtet von Licht. Alles duftete, schmeckte, kribbelte, klang, sang und tanzte. Gerade dies war die Ursache und die Wirkung der Achtsamkeit der Lemurianer – auch in Sachen Sexualität. Kinder und Jugendliche durften wirklich sein, wer sie sind, voller Leben und Liebe. Die Schöpfung durfte sein, wie sie ist. Nichts wurde ausgenützt oder miss-verstanden. Alles hatte seine richtige Zeit und seinen richtigen Ort. Wir sind heute noch weit davon entfernt – und so suchen wir vielleicht oft, unseren Mangel an Leben und Liebe mit der „Freiheit der Sexualität“ auszugleichen. Die Rückbesinnung auf Lemuria, das die meisten von uns ja in Inkarnationen erlebt haben, seine Werte und Integrität, ist sicher der bessere Weg in die Freiheit – in die wahre Freiheit.

Alle Bilder: © Dietrich von Oppeln

Eine Antwort

  1. Christian Narkus

    Nachdem ich durch einen Tipp von einem Freund zuerst das Buch „Lemuria – Land des goldenen Lichts“ las und nun beim Buch über die Kristallstädte bin, kann ich zumindest Ersteres sehr empfehlen. Gerade beim Aufarbeiten und besseren Verstehen meiner Anteile am atlantinischen Karma und einiger Gegebenheiten von damals (einige wirkten auch global deutlich im letzten Winter) halfen mir die Schilderungen von Dietrich von Oppeln-Bronikowski sehr. Tief im Inneren glaube ich mich zu erinnern, zu fühlen, wie es damals war – bis hin zum biblischen „Fall“ im späten Atlantis mit all seinen gewaltsamen Entgleisungen, die wir heute noch aufarbeiten und transformieren, und wie ein neues Lemuria entstehen kann.
    Danke für dieses wunderbare Werk, dass in Schulen Lektüre sein wird.

    LG Christian von www.sieben-sterngedanken.de

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