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Der Astrologe Georg Stockhorst hat über viele Jahre eine astrologische Weltkarte zusammengefügt. Sie soll dazu beitragen, unser individuelles, ganz ­persönliches Verhältnis zu ­bestimmten Orten besser zu ­verstehen – und damit uns selbst.

 

Der Tierkreis ist ein Strukturmodell, mit dem die Astrologie Systeme aller Art durch zwölf archetypische Grundprinzipien beschreibt und untersucht. Da die Astrologie bis ins 17. Jahrhundert sehr mit der Astronomie verbunden war, hat sich dieses Modell auch in der Astronomie durchgesetzt und wird dort auch heute noch verwendet, um Positionen auf dem Himmelsäquator, das heißt, der Sonnenbahn zu definieren.

Die zwölf Zonen (Tierkreisfelder) auf dem Himmelsäquator, die durch die sogenannten „Sternbilder“ benannt und definiert werden, beschreiben die Stationen der Sonne im Jahreszyklus. Die Tierkreiszeichen sind also Beschreibungen von Jahreszeiten. So steht Löwe, das königliche Zeichen, für den Hochsommer und die Blütephase der Gefühlswelt, der Stier, das Tier der fetten Weidegründe, für die Zeit des Graswachstums im Frühjahr. Steinbock, ein Tier, das selbst in den kargsten Regionen überleben kann, steht für den Winteranfang, Waage für die Zeit der Tag- und Nachtgleiche und Wassermann für die Überschwemmungssaison im Winter. Einzelne Zeichen sind zwar schon bis zu 1500 Jahre älter, aber so, wie wir ihn heute kennen, wurde der Tierkreis etwa zur Zeit von  Claudius Ptolemäus (ca. 100-160 AD) festgelegt und ist seitdem zu dem archetypischen Systemmodell mit der längsten Tradition in der Wissenschaftsgeschichte geworden! 

 

Die Vermessung der Welt

Der Himmelsäquator bzw. die Sonnenbahn am Himmel verläuft über dem Erdäquator. Deshalb ist es für das astrologische Denken natürlich naheliegend, das Strukturmodell des Himmelsäquators nach der Grundregel „wie oben so unten“ und „wie im Kleinen so im Großen“ auf den Erdäquator zu projizieren.

Allerdings ergibt sich dabei das Problem: Wo liegt der Anfangspunkt, und wie lässt sich die morphogenetische Ebene – quasi die DNA – der Landschaft systematisch vermessen? Ich persönlich habe dafür eine astrologisch-geomantische Methode mit Tierkreiszeichenfeldern von 30 Metern Seitenlänge entwickelt. Dadurch bin ich zu eindeutigen Ergebnissen darüber gekommen, wie der Tierkreis nicht nur im Großen, sondern vor allem im Kleinen in der Landschaft, der Natur und im Straßenbild nachweisbar ist.
Findet man in einer Zone typische Merkmale eines Tierkreiszeichens, zum Beispiel Fische – etwa eine Ansammlung von Kneipen, die Farbe Türkis, ein Bild des Meeres oder von Meerestieren – muss überprüft werden, ob man die Merkmale der beiden benachbarten Zeichen – also Wassermann (graue, silberne oder metallicfarbene Fassaden, Pappeln, Palmen, schmale, hohe oder ungewöhnliche Gebäude) auf der einen sowie Widder (gelbe Farben, spitze „aggressive“ Formen, Eichen) auf der anderen Seite der Zone – finden kann. Je mehr Erfahrungswerte man über die Typologie der Sternzeichen sammelt, um so deutlicher lässt sich erkennen, wie sich alle 30 Meter die Energien und die Eigenschaften der Landschaft, Architektur, Pflanzen usw. ändern. Auf diese Art und Weise habe ich 30 Jahre lang geforscht. Dabei ist meine astrologische Weltkarte entstanden und durch kritische und aufwendige Überprüfung immer präziser und nachvollziehbarer geworden.

Der wichtigste Baustein dafür war die erste vollständige systematische Erforschung des holographischen Modells in der Ortsastrologie. Das ist mein Beitrag zur Geschichte der Astrologie. Die größten Tierkreisfelder auf der Erde teilen sich demnach in 12 x 12 kleinere Felder auf. Diese teilen sich wiederum in 12 x 12 kleinere auf und so weiter – bis die Felder so klein sind, dass eine astrologische Betrachtung nichts mehr bringt. Die Resonanz der Tierkreiszeichen bzw. astrologischen Strukturelemente ist auf jeder einzelnen Betrachtungsebene nachvollziehbar, so dass jeder Ort auf der Welt als Teil des vollkommenen Systems Erde betrachtet und gedeutet werden kann. 

 

Die Resonanz zum Ort

Warum aber ist das so wichtig? Weil Menschen und Tiere auf die Resonanz der Strukturelemente reagieren, also auf die Energien der archetypischen zwölf Aspekte, die wir durch die Tierkreiszeichen erfassen. Dies geschieht durch die Übertragung von Informationen durch die morphogenetischen Felder, das heißt, die feinstofflichen Gitternetze, die das gesamte Universum zusammenhalten. So suchen wir uns die Orte, die zu unseren Entwicklungsthemen und den aktuellen Planetentransiten passen, unbewusst aus. Wir können davon ausgehen, dass alle Energien und Informationen, die auf die Sinnesorgane und darüber hinaus auf für uns physisch nicht wahrnehmbaren Ebenen auf unsere Chakren und unser Nervensystems einwirken, in uns Reaktionen auslösen. Dies bedeutet nicht, dass uns das bewusst ist. Doch nach meiner Erfahrung macht die unbewusste Wirkung von Orten einen so großen Teil unserer Wahrnehmungsreflexe aus, dass es sich wirklich lohnt, sich damit zu beschäftigen. Je mehr wir uns über die Wirkung von Orten auf unser Unbewusstes bewusst werden und wir merken, wie wir auf Orte reagieren, desto mehr können wir auch lernen, uns unabhängiger von Orten zu machen bzw. ihre Energien besser zu nutzen.

Wenn ich zum Beispiel Geld in eine Wohnung, Immobilien oder einen Arbeitsplatz investiere, kann es hilfreich sein, meine Planung, aber auch meine Intuition und Gefühle in Bezug auf den Ort mit Hilfe der Astrogeographie zu überprüfen und besser zu verstehen. Durch die Astrologie ist es auch möglich, die Tierkreiszeichen, die man bei der Ortsbestimmung herausgefunden hat, durch das Geburtshoroskop direkt mit dem System von Einzelpersonen zu vergleichen. An einem Ort, an dem mein unbewusstes Thema mich darin fördert, die Auseinandersetzung mit der Meinung anderer bzw. mit Abhängigkeiten zu lernen und zu üben (Haus 8) kann es sehr hilfreich sein, wenn ich über die Qualität dieses Ortes Bescheid weiß und verstehe, wie diese Energie mit meiner Grundenergie resoniert. Hier kann mir die Astrogeographie auch helfen, mich mit den Erlebnissen und dadurch auch meinen eigenen Entwicklungsthemen zu befrieden. Denn schließ­lich ist es oft für uns selbst über­raschend, wie schnell wir an einem neuen Ort in ein ganz anderes Entwicklungsthema wechseln können.

 

Orte: Schlachtfelder der Seele

Was immer wir tun, ist nach dieser Sichtweise nicht nur mit dem gesamten Oberflächenfeld der Erde in Resonanz, sondern auch mit dem Feld des Informationsaustausches zwischen allen Individuen der Menschheit sowie allen anderen Lebewesen. Ja, man kann sogar sagen: Was immer wir Menschen tun, ist eine Punktierung der Landschaft – es hat also Auswirkungen auf alles.

Hier nun ein paar praktische Beispiele dafür, wie durch die astrologische ­Vermessung morphogenetischer Felder die Gitternetzstrukturen nachvollziehbar werden, in die wir unbewusst eingebunden sind. Ohne dass wir es bewusst merken, suchen sich die Entwicklungsthemen, Impulse, Reflexe, die in uns wirken, und die Themen und Inhalte, mit denen wir uns verbunden haben, Orte, die zu ihnen passen. Und andersherum reagieren wir auf die Themen der Orte, indem wir sie in unsere Handlungen und unser Leben einbinden. Dadurch werden Orte – um in der Sprache der Bhagavad Gita zu sprechen – zu Schlachtfeldern (Kshetras) der Entwicklungsgeschichte unserer unsterblichen Seele (Karma). Orte stimulieren also unser individuelles Karma, das heißt, unser Entwicklungsbedürfnis – und ohne es zu wissen, nutzen wir die Orte, um Problemthemen und Lösungen zu durchleben.

Beispiel 1: Mahabodhi Tree und Tempel in Bodh Gaya. Die Frage, ob Gautama Buddha den Ort seiner Erleuchtung ganz bewusst ausgesucht hat, um die Erleuchtung zu finden, oder nicht, ist natürlich nicht zu beantworten.

Der Ort, an dem er sieben Jahre lang meditierte, liegt allerdings so, dass beide astrogeographischen Koordinaten dem Zeichen Fische entsprechen. Fische steht für den zwölften und quasi höchsten Schaltkreis im Nervensystem, der die Rückverbindung des Menschen zur unsterblichen Seele gewährleistet. Folgt man dieser astrologischen Definition, kann man davon ausgehen, dass der Ort Tiefenentspannung und die Rückbesinnung auf das Eigentliche und Wesentliche ganz allgemein – und zwar bei allen Lebewesen – fördert. Ein recht idealer Ort also für eine Art von Meditation, die sich nicht auf die Erdsphäre richtet. Man könnte demnach die Erleuchtung, die Gautama hier erlebte, als eine Beschreibung des Ortes bzw. der Resonanz mit dem Ort betrachten.

Beispiel 2: Hier geht es mir darum zu zeigen, wie sich Besitzansprüche, Kriege und sogar Religionsgründungen in dem Thema reflektieren, das durch die Position des Ortes innerhalb des morphogenetischen Feldes astrologisch bestimmt werden kann.

Der Tempelberg in Jerusalem liegt in einem Feld, in dem das spirituelle Zeichen Fische auf den Stier, das Prinzip der ­Erdung, der Nahrungsmittel, des Ackerbaus und Grundbesitzes – und bei ­Orten das Prinzip des Dorfzentrums und Marktplatzes – trifft. Fische als das Zeichen der Nomadenvölker steht hier für die Rückbesinnung darauf, dass die Erde und die materielle Welt gar nicht der Heimatort der unsterblichen Seele sind. Dem entspricht, dass vom Gott der Israeliten keine bildliche Darstellung gemacht werden durfte. Stier erklärt die Tendenz, den Ort als ein Stadtzentrum und dadurch auch als ein Zentrum des Wohlstandes zu betrachten und zu nutzen. Diese Aspekte sind hier so faszinierend, weil der Tempelberg der Bauplatz des überhaupt ersten Tempels der Israeliten war, die dadurch effektiv die Schwelle von einem Nomadenvolk zu einem Bauernvolk überschritten. Die Kombination von Fische und Stier erklärt hier so die Impulse, mit denen die Menschen auf den Ort reagiert haben und heute noch reagieren. Sesshaftigkeit, Nahrungsmittelsicherheit und Territoriumsbesetzung kontra Rückbesinnung auf die Ebene des spirituellen Ursprungs des menschlichen Seins, wo wir alle eins und eigentlich gar nicht getrennt voneinander sind und eine Abgrenzung gar nicht möglich ist. Diese Thematik drückt sich auch in der Geschichte aus, in der Jesus die Tische der Geldwechsler und Taubenverkäufer umstieß. Die spezielle Energie dieses Ortes hat dazu geführt, dass der Ort heute von allen drei monotheistischen Weltreligionen für sich beansprucht wird, ohne das ihn jemals jemand wirklich so besitzen könnte, wie er es sich wünscht.

Beispiel 3: Menschen reagieren bei der Auswahl von Standorten und beim Bau von Gebäuden aber nicht nur unbewusst auf die Themen von Orten. Bei der folgenden Beispielserie ist es zumindest zum Teil wohl auch auf die Anwendung der Kenntnisse gut ausgebildeter Architekten, Geomanten und Feng-Shui-Meister zurückzuführen, dass besonders günstige Orte für die Themen der Gebäude ausgewählt wurden.

Von den elf höchsten Gebäuden auf der Erde wurden sieben in Feldern mit der Entsprechung des Zeichens Stier gebaut, davon drei in der Kombination von Stier mit Zwillinge. Stier beschreibt das Thema der Orte so, dass es hier um finanziellen Nutzen und dadurch um finanziell ganz allgemein günstige bzw. lukrative Orte geht. Dies erklärt aber nicht grundsätzlich den Impuls, in die Höhe zu bauen. Bei den Pionierbauwerken der Hochhäuser war noch das Zeichen Wassermann als das astrologische Prinzip des Himmels von Bedeutung. Prominentestes Beispiel dafür ist das 1931 eingeweihte Empire State Building (381 m), bei dessen Position zum Wassermann das Zeichen des Berggipfels Steinbock hinzukam. Heute werden aber so hohe Gebäude gebaut, dass das Zeichen Stier nicht nur wegen der zu erwartenden Rentabilität, sondern auch als das Entsprechungsprinzip der Wurzelbildung wohl dazu ausgewählt wird, das Gebäude besser zu erden und im Boden zu verankern.

Beispiel 4: Wenn Menschen in ihrem Schicksal quasi getrieben werden, nach einem Zufluchtsort zu suchen, ist dies eine Situation, in der sie nicht mehr freiwillig für sich selbst entscheiden können. Gerade dann sind Entscheidungen zu erwarten, die nach unbewussten Motiven getroffen werden. Ein aktuelles Beispiel dafür ist die Flucht des ­Wiki-Leaks-Gründers Julian Assange am 19. Juni 2012 in die Botschaft von Ecuador in London. Seitdem ist er dort quasi gefangen – es drohen ihm eine Auslieferung in die USA und eine Verurteilung zu einer langen Gefängnisstrafe. Das Botschaftsgebäude liegt so in den ­Zeichen Skorpion und Zwillinge, dass der Ort das achte und zwölfte Haus in ­seinem Horoskop stimuliert. Haus acht steht in der astrologischen Deutung für den Aspekt der Abhängigkeit vom ­Besitz Anderer und eine Situation der Fremdbestimmung. Haus zwölf ruft zur Rückbesinnung auf den spirituellen Ursprung des eigenen Seins auf, steht aber in der materiellen Welt für das Loslassen der eigenen Rechte und den Reflex, sich zu verstecken. Diese Resonanz der morphogenetischen Aspekte des Ortes mit dem Horoskop von Julian Assange beschreibt also hier sehr genau seine Situation.

Immerhin liegen die Koordinaten des Ortes bei acht Grad Skorpion und 25 Grad Zwilling gleichzeitig exakt auf der Position von zwei Planeten, nämlich dem Mond und der Venus in seinem Horoskop. Dies spricht immerhin für ein relativ komfortables Gefängnis…


Abb: © UnitedIllustrators – Fotolia.com
Abb 2: © commons.wikimedia.org – Bodhibaum in Bodh Gaya
Abb 3: © אסף.צ from he, GNU FDL – commons.wikimedia.org – Felsendom auf dem Tempelberg
Abb 4: Horoskop für Julian Assange
3.7.1971, Townesville, Queensland (AUS), 15:00 (Quelle: astro.com)

Georg Stockhorst ­arbeitet seit 1992 als Astrologe in Berlin. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die astrologische Standortberatung, astrologische Psychologe und ­Psychosomatik sowie Karma-Astrologie. Publikationen: Astrol. Stadtpläne Berlin, München, Wien, Köln (2003/05). Astrol. Landkarte Deutschland (1999). Seine jetzt veröffentlichte Astrologische Weltkarte auf
www.astrogeography.com bietet einen weltweit einzigartigen Online-Service für Astrologische Standortanalysen an.

 

Vortrag: Astrogeographie – der Ort, der zu dir passt
Bestimmung günstiger Orte und individueller Kraftplätze in der Astrogeographie
mit Georg Stockhorst
Do, 9.1.2014, 19.30
Ort: Angelos Zentrum
Eisenacher Straße 9, U-Bhf Westphalweg (Tempelhof)
12109 Berlin
Kosten: 8 €

 

Info und Kontakt
Tel.: 030-345 12 33 oder 0177-345 12 33 oder info@astrogeography.com
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Über den Autor

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Georg Stockhorst arbeitet seit 1992 hauptberuflich als Astrologe in Berlin. Schwerpunkte seiner Arbeit sind Astrologische Partnerschaftsberatung, Psychologische und Karma Astrologie, Astromedizin, Handliniendeutung und Kartenlegen.
Durch seine große Erfahrung in der astromedizinischen Horoskopdeutung, vor allem auch in der astrologischen Supervision für Therapeuten, Heilpraktiker, Ärzte, Psychiater, Psychologen und Astrologen sind seine Seminare zu Themen der Astrologie und Astromedizin europaweit erfolgreich. Stockhorst ist Erfinder des „Berliner Systems Astrologischer Geomantie“ und gibt Astrologische Landkarten und Stadtpläne heraus.

2 Responses

  1. Monika

    Hallo,

    ja, es ist bestimmt ein wesentlicher Ganzheits Aspekt, den Ort zu finden, wo sich die kreativen Anteile entfalten können.
    Meine Erfahrung ist, dass es an jedem Ort unterschiedliche Aspekte, Aufgaben gibt.

    Mich interessiert jetzt, ob es den Ort gibt, für mich, an dem mein Geburtsanteil mit Ort und Zeit schon ausreicht , um den Ort zu finden, an dem mein Potential sich ausdehnen kann?

    Durch meinen künstlerischen Beruf bin ich zunehmend davon abhängig, und auch meine Lebensenergie(ich bin 60) wünscht sich den Platz.

    ???

    Viele Grüße Monika

    Antworten

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