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Neue wissenschaftliche Erkenntnis

Sie sind männlich, über 40 Jahre alt und fühlen langsam Ihre Kräfte schwinden? Weder Schulmedizin noch alternative Methoden können irgendeine Krankheit feststellen? Beruflicher Burnout? Oder werden Sie vielleicht einfach nur alt? Nichts von all dem muss zutreffen! Möglicherweise befinden sie sich in den Wechseljahren. Satyam Schwenninger hat sich mit dem Thema auseinandergesetzt und zeigt, wie Mann wieder zu alter Kraft gelangt.

Das Klischee vom Mann, der irgendwann nach Überschreiten des 40. Lebensjahres seinen „zweiten Frühling“ erlebt, drückt nichts von den Problemen aus, mit denen einige Männer konfrontiert sind: Schweißausbrüche, mangelnde Antriebslust, Müdigkeit, Kraftlosigkeit, Verstimmungen, Angstzustände und Probleme mit dem Geschlechtstrieb, der sexuellen Leistungsfähigkeit oder sogar Impotenz. Manche „Szene“-Männer versuchen sich dies mit einer Vielzahl unterschiedlicher Theorien zu erklären, doch nur wenige wissen, dass diese Probleme mit ihren eigenen männlichen Wechseljahren zu tun haben, den Fachleute „komplexen Androgenmangel“ nennen.
Professor Dr. Rolf – Dieter Hesch, Endikrinologe in Konstanz, hat nach vielen Jahren Forschung herausgefunden, dass im Alter von 40 – 45 die Funktion der Hoden abzunehmen beginnt, in denen hauptsächlich das wichtigste männliche Geschlechtshormon Testosteron gebildet wird.
Von keinem anderen Hormon ist der Mann aber in seinem Wohlbefinden so abhängig wie vom Testosteron, weil es die Knochen fest macht, die Muskeln hart, Energie schenkt und das Liebesleben ankurbelt. Ein sechzigjähriger Mann produziert durchschnittlich nur noch 40% des männlichen Hormons eines Dreißigjährigen. Im Unterschied zur Frau lässt die Hormonproduktion des Mannes schleichend nach. Bei manchen setzen die Symptome früh im Leben ein, bei anderen später.
Der Schalter für die Testosteronproduktion ist die Hirnanhangdrüse, in der Fachsprache der Ärzte Hypophyse genannt. Was ihr in den Wechseljahren fehlt, ist ein Signal von Gehirnzentren, die der Hypophyse übergeordnet sind. Über die Ursache läßt sich nur spekulieren. Professor Hesch vermutet, dass der Mangel an männlichen Geschlechtshormonen, den Androgenen, das Ergebnis einer ständigen seelischen und körperlichen Überforderung ist, die sich bei Männern mittleren Alters besonders zeigt. Über die Hormonproduktion würde sich gewissermaßen der gesellschaftliche Leistungsdruck entladen.
Hesch untersuchte bei gesunden Männern im Alter von 30 bis 60 Jahren den morgendlichen Testosteronspiegel. Bei 70% erwies er sich als zu niedrig. Laut Hesch zeigt sich dieses Phänomen in allen Industriegesellschaften, wo ein festes Leistungsgerüst vorhanden ist.

Behandlung

Was also tun, wenn der Arzt einem bescheinigt, dass man kerngesund ist und dennoch die genannten Phänomene auftreten?
Zunächst einmal wäre ein Bluttest anzuraten, bei dem der Testosteronwert bestimmt wird. Ist der Wert dem Alter entsprechend zu niedrig, kann der Hormonspiegel durch verschiedene Maßnahmen angehoben werden.

Sport

Erste Möglichkeit: Bewegung. In Tests, die Sportärzte mit Männern ab 40 durchführten, hatten sie etwas Bewegungstraining und leichte Diät verordnet. Nachdem die Probanden schnell fünf Kilo verloren, stellte sich ein erstaunlicher Nebeneffekt ein: der Testosteronwert stieg bei allen um 30%.

Ernährung

Für den Endokrinologen Dr. Walter Späth spielt auch die Ernährung eine wichtige Rolle in der Sexualhormonproduktion.
Er sagt, dass mit der richtigen Ernährung ein älterer Mann sogar höhere Testosteronwerte haben kann als ein gestresster 20jähriger. Besonders positiv auf den Testosteronspiegel wirken sich Meeresfrüchte (Muscheln und Scampi) aus. Man sollte sie allerdings nicht zu oft essen. Auch die Verminderung des Alkohol- und Nikotinkonsums zeigt gute Erfolge, da sich beide Substanzen stark testosteronsenkend auswirken.

Stressmanagement

Ebenso wichtig: die innere Ruhe wiedergewinnen. Der Testosteronspiegel kann sich normalisieren, wenn wir dem täglich anfallenden Stress durch Entspannung, Meditation und ggf. Therapie begegnen und uns Zeit für die angenehmen Dinge des Lebens zu nehmen.

Hormontherapie

Helfen die oben erwähnten Maßnahmen nicht, kann man auch eine Hormontherapie in Betracht ziehen. Deutsche Ärzte sind da allerdings vorsichtig und verordnen Hormone bei Männern oft nur auf Wunsch des Patienten. Sie warnen vor Arterienverkalkung und erhöhtem Prostatakrebsrisiko bei zu hoher Dosierung. Daher sollten zu einer Testosteronbehandlung die regelmäßige Bestimmung eines sogenannten Früherkennungsmarkers für Prostatakrebs gehören. Professor Dr. Hesch empfiehlt Hormonbehandlungszyklen von vier Wochen, die sich nach den Symptomen richten.
Gels und Cremes werden vom Fachmann für empfehlenswert gehalten. Sie werden morgens aufgetragen und ziehen auch sofort ein. Männer, die sich in den USA in einer sogenannten Anti-Aging Praxis einer Therapie unterzogen, berichten von phantastischen Effekten, durch die sie sich wieder zehn Jahre jünger fühlen.

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