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Welche Qualität hat das Berliner Trinkwasser? Sollte man es filtern? Und wenn ja: Welche Technik ist am besten? Wasserexperte Thomas Hartwig geht diesen und weiteren Fragen auf den Grund.

Von Thomas Hartwig

 

Wenn man die vielen Negativmedien und Aussagen der Wasser filteranbieter über Rückstände von Hormonen, Medikamenten und Schwermetallen im Leitungswasser liest, bekommt man schnell das Gefühl, dass unser Leitungswasser unsicher und gefährlich sei. Hierdurch entsteht jedoch ein völlig negatives Bild und man entfernt sich emotional von unserem wichtigsten Lebensspender. Andererseits findet man Berichte über die viel bessere Qualität von Leitungswasser im Verhältnis zu Flaschenwasser. Gegensätzliche Werbeaussagen von Seiten der Mineralwasserindustrie, den Anbietern von Filtersystemen und den Wasserversorgern verunsichern Verbraucher zunehmend. Dieser Artikel möchte zu einem bewussten Umgang mit unserem Wasser anregen und zugleich ein ganzheitliches Bild der Situation vermitteln, um entsprechend handeln zu können.

Wie gut ist das Berliner Trinkwasser?

Wasser-nito-Fotolia.comUnser Wasser ist das am besten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland, heißt es. Aber was bedeutet das? Es bedeutet, dass es in Deutschland kein Lebensmittel gibt, das vom Gesetzgeber mit mehr Prüfparametern versehen wird als unser Leitungswasser. Die Realität ist: Es werden 56 unterschiedliche Stoffe im Wasser untersucht. Liegen alle Parameter unterhalb des vorgegebenen Grenzwertes, darf das Wasser in die städtische Versorgung eingespeist werden. Die Frage ist nun: Wie viele Stoffe könnten denn überhaupt im Wasser sein? Schließlich sind in Deutschland aktuell allein über 50.000 verschreibungspflichtige Medikamente auf dem Markt1,2. Für die meisten der darin enthaltenen Wirkstoffe gibt es bezüglich des Leitungswassers keine Grenzwerte, die verbindlich abgefragt und eingehalten werden müssen. Dazu kommen noch Rückstände aus Industrie und Landwirtschaft sowie Mikroplastik aus Kosmetikprodukten, die zusammen nochmals dieselbe Anzahl möglicher Schadstoffe ergeben – und auf die das Leitungswasser ebenfalls nicht überprüft wird. Das heißt: Weniger, als 0,1 Promille der möglichen Verunreinigungsstoffe im Wasser werden getestet. Das ist gleichbedeutend mit fast nichts. Auf der Webseite der Berliner Wasserbetriebe kann man in den Analysen zudem nachlesen, dass im Berliner Wasser aktuell im Schnitt zwölf Rückstände von unterschiedlichen Medikamenten und Röntgenkontrastmitteln zu finden sind.3

Dennoch sind unsere Prüfparameter im europäischen Vergleich mit die strengsten und wir genießen in Deutschland ein Wasser, von dessen Qualität Menschen in vielen Ländern der Welt nur träumen können. Deutschland ist zudem reich an Süßwasser. Wir haben also weder Wasserknappheit, noch ist unser Wasser ungenießbar. Daher ist es wichtig, sich bewusst zu werden, dass wir dann, wenn wir uns über die Frage der Wasserqualität unterhalten, ein Luxusproblem unserer Gesellschaft ansprechen. Menschen in einem Entwicklungsland würden ein paar Rückstände von Medikamenten nicht stören, da deren Wasser generell in einem ungenießbaren oder krankmachenden Zustand ist. Zudem reden wir über ein selbstverursachtes Dilemma, das zum Großteil durch unseren Lebensstil entstanden ist. Es ist daher nicht sehr zielführend, über die Wasserversorgungsbetriebe zu schimpfen, weil sie unseren eigenen Dreck nicht ordentlich herausfiltern. Es geht vielmehr darum, einen zusätzlichen Schutz vor den Schadstoffen, die im Leitungswasser enthalten sind, zu installieren sowie das eigene Konsumverhalten zu überprüfen.

Wie schütze ich das Wasser?

Viele der unerwünschten Rückstände im Wasser entstehen, wie schon gesagt, durch unseren Lebensstil. Rückstände von Mikroplastik kommen zum Großteil aus Kosmetik- und Reinigungsartikeln. Über Duschen und Wäschewaschen gelangen die Stoffe erst ins Grundwasser. Hier auf biologisch abbaubare Produkte aus dem Biomarkt umzusteigen, verbessert nachhaltig die Wasserqualität. So reduziere ich den „Dreck“, den ich später aus dem Wasser filtern muss. Hormone und Medikamentenrückstände sind durch den hohen Arzneimittelkonsum ebenso ein selbst gemachtes Problem. Wenn wir also Medikamente vermeiden, konsequent ökologische Reiniger und Kosmetik verwenden und darauf achten, Lebensmittel zu kaufen, bei deren Produktion weniger Chemie verwendet wird, dann schützen wir unser Wasser!

Ein guter Vergleich, was Bewusstsein für die Wasserqualität bedeutet, ist unser reiches Angebot an Nahrungsmitteln. Wir leben mit einer Fülle an Nahrungsmitteln, die ebenfalls vielfältigen Kontrollen unterliegen. Selbst aus dem Discounter-Supermarkt kann ich alles konsumieren, ohne unmittelbar krank zu werden. Gleiches gilt für das Leitungswasser. Trotzdem ist in den letzten Jahren das Segment der Bio-Supermärkte in Berlin geradezu explodiert. Anscheinend ist uns das normale Angebot nicht mehr gut genug. Wenn ich also für mich subjektiv entscheide, dass mir die Qualität der Nahrungsmittel im Supermarkt nicht ausreicht, und stattdessen hochwertigere Lebensmittel konsumieren möchte, gehe ich in den Bio-Laden. Dort kaufe ich dann Lebensmittel ohne Pestizide oder Genmanipulation, die weniger Schadstoffe aufweisen. Ich wähle für mich also einen höheren Standard, als es die Norm ist. Dann macht es natürlich auch keinen Sinn mehr, Leitungswasser zu verwenden, und ich muss auch beim Trinkwasser eigene Standards setzen. Hier habe ich zwei Möglichkeiten. Entweder kaufe ich im Bio-Laden ein hochwertiges Quellwasser in der Glasflasche oder ich hole mir einen Wasserfilter und bereite mein Leitungswasser selbst auf.

Ist Flaschenwasser eine Alternative?

Generell ist zu Wasser aus Flaschen anzumerken, dass dieses noch schlechter kontrolliert wird als unser Leitungswasser. Daher ist es egal, wie teuer oder günstig irgendein Wasser aus dem Supermarkt ist. Es ist fast immer schlechter als das Wasser aus der Leitung. Ausnahmen sind einige Quellwässer aus Glasflaschen, die man meist im Bio- Markt bekommt. Hierfür muss man jedoch im Regelfall einen Euro je Liter investieren. Wenn man nun auch seine Nudeln mit gutem Wasser kochen möchte, wird das ganz schön teuer. Zudem wird die Umwelt durch Transport und Abfüllung belastet und man hat den Aufwand, das Wasser heimzuschleppen. Plastikflaschen belasten die Umwelt noch stärker und verschlechtern durch Abgabe von Stoffen wie Weichmachern zudem die Wasserqualität in der Flasche. Mineralwasser aus Plastikflaschen ist daher für einen bewussten und nachhaltigen Lebensstil keine Alternative und sollte gänzlich aus dem Leben verschwinden. Momentan sind wir davon noch weit entfernt: Alleine in Amerika werden wöchentlich so viele Plastikflaschen konsumiert, dass sie aneinandergereiht fünfmal um den Globus reichen würden. Als Reaktion darauf hat San Francisco als erste Stadt weltweit im Jahr 2015 Wasser aus Einweg-Plastikflaschen unter 600 Milliliter verboten. Das sehe ich als einen wichtigen Schritt, dem auch Berlin als Trendstadt folgen sollte.

All das zeigt: Es ist viel nachhaltiger und intelligenter, das bereits vorhandene Leitungswasser so aufzubereiten, dass es einem guten Quellwasser aus der Flasche entspricht. Günstiger kommt man obendrein nicht an gutes Wasser.

Die biologische Qualität des Wassers

Bisher haben wir über Schadstoffe, also Stoffe im Wasser gesprochen. Nun kommt die energetische Komponente mit ins Spiel. Ein Apfel beispielsweise ist ein reifes Lebensmittel, wenn er an einem unbehandelten Baum auf der Wiese unter natürlichen Bedingungen gewachsen ist. Lässt der Baum den Apfel fallen, hat die Natur entschieden, dass dieser Apfel nun seinen Reifungsprozess abgeschlossen hat und ich ihn essen kann. Wo finden wir das Äquivalent für diesen Prozess beim Wasser? Nach Viktor Schauberger (1885-1958), dem österreichischen Wasserforscher, entspricht Quellwasser genau dem reifen Apfel. Quellwasser verlässt den Schoß von Mutter Natur aus eigener Kraft als frische Quelle. Es hat seinen Wachstumsprozess vollendet und ist reif, getrunken zu werden. Genau um diese besondere Kraft der „Reifung“ geht es, wenn man von Quellwasser spricht. Es weist vollkommen andere physikalische Eigenschaften als herkömmliches Leitungswasser auf.

Solch ein biologisch aktives Wasser ist viel besser in der Lage, Nähr- und Vitalstoffe zu transportieren, den Körper zu entgiften, die Zellen mit Wasser zu versorgen und elektrische Impulse im Körper zu übertragen, als Leitungs- oder Flaschenwasser.4 Ein bildhafter Vergleich hierzu wäre der Handwerker, den ich zu mir nach Hause bestelle. Ich empfinde es sicherlich als angenehm, wenn er in sauberer Arbeitskleidung kommt. Viel wichtiger ist mir jedoch, ob er weiß, was er zu tun hat, und ob er ordentlich arbeitet. In Bezug auf Wasser heißt das: Beim Filtern kommt es nicht nur auf die Sauberkeit des Wassers an, sondern ganz entscheidend auf die Funktionalität. Es geht also nicht nur um die chemische, sondern auch um die physikalische Betrachtung. Denn: Nur weil ich Leitungswasser filtere, ist es noch lange kein gesundes Quellwasser. Es ist einfach nur sauberes Leitungswasser. Beim Filtern muss ich zudem darauf achten, dass ich die Funktionalität des Wassers nicht störe. Wenn ich also wieder meinen Handwerker nehme und ihn zum Beispiel in einen trendigen Nadelstreifenanzug stecke, sieht er zwar top gekleidet aus, ist aber für seine Arbeit vollkommen falsch ausgestattet. Genauso mache ich aus ihm auch keinen Arzt, wenn ich ihn in einen Arzt-Kittel stecke.

Wasservitalisierung

Mit der Vitalisierung von Wasser ist demnach gemeint, es in einen energetisch besseren Zustand zu bringen, so dass es die gleichen physikalischen Eigenschaften aufweist wie ein Quellwasser in der Natur. Andere Begriffe hierfür sind energetisieren, verwirbeln, dynamisieren und magnetisieren. Diese Verfahren unterscheiden sich zwar deutlich in Ihrer Herangehensweise und im Resultat für den Körper, meinen jedoch meist das gleiche. Bei der Wasseraufbereitung geht es darum, ein gesundes Verhältnis zwischen Reinigung und Vitalisierung zu finden. Um das zu verdeutlichen, hilft uns die moderne Wissenschaft. Gerade die Quantenphysik lehrt uns, dass es keinen Feststoff an sich gibt. Es existiert nur Energie in unterschiedlichen Schwingungsformen. Daher gibt es auch keinen Schadstoff, sondern nur eine Schwingung, die es zu eliminieren gilt. Das könnte jedoch zu dem fälschlichen Bild führen, dass jegliche Filterung überflüssig sei und jeder Stoff energetisch neutralisiert werden könne. An dieser Aussage ist zwar einiges dran, jedoch stellt sich die Frage, wo die Grenze liegt. Obwohl mir klar ist, dass quantenphysikalisch der Tisch nicht da ist, sondern nur Energie, die schwingt, tut es dennoch weh, wenn ich mich daran stoße. Daher ist meine Empfehlung bei der Wahl der Wasseraufbereitung, der Funktionalität, also wie gut das Wasser seinen Job im Körper machen kann, die Hauptaufmerksamkeit zu widmen und gleichzeitig das Filtern nicht zu vernachlässigen. Darum wähle ich beim Filtern am besten eine Variante, die mir zwar sicheren Schutz vor den wichtigsten Schadstoffen bietet, sich jedoch nicht negativ auf die physikalischen Eigenschaften des Wassers auswirkt.

Berliner Trinkwasser: Eigenverantwortung ist gefragt

Warum können die Wasserwerke nicht gleich ein Wasser in dieser Qualität anbieten?

Selbst wenn die Wasserwerke das Wasser so aufbereiten könnten, dass es keine Mikrospuren von unerwünschten Stoffen mehr enthält, wäre der Aufwand wirtschaftlich nicht zu vertreten, denn der Großteil des Wassers geht an die Industrie und Landwirtschaft.

Nur zirka fünf Prozent des Leitungswassers kommt überhaupt mit uns direkt in Kontakt. Die hohen Kosten für die Aufbereitung wären also unnötig. Dazu kommen die langen Wasserversorgungsnetze und alten Hausleitungen, durch die ebenfalls wieder Stoffe ins Wasser gelangen können. Es macht deshalb viel mehr Sinn, als Endverbraucher selbst Verantwortung zu übernehmen und nur die Menge Wasser zu verbessern, die ich tatsächlich konsumiere. Es ist einfach am günstigsten für alle Beteiligten.

Außerdem kann es die bestmögliche Qualität garantieren, da ein Feinfilter direkt vor der Entnahme angebracht ist und das Wasser danach nicht mehr verschlechtert werden kann, sofern ein hochwertiger Wasserhahn verwendet wird. So könnten wir in eine Zusammenarbeit mit den Wasserbetrieben treten und uns gleichzeitig stabile Wasserpreise sichern und unsere Umwelt nachhaltig schützen.

Ein weiteres Problem für den Endverbraucher ist, dass auch die gesundheitlich positiven physikalischen Eigenschaften im Wasser verloren gehen, wenn wir es unter hohem Druck durch lange rechtwinklige Rohrleitungssysteme pressen. Es entspricht einfach nicht der natürlichen Dynamik von Wasser, sich so zu bewegen. Auch hierfür können die Wasserversorger nichts. Denn keine Stadt wäre in der Lage, ein Versorgungsnetz aufzubauen, welches das Wasser naturgemäß in Mäanderform zu – nehmen wir das Beispiel Berlin – rund 3,6 Millionen Menschen bringt. Wir leben in einer polaren Welt und alles hat zwei Seiten. Daher ist es wichtig, sich bewusst zu machen, welchen großen Vorteil die moderne Welt mit sich bringt, und gleichzeitig achtsam zu sein, welche möglichen Nachteile gesetzmäßig entstehen, und entsprechend zu handeln.

Verschiedene Filtersysteme für unterschiedliche Anwendungen

Wie kann ich nun mein Leitungswasser von unerwünschten Stoffen befreien? Es gibt unterschiedliche Verfahren, das Wasser zu reinigen. Hierbei möchte ich auf die zwei gängigsten eingehen. Vorweg ist anzumerken, dass jede Technik ihre Berechtigung hat und es kein Richtig oder Falsch gibt. Wir leben in Berlin und müssen selbstverständlich das Berliner Leitungswasser mit seinen Herausforderungen meistern. Würden wir in Mexico City leben, wäre das zu verwendende Verfahren sicherlich ein anders.

1) Filterung mit Aktivkohle

Aktivkohle ist bei der Beschreibung von Filterverfahren ein unzureichendes Wort, denn es beschreibt nur den verwendeten Baustoff des Filters, nicht dessen Verarbeitung und Feinheit. Es gibt zum Beispiel Granulatfilter (Kannenfilter), bei denen die Aktivkohle nur als Schüttkohle, also als kleine Kügelchen, in einem Behälter liegt und das Wasser durch sie hindurchsickert. Diese Filter unterscheiden sich in ihren Eigenschaften komplett von massiven Blockfiltern mit einer definierten Feinheit. Wenn also manche Hersteller, beispielsweise von Osmosefiltergeräten, behaupten, dass ein Aktivkohlefilter keine Medikamentenrückstände entfernen kann, dann ist die Aussage nur insofern korrekt, wenn man sich in der Betrachtungsweise auf Granulatfilter beschränkt. Im Folgenden soll daher der Aktivkohle-Blockfilter betrachtet werden, da dieser der sicherste ist.

Ein solcher Filter besitzt zwei zentrale Merkmale. Erstens hat er eine bestimmte Porengröße. Sind diese Poren sehr klein, können Bakterien, Asbest, Mikroplastik und vieles mehr zurückgehalten werden.

Die zweite, besondere Eigenschaft eines Aktivkohlefilters ist seine Adsorptionsfähigkeit (nicht zu verwechseln mit Absorption). Das bedeutet, dass organische Verbindungen mit der Oberfläche eine chemische Reaktion eingehen und dort „kleben“ bleiben. Das geschieht über die molekular wirksamen Van-der-Waals-Kräfte. Das bedeutet, dass an der Oberfläche der Aktivkohle alle C-H-(Kohlen- und Wasserstoff)Verbindungen adsorbiert werden. Dazu gehören Medikamente, Pestizide, Hormone und anderes. An sich nahezu alle organischen Stoffe, auch Glyphosat. Damit diese Reaktion jedoch stattfinden kann, benötigt es die Zusammenarbeit zweier Parameter, die den Adsorptionsgrad bestimmen: Oberfläche mal Kontaktzeit. Je größer beides ist, desto besser die Adsorption. Patronen, die im Vergleich zwar die gleiche Feinheit aufweisen, sich jedoch im Durchfluss unterscheiden, haben daher unterschiedliche Adsorptionsraten. Konkret heißt das, dass es besser ist, wenn eine Aktivkohlepatrone weniger Wasser pro Minute liefert als mehr. Das wird häufig falsch interpretiert. Aktivkohle filtert Hormone und Medikamente nämlich nicht, sie adsorbiert sie, und hierfür braucht sie Zeit.

Steril ist nicht gleich gesund

Viele Aktivkohlefilter auf dem Markt werben mit der zusätzlichen Sicherheit durch eine UV-Bestrahlung und/oder eine Silberbeimischung. Diese bakteriologische Sicherheit verändert jedoch die Wasserqualität dermaßen, dass sie für den menschlichen Körper nicht mehr optimal ist. Man überlege sich einfach, wie gesund ein Wasser sein kann, das durch ein System so aufbereitet wurde, dass keine Mikroorganismen darin überleben können. Wir selbst sind ein Lebewesen aus unzähligen Zellverbänden. In unserem Darm leben für uns wichtige Bakterien. Dort wird das Wasser aufgenommen und es darf dabei unsere Darmflora nicht stören. Wasser sollte daher nicht steril sein. Viel natürlicher ist es, einen Filter so zu konzipieren, dass schädliche Bakterien diesen nicht passieren können, das Wasser zeitgleich aber in der Lage bleibt, Mikroorganismen zu beherbergen. So hat man auch die Sicherheit, die Bakterien nicht mitzutrinken. Denn ein System, das Bakterien abtötet, entfernt diese nicht und man trinkt im wahrsten Sinne „Bakterienleichen“ mit deren Zersetzungsstoffen.

In Deutschland stellt die Firma Carbonit die besten erhältlichen Aktivkohle- Blockfilter in einem patentierten Verfahren her. Diese werden im Unterschied zu amerikanischen und asiatischen Modellen nicht gepresst, sondern gebacken. Dadurch entsteht eine vollkommen andere Struktur und Dichte des Filters. Diese Filter sind so fein, dass alle Partikel bis zur Größe von 0,45 μm den Filter nicht passieren können. Dazu gehören unter anderem Mikroplastik und Bakterien. Die Bakteriensicherheit wurde auch durch die unabhängige Universität Bielefeld in einem Langzeitversuch bestätigt. Das alles ohne Silber, Chemie oder UV-Bestrahlung.

Was kann Aktivkohle und was nicht?

Aktivkohle kann alles filtern, was organischen Ursprungs ist, und zudem Schwermetalle, Blei, Kupfer und Chlor zurückhalten. Spezielle Kombinationspatronen können zudem Viren, Quecksilber und Arsen filtern. Hingegen können Nitrate, Fluoride, Sulfate, Phosphate und Mineralien nicht gefiltert werden. Hierbei ist wichtig zu wissen, dass dann, wenn man einen der obigen Stoffe herausfiltern will, man alles aus dem Wasser entfernen muss. Auch die Mineralien. Die Wichtigkeit der Mineralien im Wasser und die Frage, ob diese im menschlichen Organismus überhaupt verstoffwechselt werden können, habe ich in einem auf unserer Webseite veröffentlichten Artikel ausführlich behandelt. Daher kann ich hier aufgrund des begrenzten Artikelkumfangs nur zusammenfassen, dass Mineralien Geschmack und Charakter des Wassers bestimmen und dessen pH-Wert stabilisieren.

Umkehrosmose: Alles muss raus

Daher kommen wir zur Ausgangsfrage zurück. Was will ich filtern und wo will ich filtern?

In Berlin sind sowohl nach Angaben der Wasserbetriebe wie auch nach unseren eigenen Untersuchungen keine bis wenige Mikrospuren von Nitraten, Fluoriden, Sulfaten und Phosphaten im Leitungswasser enthalten. Die Herausforderungen in Berlin sind überwiegend Rückstände von alten Leitungen, Blei und Pharmazeutika. Gerade Blei schädigt nachweislich das Gehirn, kann jedoch mit einem geprüften Aktivkohlefilter sicher herausgefiltert werden. Daher macht es in meinen Augen keinen Sinn, das Wasser durch eine Entmineralisierung – wie durch eine Umkehrosmoseanlage – zu sterilisieren.

2) Filterung mit Umkehrosmose

(RO, engl. reverse osmosis)

Die Umkehrosmose-Technologie hat alle oben genannten Filterleistungen der Aktivkohle, entzieht dem Wasser jedoch auch alle Mineralien, Spurenelemente und oben genannte Schadstoffe. Die Umkehrosmose funktioniert jedoch vollkommen anders als eine Aktivkohlepatrone. Zwar haben RO auch einen Aktivkohlevorfilter, jedoch dient dieser überwiegend dem Schutz der Membran und zieht das Chlor aus dem Wasser, das die Membran schädigen würde. Das Wasser wird anschließend durch eine Membran gepresst, die so fein ist, dass nur Wassermoleküle und Gase sie passieren können. Das Resultat ist nahezu destilliertes Wasser mit niedrigem pHWert. Hier kommen wir nochmal zu der Frage zurück, welches Wasser wir mit unserer Filtertechnik erzeugen wollen.

Wasser-Jelena_Popic-fotoliaIst Quellwasser identisch mit destilliertem Wasser? Nein, gewiss nicht. Wenn wir uns Quellwässer in der Natur betrachten, dann ist eben der Charakter der Quellwässer in den Mineralien gespeichert. Ein Quellwasser aus Italien hat geologisch bedingt andere Mineralien als ein Quellwasser aus Österreich oder Norwegen. Das eine hat mehr Mineralien, das andere weniger, aber alle haben welche. Mineralien machen den Charakter und Geschmack von Wasser aus. Entziehe ich dem Wasser seine Mineralien, entferne ich seinen Körper. Zudem sind an den Mineralien wichtige Frequenzmuster gespeichert, die das Wasser aus energetischer Sicht benötigt.

Ein mit einer RO gefiltertes Quellwasser aus den Bergen unterscheidet sich nicht von einem mit einer RO gefilterten Klärwasser, denn es wurde alles entnommen. Diese Technik stammt aus der Raumfahrt. Ein Astronaut hat bei seinem Aufenthalt im All nur eine begrenzte Menge an Wasser dabei und muss alles, auch seine Ausscheidungen, so aufbereiten, dass er es wieder trinken kann. Das geht mit einer RO. Wir sind jedoch keine Astronauten. Wenn wir unser Berliner Leitungswasser zu einer ursprünglichen Quellwasserqualität führen wollen, dann benötigt es dafür Mineralien. Berlin hat generell ein gutes Grundwasser, daher käme eine Entmineralisierung einer Kastrierung des Wassers gleich und ist das Äquivalent der Sterilisierung durch eine UV-Bestrahlung. Daher meine klare Empfehlung, eine RO nur zu verwenden, wenn die Schadstoffe im Wasser, welche ein Aktivkohlefilter nicht entfernen kann, über die vorgegebenen Grenzwerte hinausgehen. Und das ist in Berlin, solange ich das Leitungswasser nutze, bisher nicht der Fall.

Gesund durch gesundes Wasser

Zusammenfassend kann man sagen, dass in Berlin das Wasser einen recht hohen Standard hat. Der Mineralgehalt im Berliner Boden ist gut und die Mineralien dem Wasser zu entziehen, würde alle Spurenelemente entfernen. Der Fokus bei einer modernen, ganzheitlichen Wasseraufbereitung sollte auf der Energetisierung liegen, da die funktionelle Komponente entscheidend ist und nicht die chemische Reinheit. Hier gibt es verschiedene effiziente Vitalisierungsmethoden wie die UMH-Technologie aus Österreich. In Kombination mit einem hochwertigen Aktivkohlefilter kann ich in Berlin so die Qualität eines weichen und frischen Quellwassers genießen, das den teuersten Quellwässern aus dem Bio-Laden in nichts nachsteht. Wichtig bei der Auswahl des geeigneten Filters ist es, sich unbedingt aussagekräftige Gutachten zeigen zu lassen. Man sollte sich nicht blind auf irgendwelche Angaben der Hersteller verlassen.

Tipp: Solange ich noch keinen Wasserfilter nutze, ist es wichtig, das Leitungswasser so lange ablaufen zu lassen, bis es ganz kalt ist. So habe ich die Sicherheit, dass mögliche Schadstoffe aus der Hausleitung abgeflossen sind, und ich bekomme frisches Wasser von den Wasserbetrieben.

Unser Körper besteht zu rund 70 Prozent aus Wasser. Es ist unser Hauptbaustoff und an allen Stoffwechselprozessen beteiligt. Gesundes Wasser ist für mich die wichtigste Investition in ein gesundes und bewusstes Leben.

 


1 http://de.statista.com/statistik/daten/studie/513971/umfrage/anzahlzugelassenerarzneimittel-indeutschland-
nachverschreibungsabgabestatus/
2 Hier berechne ich jedes Medikament als einen Schadstoff. Natürlich ist das nicht ganz korrekt, da viele Medikamente ähnliche Stoffe verwenden, aber diese Zahl ist nicht zu ermitteln. Da es aber insgesamt über 100.000 zugelassene Medikamente gibt, habe ich nur mit den verschreibungspflichtigen gerechnet, was die Hälfte ist.
3 www.bwb.de/content/language1/html/941.php
4 a) A role for water in cell structure. J. G. Watterson. Biochem J. 1987 Dec 1; 248(2): 615–617.
b) Role of hydration water in protein unfolding. G W Robinson and C H Cho. Biophys J. 1999 Dec; 77(6): 3311–3318.
c) Hexagonales Wasser: Der Schlüssel zur Gesundheit. Dr. Mu Shik Jhon und M J Pangman, MobiWell; Auflage: 1 (1. April 2008)

 

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