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Mehr und mehr Menschen beschäftigt die Frage nach ihrem „richtigen“ Platz auf dieser Welt. Frei sein um das zu tun was uns begeistert! Der Drang danach, sich selbst zu verwirklichen und seiner ureigenen Vision und seinem Daseinszweck zu folgen, ist groß. Der Welt seinen Stempel aufzudrücken ist das, was sich viele wünschen.

 

Auf in die Unsicherheit

Angst oder Liebe: Du kannst entweder scheitern in dem, was du eigentlich gar nicht willst oder die Chance ergreifen, das zu tun, was du liebst.

Doch wie? Den sicheren Hafen dafür aufgeben? Hier endet der Traum von Selbstverwirklichung bereits bei vielen Suchenden. Sich der „Unsicherheit“ und dem Nicht-Wissen, das auf sie zukommen würde, auszusetzen, ist ein komisches, für viele auch beängstigendes Gefühl. Doch es kann sich lohnen, die eigenen Grenzen zu überschreiten und neue Wege zu gehen. Be comfortable with the uncomfortable!

 

Einblicke in das „Berufsvisionieren“

Bei meiner eigenen Berufsvisions-Erfahrung hatte ich zuerst Angst, mich diesem Prozess zu stellen. Ich dachte, ich würde nach den paar Tagen mein Leben auf den Kopf stellen müssen, kündigen, umziehen, jegliche Stabilität aufgeben.

Doch die intensiven, wundervollen Tage haben nicht wie befürchtet den Druck erhöht, sondern mich wahnsinnig entlastet. Ich wurde mir dort meines eigenen Tempos bewusst und konnte deutlich spüren, dass es noch nicht an der Zeit war, etwas zu verändern. Gleichzeitig hatte ich mir in diesen Tagen ein sehr klares Bild erarbeitet, das mir deutlich zeigte, was und wie ich leben will. Und das ist noch heute so. Ich gehe meinen Weg, den ich selbst gewählt habe, in meinem eigenen Tempo. Das gibt mir Vertrauen und Sicherheit, auch in Veränderungsphasen.

Jetzt, einige Zeit später, unterstütze ich Menschen, egal ob selbstständig oder angestellt in einem Unternehmen, ihren eigenen Weg zu finden und diesen authentisch zu gehen. Dabei, frei zu sein um das zu tun was sie begeistert! 

 

Welche Rolle spielt Körpererfahrung dabei?

Vieles was wir an Konzepten über uns und die Welt als neuronale Netze dauerhaft in unserem Gehirn speichern und anwenden, entsteht über körperliche Erfahrungen. Insofern ist die Kombination von körperlicher Erfahrung außerhalb der eigenen Komfortzone gebündelt mit der Reflexion der auftretenden eigenen Muster eine hoch wirksame Form zu lernen. Kombinierte Methoden aus handlungsorientiertem Lernen und Coaching bieten eine ideale Grundlage für den Transfer in die eigene Weggestaltung.

Mit dem Surfbrett unterm Arm dem Atlantik entgegenstapfend –  bei meiner ersten Surf-Erfahrung waren sie alle mit an Board – meine Glaubenssätze darüber, wie man erfolgreich ist, z. B. „die Welle besiegen mit meiner Entschlossenheit und meinem Leistungswillen…

Ich dachte, wenn ich mich nur genug anstrenge, kann ich es schaffen. Mit dem Kopf durch die Wellenwand – das kostet Kraft. Doch sie waren gute Lehrer – eine nach der anderen – Welle für Welle. Gelernt?  Nicht nur durch Selbstbehauptung und Kraft etwas ins Geschehen zu bringen. Widerstand und Selbstbehauptung aufzugeben, ist keine Niederlage, sondern eine Erfahrung, die wahre Stärke vermittelt.

 

Finde deine Vision – die Ursprünge

Egal ob Surfen, Wandern, Yoga oder andere Aktivitäten, unser Körper und die Natur bieten ein weites Feld, das uns dabei unterstützt, eigene Erkenntnisprozesse in Gang zu setzen.

Die Visionssuche, auch Vision Quest, ist ein bei vielen Völkern der Erde vorzufindendes Übergangsritual.  Von jungen Männern wurde es als Übergangsritual vollzogen, das den Abschied von der Kindheit und den Eintritt ins Erwachsenenalter markierte. Von Erwachsenen wurden Visionssuchen unternommen, um die Lösung für persönliche Fragen oder Probleme zu finden, um einen Lebensabschnitt zu beenden oder einen neuen zu beginnen oder um die Welt und ihr Leben mit neuen Augen, unter anderen Perspektiven sehen zu lernen.

Eine der bekanntesten, heute in der westlichen Gesellschaft angebotenen Visionssuchen wurde in den 1970er Jahren von dem Psychologen Dr. Steven Foster und seiner Frau Meredith Little entwickelt. Foster und Little entnahmen drei alte und weltweit vorkommende Elemente aus Stammesriten: 1. Nahrungsentzug, Alleinsein, der Wildnis ausgesetzt sein. 2. Der Teilnehmer findet Erkenntnisse durch seine Innenschau in der Tiefe seiner eigenen Psyche, er weiht sich selbst ein. 3. Die universale Grundstruktur „Ablösung – Schwellenzeit – Wiedereingliederung“ von alten Übergangsriten.

 

Sich von seinen  Ängsten befreien und die eigene Liebe finden

Doch es muss nicht unbedingt ein „klassischer“ Vision Quest mit Nahrungsentzug in der Wildnis sein. Wer in einem Seminar seinem eigenen Lebensziel näher kommen will, sollte dabei auf folgendes achten:

  •  Die Verbindung des Prozesses mit einer körperlichen Aktivität, sei es Wandern, Yoga, oder auch ungewöhnlichere Sportarten wie Wellenreiten.
  •  Arbeit mit und in der Natur, die es ermöglicht, die eigenen Sinne zu öffnen und zu uns selbst zurück zu finden.
  •  Doch am wichtigsten von allen:

Letztendlich  geht es immer um die eine Entscheidung: Angst oder Liebe:

Wenn man sich mit sich selbst auseinandersetzt, kommt man immer wieder an den Punkt zurück, sich entweder für den Weg der Angst oder den der Liebe zu entscheiden. Die Angst vor dem Prozess, seine eigene Komfortzone zu verlassen, davor zu scheitern und am allermeisten vor der eigenen Stärke und Größe, kann uns davon abhalten unser Potenzial voll zu entfalten. Doch wir helfen uns und der Welt nicht, wenn wir uns klein halten. Wenn wir uns dieser Angst bewusst sind, beginnt der Prozess und wir können uns dafür entscheiden, Vertrauen in uns und das Leben zu haben und den Mut, zu zeigen, WER und WAS wir sind. Damit geben wir anderen unwillkürlich die Erlaubnis, dasselbe zu tun. Wenn wir losgelöst sind von unserer eigenen Angst, befreien wir damit nicht nur uns selbst, sondern auch andere.

 

Weitere Informationen

Berufsvisions-Workshop und Surf-Retreat, 21.-28. September 2014, Galizien (Nordspanien)

 

 

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Über den Autor

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Seit 9 Jahren tätig in einem großen Medienkonzern in Österreich mit Hauptschwerpunkt Human Resources, Beratung, systemische Organisationsentwicklung, Coaching. Yogalehrerin. „Das Interesse an Menschen und deren persönliche Entwicklung hat meinen beruflichen Weg sehr geprägt. Ich bringe Sachen gerne (wieder) ins Fließen, und unterstütze dabei Menschen auf ihrer ganz persönlichen Reise.“

Eine Antwort

  1. Kristina

    Ich glaube, dass alle Menschen und bereits viele Kinder ihre Berufsvision haben, doch sie wäre erst dann realisierbar, wenn es Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) für alle gäbe.
    Solange Menschen von dem Hartz-4-System bedroht, genötigt und gezwungen werden jede fremdbestimmte Maßnahme und dubiose Jobs zu leisten, wird jede Berufsvision (zumindest für die meisten Menschen) eine Utopie bleiben.

    Es wäre sehr sinnvoll und produktiv für die ganze Gesellschaft, wenn jeder Mensch seiner Berufung nachgehen würde und seine Gaben im Beruf einsetzen könnte.
    Um dies zu verwirklichen muss jeder Mensch im Voraus finanziell versorgt werden und zwar nicht anders wie jede Pflanze, die im Voraus Wasser und Sonne tankt, um später ihre Früchte zu tragen (nicht umgekehrt).
    Denn es wäre undenkbar, von einer Pflanze irgendwelche Blumen oder Früchte ohne Licht und Wasser zu erwarten oder die Pflanze im Nachhinein mit Licht und Wasser zu entlohnen, so wie es bei Menschen falsch praktiziert wird (erst Arbeit dann Lohn). Auch wäre undenkbar von einer Pflanze andere Früchte zu verlangen, als ihre eigenen (z.B. Äpfel von einem Nussbaum).
    Doch von Menschen werden stets fremdbestimmte Ergebnisse verlangt, sogar
    sehr schädliche und ohne angemessene Bezahlung.
    So bekommen die meisten Menschen zu wenig Lohn und manche viel zu viel Geld,
    so dass alle verderben, ähnlich wie Pflanzen bei Mangel bzw. Überflut von Wasser oder Sonne.
    Obwohl manche „reiche“ Menschen von Zuhause aus finanziell gut versorgt sind,
    ist dies ihnen nicht immer recht und schon gar nicht bedingungslos, denn sie müssen alles erfüllen was dem Familienunternehmen nutzt (z.B. Jura- oder BWL-Studium, Firmenleitung, Lebensstil, Heirat/Erbenzeugung).

    Daher wurde längst eine Möglichkeit gefunden „Bedingungsloses Grundeinkommen“ welches jedem Menschen ermöglichen würde (ob arm oder reich) seinen Beruf selbst zu wählen, nachdem die Hauptbedürfnisse (Wohnen, Essen, Kleidung) im Voraus bezahlbar wären.

    Hier 3 BGE-Konzepte mit unterschiedlicher Finanzierungsmöglichkeit:

    http://www.wissensmanufaktur.net/plan-b
    http://www.unternimm-die-zukunft.de/de/zum-grundeinkommen/
    http://www.die-linke-grundeinkommen.de/WordPress/?p=3889

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