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Manchmal fühlt sich unser Leben an wie ein ausgetrockneter Kaugummi: hart und ohne Aroma. Nichts funktioniert oder nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben. Die Ursache oder Schuld sucht man oft im Außen, doch meist fühlen wir auch innerlich: Wir sind komplett blockiert. Die Huna-Lehre zeigt uns ­einen liebevollen und eigenverantwortlichen Weg, die Harmonie und den Lebensfluss wieder herzustellen.

Die Huna-Lehre

Die Hunalehre stammt aus dem polynesischen Raum, der Neuseeland, die polynesischen Inseln und Hawaii umfasst. Entdeckt wurde diese alte Lebensphilosophie des Glücks und der Liebe auf Hawaii, das auf ein sehr reiches spirituelles, psychologisches und kulturelles Erbe zurückblickt.

Dieses Wissen wurde von den Kahunas, den Priestern und Meisterschamanen in Polynesien, gehütet. Huna bedeutet Geheimnis oder verborgenes Wissen um die verborgene und unsichtbare Seite des Lebens. Huna beschreibt die Gesetze des Lebens und gibt Anleitung zur Selbstermächtigung. Huna zeigt uns, wie wir als Abenteurer unser Schiff selbst steuern, um glücklich in den Gewässern unseres Lebens zu fahren.

Die vier Widerstände in der Huna-Philosophie

Huna beschreibt vier Widerstände, die im Leben wirken und aus denen unsere Konflikte und Beschwerden resultieren. Diese werden durch Stress, gleichbedeutend mit zu viel Spannung, ausgelöst.

  • Erstens: Körperlicher Widerstand ist die körperliche Reaktion auf physische Spannung und Verletzungen.
  • Zweitens: Emotionaler Widerstand resultiert aus Angst und Wut.
  • Drittens: Mentaler Widerstand beschreibt unsere Kritiksucht, weil wir etwas für falsch halten,
  • Viertens: Spiritueller Widerstand besagt, dass wir uns von etwas abgetrennt haben oder uns abgetrennt fühlen. Das hawaiianische Wort für Widerstand ku‘e bedeutet genau das: sich distanzieren/abseits stehen. Es gilt diese Trennung zu überwinden und die Widerstände aufzulösen, um Heilung zu ermöglichen.

Der Psychologe und Kahunaschamane Serge Kahili King hat sieben Grundprinzipien zur Beschreibung innerer Ursachen äußeren Geschehens und als Grundsätze zur Manifestation eines glücklichen Lebens zusammengefasst. Mit diesen Prinzipien können wir unser Leben in seinen harmonischen Urzustand transformieren.

Die sieben Grundprinzipien

1)    Ike – Die Welt ist, wofür du sie hältst

Jeder träumt seinen eigenen Traum. Das Glas ist halb voll oder halb leer. Es sind unsere Gedanken, Einstellungen und Glaubenssätze, die unsere Haltung zum Leben und unsere Sicht auf die Welt bestimmen. Das, was du glaubst, wird deine Realität.

2)    Kala – Es gibt keine Grenzen

Alles ist möglich. Dieses Prinzip beruht auf dem Wissen, dass alles verbunden und die Vorstellung von Trennung und Grenzen nur eine Illusion ist.

3)    Makia – Energie folgt der ­Aufmerksamkeit

Worauf wir uns konzentrieren, das verstärkt sich. Entweder unsere Probleme und Ängste oder unsere Träume, Wünsche und Ziele.

4)    Manawa – Jetzt ist der Augenblick der Macht

Es gibt nur das Jetzt. Eine der häufigsten Blockaden besteht darin, dass wir entweder in der Vergangenheit leben oder in der Zukunft. Alte Emotionen der Wut, Traumata, Schuldgefühle oder Ängste und Befürchtungen halten uns von der Gegenwart fern.

5)    Aloha – Lieben heißt Glücklich sein mit …

Das ultimative Glücksrezept: Liebe alles in deinem Leben. Entscheide dich jetzt, glücklich zu sein. Es ist eine Illusion, wenn wir glauben, dass wir erst glücklich sein werden, wenn wir etwas erreicht haben: mehr Geld, eine Beziehung, Gesundheit.

6)    Mana – Alle Macht kommt von innen

Alle Macht, die dein Erleben erschafft, kommt aus deinem eigenen Körper, Verstand und Geist. „Ich allein trage die Verantwortung für mein Leben.“

7)    Pono – Wirksamkeit ist das Maß der Wahrheit

„Huna ist, wenn es wirkt.“ Die Wirksamkeit bemisst sich an den Resultaten im Leben.

Wirkungsvolle Hunatechniken

Blockaden sind Wegweiser. Sie zeigen uns auf, wo wir vielleicht einen Richtungswechsel vornehmen sollten und alte Konflikte und Emotionen noch gelöst werden wollen. Huna bietet viele effektive Heilungstechniken, um blockierte Energien wieder in den Fluss zu bringen.

Meditationstechniken wie der Besuch bei seinem Unterbewusstsein, den Waldweg zur Erreichung eines Zieles und das Gartentiki zur Pflege des eigenen Seelengartens sind nur einige Möglichkeiten, um weitreichende Veränderungen in seinem Leben zu erzielen.

Die Dynamind-Technik für schnelle Blockadenlösung

Die Dynamind-Technik wurde im Jahr 2000 erstmalig von Serge Kahili King öffentlich in Seminaren vorgestellt. Dynamind ist eine wirkungsvolle Heiltechnik aus einer Mischung von Wörtern, Berührung und Atemtechnik und kann mit sämtlichen anderen Heilbehandlungen kombiniert werden. Es bereitet den Körper durch Suggestion und Entspannung auf einen selbstregulierenden Heilungszustand vor und eignet sich hervorragend zur Selbstbehandlung. Körperliche Schmerzen, Ängste, Wut, Befürchtungen und unangenehme Zustände jeder Art können damit aufgelöst werden. Hier die Kurzanleitung:

  1. Wähle ein Problem und bewerte dessen Stärke auf einer Skala von eins bis zehn.
  2. Halte beide Hände vor dem Brustkorb in Rauteform (Merkel-Gestik), so dass die beiden Daumen und Zeigefinger je ein Dreieck bilden und sich beide Zeigefinger sowie beide Daumen berühren.
  3. Formuliere laut deine Beschwerde: Ich habe ein Problem mit … oder: ich habe Schmerzen im rechten Arm … und das kann sich ändern. Das Problem wird jetzt verschwinden, meine Angst löst sich auf, der Schmerz geht raus (oder ähnliches).
  4. Klopfe sieben Mal mit zwei oder drei Fingern auf:
        a.    dein Brustbein/Thymusdrüse
        b.    auf die Flächen zwischen dem Daumen und dem Zeigefinger jeder Hand, erst links, dann rechts
        c.    auf den etwas vorstehenden Wirbelknochen an deinem Genick.
  5. Halte die Hände wieder zusammen in der Rautenform vor dir. Atme tief ein und konzentriere dich dabei auf deinen Scheitelpunkt am Kopf und beim Ausatmen auf deine Füße.
  6. Nun fühle in dich hinein und bewerte erneut auf der Skala von eins bis zehn, wo dein Problem jetzt ist. Wiederhole die Übung so lange mit Pausen, bis sich eine deutliche Besserung einstellt.

Ho’oponopono – Heilung durch ­Vergebung

Eine der bekanntesten und wirkungsvollsten Heiltechniken des Huna nennt sich Ho’oponopono – Heilung durch Vergeben. Der größte Teil unserer Blockaden manifestiert sich in alten Emotionen, die mit Verletzungen, Schuld, Wut, Ängsten und Groll als negative Programme einhergehen und in uns gespeichert sind. Wir sind immer noch wütend auf unsere Eltern oder den Arbeitskollegen, waren neidisch auf Geschwister oder fühlen uns jemandem gegenüber noch schuldig. Es ist wichtig, diese Gefühle endlich zu entlassen. Sonst vergiften wir uns innerlich.

Zu allem Unglück ziehen wir durch diese alten Programme weiterhin ähnliche Erfahrungen an. Unserer Eigenverantwortung gemäß können wir uns aus diesem Dilemma befreien, um wieder in unsere Mitte zu kommen. Ho’oponopono bedeutet „wieder etwas zurechtrücken, korrigieren und vervollkommnen“.

Ho’oponopono ist ein altes magisches Ritual, das früher nur von den Kahunas angewandt wurde. Es gründet darauf, dass alles miteinander verbunden und von einer göttlichen Urquelle durchdrungen ist. Verantwortung wird in vollem Maße für sich, die eigene Wahrnehmung und das eigene Handeln übernommen. Durch Ho’oponopono entsteht wieder Harmonie. Und Harmonie führt zu Heilung, Frieden und Glück. Der Frieden liegt in mir.

Vier Sätze, die etwas bewegen

Die Kurzvariante des ursprünglich aus 12 Schritten bestehenden Zeremoniells ist für heutige Menschen kurz und einfach gehalten, aber genauso effektiv.

  1. Es tut mir leid – Ich sehe, dass du leidest. Ich akzeptiere jetzt das Destruktive in mir. Ich entschuldige mich und zeige Reue.
  2. Bitte verzeihe mir – Ich verzeihe mir meine destruktiven Persönlichkeitsanteile. Ich verzeihe mir das Hässliche in mir.
  3. Ich liebe dich – Ich liebe dich und mich. Ich liebe das Problem, das zu mir gekommen ist, um mich zu lehren und zu korrigieren. Ich liebe das Problem, das mich wieder in den Fluss des Lebens bringt.
  4. Danke – Danke für die Erkenntnis. Danke für die Transformation. Danke für das Wunder.

 


Eine Entscheidung treffen und losgehen

Bernd Schulze

Bernd Schulze

Hunaexperte Bernd Schulze ist Heilpraktiker und Schulleiter der beiden Heilpraktikerschulen Harmony Power in Berlin und Peitz im Spreewald. Viele Reisen nach ­Hawaii und eine intensive Auseinandersetzung mit dem „Aloha Spirit“ haben ­Huna zu seiner Lebensphilosophie gemacht. Mittlerweile ist die Ausbildung im Huna­schamanismus in der Heilpraktikerschule ein fester Bestandteil der Ausbildung. Ines ­Eisenbruch sprach mit ihm.

 

Was ist Huna für dich?
Huna eröffnet sich dir durch zwei „Schlüssel“ und eine Weisheit: Die beiden „Schlüssel“ sind „Aloha“, was mit „Liebe“ übersetzt wird und so viel wie „Ich bin glücklich mit dir“ bedeutet, und „Mahalo“ – Danke.

Sie beschreiben eine Lebenseinstellung des dankbaren Annehmens des Lebens und einen liebevollen Umgang mit der Umwelt.

Und die „Weisheit“ ist: „Bleib locker!“, denn in Hawaii geht man davon aus, dass alle Probleme und Krankheiten ihre Ursache in zu viel Anspannung im Körper haben.

Wie hast du durch Huna dein Leben positiv beeinflussen können?
Ein herausragendes Ereignis bei den Huna-Priestern auf Hawaii war ein Feuerlauf im Jahr 2000, der in meinem Leben viel bewirkt hat. Uns wurde gesagt: „Schau nicht auf die Glut, sonst verbrennst du dir die Füße. Schau geradeaus.“

Das wurde zu einer Metapher in meinem Leben und führte zu einer Änderung meiner Blickrichtung: Nicht auf die Probleme zu schauen, sondern auf mein Ziel! Aber eine weitere ­Erkenntnis folgte:

Die Glut vor uns sind unsere Ängste, unsere Blockaden, die uns daran hindern, eine Aufgabe zu beginnen oder einen neuen Weg einzuschlagen. Das Einzige, was mir dann hilft, ist, in einem energetisch hohen Zustand die Entscheidung zu treffen und einfach loszugehen!

 

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