SEIN-Online-Redakteurin Lena Grabowski beschreibt ihre Auseinandersetzung mit der  Borreliose – und das Geschenk eines darin enthaltenen wichtigen Entwicklungsschrittes.

Seit Jahren erinnere ich mich immer wieder an einen Traum, den ich in einer Nacht im Jahr 2004 erlebte. So, als hätte ich ihn letzte Nacht erst geträumt. Ein Traum mit Symbolkraft und Wegweisung für mein Leben, der sich mir vor allem in diesem Jahr noch tiefer erschloss. Orientierungslos stand ich in einer urigen, wilden Heidelandschaft. Es gab keinen sichtbaren Weg. Aus dem Nichts tauchte eine kleine, verwilderte und stämmige Frau auf. Sie hatte zerzauste Haare und trug zerrissene Kleidung. Barfuß und verdreckt von Kopf bis Fuß. Ich solle ihr folgen. Ich weiß noch heute, wie unbehaglich ich mich fühlte. Sie entsprach nicht annähernd meinem (damaligen) Frauenbild. In meinen Augen war sie verdammt hässlich. Und ich schämte mich im Traum dafür, dass ich sie für ihr Aussehen so ablehnte.

Denn instinktiv wusste ich, dass sie wirklich ein Wegweiser für mich sein würde. Ich wusste nicht, wohin wir gingen. Ich wusste nur, dass ich ihr folgen musste. Und diesem Instinkt bin ich heute noch dankbar. Trittsicher und zielstrebig ging die kleine, wilde Frau voraus. Sie bahnte uns einen Weg durch die Wildnis. Wortlos stiefelten wir miteinander durch das Dickicht. Was mir blieb, waren die Geräusche der Natur und mein innerer Dialog, der sich damit beschäftigte, wohin das alles führen und was ich erleben würde. Die wüste Heidelandschaft verwandelte sich in eine steile Gebirgslandschaft, der Weg wurde mühsamer. Ich stolperte oft und stürzte, stellenweise hasste ich sogar diese Wanderung ins Ungewisse.

An einer steilen Stelle am Berg drehte sich die schmutzige, zerzauste Figur abrupt um. Dunkle, funkelnde Augen, die eine tiefe Entschlossenheit und Wildheit ausstrahlten, schauten mich an. Sie sagte, ich müsse jetzt alleine weitergehen. Und so plötzlich, wie sie auftauchte, war sie auch wieder verschwunden. Mir blieb ein Stich in die Magengrube und mein nackter Instinkt, irgendwie überleben zu wollen und weiterzukommen. Umzukehren machte keinen Sinn. Und so kletterte ich weiter hinauf. Zog mich an Gräsern, Wurzeln und Steinvorsprüngen hoch oder schob mich mit meinen mittlerweile nackten Füßen die steile Berglandschaft hinauf. Urplötzlich tauchte ein Plateau auf, eine Ebene aus Stein. Mit letzter Kraft drückte ich mich hinauf. Mittlerweile sah ich bereits aus wie die Frau: zerrissene Klamotten, müde, dreckig. Ich erblickte auf der Ebene unzählige, den Moais der Osterinseln ähnliche Steinstatuen. Sie tanzten. Einige blickten mich an, andere schauten in die Ferne. Ich setze mich zu den riesigen Steinstatuen und blickte über die Wildnis hinweg, und ein tiefes Gefühl von Lebendigkeit und Stille zugleich ergriff mich. Dann wachte ich auf und mein Alltag rief.

Archaische Spuren

Dieser Traum hat Spuren in mir hinterlassen. Er taucht in regelmäßigen Abständen in meinem Tagesbewusstsein auf und zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben. Die kleine wilde Frau habe ich in der Zwischenzeit immer besser kennen und zuweilen auch schätzen gelernt. Sie lebt in mir. Noch heute, wenn Erfahrungen etwas Überwältigendes und nahezu Schmerzliches haben und Weltbilder und Methoden im Umgang damit versagen, dann begegne ich ihr. Dieser Wildfrau. Dann ist mein Gespür gefragt. Mein Instinkt. Meine Sinne. Etwas Archaisches wird berührt, und dann fühlt es sich manchmal an wie Impulse aus meinem Reptiliengehirn. Angreifen, wehren, kämpfen, sich zurückziehen, starr werden, verstecken, weggehen. Das Ereignis abschütteln. Weiterleben und zurückkehren. Wie ein Tier in freier Wildbahn. Basal, unverstellt und undogmatisch. Und menschlich zugleich. Die wilde Natur (im Innen wie im Außen) ist eine zeitlose Lehrerin für mich. Unberechenbar, frei und lebendig – und befriedend zugleich. Ein für mich immer noch unfassbares Ereignis hat vor rund 4,5 Milliarden Jahren dazu geführt, dass hier Leben möglich ist, und regt seither dynamische Evolutionsprozesse an. Endlos viele Stadien hat der Planet durchlaufen, mit massiven Zerstörungen und Neubildungsprozessen. Immer wieder starben ganze Welten, Pflanzen und Tiere, neue wurden geschaffen. Auch die menschliche Entwicklungsgeschichte ist Teil dieses gigantischen Evolutionsprozesses. Mittlerweile wohnen mehr als 7,5 Milliarden Menschen auf unserer Erde. Wir alle sind kurzweilige „Gäste“ hier. Und in dieser Zeitspanne bahnt sich jeder von uns einen Weg durch eine wilde Landschaft: das (eigene) Leben.

Das Geschenk der Natur

Seit meiner Kindheit verbringe ich viel Zeit in der Natur. Sie hat mir damals nicht nur viele Spiel- und Entdeckungsmöglichkeiten geschenkt, sondern auch Kraft, Durchhaltevermögen und Zuwendung für alles, was in meinem kindlichen und jugendlichen Leben an Herausforderungen zu bewältigen war. Was mich die wilde Natur lehrt, ist nicht einfach in Worte zu fassen. Denn es ist so viel mehr als nur Schönheit und Buntheit: Rhythmus und Bewegung. Durchhaltevermögen und Beharrlichkeit. Ruhe und Gelassenheit. Vertrauen und Demut. Ich verbringe nicht nur privat viel Zeit in der Wildnis, sondern auch beruflich, denn ich arbeite therapeutisch mit Gruppen in der Natur.

Und warum gerade die wilde Natur einen so großen Wert für mich hat und wie sie meine Entwicklung vorantreibt, davon möchte ich ein wenig erzählen. Denn unter einem wilden Stern begann auch das Jahr 2019. Die ersten interessanten Worte diesbezüglich entrannen zu Jahresbeginn einem Philosophen und Zen-Praktiker, den ich zufällig kennenlernte und mit dem ich in Kreuzberg einen Kaffee trank: „Dein archaisches Wesen macht mir Angst. Das ist so tief und unkontrollierbar.“ Obwohl ich erstmal kein Interesse daran habe, in anderen Menschen Angst auszulösen, freute ich mich. Es war ein echtes Kompliment. Denn genau das ist es, was meinen Weg als Mensch und als Frau ausmacht: mein eigenes Inneres kennen und erobern zu lernen, mit allem, was dazugehört. Und dazu gehören nunmal auch die wilden Kräfte in mir.

Im Frühling diesen Jahres wurde mein persönlicher Evolutionsprozess durch einen Zeckenbiss vorangetrieben. Nach 39 Jahren Aufenthalt im freier Wildbahn habe ich mir zum ersten Mal in meinem Leben – während eines Wildnis-Workshops am Tornowsee – einen Zeckenbiss zugezogen. (Dass sich der Leiter des Wildnisworkshops als zweiter „Zeckenbiss“ herausstellte, das sollte ich erst sehr viel später herausfinden.) Als die ersten Borreliosesymptome auftauchten, sagte ich zu meinem Homöopathen, dass es unterm Strich einfach nur eine Erfahrung sei. Ein Zeckenbiss eben. Nicht mehr und nicht weniger. Doch dann wurde aus diesem Zeckenbiss eine weitreichendere Erfahrung. Eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit mir selbst und dem Leben, wovon ich noch erzählen werde.

Erstmal versuchte ich, die Borreliose „von außen zu behandeln“ und griff dabei auf mein Wissen aus der Heilpraktiker-Schulzeit zurück. Nichts war wirksam, vor allem nicht in dem Tempo, wie ich das wollte. Und so begann ich mich intensiver mit der Borreliose und dem Thema „Zecken“ zu beschäftigen.

Blutsauger, um zu überleben

Die Zecke beißt zu. Sie saugt Blut. Im blödesten Fall hinterlässt sie einen bakteriellen Abdruck, der je nach Immunstabilität mehr oder weniger gut bewältigt wird. Sie lebt im Unterholz, im Gestrüpp bzw. im Gras. Meist bemerken wir sie nicht einmal, selbst wenn sie bereits an uns hochkrabbelt, um sich dann irgendwo festzusaugen. In der ganzheitsmedizinischen Betrachtung wird bei diesem Prozess von einem aggressiven Akt gesprochen. Viele Menschen empfinden Zeckenbisse als „hinterhältigen“ Angriff aus dem Nichts. Nicht nur das eigene Blut hat man ungefragt geopfert, schlimmstenfalls trägt man die bakteriellen Konsequenzen. Auf der biologischen Ebene greift ein überlebenswichtiger Mechanismus, das Immunsystem versucht den Angriff abzuwehren, die Lage zu bewältigen und neu auszuhandeln. Die Bissstelle zeigt sich als roter Fleck und breitet sich im Verlauf unter Abnahme der Farbintensität als Wanderröte aus.

Die entzündlichen Symptome auf der Haut arbeiten wie ein oberflächlicher Krieg, der nach einer Inkubationszeit tiefer in den Körper eindringt und dort zu einem echten inneren Krieg wird. Neben Erschöpfung, Magen- und Darmbeschwerden, Muskel-, Gelenk- und Kopfschmerzen, Fieber, Lymphknotenschwellungen und vielem mehr greifen Borrelien gerne das Nervensystem an und sorgen dort für Nervenschmerzen und andere massive neurologische Symptome. Man ist bis(s) auf den Nerv getroffen! Das eigene System ist lahmgelegt. Doch neben der Angst vor der Erkrankung und der immensen Wut auf die Zecke erhielt ich durch die Beschäftigung mit dem Thema „Zecke“ auch noch einen anderen Blickwinkel auf das Geschehen. Die Zecke selbst will einfach sich und ihre Art erhalten. Sie sucht sich einen Wirt, um selbst zu überleben – und da steckt nichts Bösartiges dahinter.

In der Nahrungskette dient sie wiederum Vögeln, Fröschen und anderen Tieren als Nahrungsquelle. Damit erhält sie auch andere Tierarten am Leben. Diese Sichtweise verhalf mir schließlich zu einem einfachen und schlichten Umgang mit dem Zeckenbiss und der Erkrankung. Eine Zecke, ein Biss – nicht mehr und nicht weniger.

Ich kann das Leben nicht kontrollieren

Auf einer tieferen Ebene berührt das Ereignis jedoch Themen wie Unberechenbarkeit und Unkontrollierbarkeit. Der Biss erinnert mich daran, wie verletzbar ich als Mensch bin. Etwas geschieht ganz unvermittelt, ich muss damit umgehen, darauf reagieren. Werde es nicht los und kann es zunächst nicht ändern. Sondern erstmal nur fühlen, was es mit mir macht. Und das alles nur wegen einer einzigen Scheiß-Zecke. Es hätte doch wenigstens bitteschön „nur ein Zeckenbiss“ bleiben können. Doch da ich zeitgleich in anderen Lebensbereichen spannende Erfahrungen machte, die dem Zeckenbiss und der Borreliosedynamik so ähnlich waren, folgte ich meinem Instinkt. Und ging auf eine Forschungsreise in meine innere Wildnis. Ein durchaus sinnvolles Unterfangen, denn auch in anderen Lebensbereichen war ich vor Fragen gestellt, die der Zeckenbiss in mir berührte. Warum passiert mir das? Warum jetzt? Und vor allem: Warum ich?

In der Nacht vor dem Zeckenbiss träumte ich spannenderweise davon, mir eine festgesaugte Zecke aus dem rechten Oberschenkel herauszudrehen. Am nächsten Tag fand ich diese Zecke ganz real weiter unten an meinem rechten Bein. Reingefressen. Ich war entsetzt. Meine anderen Lebenserfahrungen waren ähnlich herausfordernd und warfen weitere Fragen in mir auf: Warum behält ein Scheiß-Ausbildungsleiter mein bereits vollständig überwiesenes Geld zurück, wenn ich auf Basis seiner AGBs Kündigungsrecht habe – und in Zeiten massiver gesundheitlicher Beeinträchtigung davon Gebrauch mache? Wie kommt ein angeblich sozialer und ganzheitlicher Ausbildungsleiter für Wildnispädagogik dazu, mir ins Gesicht zu sagen, eine Borreliose und eine unter anderem dadurch bedingte Risikoschwangerschaft sei kein Kündigungsgrund seiner Ausbildung? What? Und weshalb ist ein Steuerberater nicht haftbar, wenn durch seine fucking Fehlkalkulationen für mich Nachzahlungen ans Finanzamt entstehen?

Ein Fehler, für den ich nicht mal etwas kann und für den ich doch im Frühjahr zahlen musste. Warum lässt es das Finanzamt nicht zu, dass ein ersichtlicher Fehler korrigiert wird? Die Fragen gingen weiter: Warum muss ich für Unvollkommenheiten anderer haften? Und allem voran die Frage: Weshalb begebe ich mich in diese elendigen Situationen?

Das Aufbrechen der Urkraft Wut

Das Thema drängte sich immer mehr auf. Meine Freunde und Bekannten platzten schon vor Wut, nachdem ich ihnen von all den Situationen erzählt hatte, da drangen endlich die ersten Emotionen in Form von zunehmender Frustration und Hadern an die Oberfläche. Aus „äußeren Fragen“ wurden immer mehr innere Bewegungen. Wie angreifbar oder sicher ist mein Leben? Warum geht mir das Leben so tief an die Substanz? Was ist mit meinen Grenzen? Wo genau ziehe ich sie – und warum interessiert das kein Schwein? Ein ganzheitlicher Umgang mit der Borrelioseerkrankung fordert Geduld und Durchhaltevermögen. Und den Mut, sich mit sich selbst und seinem Leben auseinanderzusetzen.

Ausgehend von ursprünglichen Gefühlen der Hilflosigkeit und des „Ausgeliefert-Seins“ konnte sich im Laufe des Sommers endlich eine tiefe Wut und Aggression in mir befreien. Ich setzte mich intensiv mit meinen inneren Kräften auseinander: Wut, Aggression, Kriegsbereitschaft. Was für jemanden wie mich, der sonst auf Gewaltfreie Kommunikation, Achtsamkeitspraxis und all diese Dinge steht, nicht nur ein Befreiungsschlag war, sondern mir auch bewusst machte: Solange ich diesen Kräften in mir nicht hundertprozentig Raum gebe, wird immer irgendwas passieren und mich ohnmächtig verzweifeln lassen. Die wilde, kleine Frau mit ihren dunklen, mystischen Augen kam mir wieder in den Sinn. Ihre Entschlossenheit. Ihre Wildheit. Ihre Stärke. Eine alte, lang aufgestaute Wut bahnte sich einen Weg durch meine Zellen hindurch in mein Bewusstsein – und wollte raus aus meinem Körper.

Nach außen gehen, dem Leben noch mehr die Stirn bieten. Mich bei Ungerechtigkeit wehren. Mein „Maul“ aufreißen, anstatt gut konditioniert auf einer Metaebene immer nur achtsam mit allem umzugehen. Ich fühlte mich phasenweise wie ein Tier, dessen Leben bedroht wird. Eins, das auf natürliche Weise sein eigenes Leben schützen will. Und nicht nur das: Ich spürte auch eine Befreiung von einem übersteigerten Schuld- und Verantwortungsgefühl. Die anderen waren für einen Moment unwichtig, und endlich war nur eins wichtig: mein eigenes Leben. Diesen Prozess in all seiner Intensität zu erleben, war für mich sehr heilsam. Ich spüre seither mehr Selbstvertrauen in mich und in meine Lebenskraft. Und es erwächst ein Gefühl, meinen eigenen Lebensraum vollständig, hundertprozentig verantworten zu wollen und zu können – und wach und aufmerksam darin zu sein.

Borelliose – Heilsame Veränderungen

Auch die Borellioseerkrankung geht jetzt in eine heilsame, symptomlindernde Richtung. In der Auseinandersetzung mit meinen inneren Themen ließ sich auch sie besser begleiten. Nicht zuletzt habe ich wieder etwas über meine menschliche Verletzbarkeit gelernt. Und meine innere Stärke. Das alltägliche Leben (Zeckenbisse, Finanzämter, narzisstische Ausbildungsleiter, Rechtsstreits und andere Nervensägen) hatte eben „zugebissen“ und mich darin unterstützt, dem Plateau in meinem Traum ein bisschen näher zu kommen. Ich habe mich tapfer auf eine Reise nach innen begeben und gehe nun mit mehr Selbstvertrauen, Eigenverantwortung und der Fähigkeit, noch klarere Grenzen zu setzen, weiter durch mein Leben. Ich fühle mich nun viel lebendiger. Der Zecke sei Dank!

Und die Natur bleibt auch weiterhin eine weise Lehrerin für mich. Während ich dies schreibe, ist es bereits September, der Erntemonat des Jahres. Etwas müde von den Kämpfen der letzten Monate spüre ich dennoch neue Lebenskräfte in mir und beobachte echte Veränderungen in meinem alltäglichen Leben. Ich habe neue und wache Menschen kennengelernt, die mein Leben echt bereichern, erlebe wirklich positive berufliche Veränderungen und auch meine Beziehungen vertiefen sich. Rüdiger Dahlke schreibt in seiner ganzheitsmedizinischen Abhandlung über die Lyme-Borreliose, dass sie dem Wesen eines „Stirb und Werde“-Prozesses folgt. Die Auseinandersetzung mit Themen wie Wut, Krieg, heuchlerischem Frieden, Aggression, Autoaggression und allen an immunologischen Konflikten beteiligten Kräften ist dabei unumgänglich.

Die große Chance liegt seiner Meinung nach darin, nach einer ehrlichen Auseinandersetzung mit eigenen inneren Schattenthemen „wie ein Phönix aus der Asche endlich aufund zu neuen Höhen emporzusteigen“. An manchen Tagen fühle ich mich so, als wäre ich emporgestiegen. Dann sitze ich für einen Moment neben den Moais und blicke in die Ferne, betrachte meinen Weg bis zum heutigen Augenblick. Spüre nochmal intensiv mein Stolpern und Scheitern, das mein Leben so kostbar macht. Vermeintliche Umwege lassen plötzlich Reifeprozesse aufleuchten. Ich blicke auf Schmerzliches und auch auf viel Erfreuliches. Und vieles davon war unvorhergesehen. Mein Weg durch mein „wildes Leben“ ist noch nicht zu Ende, und ich freue mich, dass meine persönliche Heldenreise immer weitergeht.

Ich habe in diesem Jahr nochmals gelernt, dass ich in meiner Menschlichkeit immer ein wenig verletzbar sein werde. Und doch gibt es eine tiefe Lebendigkeit in mir, die mich immer wieder aufstehen und weitergehen lassen wird. Ich bleibe dabei, einen großen Teil meines Lebens in der Natur zu verbringen. Und weiterhin von ihr zu lernen. Es gibt nichts Schöneres als das Eintauchen in Morgen- und Abenddämmerungen draußen in der Natur – hier fühle ich mich mit dem Leben an sich und dem natürlichen Geschehen der freien und lebendigen Wildnis tief verbunden.

Author: Oliver Bartsch

Über den Autor

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Lena Grabowski ist als Dozentin und Referentin für humanistische Psychotherapieverfahren tätig und bildet soziale, psychologische und medizinische Berufsgruppen fort, unter anderem in Naturpädagogik und Naturtherapie. Als Traumatherapeutin arbeitet sie bevorzugt mit Kindern und Frauen und bezieht die innere und die umgebende Natur in die Prozessarbeit mit ein.

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