Unser Lebenslauf ist das Produkt zweier Faktoren, nämlich der Reihe der Begebenheiten und der Reihe unserer Entschlüsse. Der letztere Faktor ist unser bewusstes, der erstere unser unbewusstes Werk.
(Arthur Schopenhauer)

Zum großen Teil gestalten wir unser Leben selber. Wir selber gestalten es, indem wir auf Grund unserer Gedanken und Gefühle „gewünschte“ Resultate schaffen. Da wir uns meistens unserer Schöpfungskraft nicht bewusst sind, ergeben sich Umstände, die weit von dem entfernt sind, was wir uns in der Tiefe unseres Herzens wünschen.

Wenn wir unser bisheriges Leben unter die Lupe nehmen, dann sehen wir, dass sich ganz oft dann etwas Wesentliches veränderte, wenn es soviel Leid gab, dass wir es nicht mehr ertragen konnten.
Dies sind dann auch Lebenssituationen, in denen wir zu einem Gott beten, den Buddha anrufen oder die Schöpfungskraft oder unser höheres Bewusstsein um Hilfe bitten. Meistens entspannt sich die Situation dann auch. Der Grund dafür ist, dass wir als Bittende unsere alten Denk- und Gefühlsmuster kurzfristig aufgeben. Die Schwingungsfrequenz unseres Körpers ändert sich, und dadurch können wir eine andere Realität kreieren und erleben.
Bis wir wirklich verstanden haben, dass wir durch unser eigenes Denken und Fühlen unsere Realität kreieren und uns unglücklich machen oder sogar schaden, werden wir immer gleichartige Situationen für uns selbst schaffen.

Wir Menschen informieren uns selber durch alles, was wir wahrnehmen und erleben, und durch unsere eigenen Interpretationen, unser eigenes Denken und Fühlen. Leider ist unser Bewusstsein ganz oft nicht eingeschaltet, wir haben nicht wirklich eine Präsenz im Hier und Jetzt.
Das denkende und fühlende Wesen in uns, unser eigenes Unterbewusstsein, ist eigentlich gedacht als „Diener“ des bewussten Menschen. Ganz oft jedoch ist es so, dass dieses kohärente System von Denken, Fühlen und Handeln uns leitet. Unsere Ego-Persönlichkeit mit ihren automatischen Gedanken und reaktiven Gefühlen ist bestimmend. Wir verpassen es, unseren bewussten Geist einzubringen.

Um in eine andere Schwingungsfrequenz zu kommen, ist es nötig die Identifikation mit den Gefühlen und dem automatischen Denken unseres Egos los zu lassen, um uns dem Gefühl unseres Herzens, nämlich der bedingungslosen Liebe zuzuwenden und damit die Kraft des Bewusstseins im Hier und Jetzt als das Bestimmende in unserem Leben zuzulassen.
Es bedeutet nicht, die Gefühle und Gedanken zu verdrängen. Die Gefühle und Gedanken haben schon eine Botschaft und wir als bewusste Menschen müssen damit umgehen, die Botschaften verstehen und weise und liebevolle Richtungen einschlagen.

Die Gefühle, die wir Menschen erfahren, die Liebe, die Angst, die Frustration, die Traurigkeit können wir auch als Energie betrachten. Wir sind jeden Tag imstande, Gefühle in uns zu erzeugen und wahr zu nehmen. Die Gefühle sind ein Ausdruck unseres Egos, das entweder glücklich, verängstigt, verzweifelt oder frustriert ist. Sie werden hervorgerufen durch die Art wie wir leben, was in unserem Leben passiert und durch unsere Interpretationen der Realität.

Wir brauchen sowohl eine Entscheidung, die Liebe in uns selber zu finden, als auch eine Entscheidung, uns selbst zu befreien von unserem Ballast, unseren negativen Gedanken und Gefühlsenergien, natürlich auch oder vor allem von negativen Handlungen.
Das Wichtigste sind Einsicht und Entscheidung.

Wenn Du dich entschieden hast, dein Leben zu ändern, dann ist hier ein Weg.
Dein Ego, dieses System von Denken und Fühlen, ist ein Wesen, nicht ein Ding. Um dieses Wesen zu beruhigen und dazu zu bringen, der geniale Helfer in unserem Leben zu sein, müssen wir eine echte Beziehung zu diesem Wesen aufbauen, so wie zu einem geliebten Menschen. Wir müssen uns daran gewöhnen, diesem Wesen Aufmerksamkeit zu geben, es zu betreuen, zu befragen, zu lieben und zu leiten. Natürlich muss unser Ego weg aus der leitenden Lebensposition, nur braucht man es nicht wegzuschmeißen, man muss es liebevoll in den Arm nehmen und erziehen. Dazu brauchst Du als Mensch viel Weisheit und vielleicht sogar jemanden, der Dich eine Zeit lang coacht, um diesen Erziehungsprozess optimal laufen zu lassen.

Vielleicht magst Du Folgendes mal probieren:
Nimm Dir eine Woche lang die Zeit, jeden Tag einen Stimmungsbericht von Deinem Ego zu holen. Mache dies schriftlich. Stelle Deinem fühlenden und denkenden Wesen jeden Tag die gleiche Frage „Wie geht es Dir? “ und „ Hast Du Schwierigkeiten? „
Wenn Du Dir echt die Zeit nimmst und Dein fühlendes und denkendes Wesen, Dein Ego so richtig los schreiben lässt, wirst Du sehen, dass Du viel mehr Information kriegst als wenn du deine Gedanken, die sehr flüchtig sind nur beobachtest.
Nun, zu dieser Information brauchst Du auch täglich eine bewusste Stellungnahme. Dazu benötigst Du wirkliche Präsenz.
Nimm Dir Meditationszeit, nachdem Du geschrieben hast, beobachte Deinen Atem, mache Om-Chanting, gehe spazieren mit vollem Bewusstsein, tanze, arbeite, singe, mache was immer Du gut findest, um Deine Präsenz im Hier und Jetzt zu steigern.
Unser bewusstes Wesen funktioniert nur im Hier und Jetzt, es ist die volle Wachsamkeit, der Beobachter in uns, der eigentliche Kapitän auf unserem Schiff.

Wenn Du das Gefühl hast, wirklich präsent zu sein, dann nimm das von Dir Geschriebene und setze dich ganz bequem und in aller Ruhe hin. Lies, was da steht, als ob Du es zum ersten Mal liest. Versuche dieses Ego-Wesen wirklich zu verstehen, zu ergründen.
Dann nimmst Du ein paar tiefe Atemzüge und gibst diesem Wesen einen Rat, der gegründet ist auf bedingungslose Liebe und totaler Intelligenz Dir selbst gegenüber.
Dieses Wesen, das Du bist, braucht es, mit bedingungsloser Liebe und Weisheit geführt zu werden. Wenn Du es nicht tust, wer tut es dann?
Schreibe einen Rat, den Du einem geliebten Kind geben würdest.
Wenn Du Dich inspirieren lässt von bedingungsloser Liebe und Weisheit, wirst Du Dir selbst sicherlich helfen können, wieder ins Licht zu kommen.
Zum Schluss dieser Schreibanalyse, richte Dich mit einer Bitte, einem Gebet an Gott, Dein höheres Bewusstsein, Deine Buddhanatur, an den göttlichen Geist, an die Schöpfungskraft. Schreibe ausführlich, womit Du zur Zeit Hilfe oder neue Inspiration brauchst.

Wenn Du dies eine Woche lang getan hast, wirst Du eine gute Ahnung davon haben, was Dein fühlendes Wesen belastet und dieses Wesen, Dein Ego, wird sich gesehen fühlen.
Wenn genügend Vertrauen entsteht, wirst es auch bereit sein, Deine weniger netten Seiten unter die Lupe zu nehmen, wie z.B. Groll, Neid, Frustration, Gekränktheit, Eifersucht etc. Es sind genau diese negativen instinktivartigen Gefühle in Kombination mit negativen Gedanken-Strukturen, die immer wieder für Elend im Leben sorgen. Natürlich ist es nicht leicht, ein wirklich bewusster Mensch zu werden, natürlich ist es schwierig, das Unterbewusstsein aus seiner leitenden Position zu holen, natürlich ist es schwierig. alte eingefahrene Verhaltensweisen zu ändern.
Wenn Du jedoch verstehst, dass wir durch unser Denken Glaubenssysteme kreieren, die unsere Realität gestalten, dann wirst Du vielleicht mit Freude Deinem Ego zur Seite stehen, es langsam aber sicher kennen lernen, und ihm helfen, seine dunklen Seiten wahrzunehmen und schließlich aufzugeben.
Wenn Du den Wunsch hast, Deine Schattenseiten kennen zu lernen und aufzugeben, öffnest Du den Weg zur Befreiung von Depression und anderen negativen Gemütszuständen. Es ist ein selbst gewählter Weg zu wahrer Lebensfreude, zum Einklang mit dem Göttlichen.
Viel Erfolg und eine gute Zeit!

Kontakt:
Mariet Wijnen
Seminarleiterin und Coach
www.stressworkout.de
wijnen(at)snafu.de

 

 

 



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