© Bastian Riccardi auf PixabayZuhören. Eine unterschätzte Superkraft 22. August 2025 1 Kommentar von Saskia John „Hörst du mir eigentlich richtig zu?“ – Kommt dir dieser Satz bekannt vor? Hand aufs Herz – wie oft hast du dir schon gewünscht, dass dir einfach jemand zuhört, dich ausreden lässt, dir Raum gibt, dich ernst nimmt und du dir Ballast von der Seele reden kannst? In unserer lauten Welt gibt es eine Fähigkeit, die oft übersehene wird – und die doch Brücken bauen, heilen und verwandeln kann: das achtsame Zuhören. Es geht dabei um mehr als nur das Aufnehmen von Worten. Es ist eine Kunst – fast schon eine Superkraft –, die Herzen öffnet und tiefe Verbindung möglich macht. Der Wunsch nach echtem Gehörtwerden Tief in uns schlummert die Sehnsucht, wirklich gehört zu werden – ein grundlegendes menschliches Bedürfnis, das oft im Alltag übergangen wird. Und doch verändert es alles, wenn diesem Bedürfnis Raum gegeben wird. 🌟 Ein Raum ohne Unterbrechungen Stell dir einen Ort vor, an dem deine Gedanken frei fließen können. Kein Dazwischenreden, kein Drängen. Nur das ruhige, geduldige Dasein eines Menschen, der dich ausreden lässt. Ein Raum für den ungehinderten Fluss deiner Worte. 🌟 Keine vorschnellen Lösungsvorschläge Manchmal brauchen wir nur ein offenes Ohr. Keinen Problemlöser. Wenn jemand zuhört, ohne sofort zu antworten oder Ratschläge zu erteilen, fühlen wir uns verstanden und wertgeschätzt. 🌟 Freiheit von Bewertung und Verbesserung Wie befreiend ist es, sich ausdrücken zu können, ohne Angst vor Kritik oder Korrektur. In einem urteilsfreien Raum kommen wir unserer Essenz ein Stück näher. 🌟 Unzensierte Gedanken Hier darf alles Platz haben – die sanften Töne, die Ecken und Kanten. Worte, die roh und echt bleiben dürfen, ohne Beschönigung oder Filter. Einfach so, wie du bist. In solch einem Raum des echten Zuhörens kann Heilung geschehen. Wir fühlen uns gesehen, verstanden und angenommen. Es ist ein Geschenk, das wir uns gegenseitig machen können – eine Kunst, die Beziehungen vertieft und inneres Wachstum fördert. In einem solchen Raum des Zuhörens kann Heilung geschehen. Wir fühlen uns gesehen, verstanden, angenommen. Es ist ein Geschenk, das wir uns gegenseitig machen – eine Kunst, die Nähe schafft und inneres Wachstum nährt. Vielleicht erinnerst du dich an einen Moment, in dem du dich so gehört gefühlt hast. Oder an eine Begegnung, in der du jemandem genau diesen Raum geschenkt hast. Die Essenz des wahren Zuhörens – und des Zuhörers dahinter Echtes Zuhören beginnt in uns selbst – mit innerer Stille. Es bedeutet: 🌿 Nicht sofort zu wissen – sondern offen zu bleiben. 🌿 Keine vorschnellen Antworten zu formen – sondern den Raum weit zu lassen. 🌿 Sich selbst zurückzunehmen – um dem anderen ganz zu begegnen. 🌿 Ganz beim Gegenüber zu sein – mit Präsenz und Herz. Es ist ein Geschenk der Aufmerksamkeit, das sagt: „Du bist mir wichtig. Was dich bewegt, zählt. Ich bin hier – für dich.“ Achtsames Zuhören kann Brücken schlagen, wo Worte allein nicht reichen. Es überwindet Distanz, schafft Nähe und schenkt dem Sprechenden einen sicheren Raum, in dem Loslassen möglich wird. Wenn du tiefer eintauchen möchtest: Mein Video „Die Kraft des Zuhörens“ findest du hier. 💡 Achtsames Zuhören – Ein Geschenk an unsere Kinder Schon in der Kindheit legen wir den Grundstein für gesunde Kommunikation und tragfähige Beziehungen. Wenn wir Kindern aktiv und achtsam zuhören, schenken wir ihnen weit mehr als unsere Aufmerksamkeit: Wir öffnen einen sicheren Raum, in dem sie sich frei und unbefangen ausdrücken können. Ob ein Kind von seinem Schultag erzählt oder seine Fantasiewelt mit uns teilt – jeder Moment des Zuhörens ist kostbar. Dabei zählt nicht nur was wir hören, sondern vor allem wie wir zuhören. Unsere Körpersprache, unser Gesichtsausdruck, unsere kleinen Reaktionen – all das spricht oft lauter als Worte. Ein aufmerksames Nicken. – Ein interessierter Blick. – Ein ruhiges, präsentes Dasein. – Diese Signale vermitteln einem Kind: „Du bist wichtig. Deine Gedanken und Gefühle sind wertvoll.“ Und wenn das wirklich aus dem Herzen kommt – nicht nur als gut gemeinte Geste – dann spürt es das Kind. Es kommt an. – Das Gegenteil kann ebenso wirken: Augenrollen, verschränkte Arme, abgewandter Blick – diese Gesten interpretiert das Kind oft als Ablehnung oder Desinteresse. Durch achtsames Zuhören stärken wir nicht nur das Selbstvertrauen unserer Kinder. Wir legen auch den Grundstein dafür, dass sie selbst einmal zuhören können – mit Offenheit, Einfühlungsvermögen und Respekt. Podcast 🎧 Zuhören, wirken lassen, reflektieren, Sein… Oft ist die Zeit in unserem Alltag knapp und fürs Lesen bleibt wenig Raum. Daher vermittle ich mein Wissen auch gerne über meinen Podcast. So kannst du die Anregungen, die ich mit dir und der Welt teile, nicht nur lesen, sondern auch hören. Du kannst alle Episoden z. B. auf Spotify und Apple Podcasts anhören. Erstveröffentlichung auf: saskiajohn.de Eine Antwort Mayakarina 3. September 2025 Unwissenheit oder die Eitelkeit des Gutmenschen Möchte denn nicht jeder in der Dualität des Seins verstanden, gesehen, gehört, wertgeschätzt werden? Therapeuten, Heilpraktiker, Ärzte, Ministerpräsidenten, Arbeiter, Angestellte, Chefs, Redakteure, die Putzfrau usw. Ist es denn nicht das ängstliche Kind in jedem von uns das durch die unbewusst angenommene Ur-Trennung „Ich-der Körper“ von Anfang an durch oft unbewusste Todesangst verletzt und süchtig nach Bestätigung ist? Das offene Ohr des anderen löst das Angst-Problem nicht, das sich im Gedankenfluss verbirgt. Das ist die Unwissenheit des unbewussten Ich-Menschen. Der Wunsch von anderen, verstanden, gehört oder gesehen zu werden ist ein unbewusster Glaubenssatz. Ohne dieses Wissen und das Wissen um die Umkehr stärkt und erhält sich das Ego-Ich, das aus Angst besteht. Mit dem Herzen hören kann nur jeder selbst, zum Beispiel mit der Frage: „kann ich wirklich wissen, dass das wahr ist, was ich denke“? Diese mindestens seit Sokrates bekannte Praxis weckt die Weisheit des am erwachenden Bewusstseins. Diese Selbstverantwortung aufzubringen, ist heilsam. Es ist vollkommen anders, als Mitgefühl, Verständnis oder Empathie zu imitieren Mayakarina Antworten Hinterlasse einen öffentlichen Kommentar Antwort abbrechenDeine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.KommentarName* E-Mail* Meinen Namen, meine E-Mail-Adresse und meine Website in diesem Browser für die nächste Kommentierung speichern. 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Mayakarina 3. September 2025 Unwissenheit oder die Eitelkeit des Gutmenschen Möchte denn nicht jeder in der Dualität des Seins verstanden, gesehen, gehört, wertgeschätzt werden? Therapeuten, Heilpraktiker, Ärzte, Ministerpräsidenten, Arbeiter, Angestellte, Chefs, Redakteure, die Putzfrau usw. Ist es denn nicht das ängstliche Kind in jedem von uns das durch die unbewusst angenommene Ur-Trennung „Ich-der Körper“ von Anfang an durch oft unbewusste Todesangst verletzt und süchtig nach Bestätigung ist? Das offene Ohr des anderen löst das Angst-Problem nicht, das sich im Gedankenfluss verbirgt. Das ist die Unwissenheit des unbewussten Ich-Menschen. Der Wunsch von anderen, verstanden, gehört oder gesehen zu werden ist ein unbewusster Glaubenssatz. Ohne dieses Wissen und das Wissen um die Umkehr stärkt und erhält sich das Ego-Ich, das aus Angst besteht. Mit dem Herzen hören kann nur jeder selbst, zum Beispiel mit der Frage: „kann ich wirklich wissen, dass das wahr ist, was ich denke“? Diese mindestens seit Sokrates bekannte Praxis weckt die Weisheit des am erwachenden Bewusstseins. Diese Selbstverantwortung aufzubringen, ist heilsam. Es ist vollkommen anders, als Mitgefühl, Verständnis oder Empathie zu imitieren Mayakarina Antworten