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Geißel oder Wegbereiter ins lebendige Leben?

Früher hießen die Frauen „Weiber“ – da klingt noch viel Kraft und Ungezähmtheit mit – bis es ein Ausdruck der Geringschätzung wurde. Dann nannten wir uns Frauen und traten einen Teil unserer „Grobschlächtigkeit“ an die Männer ab und kämpften für die Gleichberechtigung. Jetzt sind wir zumindest vor dem Gesetz und auch, was die durchschnittlichen Körpermaße betrifft, ziemlich gleich, und inzwischen nennen sich viele Frauen selbst „Mädels“ – ob sie 20, 30, 40 oder 50 Jahre alt sind. Wo ist die Frau – oder gar das Weib in uns geblieben? Möglicherweise tritt dieser Teil völlig degeneriert-grobschlächtig-bösartig als Krebs in unser Leben und fordert, angenommen und verwandelt zu werden.

In der europaweiten Krebsstatistik vom 18. Februar 2005 wird eine steigende Zahl von Krebstoten verzeichnet, bei der die Frauen mit Brustkrebs mit 17,4 Prozent der Todesfälle ganz vorn liegen.

In Deutschland erkrankte noch vor wenigen Jahren jede 15. Frau an Brustkrebs – innerhalb weniger Jahre trifft es heute schon jede 9. bis 10. Frau, davon sterben jedes Jahr 20000 Frauen. Krebserkrankungen der Gebärmutter stehen an zweiter Stelle der Krebserkrankungen bei Frauen.

Was ist los mit uns Frauen? Woran leiden wir so sehr, dass gerade unsere Frauenorgane besonders von Krebs bedroht sind? Und das, obwohl Langzeituntersuchungen bestätigen: Wenn es um Krankheiten geht, haben Frauen einen bewussteren Zugang zu inneren, sprich körperlich-seelischen Vorgängen. Sie können die Ursachen von Erkrankungen besser erkennen und finden oft intuitiv das richtige Mittel, um wieder gesund zu werden. Die Schulmedizin hat keine Erklärung für die Krebserkrankungen. Höchste Zeit, dass wir Frauen wieder auf unsere Frauenqualitäten, unsere Intuition, auf unsere innere Weisheit zu hören und zu vertrauen lernen. Hier gibt es natürlich nicht „die“ Antwort – zu vielschichtig sind die Faktoren, und zu unterschiedlich natürlich auch die Frauen. Trotzdem ist eine große Linie erkennbar: Der Archetyp „die innere Frau“ in uns liegt entweder fix und fertig am Boden, ist schon halb im Sarg oder gar schon beerdigt. Sie fühlt sich nicht beachtet, mit Füßen getreten, vernichtet. Sie benötigt dringend unsere Aufmerksamkeit, Achtung und Zuwendung.

 

Die innere Frau liegt zerschlagen am Boden

Und immer wieder tun sich bei inneren Arbeiten Türen auf, hinter denen die konkrete Erinnerung an den blanken Horror der Vernichtung als Hexe – bei lebendigem Leib verbrannt zu sein – bis in alle Einzelheiten gebunkert ist und Zusammenhänge mit alltäglichen Verhaltensschwierigkeiten und Ängsten deutlich werden. Das unfassbare Ausmaß der Frauenvernichtung ist bis heute kaum im gesellschaftlichen Bewusstsein präsent. Es ist vielmehr selbst in uns Frauen noch immer so eingemauert, dass uns oft nicht einmal ein kalter Hauch aus dieser Gruft erreicht. Doch alles, was Menschen an Grauen ertragen müssen, will gefühlt und gesehen werden und benötigt Wandlung, damit die Energien wieder frei fließen können und der Mensch gesunden kann. Hierzu benötigen wir entsprechendes Handwerkszeug, das es uns ermöglicht, die tief in uns eingesperrte kollektive Geschichte mit ihren gewaltigen Vernichtungskräften ans Licht und in die Wandlung zu bringen.

 

Mammographie-Sreening – Rettung bei Brustkrebs?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat festgestellt, dass durch Mammographie-Sreening als Reihenuntersuchung eine Reduktion der Sterblichkeit bei Brustkrebs um 30 Prozent erreicht werden kann. Seit 2005 werden diese Massenuntersuchungen auch in Deutschland aufgebaut. Je nach Gewebedichte ist es bei circa einem Drittel der Frauen möglich, das Karzinom schon mit einer Größe von 0,1 Millimeter zu erkennen und damit zu einem Zeitpunkt operativ zu beseitigen, bevor es sich in den Lymphknoten ausbreiten kann. Das klingt erst einmal verlockend. Wird dadurch tatsächlich ein Problem grundlegend gelöst – wenn auch nur für einen Teil der Frauen –, sollte auch breit dafür geworben werden. Doch wir müssen uns auch die Frage stellen, ob es am Ende nicht wieder nur eine Verschiebung der Symptome ist, die uns vielleicht mit einer ganz neuen Erkrankung konfrontieren wird, von der wir uns noch gar keine Vorstellung machen können. Denn wenn diese Erkrankungen der Frauenorgane ein Hilferuf und Ausdruck unserer inneren Frau sind, dann findet wieder nur Vernichtung statt, es sei denn, wir wenden uns begleitend unserer inneren Frau zu, um sie zu hören, und mit ihr gemeinsam den Weg zurück ins lebendige Leben zu gehen.


Bild: Dieses „Luftschild“ symbolisiert die verschiedensten Kräfte eines Menschen, die aus dem Zentrum, der Quelle des Lebens, gespeist werden. Die Brüche, Enttäuschungen etc., die wir im Leben erfahren, sind die Chance, uns an den jeweiligen Bruchstellen bis hinunter zur Quelle zu öffnen.

 

Literatur:

 

 

 

 

 

 

 

Anita Aschenbrenner: „Fühlen lernen, fließen lassen, leben“,

Aurum Verlag, für 13 € bzw. mit Begleit-CD 25 € direkt bei der Autorin erhältlich, zzgl. 3 € Porto

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