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Chemie im Essen

Chemie im Essen

Titel: Chemie im Essen

Author: Hans-Ulrich Grimm

Verlag: Knaur

Preis: 9,99

ISBN: 978-3426785614

Gesundheit & Essen

Du bist, was du isst? Leider hat man das nicht immer vor Augen, wenn man unterwegs mal schnell in ein Hot Dog beißt oder sich abends – weil man müde ist und den Tag einfach nur in Ruhe und ohne Stunden in der Küche beenden will – ein Fertiggericht gönnt. Und nein, dabei ist es tatsächlich nicht entscheidend, ob vegetarisch oder fleischlich. Denn die moderne Produktion von Nahrungsmitteln packt ihre Zusatzstoffe, Stabilisatoren, Komplexbildner, Feuchthaltemittel und allerlei andere köstliche Dinge in so ziemlich jedes Gericht. Vegetarisch oder Vegan als gesunde Alternative zählt bei sowas also nicht. Betroffen ist selbst das tägliche Brot oder der Aufschnitt.

Der in Suttgart lebende Journalist und Autor Hans-Ulrich Grimm ist dem bewussten Verbraucher  wahrscheinlich von seinen anderen Bestellern, wie „Die Suppe lügt“ oder „Die Ernährungslüge“ bekannt. „Chemie im Essen“ ist die stark erweiterte und aktualisierte Ausgabe von „Echt künstlich“. Hier nimmt er all die kleinen Nummern und Zusatzstoffe aufs Korn, die sich für das Gros der Verbraucher/innen nur als kryptische Bezeichnungen in Miniaturschrift auf den Zutatenlisten tummeln. Sorbit, Brillantblau, E100 – all dies wird hier in diesem Nachschlagewerk entschlüsselt, samt möglichen (negativen) gesundheitlichen Wirkungen.

Dem Hauptteil vorangestellt sind einige Kapitel mit interessanten Fakten und spannenden Fallbeispielen zu Zusatzstoffen und deren Hinterlassenschaften. Äußerst praktisch: Im Anhangapparat findet sich nicht nur ein Register der Zusatzstoffe und Nummern, sondern auch eine alphabetische Liste von Erkrankungen mit den zugeordneten Zusatzstoffen, die hieran beteiligt sein können.

Fazit: Ein Buch, das man greifbar im Küchenregal zum Nachschlagen stehen haben sollte. Das von Grimm mal wieder vorgeführte Horrorkabinett der Nahrungszusätze kann jeden nur darin bestärken, selbst zu kochen, bewusst einzukaufen, nicht oder nur wenig auf Fertigprodukte zurückzugreifen, in Geschäften und bei Herstellern konkret nachzuhaken, Zutatenlisten immer sehr genau zu lesen und zu überprüfen, was man sich da in den eigenen Körper schaufelt.

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