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Das verlorene Symbol

Das verlorene Symbol

Titel: Das verlorene Symbol

Author: Dan Brown

Verlag: Lübbe

Preis: 26

ISBN: 978-3785723883

Mysteriöser Lesestoff

Mit großem Hype ist gerade der neueste Dan-Brown-Thriller auf den Markt gelangt. Lang erwartet und hoch gepuscht landete er vor kurzem in den Buchläden und entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zum Selbstläufer. Wer den Autor nicht kennen sollte: Mit den Büchern “Diabolus”, “Illuminati”, “Sakrileg”, “Meteor” und den Verfilmungen mit Tom Hanks in der Hauptrolle sprengte er Lese- und Kassenrekorde.

Die Story ist kurz umrissen: Der hinlänglich bekannte Symbologe Robert Langdon – Held von diversen actionlastigen, mysterienschweren Büchern – fährt auf Wunsch seines Mentors Peter Solomon nach Washington D.C., um dort einen Vortrag zu halten. Wie sich kurz darauf herausstellt, ist dies aber nur eine Finte des finsteren Gegenspielers Mal’akh, um ihn anzulocken und für seine Zwecke einzuspannen. Langdon bleiben nur 24 Stunden, um das Rätsel zu lösen und seinen Freund Peter Solomon zu retten. Überraschende Wendungen und eine rasante Story wie in früheren Büchern fehlen leider etwas. Die nicht uninteressante Geschichte über Freimaurer, die mysteriöse Grenzwissenschafft der Noetik und die tiefen – architektonischen, religiösen und historisch wertvollen – Geheimnisse, die die US-amerikanische Hauptstadt Washington D.C. verborgen hält, wirkt insgesamt etwas blass. Dan Brown kippt zudem über seinen Lesern geradezu lexikalisches Wissen aus und neigt zu philosophischen Exzessen – durchaus lesenswert, aber die Spannung bleibt eben etwas auf der Strecke. Vielleicht nicht ganz zu Unrecht werfen treue Fans dem Verlag und dem Autor selbst vor, in den üblichen fatalen Fortsetzung-Fehler getappt zu sein und um des lieben Geldes willen zu schnell einen unausgereiften Nachfolger auf den Markt gebracht zu haben.

Fazit: Sicherlich haben alle Kritikpunkte ihre Berechtigung, Dan Brown bietet hier nicht die Krone der Schreibkunst, aber gut zu lesen ist es allemal. Der Schreibstil ist fesselnd, wenn auch stellenweise etwas überbordend und schmalzig, die Story ist zeitweise etwas dünn. Inhaltlich und stilistisch bewegt sich das Buch allerdings immer noch über dem ziemlich miesen Durchschnitts-Level im Action-Thriller-Genre. Man hat also schon Langweiligeres gelesen. Wer schon alle Bücher Browns über den umtriebigen Harvard-Profesor Robert Langdon im Regal hat, wird die Reihe sicherlich auch um dieses Druckwerk ergänzen wollen – es ist jedenfalls ein netter & kurzweiliger Lesestoff für die Feiertage.

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