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Die Mönche und ich

Die Mönche und ich

Titel: Die Mönche und ich

Author: Mary Paterson

Verlag: Lotos

Preis: 15,99

ISBN: 978-3778782408

Reise zu sich selbst

Als auch ihr Vater stirbt, verliert die klassische Balletttänzerin Mary Paterson endgültig den Boden unter den Füßen. Nach dem Tod der Mutter hatten ihr Yoga und Meditationen zur Erdung geholfen, doch durch den Abschied von beiden Eltern merkt sie, dass sie den Halt, ihr inneres Zuhause, verliert und sich destabilisiert fühlt. Auf der Suche nach einer inneren Heimat und Erneuerung, auf der ruhigen Wanderung zu sich selbst, nimmt sie sich eine vierzigtägige Pilgerreise unter Anleitung eines weisen Führers vor. Die vierzig Tage sind hierbei nicht willkürlich gewählt, sondern haben in der Kultur des Yoga und des Buddhismus, aber beispielsweise auch in der des Christentums (siehe Jesu‘ vierzigtägiger Wüstenretreat samt satanischer Versuchungen) eine Tradition. Und so reist sie in ein Zen-Kloster nach Plum Village in Frankreich, um dort sechs Wochen lang bei dem buddhistischen Mönch, Friedensnobelpreisträger und Menschenrechtsaktivisten Thich Nhat Hanh zu lernen. Hier hinterfragt sie ihr Leben und ihre bisherigen Handlungen. Ihre Einsichten ergeben sich aus Meditation, Gesprächen und alltäglichen, gleichnishaften Beobachtungen im Kloster. Man lächelt mit, wenn sie eingeseift und zunächst verzweifelnd unter der streikenden Dusche steht und Zwiesprache mit einer Spinne hält.

Fazit: Ein interessanter, besinnlicher und sehr lebendiger Erfahrungsbericht, der sich gut weglesen lässt. Allerdings nicht so anders und amüsant, wie der Klappentext es vielleicht suggeriert. Dafür vermittelt Mary Paterson aber sehr gut das liebevolle Wesen des Klosters, die Lehren und bringt einem die Menschen nahe, als wäre man selbst vor Ort.

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