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Hiobs Brüder

Hiobs Brüder

Titel: Hiobs Brüder

Author: Rebecca Gablé

Verlag: Ehrenwirth

Preis: 24,90

ISBN: 978-3431037913

Blick ins Mittelalter

Einen wirklichen Zusammenhang hat der Titel mit dem neuen historischen Roman von Rebecca Gablé ja nicht unbedingt. Griffig klingt er allerdings, und inhaltlich kann man immerhin großzügig einen Bezug zu der kleinen verschworenen Gemeinschaft herstellen, die von Gott – ähnlich dem biblischen Hiob – mit den verschiedensten körperlichen und seelischen Gebrechen geschlagen wurde. Verrückte, mit Epilepsie Stigmatisierte, geistig Zurückgebliebene und ein Mann ohne Gedächtnis und ihr Versuch sich – nach gelungener Flucht von einer von Mönchen bewachten Insel – wieder einen Platz im „normalen“ Leben zu erstreiten, sind die Hauptcharaktere des Buches. Das Steckenpferd der aus Mönchengladbach stammenden Rebecca Gablé, ihres Zeichens studierte Mediävistin und Literaturwissenschaftlerin, sind Ritterromane. Besonders die englische Geschichte hat es ihr hier angetan. Durch den brillanten historischen Roman „Das Lächeln der Fortuna“ und die nachfolgenden Bände wurde sie berühmt. Die letzten von ihr veröffentlichten Bücher enttäuschten allerdings etwas. Diesmal rankt sich die Erzählung geschichtlich um das Königshaus der Plantagenets und die schillernde Figur der Königin Aliénor von Aquitanien. Wohltuend ist, dass ihr Fokus diesmal mehr beim einfachen Volk liegt. Kurzweilig wird der Roman dadurch, dass sie nicht simpel die altbekannten und gut funktionierenden Handlungsstränge neu aufkocht, sondern ihren Lesern neue Blickwinkel schenkt.

Fazit: Perfekt für durchlesene Nächte in der Winterzeit. Hier lohnt sich auch der Kauf der gebundenen Ausgabe.

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