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Mama ante portas

Mama ante portas

Titel: Mama ante portas

Author: Stella Bettermann

Verlag: Ullstein

Preis: 16,90

ISBN: 978-3547711301

Mutterfrust

 

Wenn in Diskussionsrunden oder freundschaftlichen Gesprächen die Thematik „Kinder“ aufkommt, geht das Thema meist unweigerlich weiter zur Rolle der Frau hierbei. Persönliche Lebensbilder kollidieren gerade bei diesem Thema immer wieder mit Rollenschemata und den Erwartungen der Gesellschaft. In ihrem Selbsterfahrungsbuch schreibt Stella Bettermann vom „inneren Amoklauf des Muttertieres“ in sich, als sie kurzerhand ihren gut bezahlten Job als Redakteurin kündigt und sich vollkommen dem Hausfrauendasein hingibt. Vom schlechten mütterlichen Gewissen geplagt, gibt sie ihre Arbeit auf und widmet sich fortan Haushalt und Kindererziehung. Diesem Lebensentwurf begegnet sie mit wechselnden Überzeugungen, Ansichten und Erfahrungen – denn auch hier entdeckt sie im Laufe der Monate natürlich ein Ungleichgewicht in ihrem Leben.
Die Probleme sind voraussehbar, das Buch amüsant – auch wenn man als Frau an einigen Stellen etwas schmerzhaft das Gesicht verzieht. Dinge wie die Klassifizierungen der unterschiedlichen Hausfrauentypen in „getarnte Hausfrau“, „Fun-Hausfrau“, „Asi-Hausfrau“, „Luxushausfrau“ oder „frustrierte Hausfrau“ sind schon ziemlich amüsant formuliert. Es muss aber darauf hingewiesen werden, dass das  Buch keine Patentlösung für Mütter bietet, sondern nur die Wiedergabe persönlicher Erfahrungen darstellt.
Fazit: Das Buch ist lustig und mitreißend geschrieben, oft erwischt man sich (auch als Nicht-Mutter) bei einem Nicken oder einem wissenden Grinsen – dennoch bleibt im Hinterkopf immer das leicht ungute Gefühl, hier einer Frau zu begegnen, die ein wenig in Eva Hermans antiquiertem Kielwasser herumdümpelt. Schade – aber vielleicht Trend der Zeit?

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