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Mieses Karma

Mieses Karma

Titel: Mieses Karma

Author: David Safier

Verlag: Kindler

Preis: 16,90

ISBN: 978-3463405087

Buddhismus pur

 

David Safier, preisgekrönter Drehbuchautor bekannter TV-Hits wie „Berlin Berlin“, „Nikola“ und „Mein Leben und Ich“ liefert mit seinem Erstlingswerk schwere Reinkarnationslehre – verpackt in ultraleichter und angenehm leckerer Kost, gewürzt mit Esprit, spitzer Zunge, Sarkasmus und Witz. Hauptfigur dieses fesselnden Romans ist die Moderatorin Kim Lange. Sie hat mit viel Ehrgeiz (und zunehmend ohne Gewissen) eigentlich alles erreicht: wunderbarer Mann, süße kleine Tochter,  großes Haus und eine glänzende Karriere. Doch ausgerechnet in der Nacht ihres größten Triumphes – sie gewinnt den deutschen Fernsehpreis – wird ihr klar, dass ihre Ehe am Ende ist, dank einer schwachen Naht am Kleid präsentiert sie außerdem dem geballten Fernsehpublikum ihren nackten Hintern und wird letztendlich von dem Waschbecken einer russischen Raumstation erschlagen. Kurz danach muss sie feststellen, dass ihre Erzfeindin sich nun an Mann und Tochter wirft und Buddha in Form einer riesigen fetten Ameise zu ihr spricht und sie als Mitglied derselben Spezies (und dank eines zu niedrigen Karma-Levels) in einem Ameisenhaufen ihres eigenen Gartens wiedergeboren wurde. Das Hitler oder Stalin als Darmbakterie ihr neues Dasein fristen müssen, tröstet sie nur wenig, und so fängt sie an, sich auf der Reinkarnationsleiter wieder hochzuarbeiten. Der Adressat verfolgt die langsame Wandlung der gehetzten und narzistischen Moderatorin zur einer in sich ruhenden Frau. Das Ende wirkt mit seinem – natürlich – erfolgenden Happyend etwas weichgespült, tut dem sehr unterhaltsamen und kurzweiligem Buch aber keinen Abbruch.

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