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Tarot 1. – Witch of the Black Rose

Tarot 1. – Witch of the Black Rose

Titel: Tarot 1. – Witch of the Black Rose

Author: Jim Balent

Verlag: Panini Comics

Preis: 16,95

ISBN: 978-3-8332-1400-4

Daisy Duck ist out, Tarot ist in…

 

Tarot, das ist der Name der – passend zum Wonnemonat Mai – knapp bekleideten und großbusigen Heldin, in deren Lebensgeschichte und Hexenkrieg uns der amerikanische Zeichner Jim Balent mit seiner Fantasy-Saga um diese junge Hexe zieht. Natürlich erfüllt er mit der rothaarigen und schwertschwingenden Tarot und ihrer dunklen, nekromantischen Schwester Raven Hex einige Klischees (und anscheinend auch eigene Wunschträume). Aber die Story ist gut geschrieben, die Figurenzeichnung stellenweise auch mit Eigenironie versehen, und die beiden Heldinnen sind zwar meist halbnackt, vorrangig aber vor allem starke und unabhängige Frauen, die sich ihren eigenen Weg erkämpfen. Man merkt, dass sich Jim Belant, der nicht nur künstlerische Zeichnungen, sondern auch den Text liefert, auch privat mit dieser Thematik beschäftigt. So lässt er Tarot zum Beispiel aussprechen, dass es keine schwarze oder weiße Magie gibt, sondern nur Energie, die verantwortungsvoll genutzt werden kann. Im Laufe ihrer Reise in die Anderswelt und einer Quest begegnet sie dann auch verschiedenen heidnischen Gottheiten.
Derzeit sind drei broschierte Sonderbände erschienen, in denen jeweils fünf Episoden der normal erhältlichen Magazine zusammengefasst sind. Die Bände mit ihren hervorragenden Zeichnungen sind durchgehend brillant von Jim Balents Ehefrau Holly Glightly koloriert. Einziges Manko ist, dass die Übersetzung an einigen Stellen an seltsamer Wortwahl krankt und die Mutter der beiden rivalisierenden Hexenschwestern optisch stark an die alternde Elizabeth Taylor erinnert.
Fazit: Erotisch, magisch, farbgewaltig und gut für augenzwinkernde Selbstbetrachtungen…

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