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Taste the Waste

Taste the Waste

Titel: Taste the Waste

Author: Valentin Thurn, Gundula Oertel

Verlag: Kiepenheuer & Witsch, 2013

Preis: 18,99

ISBN: 978-3462044836

Rezepte & Ideen

Beschäftigt man sich mit einem bewussten Umgang mit Lebensmitteln in der Überflussgesellschaft, stolpert man über kurz oder lang zwangsläufig über den Film „Taste the Waste“ und das Buch „Die Essensvernichter“, in welchen aufgezeigt wird, wie schockierend dekadent verschwenderisch unsere Lebensmittelproduktion und -verwertung ist.

Und nun gibt es ein Kochbuch zur Verwertung von Resten oder optisch nicht so hübschem und deswegen aussortiertem Gemüse? Schöne Idee. Es ist natürlich schwierig, ein Buch mit Rezepten für Reste zu gestalten, das gelingt nicht an jeder Stelle. Die im Buch vorgestellten „Essensretter“ (Sternekoch Vincent Klink, die Berliner Tafel, Mundraub.org, Silbermond, die Köche der Markthallte IX und viele mehr) kommen aus den unterschiedlichsten Sparten der Lebensmittelbranche, und so unterschiedlich und individuell sind dann auch ihre zu verarbeitenden Restbestände, die der Durchschnittsverbraucher teilweise zum Nachkochen eher frisch einkaufen müsste. Aber ob nun Brotsuppe, Käsenockerln, Löwenzahnterrine, Dunkelrote Schokotorte, Freibeuters Trinksalat oder Safransülze à la Sternekoch Vincent Klink: Hier finden sich viele, gut nachkochbare und durchaus auch familienund kindertaugliche Rezeptideen. Auf den ersten Blick scheint alles ein wenig quer
gewürfelt zu sein, da die Rezepte immer den vorgestellten Essensrettern zugeordnet werden. Doch das gut geordnete Rezeptregister am Ende sorgt hier für einen schnellen Überblick. Die Rezeptvielfalt zieht sich von vegan bis fleischlich.

Fazit: Ein schön gemachtes und unkonventionelles Koch- und Lesebuch mit vielen lieben bekannten Gesichtern. Neben den kochbaren und gut zugänglichen Rezepten stellt es aber vor allem auch die verschiedensten Menschen und Projekte vor und räumt diesen damit angenehm viel Raum auf den Seiten ein. Heraus kommt ein wunderbar kreativ-chaotischbuntes Sammelsurium, das man gerne auch so in die Hand nimmt, um sich daran festzulesen. Zur Abrundung sei noch allen Lesern die von den Machern ebenfalls vor kurzem ins Leben gerufene Seite www.foodsharing.de ans Herz gelegt.

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