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Eine Wurzelchakra-Persönlichkeit ist an allem interessiert, was mit festen Strukturen, Ordnung und Stabilität zu tun hat. Wurzelchakra-Menschen sind die Baumeister unserer Welt.

 

Dein kosmisches Design: Die sieben Persönlichkeitstypen der Chakren

Nur wenige wissen, dass wir das uralte System der Chakren nutzen können, um menschliche Persönlichkeiten zu verstehen. Wenn man sein individuelles Chakren-Design erkennt, kann man nicht nur sich selbst und andere bessere verstehen. Es ist auch ein praktische Schlüssel, um persönliche Erfüllung zu finden. Der Schriftsteller und Dozent Shai Tubali gibt hier eine Einführung in die sieben grundlegenden Chakren-Persönlichkeitstypen in einer siebenteiligen Serie.

 

Der Persönlichkeitstyp des Wurzelchakras: Gott steckt in den Details

Die Essenz des ersten Chakras liegt in Strukturen und Stabilität: Das kosmische Prinzip, das besagt, das alles in strukturierten und definierten Formen erscheint. Man denke an die Struktur einer Zelle, der grundlegenden Einheit des Lebens. Die Zelle ist ein Baustein, und vieler solcher Bausteine bilden eine größere Struktur, durch die das Leben fließen kann – der menschliche Körper.

Das Prinzip des ersten Chakras besagt, dass alles, was existiert, eine solide Struktur braucht, damit die Dynamik des Lebens darin stattfinden kann. Selbst wenn du ausgelassen tanzt, sorgen die Atome deines Körpers dafür, dass deine Erscheinung stabil bleibt.Man kann sich Strukturen also als die festen Grundlagen vorstellen, auf denen alles im Leben sich zuverlässig entwickeln kann. Jede stabile Struktur, die man sich überhaupt vorstellen kann, ist ein Ausdruck des ersten Chakras. Das gilt sogar für die Welt der Menschen – Familien, Städte, Religionen etwa. All das sind recht zuverlässige Strukturen, in denen die Dynamik des Lebens stattfinden kann.

 

Wurzelchakra-Persönlichkeit: Struktur, Ordnung, Stabilität

Aber die Essenz des ersten Chakras geht noch darüber hinaus: Es schafft Ordnungen und Regelsätze, die dafür sorgen, dass jedes System optimal funktioniert. Indem es Struktur gibt, hält es alles davon ab, auseinanderzufallen und im Chaos zu versinken. Kosmische Gesetze bestimmen das gesamte Universum und das Leben auf eine Weise, dass alle darin enthaltenden Elemente in Einheit arbeiten. In der Welt der Menschen sorgen staatliche Gesetze dafür, dass eine Gesellschaft nicht im völligen Chaos versinkt. Egal, wie aktiv ein System ist, die Essenz des ersten Chakras sorgt immer dafür, dass es grundlegende Regeln gibt, die alles definieren und begrenzen.

 

Wurzelchakra: Das Chakra der Materie

Abgesehen von Struktur und Ordnung gibt das Prinzip des ersten Chakras allem Substanz und Inhalt. Es geht dabei immer um Materie: Dicht und greifbar, hart und schwer. Der Essenz des ersten Chakras ist es zu verdanken, dass ein Mensch seinen Partner umarmen kann – ohne dieses Prinzip würden seine Arme sich einfach durch dessen transparenten Körper bewegen. Die Essenz des ersten Chakras steht also klar im Bezug zum Element der Erde, und alles auf der Welt, das solide und gehaltvoll ist, reflektiert diese Essenz: Ein langsam wandelnder Elefant, große, gleitende Wale, uralte Bäume und Felsen.

In der ayurvedischen Tradition, dem Gesundheitssystem des Hinduismus, steht von den drei Elementen – Kapha, Pitta und Vata – das Kapha-Element für das erste Chakra: Schwer, langsam, dicht, hart und statisch. Man kann sich anhand dieser Beispiele vorstellen, wie die Essenz des ersten Chakras aussieht, wenn ein Mensch sie verkörpert.

Der Persönlichkeitstyp des ersten Chakras bringt Menschen hervor, die geerdet wirken und körperlich eher schwer sind. Sie sind deswegen nicht immer übergewichtig (wenngleich das eine für sie typische Schwäche darstellt), aber ihre körperliche Erscheinung ist für gewöhnlich solide und recht robust. Sie sind zudem meistens eher langsam und gemütlich in ihrem Verhalten.

 

Persönlicheitstyp des ersten Chakras: Strukturen schaffen

Diesem Typ liegt viel an Strukturen und Gesetzen und allgemein an der materiellen Welt. Er nimmt an der Welt teil, um bessere, solidere und stabilere Strukturen zu schaffen. Man kann sich diesen Typ daher als Baumeister der Welt vorstellen. Wenn du die Gelegenheit hättest, die Welt durch die Augen dieses Typus zu sehen, würdest du alles um dich herum als nützliche Objekte betrachten, als praktische Mittel, um aus Chaos Ordnung zu schaffen.

Materielle Dinge gefallen dir, aber nicht wie bei einem Persönlichkeitstyp des zweiten Chakras, der sich gerne an sinnlichen Erfahrungen labt: Du magst Materie, weil du damit greifbare Dinge Gestalt annehmen lassen kannst, Gebäude und Straßen, Maschinen und Städte. Du willst immer etwas aufbauen, und nicht nur für dich selbst: Der Persönlichkeitstyp des ersten Chakras denkt gerne in großen, kollektiven Systemen, in Strukturen, die Menschen zusammen bilden können, so wie Ameisen oder Bienen in ihren Schwärmen und Kolonien. Kein Wunder also, dass dieser Typus in der yogischen Tradition mit der Ameise verglichen wird!

 

Wurzelchakra-Persönlichkeit: Der häufigste Typ

Diese Baumeister der Welt sieht man überall, wohin der Blick auch fällt. Man kann grob davon ausgehen, dass sie etwa 40 Prozent der Weltbevölkerung ausmachen. Man findet sie oft unter jenen Personen, die beruflich Daten sammeln und verwalten: Steuerberater, Kartographen, Statistiker, Bankbeamte und Sekretäre. Sie sammeln eifrig die Nummern und Maße, die für uns alle die Grundlagen des Lebens ausmachen. Der Persönlichkeitstyp des ersten Chakras kümmert sich also um grundlegende Überlebensfragen und hilft uns allen dabei, optimal Bedingungen dafür zu haben. Häufig findet man ihn auch unter Bauern und Landarbeitern.

Den Persönlichkeitstyp des ersten Chakras findet man aber auch unter Juristen: Er ist der Gesetzgeber, der sich Gesetze bis in die kleinsten Einzelheiten ansieht und verbessert, es ist der Anwalt, der von den mannigfaltigen Unterabschnitten und Paragraphen der Gesetze fasziniert ist und er gehört auch allgemein zu den Gesetzeshütern, wie etwa Polizisten. Ja, auch an der Medizin findet dieser Typus manchmal Gefallen, er will die Gesetze verstehen, denen der Körper gehorcht, und wie man entsprechend mit Medikamenten arbeiten kann.

Generell ist dieser Typ gerne ein Teil der bereits vorhandene, stabilen und erprobten Institutionen seiner Kultur. Er will die etablierten Grundlagen einer Gesellschaft stützen und verbessern. Deshalb findet man ihn auch in Kirchen, Parlamenten, Gerichtssälen und Banken. Er ist tief beeindruckt von jeder Institution, die es schon lange gibt, am besten hunderte oder gar tausende von Jahren lang. „Ah“, denkt er, „Was für eine tolle Institution! Wie gerne wäre ich ein Teil davon!“ Er probiert deshalb meistens weniger gerne etwas Neues aus, oder ist gar derjenige, der Neuerungen initiiert. Er ist nicht gerne exzentrisch. Er tendiert zu gängigen Formen der Zugehörigkeit und des Dienens.

Ein Persönlichkeitstyp des ersten Chakras ist oft mehr interessiert daran, zu stabilen Strukturen und System dazuzugehören, als sie anzuführen. Er hat Interesse daran, wie Maschinen und Autos konstruiert sind und er studiert Gebrauchsanweisungen genau. Er ist eines dieser Kinder, das eine Uhr auseinandernimmt, um zu verstehen, wie sie von innen aussieht und funktioniert. Es interessiert sich für alles, das gut funktioniert, weil es bestimmten Regeln und einer festen Struktur folgt. Es geht also weniger um das ‘Warum?‘ als und das ‘Wie?‘ Normalerweise legt dieser Typ keinen allzu starken Ehrgeiz an den Tag, aber er ist dafür sehr gründlich. Er nimmt deshalb oft kleine Details wahr, deren Bedeutung anderen entgeht.

 

Wichtige Funktion aber langweiliges Image

Seltsamerweise ist dieser Typus zwar weiter verbreitet als alle anderen, die meisten Menschen identifizieren sich aber nicht gerne mit ihm, weil sie ihn ‘langweilig‘ finden. Die anderen Persönlichkeitstypen kommen ihnen viel farbenfroher und interessanter vor. Aber das ist ein schweres Missverständnis, dem oft sogar der Persönlichkeitstyp des ersten Chakras unterliegt: Die Welt könnte ohne ihn gar nicht existieren! Ein Visionär, der einen neuen Staat gründen will, schafft des nicht, wenn er nur weitere Visionäre um sich schart, er braucht den Erstchakra-Typ. Man bekommt sofort Respekt für diesen Typus, wenn man die Welt mit offenen Augen betrachtet: Alles, was wir sehen, ist von Menschen geschaffen worden, die diesem Typ entsprechen. Institutionen, Gesetze, Straßen, die Infrastrukturen von Städten und Kathedralen sind allesamt sein Werk. Sie haben nicht die ursprüngliche, große Vision dafür gehabt, aber sie sind ihr gefolgt und haben sie Schritt für Schritt wirklich werden lassen. Dabei haben sie sorgfältig jedes kleine Detail beachtet, und nur deswegen sind diese Dinge stabil geworden und stehen teils seit Jahrhunderten stolz vor uns. Wir nehmen ihre Stabilität oft einfach als selbstverständlich hin – zu Unrecht.

Der Persönlichkeitstyp des ersten Chakras kann geduldig dasitzen und sich einer Sache oder einem System widmen, ohne müde zu werden. Dem stets aufgeregten Typ des zweiten Chakras kommt das natürlich langweilig vor, und es stimmt, dass ein Verfallen in graue Routine einer der Nachteile dieses Typen ist. Alle anderen Chakrentypen staunen zuweilen darüber, wie besessen er sich Details widmen kann, wie er stundenlang darüber reden kann. Natürlich wissen wir alle mehr oder weniger, dass Details wichtig sind, aber für den ersten Chakratyp liegt die Weisheit des Lebens selbst in seinen Einzelheiten. Der Erstchakra-Typ schaut sich also die anderen an und denkt: „Denen fehlt aber wirklich die Erdung!“

 

Tipps für den Wurzelchakra-Persönlichkeitstyp

Der Erstchakra Typs sollte unbedingt dieser Sache loyal bleiben: Folge deiner Liebe für den Aufbau von Strukturen, denn für dich liegt darin großes Glück, dass nur du wirklich verstehen kannst. Geh noch einen Schritt weiter und frag dich: Welche Struktur in meinem Leben – Familie, Gemeinschaft, Organisation oder religiöse Gruppe – würde ich gerne perfektionieren?
Der wichtigste Aspekt, den der Erstchakra-Typ ausbalancieren sollte: Vergiss nicht, dass das Leben nicht nur aus alltäglichen Details besteht. Du solltest von Zeit zu Zeit deine Routine ins Wanken bringen: Widme dich zum Beispiel der Philosophie, erlebe Abenteuer oder lerne etwas neues und überraschendes.

 

Aus dem Englischen von Theresa Bauerlein

 

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Bild: Unter Verwendung eines Fotos von Martin Howard

 

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