• Aware – Reise in das Bewusstsein folgt sechs brillanten Forschern, die sich aus radikal unterschiedlichen Perspektiven mit dem Thema Bewusstsein beschäftigen.
    Was ist Bewusstsein? Woher kommt es? Haben es alle Le […]

  • In Antwort auf:Oliver Bartsch wrote a new post, Meinungsfreiheit – Kritik unerwünscht? Nichts spaltet unsere Gesellschaft mehr als der Kampf zwischen Impfskeptikern und -befürwortern. Zur Lage von Meinungsfreiheit, Vielfalt u […] Anzeigen

    Lieber Aron,
    dass dieser durch und durch paranoide und diffamierende Kommentar veröffentlicht wurde, hast du der Meinungsfreiheit zu verdanken, die in unserer angeblich „linksfaschistischen“ neoliberalen Demokratie immer noch herrscht. In Zukunft werden wir solche undifferenzierten Hasstiraden, die in keiner Weise dazu geeignet sind, die…[Weiterlesen]

  • In Antwort auf:Oliver Bartsch wrote a new post, Die Psychologie der Verschwörungsleugner Wir erleben sowohl in Deutschland als auch weltweit, wie menschliche Grundrechte beschnitten bzw. außer Kraft gesetzt werden oder wie die B […] Anzeigen

    Liebe Karin,
    dieser Artikel war in der Redaktion hoch umstritten, weil viel zu einseitig auf Seiten der Querdenker. Wir haben ihn dennoch veröffentlicht, um eine Diskussion zu provozieren. Im Nachhinein war die Veröffentlichung ein Fehler, wie die scharfen größenteils negativen Reaktionen gezeigt haben. In Zukunft werden wir zu dem Thema aus…[Weiterlesen]

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    Lieber Cetzer,
    dann sind wir uns also einig, die Gefahr für die Demokratie kommt von rechts?

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    Lieber Cetzer,
    du willst die Demokratie retten? Dann protestiere gegen die AFD und andere rechte Gesinnungsfreunde, die die Demokratie in Deutschland abschaffen wollen.
    Folgendes Szenario könnte sonst eintreffen:

    Deutschland im Jahr 2029: Die AFD wird stärkste Partei (wegen Wirtschaftskrise aufgrund von Dürren, Starkregen und anderen ex…[Weiterlesen]

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    Lieber Cetzer,
    Meinungsfreiheit ist in Deutschland ernst gemeint, im Gegensatz zu wirklich autoritären Staaten. Reporter ohne Grenzen hat eine Liste veröffentlicht, die umfasst 37 Staats- und Regierungsoberhäupter, die in besonders drastischer Weise die rücksichtslose Unterdrückung der Pressefreiheit verkörpern. Die Liste der autoritären Staate…[Weiterlesen]

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    Trotz gerichtlicher Verbote versammelten sich 5000 Querdenker größtenteils ohne Maske und Abstand an verschiedenen Orten in Berlin, um das Versammlungsverbot zu unterlaufen. Bilanz: 950 vorübergehende Festnahmen wegen mehrerer Delikte, hauptsächlich wegen Gewalt und Widerstand gegen die Einsatzkräfte. 75 Polizisten wurden verletzt, ein Quer…[Weiterlesen]

  • Nichts spaltet unsere Gesellschaft mehr als der Kampf zwischen Impfskeptikern und -befürwortern. Zur Lage von Meinungsfreiheit, Vielfalt und Zensur….
    Von Illian Sagenschneider
    Das Recht auf die freie […]

    • Trotz gerichtlicher Verbote versammelten sich 5000 Querdenker größtenteils ohne Maske und Abstand an verschiedenen Orten in Berlin, um das Versammlungsverbot zu unterlaufen. Bilanz: 950 vorübergehende Festnahmen wegen mehrerer Delikte, hauptsächlich wegen Gewalt und Widerstand gegen die Einsatzkräfte. 75 Polizisten wurden verletzt, ein Querdenker erlitt einen Herzstillstand. Hinweise auf „todesursächliche äußere Gewalteinwirkung“ im Rahmen der Festnahme lagen nicht vor. Bei den Protesten wurde auch der Gewerkschaftsvertreter Jörg Reichel angegriffen und verletzt. Reichel ist der Landesgeschäftsführer der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union in Berlin-Brandenburg. Er wurde von Teilnehmern der Demonstration vom Fahrrad gezerrt, geschlagen und getreten.

    • Lieber Cetzer,
      Meinungsfreiheit ist in Deutschland ernst gemeint, im Gegensatz zu wirklich autoritären Staaten. Reporter ohne Grenzen hat eine Liste veröffentlicht, die umfasst 37 Staats- und Regierungsoberhäupter, die in besonders drastischer Weise die rücksichtslose Unterdrückung der Pressefreiheit verkörpern. Die Liste der autoritären Staaten wird von Jahr zu Jahr länger. (https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/rsf-veroeffentlicht-neue-feinde-der-pressefreiheit) Deutschland gehört nicht dazu. Deutschland ist eins der immer weniger werdenden Ländern in der Welt, in der auch Meinungen vertreten werden dürfen, die nicht Regierungsmeinung sind. Sogar du darfst deine Meinung frei vertreten, obwohl du die absurdesten Thesen vertrittst und glaubst, dass Deutschland auf dem Weg in den Faschismus ist. Wir leben in einem der freiesten (und sichersten) Länder der Welt und das einzige, was du und deine Querdenker-Kumpel machen, ist, die Demokratie in Deutschland durch Hass, Hetze und Falschmeldungen zu destabilisieren.

      Liebe Grüße von einem, der es wertschätzt, in Deutschland zu leben.

    • Lieber Cetzer,
      du willst die Demokratie retten? Dann protestiere gegen die AFD und andere rechte Gesinnungsfreunde, die die Demokratie in Deutschland abschaffen wollen.
      Folgendes Szenario könnte sonst eintreffen:

      Deutschland im Jahr 2029: Die AFD wird stärkste Partei (wegen Wirtschaftskrise aufgrund von Dürren, Starkregen und anderen extremen Wetterereignissen) und stellt den Bundeskanzler (Björn Höcke?). Selbstvertändlich unternimmt sie nichts gegen den Klimawandel (Klimawandelleugner) und auch nichts gegen ein neues Corona-Virus, dass noch ansteckender ist (Motto: der stärkere überlebt). Ganz Deutschland ist abgeriegelt mit einer 10 Meter hohen Mauer, damit die lästigen Asylanten draußen bleiben. Jeder, der es sich leisten kann, unterhält eine Privatarmee (die Bundeswehr ist abgeschafft worden). Es herrscht ein Klima aus Angst vor Denunziantentum (Stichwort Gesinnungstest), Angst vor wirtschaftlichem Abstieg und Angst, auf öffentlicher Straße erschossen (jeder darf zur Verteidigung eine Waffe trafen) oder verhaftet zu werden.

      Soll ich weitermachen? Die Gefahr für die Demokratie sitzt nicht in der Regierung, sondern kommt von Rechts, von den Reichsbürgern, den Identitären, den Rechtspopulisten und den gewaltbereiten Neonazis…Und die Querdenker werden langsam aber sicher von rechten Gruppierungen eingenommen. Der Chef ist ja schon Reichsbürger geworden…

    • Lieber Cetzer,
      dann sind wir uns also einig, die Gefahr für die Demokratie kommt von rechts?

    • Lieber Aron,
      dass dieser durch und durch paranoide und diffamierende Kommentar veröffentlicht wurde, hast du der Meinungsfreiheit zu verdanken, die in unserer angeblich „linksfaschistischen“ neoliberalen Demokratie immer noch herrscht. In Zukunft werden wir solche undifferenzierten Hasstiraden, die in keiner Weise dazu geeignet sind, die Spaltung in unserer Gesellschaft zu überwinden, nicht mehr veröffentlichen.

      Die Redaktion

  • Das tägliche Erleben ist doch der beste Le(e)hrer. Gestern im Supermarkt hörte ich eine Mutter zu ihrem Kind sagen: „Das macht man aber nicht!“ Da fiel mir wieder eine Situation ein, die sich vor einer gefüh […]

  • Vor fast zwei Jahren, im August 2019, haben wir Euch, liebe Leserinnen und Leser, zum ersten Mal um Eure Unterstützung in Form von Spenden oder einer Mitgliedschaft bei SEIN mit monatlichen Beiträgen gebeten. U […]

  • Viele Menschen, darunter auch Autoren in diesem Heft, sind der Überzeugung, dass wir uns in einer kollektiven Wandlungsphase befinden. Solche Phasen sind lange Zeit davon gekennzeichnet, dass das Neue noch nicht […]

  • Wir erleben sowohl in Deutschland als auch weltweit, wie menschliche Grundrechte beschnitten bzw. außer Kraft gesetzt werden oder wie die Berichterstattung in den großen Leitmedien sich den politischen D […]

    • Liebe Karin,
      dieser Artikel war in der Redaktion hoch umstritten, weil viel zu einseitig auf Seiten der Querdenker. Wir haben ihn dennoch veröffentlicht, um eine Diskussion zu provozieren. Im Nachhinein war die Veröffentlichung ein Fehler, wie die scharfen größenteils negativen Reaktionen gezeigt haben. In Zukunft werden wir zu dem Thema ausgewogenere Artikel, die Pro und Contra berücksichtigen, veröffentlichen. Wir stehen auf keinen Fall auf Seiten der Querdenker, möchten aber auch über gesellschaftliche Entwicklungen weiter kritisch berichten.

      Die Redaktion

  • Wie wir uns in einer Netzwerk-Vision bewusst verbinden und gemeinsam in unsere Schöpferkraft finden…
    von Victor Rollhausen
    Nichts im Leben, in unserer Welt polarer Gegensätze, hat nur eine dunkle, negative S […]

  • Mit der Monochord-Klangmassage nach Johannes Baehr kommt man leicht und schmerzfrei raus aus der Angst…
    von Frank Jaksch
    Angst lähmt, insbesondere den Verstand. Klares Denken, wie soll das funktionieren, wenn […]

  • Der Glaube an die heilende Kraft der Engel ist eine wahre Geschichte der Hoffnung…
    von Inaara Rosenmaier
    Mein Weg mit den Engeln begann an einem Freitag vor fast fünfunddreißig Jahren, als ich zur Hochzeit m […]

  • Was uns die Corona-Pandemie über das Wesen der Seuche und den Zustand unserer Medizin lehren kann…
    von Dr. Rosina Sonnenschmidt
    Ich möchte mit einer Begebenheit beginnen: 1978 stand ich ratlos in Mirzapur ( […]

  • Die Fülle an Informationen zur Coronakrise ist enorm angestiegen. Viele Menschen haben aber längst keine Energie mehr, um sich weiter damit zu befassen. Sie wollen nur noch, dass das Ganze schnell endet. I […]

    • Erinnert sich noch jemand an die dramatischen Zustände in Frankreich im Frühjahr 2020? Die Mitarbeiter der Krankenhäuser sprachen von einem „Tsunami“, der sie überrollt habe. Deutschland stellte Intensivbetten und Krankenhausplätze zur Verfügung. Alles schon vergessen?
      Und wieso hatten wir dann hier keine solchen Zustände? Vielleicht, weil es bei uns – gerade noch rechtzeitig! – einen sogenannten „Lockdown“ gegeben hatte (eher ein „Shutdown“)? Der das bis dahin mutmaßlich exponentielle Anwachsen der Infektionen gestoppt hat? Oder war etwa das Virus – eigentlich ja doch das gleiche überall – so frankophil, dass es lieber dort sein sein wollte?

      Ich glaube kaum. Wir hatten im März, Corona betreffend, genau das exponentielle Wachstum, das vorhersehbar gewesen ist, wenn man es an den gemeldeten Todesfallzahlen (der Spitze des Eisbergs) festmacht: Eine fast exakte Verdoppelung alle 2,5 Tage (kumulativ). Man hätte Wetten darauf abgeben können. Es gibt eigentlich überhaupt keinen nachvollziehbaren Grund, warum das nicht auch noch eine Weile so hätte weiter gehen können.

      Ich habe das damals dann auch mal weiter gerechnet: Bei gleich bleibendem, ungebremstem weiteren Verlauf hätten wir schon Mitte April 40.000 Todesfälle gehabt (kumulativ). Konzession an die „AN“-und-„MIT“-Schwurbler: Wenn vielleicht nur die Hälfte davon wirklich ursächliche Covid-Tote gewesen wären, dann hätte man die 40.000 Toten eben zweieinhalb Tage später gehabt. Und ab da weitere Verdoppelungen alle 2,5 Tage – die Größenordnung mag sich jeder selbst vor Augen führen. Das viel gescholtene böse Papier aus dem Bundesinnenministerium (BMI) war mit seinem „Worst Case Scenario“ (wohl gemerkt nur eins von 4 Szenarien) mit der potentiellen Million an Todesfällen bis Ende Mai ja noch leidlich gnädig. Mit meiner Rechnung hätten wir die schon Ende April gehabt.

      Mir kann keiner erzählen, ein Lockdown brächte nichts. Ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie sich die ansteigende Exponentialkurve ab Anfang April massiv verflacht hat, und das lag bestimmt nicht daran, dass das Virus plötzlich keine Lust mehr gehabt hätte (während es in anderen Ländern ja fröhliche Urständ feierte) oder die Leute von selbst plötzlich alle vernünftig geworden wären – dazu war das Ausmaß des Rückgangs einfach zu groß.

      Und ja, mag sein, der „R-Wert“ war Ende März schonmal bei 1 (was allerdings damals niemand wusste, weil es erst rückwirkend Mitte April so bestimmt bzw. so berechnet wurde), aber der ist ja keine fixe Größe – zwei, drei Superspreader-Events wie in Frankreich hätten genügt, und der wäre wieder hoch geschnellt.

      Und jetzt mal angenommen, es hätte keinen Lockdown gegeben und man hätte damals beschlossen, das Virus mal so weiter laufen zu lassen, mit ein paar Einschränkungen (keine Großveranstaltungen, keine Fußballspiele – Masken gabs ja eh keine) – kann man ernsthaft annehmen, es hätte keine „Nicht-Lockdown“-Kollateralschäden gegeben? Wenn die Leute erst mal gemerkt hätten, was auf sie zukommt, die Krankenhäuser voll gewesen wären? Es hätte keine Angststörungen, Depressionen, Panik-Selbstmorde gegeben? Keine aufgeschobenen Operationen, keine vermiedenen Arztbesuche, aus Angst sich anzustecken? Keine Umsatzrückgänge in Restaurants, Clubs und Bars nach Vorfällen wie im Berliner „Kater Blau“ und anderswo? Kein Rückgang des Publikumsverkehrs in Theatern, Konzerthäusern, Fitness-Studios, Yoga-Schulen? Wieviel noch mehr an medizinischem Personal wäre ausgefallen wegen Erkrankungen und Todesfällen als auch so schon? Wieviele Lehrer wären zusätzlich gestorben? Wieviele Eltern hätten ihre Kinder nicht mehr in die Schulen schicken wollen? Wieviel weniger Bruttosozialprodukt wegen Krankenständen? Wieviel „Long-Covid“-Erkrankungen? Wieviel Firmenpleiten wegen ausbleibender oder nicht mehr ausreichender Kundschaft?
      Auch das Virus hätte die Wirtschaft gebeutelt und hätte Existenzen vernichtet, und zwar endgültig. Und Entschädigungen hätte es dann wohl auch keine gegeben, denn es wäre ja niemand gezwungen gewesen, seinen Laden dicht zu machen.

      Wenn jetzt einer hingeht wie dieser Douglas Allen, dessen Studie zu Lockdowns gerade die Runde macht (man höre und staune: auch in den „Systemmedien“) und eine knallharte Kosten/Nutzen-Rechnung hinlegt, hat er all diese Faktoren sicherlich nicht bedacht. Es würde mich zumindest sehr wundern.

      https://www.cicero.de/wirtschaft/neue-lockdown-studie-mehr-schaden-als-nutzen

      Wer gut mit viel Zahlen-Gedöns umgehen kann, der schaue sich diese schon im März 2020 sehr hellsichtige Analyse des „Volksverpetzer“ an mit dem Fazit:
      „Es gibt kein Szenario, in welchem diese Pandemie keinen wirtschaftlichen Schaden anrichtet“
      https://www.volksverpetzer.de/analyse/wirtschaft-durchseuchung-corona/

      • Diese folgende Frage konnte mir bisher selbst nicht mal ein Arzt eindeutig beantworten: „Wie stirbt man/frau an einer Grippe?“

        Schon mal darüber nachgedacht?

    • Alleine zur Übersterblichkeit gibt es eine Reihe differenzierterer Betrachtungen:

      https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/sterbefallzahlen.html

      https://www.aerztezeitung.de/Politik/Deutliche-Uebersterblichkeit-in-Deutschland-416279.html

      https://www.bib.bund.de/DE/Aktuelles/2021/2021-02-25-Hoehere-Uebersterblichkeit-durch-Corona.html

      Das Argument hab ich übrigens nie verstanden. Wenn aus irgendeinem Grund woanders Sterbefälle wegfallen (zB. wegen milder Grippesaison), dann zählen 90.000 Coranatote nichts mehr, nur weil es insgesamt nicht mehr Tote sind???
      Und das berühmte „Präventionsparadox“ kommt hier natürlich auch zum Tragen: Darf man einfach unterschlagen, dass es immerhin massive Eindämmungsmaßnahmen gegeben hat und es ansonsten sicherlich wesentlich mehr Covid-Tote gegeben hätte? Diese 90.000, die wir hatten, also immer noch TROTZ aller Maßnahmen zustande gekommen sind? In Ländern, die ihre Maßnahmen zu spät (oder gar nicht) ergriffen haben, sind es durchweg mindestens doppelte Todesfallraten. Mindestens. Im Vergleich mit Süd Dakota hätten wir 200.000. Will das jemand? Wenn ja, soll er/sie es auch deutlich dazu sagen, wenn gegen alle Maßnahmen polemisiert wird.

      Die Grippewelle 2017/18 war in der Statistik ein großer Ausreißer, die meisten Grippesaisons verzeichnen wesentlich weniger Sterbefälle. Außerdem werden diese Zahlen geschätzt. 2017/18 war ein sehr kalter Winter. Die erfasste und der Influenza zugeschlagene „Übersterblichkeit“ kann genauso gut andere Gründe haben, z.B. viel mehr Lungenentzündungen – Laborbestätigt 2017/2018: ca. 1700 Fälle.

      https://correctiv.org/wp-content/uploads/2020/08/Bildschirmfoto-2020-08-18-um-154531robert-koch-institut-e1597758997991.jpg

      https://correctiv.org/faktencheck/2020/08/18/irrefuehrende-grafik-zu-influenza-und-coronavirus-sterbefaellen/

      Die Obduktionsergebnisse von Püschel sind längst überholt, und das Argument der Vorerkrankungen mag ich inzwischen eigentlich auch nicht mehr hören. Es reichen schon Diabetes und Bluthochdruck dafür, dass man sich mit einer Rolle als Covid-Todeskandidat abfinden muss?

      https://www.cicero.de/innenpolitik/pathologenverband-Klaus-Pueschel-Todesursache-Corona

      https://www.aerztezeitung.de/Politik/Obduktion-von-Corona-Toten-Wir-werden-demuetig-416937.html

      Interessant finde ich das Argument, ich dürfe als „Laie“ nicht mehr selber denken und hinterfragen (und eins und eins zusammenzählen) – also genau das, was die ganzen laienhaften Pandemie-Leugner und Querdenker so gern für sich in Anspruch nehmen .. 😉
      Wenn man es als „Laie“ aber „nicht bewerten“ kann, dann sollte man es auch nicht hochjubeln, wie der obige Artikel.

      Auf das Nicht-Eintreten der großen Impf-Euthanasie können wir gerne eine Wette abschließen. Zeitraum?

    • … das der Artikel bedient, nämlich das vor einer Impfung (u.a.) ist also ein besseres „Angst-Narrativ“? Dieser Artikel ist nicht „außerhalb der Box“, er bewegt sich vollständig in der Box des Einheits-Narrativs der meisten sogenannten „alternativen“ oder angeblich „freien“ Online-Medien. Und es gibt nirgends soviel Fake-News, „Alternative Fakten“ und nachweisbare Desinformation wie dort.

    • … „alternativ“, verstanden als grundsätzliche Anti-Haltung, hat doch nicht unbedingt etwas mit „Wahrheit“ zu tun. Wenn es bloß noch so eine renitente Attitüde ist, „gegen den Mainstream“ zu sein und sich damit, also qua Widerspruch automatisch auf der Seite der „Wahrheit“ zu fühlen, dann pfeife ich auf dieses Etikett. Es gibt zur Zeit nirgends soviele Fake News, Unwahrheiten und gezielte Desinformation wie in den sogenannten „alternativen“ Medien, zumindest, was ich online mitbekomme.
      Es gibt sicher nicht „tausende“ Ärzte, die „anderer Meinung“ sind (es gibt halt ein paar, deren laustarkem Gebaren man sich nicht entziehen kann), und selbst wenn, heißt Arzt-Sein (selbst Professor-Sein) schon lange nicht mehr, qua Status automatisch recht zu haben. Das sind Menschen wie Du und Ich, mit Voreingenommenheiten und genauso anfällig für Desinformation und Halbwissen wie jeder andere auch. Ich kenne da ein paar … Und wenn sich eine „alternative“ Gemeinschaftspraxis auf erwiesene Desinformationsverbreiter wie Wodarg und Bhakdi bezieht, dann weiß ich, dass ich da sicher nicht hingehe, wenn ich mich krank fühle …
      Fehlende Grippetote 2019 kannst Du nicht auf die erst im März 2020 bei uns angelaufene Corona-Epidemie zurückführen. Ich habe Dir schon in dem anderen Kommentar eine Grafik verlinkt, der man entnehmen kann, dass es viele Jahre mit sehr wenigen gemeldeten Grippetoten gab. Und nicht vergessen, dass seit der schlimmen Saison 2017/18 viel mehr Leute sich haben impfen lassen. Hier ist die Grafik nochmal:
      https://correctiv.org/wp-content/uploads/2020/08/Bildschirmfoto-2020-08-18-um-154531robert-koch-institut-e1597758997991.jpg

      Was ein Nazi ist, scheinst Du auch nicht wirklich zu wissen. Solche Vergleiche verbieten sich in diesem Zusammenhang absolut (und in den meisten anderen auch).

    • Sorry, aber dieser Artikel ist genauso einseitig und irreführemd, wie er es den sogenannten „Mainstream-Medien“ unterstellt – ich muss sagen, dass ich mich sehr über ihn geärgert habe, da er genau das „querdenkende“ und vereinfachende Einheits-Narrativ der meisten sogenannten „alternativen Medien“ (ich nenne es: „alternativer Mainstream“) bedient, das ich gerade beim SEIN eigentlich so nicht verortet hätte … Wer der öffentlich-rechtlichen „medialen Welt“ in erster Linie ausgerechnet und fast ausschließlich die „Wirklichkeits“-Blase von Boris Reitschuster u.ä. entgegenstellt, bewegt sich schon auf sehr dünnem Eis …

      Außerdem: Die Argumentationsbasis dieses Artikels beruht auf weitreichenden Trugschlüssen, Halbwahrheiten und Falschbehauptungen. Und vor allem aus zwei schlecht recherchierten Einzelfällen, die absolut nicht dazu taugen, sie zu Blaupausen oder Vorzeigemodellen zu deklarieren. Ich würde hierzu also gerne ein paar Korrekturen und Gegenargumente vorbringen.

      Dakota: „Deadliest Place on Earth“

      Ich fange mal an mit der, inzwischen nicht mehr nur von den „alternativen“ Medien gerne verbreiteten Erzählung von den beiden Dakotas, die die Unwirksamkeit von Lockdowns belegen soll. Was hierbei immerzu verschwiegen wird, ist Folgendes:
      Beide Staaten waren sowohl bezüglich der Infektions- als auch der Todeszahlen lange Zeit nicht nur in den USA, sondern WELTWEIT Spitzenreiter – zurückzuführen auf das Fehlen jeglicher Präventionsmaßnahmen wie Masken etc., von Lockdowns ganz zu schweigen. Also Negativ-Beispiele par excellence dafür, wohin es führt, wenn man sich jeglichen Maßnahmen verweigert.
      „The Deadliest Place on Earth“ stand irgendwo zu lesen …

      https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1188806/umfrage/infektionsrate-des-cornavirus-covid-19-in-den-usa-nach-bundesstaat

      https://www.nbcnews.com/health/health-news/north-dakota-south-dakota-set-global-covid-records-how-did-n1257004

      „By November, North Dakota had the highest coronavirus infection rate per capita in the world. In South Dakota, the death rate reached a global high.“

      Findet man diese Information bei Reitschuster? Nö …

      Das bedeutet: Man kann für beide Staaten davon ausgehen, dass hier bereits eine großflächige „Durchseuchung“ stattgefunden hat – und zwar in einer Größenordung von 30 bis 50% (offizielle Infektionsrate von ca. 14% plus eine sehr moderat berechnete zusätzliche 2- bis 3-fache Dunkelziffer). Dass bei einer solchen Ausgangslage auch ein noch so gut aufgestellter Lockdown nicht mehr viel ausrichten kann, da das Virus einfach schon viel zu verbreitet ist und immer noch ausreichend weitere Verbreitungsmöglichkeiten hat, liegt eigentlich glasklar auf der Hand. Oder anders formuliert: Es gibt hier überhaupt keinen Beleg dafür, dass ein Lockdown generell wirkungslos ist, sondern dass man ihn sich sparen kann, wenn er einfach mal viel ZU SPÄT kommt.

      Übrigens gab es dann auch im angeblich komplett maßnahmefreien South Dakota einige „gallische Dörfer“, die sich der offiziell angeordneten Maßnahmeverweigerung verweigert haben – mit messbarem Effekt.

      https://www.bbc.com/news/55216518

      Es gibt genügend Beispiele dafür, wie und wann ein Lockdown wirkt.

      https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/113600/Studien-Lockdown-hat-viele-Millionen-Menschenleben-gerettet

      Warum konnte England jetzt wieder großzügig alles öffnen, abseits der Tatsache, dass massiv geimpft wird? Es hat sich nochmal einen ausgesprochen harten Lockdown zugemutet.

      https://www.deutschlandfunk.de/vorbild-grossbritannien-der-harte-lockdown-brachte-die.676.de.html?dram:article_id=494824

      Australien fährt gerade eine ganz harte Schiene. Die Inzidenzen dort gehen gegen Null. Weitere Beispiele ließen sich finden.

      Exkurs: Exponentielles Wachstum, Kontaktbeschränkungen und Lockdowns

      Kleiner Exkurs: Dieses Virus besitzt per se ein sehr hohes Ansteckungspotential, das wurde von Anfang an so beschrieben und hat sich auch dort genauso bewahrheitet, wo man es hat laufen lassen. Der unterste berechnete Ansteckungs („R“) – Wert liegt bei 2,2 bis 2,5 (es gibt auch höhere Angaben), das heißt, jeder Infizierte steckt 2 bis 2,5 weitere Personen an. Leider verstehen offenbar die wenigsten, was ein solcherart vorprogrammiertes exponentielles Wachstum (= stetige Verdoppelung oder Vervielfachung) bedeutet: Die Zahlen gehen ab einer bestimmten Größenordnung unaufhaltsam durch die Decke.

      Kennt noch jemand die Geschichte vom Schachbrett und dem Reiskorn?
      Hier, bitte sehr: https://www.youtube.com/watch?v=KnQZ3Mg6upg oder https://www.youtube.com/watch?v=byk3pA1GPgU

      Es ist schon erstaunlich, dass genau dieser Tatsache – der potentiell rasanten Ausbreitungsgeschwindigleit – so wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Sie ist immerhin der Hauptgrund dafür, dass überhaupt Eindämmungsmaßnahmen wie Lockdowns unternommen wurden – man wollte sich einfach nicht überrollen lassen (wie in Frankreich, New York und anderswo dann geschehen) und ansonsten auch einfach Zeit gewinnen. Ich bin der Meinung, dass diese gewonnene Zeit enorm viel gebracht hat hinsichtich eines erweiterten Verständnisses der Krankheit, Verbesserung von Therapiemethoden etc. Siehe hierzu auch das „Hammer + Dance“ Konzept von Pueyo, an dem sich streckenweise orientiert wurde:

      https://medium.com/tomas-pueyo/coronavirus-der-hammer-und-der-tanz-abf9015cb2af

      Andererseits: Das Virus „lebt“ und „ernährt“ sich NUR von Kontakten, von nichts anderem. Könnte man (was natürlich nicht geht, aber zur Veranschaulichung des Prinzips) für 4 Wochen sämtliche Kontakte verhindern, wäre auch das Virus weg – es wäre ausgelöscht, nicht mehr existent!
      Es schadet sicher nichts, das Geschehen hin und wieder von dieser Warte aus zu betrachten. Es dürfte auch die Ausgangsposition der „Zero Covid“ Strategie sein.
      (Edit: Neuere Untersuchungen legen nahe, dass beispielsweise bei „LongCovid“-Patienten das Virus auch länger im Körper verbleiben und überleben kann. Allerdings scheint es dabei nicht ansteckend zu sein).

      Worauf ich hinaus will: Solange eine exponentielle Verbreitung des Virus nicht durch einschneidende Maßnahmen wie die Impfung zu stoppen ist, ist neben Minimalinterventionen wie Maskentragen die einzige Möglichkeit, es zu begrenzen, eine möglichst breit angelegte Kontaktreduzierung. Nichts anderes bezweckt und tut ein „Lockdown“. Und weil er das tut, wenn er rechtzeitig veranlasst wird, ist es unsinnig zu behaupten, er sei per se wirkungslos.

      Über die Ausgestaltung eines Lockdowns lässt sich natürlich durchaus diskutieren und über Sinn, Unsinn, Ausmaß und Umsetzung einzelner Maßnahmen streiten. Auch über die unstrittig erfolgten „Kollateralschäden“ und vor allem über die mangelnde Umsetzung der vollmundig versprochenen finanziellen Unterstützungsleistungen.

      Aber generell zu behaupten, ein Lockdown hätte keine Wirkung, ist entweder grober Unfug, hoffnungslos naiv oder einfach bewusst irreführend. Und nicht einmal der „Querdenker“-Apostel Ioannidis behauptet das. Er kriegt es nur immer wieder untergeschoben.

      Der Fall Ioannidis

      Dieser „Experte“ hat sich, was offenbar kaum jemand weiß, das Attribut, „einer der meistzitierten Wissenschaftler der Welt“ zu sein, keineswegs, wie man meinen könnte, durch irgendeine herausragende Publikation auf dem Gebiet der Epidemiologie oder Ähnlichem verdient, sondern durch einen (Zitat Süddeutsche Zeitung:) „Fachartikel, in dem er lustvoll darlegte, warum die meisten Forschungsergebnisse falsch seien. Dieser Fachaufsatz wurde mit mehr als drei Millionen Aufrufen mehr als jeder andere wahrgenommen.“

      Das muss man sich eigentlich erst mal auf der Zunge zergehen lassen.
      Ein Wissenschaftler, der generell die Validität jeglicher Studien bzw. Forschung überhaupt in Abrede stellt, somit im Wissenschaftsbetrieb den Clown markiert, will mit seinen eigenen Studien ernst genommen werden? Und wird zum Kronzeugen der Pandemie- und Maßnahmen-Leugner schlechthin ausgerufen …

      Die ihn – aber das passt ja dann auch irgendwie wieder – nicht mal korrekt wiedergeben. Die Lockdown-Studie von Ioannidis besagt nämlich überhaupt nicht, dass Lockdowns generell wirkungslos seien, sondern – und darin ist sie eigentlich anschlussfähig an das von mir weiter oben Gesagte – dass sie erst ab einem gewissen Punkt nichts (mehr) bewirken (hier: ab einer bestimmten Verschärfung). Darüber hinaus wird ihnen aber durchaus Wirkung bescheinigt!

      Findet man diese Information bei Reitschuster? Nö …

      Quelle: https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/coronavirus-massnahmen-studien-stanford-john-ioannidis-lockdown-1.5187909

      Dass Ioannidis generell in der Fachwelt höchst umstritten ist – darf man das überhaupt noch sagen, ohne dass man von dessen Anhängerschaft des „Mobbings“, der „Diffamierung“, der „Zensur“ und des „Mundtotmachens“ bezichtigt wird? Doch, das muss man dürfen …

      https://www.br.de/nachrichten/wissen/corona-wissenschaftler-kritisieren-stanford-studie-zu-lockdown,SMihU3O

      https://www.online-zfa.de/fileadmin/pdfs-free/ZFA_03_2021_Besonderer_Artikel_.pdf

      Die USA und der Sonderfall Florida

      Zur Bewertung des Geschehens und der Lage in den USA generell muss man sich Folgendes vor Augen halten: Die USA haben bekanntermaßen erst sehr spät angefangen, ernsthafte Vorkehrungen gegen die Verbreitung des Virus zu treffen. Sie haben das mit an die 600.000 Toten teuer bezahlt – das ist ein Sechstel aller Covid19-Todesfälle weltweit, bei 4% Anteil an der Weltbevölkerung … Möglicherweise kommt ihnen das aber jetzt aufgrund des „Durchseuchungsgrades“ zugute in Form einer weiter als in anderen Gegenden fortgeschrittenen Immunisierung.
      Und das dürfte wiederum in besonderem Maße auf den Staat Florida zutreffen. Dieser lag nämlich ebenfalls lange, was die Infektionsraten angeht, innerhalb der USA aufgrund seiner laschen Maßnahmenpolitik ganz weit vorn – und belegt bis heute in der Fallstatistik einen unrühmlichen dritten Platz.

      Findet man diese Information bei Reitschuster? Nö …

      https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1106292/umfrage/fallzahl-des-cornavirus-covid-19-in-den-usa-nach-bundesstaat/

      Erstaunlicherweise spiegelt sich dies aber nicht in den Todeszahlen wieder, die sich aktuell irgendwo im Mittelfeld bewegen. Es scheint sich hier also in mehrfacher Hinsicht um einen Sonderfall zu handeln.

      Was meiner Meinung nach hier eine besondere Rolle spielt ist: Florida ist der Sonnenstaat der USA schlechthin. Wir wissen, dass UV-Licht Viren deaktiviert – dennoch stattfindende Infektionen dadurch zumeist aufgrund einer schwächeren Virenlast milder verlaufen. Vor allem aber, und das ist der einzige Punkt, an dem ich mit dem obigen Artikel d´accord gehe und wo man das Thema „Vitamin D“ auch hätte anbringen können: Der Vitamin-D-Speicher der Leute dürfte voll sein. Das wiederum dürfte eine größere Resilienz gegenüber schwerwiegender Erkrankung, vor allem mit Todesfolge, mit sich bringen.
      Was sicher landesspezifisch auch eine Rolle spielt: Die gehobenen Einkommensverhältnisse, ein dementsprechend gut aufgestelltes Gesundheitswesen, somit auch ein generell besserer Gesundheitszustand der Bevölkerung als beispielsweise in Brasilien, das zwar auch viel Sonne hat, aber bei weitem keine vergleichbare Sozialstruktur.

      Mein Fazit: Schön für Florida, wenn die Umstände es begünstigen.
      Aber nicht jeder kann Florida, man muss es sich auch leisten können …
      Oder anders: Bitte keine Regionen mit speziellen Gegebenheiten zum Universalmodell für solche mit völlig anderen Parametern proklamieren. Das gilt übrigens auch für das notorische Beispiel Schweden.

      Impfungen

      Besonders widersprüchlich finde ich den Artikel in dieser Hinsicht: Man kann nicht auf der einen Seite bejubeln, dass 22 Staaten ihre Maßnahmen aufheben, wenn man auf der anderen Seite unter den Tisch fallen lässt, dass die USA seit einem halben Jahr ein massives Impfprogramm fahren, das, neben der durch hohe Infektionszahlen erhöhten Grundimmunisierung, wesentlich dazu beiträgt, dass Restriktionen aufgehoben werden können. UND gleichzeitig die Impfungen hierzulande verteufeln.
      Nein – die hier verwendeten Impfstoffe haben (im Gegensatz zur USA, zumindest anfänglich) KEINE „Notfallzulassung“, sondern eine sogenannte „bedingte (= befristete) Zulassung“, was einen großen Unterschied darstellt (und weshalb die Zulassung hierzulande auch so lange gedauert hat). Diese „bedingte Zulassung“ wird aller Voraussicht nach in eine reguläre Zulassung übergehen.

      https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2020/12/21/wirrwarr-um-notfall-und-ordentliche-zulassungen

      Zu angeblichen „Langzeitfolgen“ nach Impfungen siehe hier:
      https://www.facebook.com/watch/?v=185145706864405

      oder man schaue die aufschlussreichen Videos des Molekularbiologen Martin Moder zu diesem Thema:

      https://www.youtube.com/results?search_query=martin+moder+corona+impfung+langzeitfolgen+

      Es wird mittlerweile, wenn man die ersten Probandenstudien mit einbezieht, seit über einem Jahr geimpft. Von irgendwelchen gravierenden „Langzeitwirkungen“ hat man bisher nichts gehört. Die „alternativen Medien“ hätten es sowas von gepuscht …

      Tatsächliche Langzeitfolgen, real sichtbare, nicht fantasierte oder herbeigeraunte, gibt es allerdings bei einer Covid19-Erkrankung: Bislang 350.000 „Long-Covid“-Betroffene alleine hierzulande. Die scheinen aber irgendwie nicht von besonderem Interesse oder nicht spannend genug zu sein. Zu real?

      Reichlich unredlich finde ich, den Fall Eric Clapton als Impfgeschädigten darzubieten und dabei zu verschweigen, dass dieser nach zwei Wochen vollständig wieder genesen war und zudem an einer neurologischen Vorerkrankung leidet, die allem Anschein nach zu seinen Impfkomplikationen geführt hat.

      https://www.focus.de/kultur/kino_tv/eric-clapton-nach-nebenwirkungen-bereut-der-musiker-seine-corona-impfung_id_13304261.html

      Gibt es eigentlich irgendeinen nachvollziehbaren Grund, warum Impf-Panikmache („sich anbahnende Katastrophe“) etwas Besseres, Ehrenwerteres sein soll als die immer behauptete Corona-Panikmache?

      Und ja, Bhakdi hat Blutgerinnsel nach Impfungen „vorausgesagt“.
      Allerdings in wesentlich höherem, quasi apokalyptischem Ausmaß, und offensichtlich hat er zur Genese dieses Phänomens nicht unbedingt diejenigen mikrobiologischen Vorgänge beschrieben, die nach aktuellem Stand der Forschung tatsächlich ursächlich dafür sind. Man wünscht sich, er hätte zum Thema „Thrombosen durch Covid19“ das gleiche Engagement an den Tag gelegt. Stattdessen war seine erste Reaktion auf entsprechende Forschungsergebnisse die flapsig-ignorante Bemerkung, die alten Leute würden sich halt zu wenig bewegen. Dass außerdem eine Covid19-Erkrankung die Gefahr einer Hirnvenenthrombose bis zu hundertfach erhöht, dürfte ihn genauso wenig interessieren.

      Findet man diese Information bei Reitschuster? Nö …

      https://www.aerztezeitung.de/Nachrichten/Hirnvenenthrombosen-Risiko-nach-Infektion-deutlich-groesser-als-nach-Impfung-418884.html

      Aktuell machen „Statistiken“ die Runde, die behaupten, es hätte im Zusammenhang mit den neuen Impfstoffen mehr Nebenwirkungen und Todesfälle gegeben als in den letzten Jahren durch alle bekannten anderen Impfstoffe zusammen. Das ist Augenwischerei. Zum einen werden gerade bei den Covid-19-Impfstoffen sämtliche irgendwie auftretenden Ereignisse akribisch erfasst, auch kleinste, die als „normale“ Impfnebenwirkungsn bei den älteren Stoffen niemanden mehr interessieren. Zum anderen: Wer wurde bevorzugt und als erstes geimpft? Alte und älteste Menschen. Dass da in zeitlicher Nähe zur Impfung wesentlich mehr Todesfälle auftreten, die keinesfalls in einem kausalen Zusammenhang stehen müssen, aber trotzdem erfasst werden, liegt auf der Hand.

      Mittlerweile ist ja auch bekannt geworden, dass man mit bezahlter Anti-Impf-Propaganda gutes Geld verdienen kann.

      https://www.zdf.de/nachrichten/digitales/corona-influencer-impfen-bezahlung-russland-fazze-100.html

      https://www.derstandard.de/story/2000126968372/agentur-bot-influencern-geld-fuer-kampagne-gegen-biontech-impfstoff-an

      https://www.tagesschau.de/investigativ/kontraste/pfizer-impfstoff-influencer-101.html

      Findet man diese Information bei Reitschuster? Nö …

      Noch kurz eine Anmerkung zum Thema „Immunsystem“ und Covid-19
      Hier scheint die weit verbreitete naive Vorstellung vorzuliegen, man müsse eben nur sein Immunsystem stärken, um geschützt zu sein – und nicht bekannt zu sein, dass dessen Rolle für den Verlauf einer Covid-19-Erkrankung durchaus nicht geklärt ist. Es gibt im Gegenteil Hinweise darauf, dass das SarsCov2-Virus in der Lage ist, ein Immunsystem, und insbesondere ein stärkeres, in seiner Funktion zu kapern, es quasi „umzudrehen“, dh. gegen den Körper zu wenden und eine überschießende Autoimmunreaktion zu provozieren, die dann die schwereren Verläufe oder auch die bekannten Langzeitfolgen verursacht.

      Findet man diese Information bei Reitschuster? Nö …

      https://www.tagesschau.de/faktenfinder/immunsystem-covid-19-101.html#content

      https://idw-online.de/de/news763134

      https://www.laborjournal.de/rubric/hintergrund/hg/hg_20_12_01.php

      Das Phänomen Boris Reitschuster

      Es ist nicht alles Lug und Trug bei Reitschuster.
      Allerdings entspricht bereits sein Claim „Ohne „Haltung“. Ohne Belehrung. Ohne Ideologie.“ nicht der Wahrheit. Reitschuster hat eine knallharte Agenda in Bezug auf das Thema Corona („Corona ist harmlos, die Maßnahmen sind überflüssig bis gefährlich, die Regierung lügt, die Impfung ist böse“) und der sind sämtliche Beiträge zum Thema untergeordnet, egal wie sehr er oder seine Autoren sie dafür zurecht biegen müssen – durch Verdrehungen, Auslassungen, Halb- und Unwahrheiten etc. Das lässt sich z.B. sehr gut an dem Artikel über die Ioannidis-Studie zur Infektionssterblichkeit zeigen (ich schreibe dazu noch etwas in den Kommentaren).
      Für welches Hetz-Publikum Reitschuster schreibt, lässt sich sehr gut an den Kommentaren unter seinen Artikeln festmachen.
      Etwas ausführlicher und mit expliziten Beispielen hat sich der „Volksverpetzer“ mit Reitschuster befasst. Zitat: „WER REITSCHUSTER LIEST, WILL GETÄUSCHT WERDEN“.
      Dem stimme ich zu.
      https://www.volksverpetzer.de/corona-faktencheck/reitschuster-faktencheck-unserioes/

      Es gäbe noch einiges mehr zu sagen zu obigem Artikel (ich werde dazu vielleicht noch etwas in den Kommentaren schreiben) – zu den angeblich abgebauten Krankenhausbetten, zu der nicht eingetretenen Überlastung des Gesundheitssystems (Thema „Präventionsparadox“), zu den Zahlentricksereien in Bezug auf Schweden (30% mehr Sterbefälle als in Deutschland lassen sich nicht einfach wegleugnen) und überhaupt der besonderen Situation dort, zum Thema „Übersterblichkeit“ sowie dem unsäglichen, fachlich völlig unterbelichteten „Corona-Ausschuss“ von Fuellmich und dessen Umfeld. Mal abgesehen davon, dass mir bei der Mehrzahl der gelisteten Quellenangaben die Haare zu Berge stehen, weil sie fast alle der gleichen Desinformationsblase entstammen.

      Eine sehr umfangreiche Auflistung von Teilnehmern an dieser Blase bietet die in den Quellen zum Artikel aufgeführte Medienliste, die bis auf zwei seriöse Seiten (RKI und DIVI) alles enthält, was man braucht, um sich, bei ausschließlichem Gebrauch, vollends aus der Realität zu verabschieden …

    • … und seinen Autoren anhand eines Beispiels, nämlich der Inanspruchnahme der Studie von Ioannidis zur Infektionssterblicheit bei Covid 19.
      Den Beitrag findet man hier:
      https://reitschuster.de/post/studie-von-top-epidemiologen-infektionssterblichkeit-von-corona-015-prozent/

      Der Autor weist – zurecht – erst einmal darauf hin, dass es einen nicht unwichtigen Unterschied gibt zwischen den Zahlen zur Covid-19-Sterblichkeit im Verhältnis zu den erfassten Krankheitsfällen (= Fallsterblichkeit) und den tatsächlichen Infektionen (aufgrund verschiedener Parameter wie vermuteter Dunkelziffer etc. hochgerechnet) (= Infektionssterblichkeit). Hier kommt dann wieder der notorische „Experte“ Ioannidis ins Spiel, der aufgrund einer „Metastudie“, also einer Auswertung vieler Studien aus aller Welt, auf eine globale Infektionssterblichkeit von 0,15% gekommen sein will (was ein deutlich niedrigerer Wert ist als die offiziell immer genannten Fallsterblichkeiten). So weit, so gut und erst mal unbestritten.

      Was allerdings buchstäblich, auch im Beitrag von Reitschuster (wer findet es?!), nur im Kleingedruckten steht: Dieser Wert kann nach Aussage von Ioannidis selbst je nach Kontinent, Land oder einzelnen Regionen erheblich unterschiedlich ausfallen.

      Dessen ungeachtet geht aber der Autor jetzt hin und überträgt diesen „globalen Mittelwert“ ohne weitere Überlegung zu den hier herrschenden Rahmenbedingungen etc. einfach mal auf Deutschland (und indirekt auch auf Amerika). Dann setzt er das in Bezug zu einer berechneten Infektionssterblichkeit bei Influenza von 0,05% und redet dieses Verhältnis, aufgrund der beides mal geringen Zahlenwerte, klein – obwohl der eine Wert einfach mal das Dreifache des anderen ist (und auch kleine Anteile von großen Mengen natürlich große Zahlen ergeben können …).

      Aber geschenkt. Erheblicher ist, dass weder der Autor noch Reitschuster als verantwortlicher „Redakteur“ sich mal die Mühe gemacht hätten, einfach mal nachzurechnen, was denn eine Infektionssterblichkeit von 0,15% bedeuten würde in Bezug auf die bei uns vorliegenden ca. 90.000 Todesfälle. Das hab ich dann halt mal gemacht: Wären diese 90.000 Fälle nämlich tatsächlich nur 0,15% aller Infektionen, dann hätten wir in Deutschland insgesamt 60 Millionen Infektionen. Also quasi Herdenimmunität. Selbst die gewagtesten Spekulationen hinsichtlich einer Infektions-Dunkelziffer würden nicht soweit gehen. Kommen wir Querdenkern und Pandemie-Leugnern großzügig entgegen und sagen mal, von den 90.000 seien nur 50.000 „echte“ Coronatote, hätten wir immer noch ca. 33 Millionen Infektionen. Im Falle USA wären bei 500.000 Toten und der gleichen Infektionssterblichkeit (0,15%) mehr US-Amerikaner infiziert als das Land Einwohner hat …
      Wirklich ernst zu nehmende Überlegungen zur Infektionsrate (offizielle + Dunkelziffer) hierzulande gehen von maximal 10 Millionen aus – und einer geschätzten Infektionssterblichkeit von um 1 Prozent.

    • … inhalieren, das schadet der geistigen Gesundheit nachhaltig.

      https://www.volksverpetzer.de/corona-faktencheck/portugal-verifiziert-luege/

      Oder hier:
      https://www.mimikama.at/aktuelles/portugal-152-covid-19-faelle/

      Zum Thema „Übersterblichkeit“ habe ich bereits zuvor darauf hingewiesen, dass hier eine differenzierte Betrachtung vonnöten ist statt unterkomplexer Statements zu komplexen Fragestellugen:
      https://www.bib.bund.de/DE/Aktuelles/2021/2021-02-25-Hoehere-Uebersterblichkeit-durch-Corona.html

      Und hin und wieder vielleicht auch mal über den Tellerrand hinaussschauen: Europaweit gibt es eine Übersterblichkeit von 300.000 (!) Fällen. Grafik dazu auf Euromomo, einfach hier ein Stück runterscrollen zum Punkt „Excess mortality“:
      https://www.euromomo.eu/graphs-and-maps

    • … dass Yeadon Unsinn redet:
      https://www.mimikama.at/aktuelles/impfstoff-sterilisiert-frauen/

      Und das noch gleich dazu:
      https://www.mimikama.at/aktuelles/qualvoller-tod-fake/

      Weiteres:
      https://dpa-factchecking.com/germany/201130-99-514370/

      Yeadon war auch nie Vizepräsident von Pfizer, sondern ein Abteilungsleiter in der Allergie- und Atemwegsforschung
      https://en.wikipedia.org/wiki/Michael_Yeadon

      Ausführliche Recherche zur Person Yeadon:
      https://www.reuters.com/investigates/special-report/health-coronavirus-vaccines-skeptic/

      Reicht das?

    • “ former chief scientist and vice president of the allergy and respiratory research unit[1] of the drug company Pfizer“.
      „Vice President“ einer ABTEILUNG bei Pfizer, nicht VON Pfizer. Insofern ein Abteilungsleiter, ich denke, dass man das aus dem Englischen so übersetzen kann.
      Zu Mimikama: Wer Fakten nicht abkann, macht dann die Überbringer schlecht, dass ist doch durchschaubar. Anstatt die getätigten Aussagen und vor allem die Quellen einfach mal zu überprüfen. Ich hab niemanden als „inkompetent“ bezeichnet, und ich hab auch nichts zu verlieren, schraub mal Deine spekulierende Fantasie ein bisschen zurück. Ich bin allerdings inzwischen absolut allergisch auf Desinformation und Falschbehauptungen, speziell in Bezug auf Corona. Es geht nicht um „Meinung“.

    • Hallo Ilian,
      ich schulde Dir ja noch einen Kommentar zu Deinem Kommentar zu meinem Kommentar …

      (…)

      1. Der Dakota-Hoax (Fake!)

      Am schlimmsten ist diese Dakota-Story. Ich habe mich nochmal eingehender damit beschäftigt. Es ist ein reiner Hoax – eine Legende, ein Märchen. Nichts von dem, was Du da ausbreitest, ist wahr (!) und die Grafik dazu besagt GENAU DAS GEGENTEIL von dem, was Dein Framing behauptet. Zum Glück und zur Verdeutlichung hat ein Kollege hier mal was dazu gebastelt.
      Beide Staaten hatten nämlich fast die ganze Zeit die GLEICHEN, nämlich so gut wie GAR KEINE Maßnahmen und DESHALB gleichen sich auch die dargestellten Kurven. Erst im November, am Höhepunkt der Infektionswelle, da, wo die Kurven auf der Grafik ihren PEAK haben, hat North Dakota etwas unternommen.

      Aber weder einen „Lockdown“ verhängt – auch wenn es so bei Reitschuster, Hauke und Co. steht – noch, wie Du schreibst, „strenge Wirtschaftsrestriktionen“. Sondern sie haben lediglich eine Maskenpflicht eingeführt und ein paar Einschränkungen im Gastgewerbe.
      Mehr nicht! Und trotzdem kann man sehen, wie sich ab da die Kurven unterscheiden, und zwar ZUGUNSTEN North Dakotas, das am Ende sogar deutlich besser da steht als South Dakota. Wir werden hier durch Kontext, Framing und offenbar Betriebsblindheit sehenden Auges hinters Licht geführt.

      Was Du da auftischst (bzw. beim unehrenwerten Kollegen Reitschuster oder sonstwo abkupferst), ist ein reines Märchen – den behaupteten Gegensatz von zwei Staaten, die gleichzeitig einmal strenge und einmal gar keine Maßnahmen haben, aber die gleichen Infektionsverläufe, GIBT ES NICHT. Im Gegenteil: Man kann aus der Grafik ja sogar herauslesen, dass selbst die relativ moderate und späte Maßnahme einer Maskenpflicht noch einen sichtbaren Effekt hat.

      Diese Augenwischerei ist leider ein Musterbeispiel für genau die Art von Desinformation, wie man sie zuhauf in den sich „alternativ“ nennenden „freien“ Medien findet (und weshalb ich da inzwischen keiner Grafik, keiner Zahl, keiner Behauptung auf Anhieb mehr traue), und die es fertig bringt, einen sehenden Auges hinters Licht zu führen, indem sie tatsächliche Gegebenheiten ins genaue Gegenteil verdreht. Und zwar nicht erst seit Corona. Es ist das gleiche Strickmuster wie bei Klimawandelleugnern, Impfgegnern u.a. Und kommt sehr oft von rechts, von der AfD oder aus sonstigen an Desinformation und Spaltung interessierten Kreisen und Kanälen wie Ken Jebsen oder russischen Medienportalen. Oder eben Reitschuster oder Rubikon …

      Die tatsächlichen Vorgänge und Verhältnisse in den beiden Dakotas zur fraglichen Zeit geben die folgenden beiden sehr lesenswerten und aufschlussreichen (englischsprachigen) Zeitungsartikel wieder, die quasi direkt von vor Ort berichten – und eben nicht das, was durch die „stille Post“ irgendwann bei Reitschuster und Co landet (gute Übersetzungshilfe aus dem Englischen, falls nötig: Deepl ).

      Artikel 1 Artikel 2 .
      Und im Übrigen gab es letztlich auch in South Dakota einige größere Städte, die sich dem staatlich verordneten Anti-Masken-Kurs widersetzten und Maskenpflichten (mit spürbarem Effekt) einführten. Quellen: hier

      Die Frage, warum die bösen Mainstream-Medien dieses Dakota-Märchen nicht gleich auf den Titelseiten bringen, hat sich hiermit sicherlich erübrigt …

      2. Immer wieder Ioannidis
      Die obige Frage erübrigt sich auch in Hinsicht auf das zweite Standbein Deiner Argumentation, das ewige Ioannidis-Märchen. Dass Ioannidis in den MSM gar nicht erwähnt würde, ist zwar nicht der Fall, er kommt ja vor, allerdings nicht mit der von Dir gewünschten Intention. Die Ioannidis-Studien sind nach allgemeiner Auffassung von Fachleuten NICHT valide, sie halten einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht stand. Ich hatte es Dir zwar schonmal verlinkt, aber hier nochmal die ausführliche Bewertung der Lockdown-Studie von Ioannidis durch ein sechsköpfiges wissenschaftliches Fachgremium an, die ihr ein hohes Maß an Verzerrung attestiert.

      Die von Dir bestrittene Konzession von Ioannidis bezgl. 30% Wirksamkeit von strengeren (=Lockdown)-Maßnahmen greift dieser Artikel in der Süddeutschen Zeitung auf, den ich Dir auch schonmal verlinkt hatte.

      Zitat: „Ein „mäßiges Absenken der Fallzahlen um bis zu 30 Prozent“ durch strenge Einschränkungen könne aber „in einigen Ländern nicht ausgeschlossen“ werden, so die Autoren.“
      Und dann halt hier auch der BR24-Faktenfuchs nochmal.

      Wer mit den Ioannidis-Studien argumentiert, argumentiert in einer Blase und WILL getäuscht werden – oder täuschen. Kleine Zwischenbemerkung: Die vielen weiteren verschiedenen Studien zu angeblichen Nutzen und Schaden von Lockdowns kommen doch meistens aus einer sehr wirtschaftsaffinen, ökonomisch ausgerichteten Ecke – können die wirklich objektiv sein?
      Einer der Haus- und Hof-Autoren von Reitschuster, Christian Euler, ist eigentlich Wirtschafts- und Börsenjournalist.
      Er hat auch den Artikel verbrochen, wegen dem Reitschuster jetzt bei Twitter rausgeflogen ist (in dem behauptet wurde, Kinder würden sich bei Geimpften über die Haut mit Spikes anstecken, an denen sie dann stürben …)

      Zu der von Dir angeführten neueren Studie der Ludwigs-Maxilmilian-Uni in München gab es unverzüglich eine Richtigstellung der Macher, in der sie Vereinnahmungen im Sinne von „Lockdowns sind nutzlos“ deutlich zurückweisen.
      Zitate: „Dass der Lockdown unnötig war, kann man so aus den Daten nicht sagen.“ „Dennoch hätten die Maßnahmen das Infektionsgeschehen durchaus beeinflusst, genau wie weitere Faktoren auch, so Brinks. „Aber das können wir mit den Daten nicht auseinanderdröseln.“

      3. Exponentielles Wachstum
      Ich komme aber nochmal auf die Dakota-Kurven zurück. Die sind nämlich in einer Hinsicht Gold wert – insofern, als sie sowas von exakt das von Dir (sehenden Auges) bestrittene exponentielle Wachstum der Fallzahlen bei einem „freilaufenden“ Virus wiedergeben, dass man sie in ein Lehrbuch aufnehmen könnte (oder auch als Grundlage nehmen für weitere Modellierungen).

      Am besten sieht man es an der ND-Kurve: Jeweils ziemlich genau in der Monatsmitte gibt es folgende Fallzahlen: 50 – 100 – 200 – 400 – 800 – 1600 (letztere sogar noch zeitiger).
      Exakter kann man einen exponentiellen Verlauf (= Verdopplung eines Zahlenwertes in regelmäßigem Abstand) kaum wiedergeben. Eine lediglich monatlich stattfindende Verdoppelung der Fallzahlen ist natürlich immerhin noch sehr gemächlich. Das dürfte damit zusammenhängen, dass die Dakotas ausgesprochen dünn besiedelt sind – 1,6 Millionen Leute auf einer Fläche etwas größer als das Bundesgebiet. Von daher ist es schon auch eine Leistung, dass die überhaupt soviele Fälle hatten (zeitweilig Weltspitze).

      Bei „uns“ (BRD) gab es von Mitte März 2020 bis in die erste Aprilwoche in Bezug auf die Anzahl der Covid-Todesfälle ebenfalls einen relativ exakten exponentiellen Verlauf – allerdings in wesentlich schnellerem Tempo: Die Verdoppelung fand ca. alle drei Tage statt. Wir hätten von daher gut bis Mitte April 40.000 Tote haben können. Allerdings ist der Anstieg dann erst linear geworden und danach immer flacher – was mit einiger Sicherheit zu einem großen Teil den getroffenen Maßnahmen zu verdanken gewesen ist. Futter fürs Virus hätte es noch genug gegeben.

      Futter fürs Virus sind die Kontakte der Menschen untereinander – je mehr, desto besser. Und nichts anderes.

      Dass hierbei Ballungsräume, Festivitäten und Großveranstaltungen eine wesentliche Rolle spielen, müsste eigentlich einleuchten. Ich komme diesbezüglich nochmal auf den zweiten der oben verlinkten Artikel aus den Dakotas zurück. Erklärungsbedürftig ist ja schon auch, warum die Fälle dann in beiden Staaten so abrupt zurück gingen. Alleine an irgendwelchen Maßnahmen kann es sicher nicht gelegen haben.

      Es gibt dazu in dem genannten Artikel am Ende eine sehr kluge und erhellende Betrachtung. Der Sprechende stellt fest, dass das Virus zur (großflächigen) Verbreitung so etwas wie „Zunderhaufen“ oder „Glutnester“ (engl.: „tinder“) benötigt. Wenn diese aber über kurz oder lang dann überwiegend quasi „abgegrast“ sind, geht in Folge auch das Verbreitungspotential zurück.

      Auf das Thema „Ballungsräume“ komme ich nochmal zurück. Es spielt, meiner Meinung nach, eine ganz wesentliche Rolle bei den immer angestrengten Ländervergleichen wie zwischen Deutschland-Schweden oder Florida-Kalifornien.

      4. South Dakota – das Brasilien der USA
      Besonders perfide ist die Dakota-Legende in der Hinsicht, dass damit auch noch (in entsprechenden Kreisen durchaus mit Erfolg) versucht wird, das in Bezug auf die Covid-Epidemie eigentlich als „very failed state“ zu bezeichnende South Dakota ins genaue Gegenteil umzumünzen und als glorreiches Vorbild (für Freiheitskämpferei) hinzustellen.

      South Dakota hatte eine Zeitlang weltweit höchste Covid-Todesraten und es geschafft, trotz eigentlich günstiger Rahmenbedingungen (dünne Besiedelung) die Sterberate von Brasilien (!) zu erreichen – und man weiß ja, was da los ist.
      Wer für South Dakota wirbt, wirbt auch für 200.000 Covid-Tote – die wir bei uns hätten bei gleicher Sterberate (= Covid-Todesfälle in Bezug auf Gesamtbevölkerung). Mindestens.
      Denn rechnet man nur einen kleinen Faktor obendrauf für die in Deutschland in viel größerer Zahl vorhandenen Ballungsräume (davon alleine sechs > 5 Millionen Einwohner) von sagen wir 2,5 , dann hätte man schon locker die halbe Million …

      Zu verantworten hat dieses Desaster Kristi Noem, eine beinharte Trumpistin, die nicht nur keinerlei Schutzvorkehrungen in ihrem Staat getroffen hat (was jetzt alle Maßnahmenkritiker und Querdenker so toll finden), sondern in ihrer Ignoranz auch noch fahrlässig einige Superspreader-Events beförderte, die Auswirkungen bis ins Umland hatten – also North Dakota noch mit hinein gezogen …

      Jetzt könnte man natürlich sagen: Ach, Dakota (ist weit weg), Ioannidis (wer ist das?) – was interessiert mich das alles? Das Problem ist aber, dass die damit verbundenen Desinformationen ja nicht in der Facebook-Blase von ein paar Honks verbleiben, sondern ganz andere Kreise erreichen. Diese Dakota-Story habe ich das erste Mal vernommen aus dem Mund eines veritablen Professors für Wissenschaftsphilosophie (!), Michael Elsfeld, ehemaliges Leopoldina (!) Mitglied, der doch tatsächlich mit genau dieser Kombi aus Nord/Süd-Dakota-Story (Fake) und Ioannidis-Studien (zweifelhaft) das Wissenschaftsverständnis der Bundesregierung (!) in Bezug auf die Corona-Pandemie aushebeln wollte. In einem Gespräch mit Gunnar Kaiser.
      (Zu finden auf YouTube). „Professor“, „Doktor“ – seitdem ich mich mit dem Info-Krieg um die Corona-Pandemie herum beschäftige, haben diese ganzen Titel für mich eigentlich nicht mehr wirklich viel zu bedeuten …

      5. Florida ist überall?
      Kurz noch was zu Florida: Florida soll überall sein?
      Besser nicht, denn das würde z.B. bei uns in Bezug auf die dort in Kauf genommene Sterberate einfach mal auch 50.000 Covid-Tote mehr bedeuten. Im übrigen bleibe ich da bei meiner Argumentation, weise aber zusätzlich darauf hin, dass ja auch in den Kommentaren hier von vor Ort ganz andere Umstände gemeldet werden als es die bei Hauke (pandemieleugnender Herausgeber drittklassiger ostdeutscher Anzeigenblättle) abgeschriebene rosarote Zustandsbeschreibung hergibt.

      Auch liegt hier ein gewisser Logik-Fehler vor:
      Wo kein Lockdown stattfindet, können ihm weder Wirkung noch Wirkungslosigkeit bescheinigt werden…

      Edit 25.07.: Aus aktuellem Anlass – das „gelobte Land“ ist in Schwierigkeiten … Florida setzt sich innerhalb der USA im Juli 2021 an die Spitze der Neuinfektionen und Todesfälle.

      Zum geforderten Vergleich mit Kalifornien: Ich frage mich, wieso ein „hinterfragender“ Geist, anstatt relativ unterkomplex festzustellen, dass Lockdowns halt nicht wirken, weil sie DORT offenbar nicht viel gebracht haben, sich nicht auch die Frage stellt, WARUM und aufgrund welcher Umstände dort die Situation so sein könnte wie sie ist. Da können ganz viele Parameter eine Rolle spielen. Ich bringe jetzt mal wieder die dort vorhandenen Ballungsräume ins Spiel, wo sich ein Virus nach Lust und Laune austoben kann, aber auch Fragen nach dem generellen Epidemieverlauf dort – nach dem Zeitpunkt, der Art und dem Ausmaß getroffener Maßnahmen, nach der Bereitschaft der Leute, mitzuspielen etc.

      Es gibt einen sehr interessanten Fragen- bzw. Kriterienkatalog, den jemand erstellt hat hinsichtlich der Vergleichbarkeit von Deutschland mit Schweden (in Hinsicht auf die Pandemie und die Maßnahmen), der meiner Meinung nach auch universell anwendbar ist.

      Jemand, der das gleiche Rezept für jedes Land und für jede Gesellschaft fordert, kommt mir vor wie ein Arzt, der jedem Patienten eine Blinddarmoperation verschreibt, weil es bei einem mal geholfen hat …

      Und was weißt Du eigentlich wirklich über die 22 maskenfreien US-Staaten und die dortigen Zustände? Hast Du Daten oder Augenzeugenberichte von vor Ort oder glaubst Du einfach dem Gesäusel vom Herrn Hauke oder TKP? Und kann man von Republikaner-Staaten in Dingen, die hochrangiges Politikum sind, erwarten, dass sie zuverlässige Angaben machen?

      6. Schweden und die „Übersterblichkeit“
      Man sollte sich nicht all zu sehr auf die Berechnungen von Prof. Rießinger verlassen, der immer vom rechten Rand her rechnet und argumentiert. Was soll denn dieser Taschenspielertrick, die „Übersterblichkeit“ in Schweden jetzt ausgerechnet auf einen Zeitraum von 15 Jahren zu berechnen – kommen eventuell nur dann die Zahlen dabei heraus, die gewünscht sind?
      Es gibt Berechnungen zu einer deutlichen Übersterblichkeit in Schweden, was die letzten 5 Jahre betrifft (finde leider die Links grade nicht mehr, werden ggf. nachgeliefert), aber auch eine neuere, sehr umfassende (Pre-Print) Studie, die gerade in Fachkreisen die Runde macht, in der für sehr viele Länder die Übersterblichkeit für 2020 berechnet wird – darin kommt Schweden mit 10% und Deutschland mit 4% weg. Siehe Link und Anhang (Datenblatt aus Studie). Hier eine Pressemeldung dazu.

      Ich verstehe diesen ganzen Tanz um die „Übersterblichkeit“ eh nicht.
      Werden dadurch, dass die Gesamtsterblichkeit in einem statistisch erwartbaren Rahmen bleibt, 90.000 Covid-Tote einfach ausradiert? Hält sich denn die Sterblichkeit grundsätzlich immer an die statistisch vorgegebenen Werte? Und was, wenn wir jetzt noch eine starke Grippewelle gehabt hätten wie 2017/18? Und was, wenn, vielleicht sogar pandemiebedingt, an anderen Stellen die Sterblichkeit gesunken wäre?
      Es gab in 2020 beispielsweise 20% weniger Verkehrstote als sonst, weil die Leute nicht so mobil waren …
      Von all den Leuten, die es überlebt haben, aber sich teilweise monatelang mit „Long-Covid“ Symptomen herumplagen (es sollen hierzulande ca. 350.000 sein) mal noch gar nicht geredet … (ich lese in einer FB-Gruppe von Betroffenen mit, die leiden teilweise wie die Hunde, haben Spätwirkungen bis zu einem Jahr).
      Den krampfhaften Versuch, auch von Rießinger, jetzt die Coronatoten in Grippetote ummünzen zu wollen, halte ich für ziemlich schäbig und auch wieder sowas von querdenkerhaft … dazu kann ich zu einem anderen Zeitpunkt noch ein paar Statistiken und Überlegungen beitragen. Es GIBT Jahre mit kaum Grippetoten, die sind sogar in der Überzahl; es wurde in 2020 massiv für die Grippe-Impfungen geworben; Handhygiene spielt für die Influenzavirenübertragung eine wesentlich größere Rolle als für Covid, wird aber jetzt viel ausgiebiger praktiziert etc . – um nur einige Punkte zu nennen.
      Covid-19 ist auch nicht vergleichbar mit einer Grippe – es ist wesentlich ansteckender, mindestens 5 mal so tödlich (gute, aber nicht die einzige Zusammenfassung hier) mit teilweise sehr viel schwereren Symptomen verbunden (hat man je bei einer Grippewelle soviele beatmungspflichtige Fälle gesehen?), es zerschreddert viele Lungen unwiederbringlich (im Gegensatz zu einer „normalen“ Lungenentzündung), führt zu einer Vielzahl neurologischer Symptome, auch langanhaltend, und scheint im Grunde keine (rein) respiratorische, sondern (auch) eine Gefäßkrankheit zu sein.
      Es kommt der typische totale Geschmacks- und Geruchsverlust dazu. Es ist also inzwischen für Mediziner doch recht klar von einer Grippe zu unterscheiden – wenn da massenhaft umgelabelt würde, müsste schon SEHR viel böse Absicht von SEHR vielen Leuten dahinter stecken. Doppelinfektionen mit Grippe UND Covid kommen lt. RKI nur selten vor.
      (Es gibt so ein paar Namen, da gehen bei mir die Signallampen an – darunter Rießinger, Kuhbandner, Homburg.
      Nicht, dass ich deren Rechenkunststückchen im Einzelnen nachvollziehen könnte. Aber ich bekomme schon mit, wie die rezipiert und diskutiert werden und wo die stehen – und wie das ganz offensichtlich ihre Berechnungen beeinflusst.)

      Diese ganzen Berechnungen und Statistiken zu Übersterblichkeit, Lockdowns etc. scheinen ja doch ziemlich komplexe Angelegenheiten zu sein. Da genügen dann ein, zwei Stellschräubchen, und flugs bewegen sich die Ergebnisse in eine gegebenenfalls gewünschte Richtung …

      Und außerdem: Könnte es nicht auch bedeuten, dass „bei uns“ irgendetwas nicht ganz verkehrt gelaufen ist, wenn es keine so deutliche Übersterblichkeit gibt? Immerhin gibt es die ja in vielen anderen Ländern. Und es ist im Großen und Ganzen dort kein anderes Virus …
      Von „Euromomo“ hört man seit geraumer Zeit in Pandemieleugner- und „Querdenker“-Kreisen so gar nichts mehr – das war doch früher immer so beliebt, wenn man damit saisonal bedingt „beweisen“ konnte, dass es keine Übersterblichkeit gibt …
      Inzwischen ist dort eine Übersterblichkeit für die Euro-Momo-Partnerländer in einer Größenordnung von fast 400.000 Fällen ausgewiesen … (Link -> etwas runterscrollen zum Punkt „Excess Mortality“)
      Zurück zu Schweden: Dieses Land mit Deutschland vergleichen zu wollen ist ein Unding schon alleine (und unter anderem) in Bezug auf die bis auf wenige Ausnahmen kaum vorhandenen Ballungsräume und die insgesamt viel dünnere Besiedelung – was das Ausbreitungsverhalten eines Virus maßgeblich beeinflusst. Aber wer den Vergleich unbedingt will, der möge dann doch dafür auch Vergleichbares nehmen.
      Z.B. die beiden Städte Stockholm und Köln. Beide haben etwa die gleiche Einwohnerzahl (ca. 1 Million), Köln etwas mehr. Und eine ähnliche „Lebensart“. Covid-Tote in Köln: 720. In Stockholm: 3200. Mehr als das 4-fache. Im Großraum Stockholm (ca. 2 Mill. Einwohner): 4500.
      Letzteres sind etwa 30% aller schwedischen Fälle überhaupt.

      Da, wo ein Lockdown also etwas gebracht hätte, weil die Leute enger aufeinander hocken und es auch hinreichend etwas zu schließen gegeben hätte, sieht man den Unterschied. Und DA wird man die Übersterblichkeit finden, wenn man sie denn unbedingt sucht …

      Und auch das ist Schweden: Spezialklinik für 200 Long-Covid-Kinder

      7. Worum es mir geht …

      Mir geht es nicht darum, unbedingt recht zu haben.
      Was mich aber wirklich nervt und entsetzt ist, wie von Anfang an in der Diskussion um das Pandemie-Thema auf der „Leugner“-Seite mit Un- und Halbwahrheiten, dreisten Verdrehungen, Fälschungen, Relativierungen, Zurecht-Rechnereien, glatten und platten Lügen etc. pp. gearbeitet wird – Desinformation halt. Und dass diese Art von „Propaganda“ nun auch ins SEIN Einzug hält. Ich frage mich, warum das so ist – gibt es denn so wenig wirkliche und echte Argumente, dass man am laufenden Band Bill-Gates-Zitate und Video-Schnipps fälschen, Statistiken verdrehen, Gerüchte und falsche Zahlen in die Welt setzen muss? Dass Leute mit nicht haltbaren Außenseiter-Positionen zu Bestseller-Autoren werden? Und vor allem: Dass absurde Extrem-Positionen vertreten werden, die eine Diskussion an den Stellen, wo sie wirklich dringend (aber faktenbasiert) notwendig wäre, von vorne herein behindern, weil man sich erst mit den Querdenker-Extremen herum schlagen muss („Es gibt keine Pandemie“ „Das Virus existiert nicht“ „Es ist nur eine Grippe“ „Wir sollen alle versklavt werden“ „Es geht nur um Profit“ „Masken bringen nichts“ „Lockdowns sind wirkungslos“ etc. …).

      Die viel beschworene „Spaltung“ entsteht meiner Ansicht nach zu großen Teilen dadurch, dass, vor allem leider auf der „Leugner“-Seite, Extrempositionen aufgerufen werden und nicht akzeptiert wird, dass sich diese nicht ohne weiteres allen anderen aufdrücken lassen. Und ich glaube, dass das alles sehr viel damit zu tun hat (auf beiden Seiten der „Spaltung“), dass es ganz schwer ist, Ambivalenzen auszuhalten. Aber genau damit haben wir es in der Pandemie-Situation zu tun. Es ist ein Dilemma, dass es kaum möglich ist, ALLES richtig zu machen und für jeden: Egal, wie man es macht, man macht es an irgendeiner Stelle für irgendjemanden verkehrt, irgendjemand fällt hinten runter (und wird, und das ist etwas, wo wirklich Empörung angebracht ist, nicht, wie großmundig versprochen und angekündigt, aufgefangen). Dass sich viele Leute dann aber auch noch durch schon minimale Einschränkungen (z.B. Masken-Tragen) in ihrer persönlichen „Würde“ (Eitelkeit, Narzissmus) und Freiheit maximal beeinträchtigt, entrechtet und bevormundet fühlen, macht die Sache nicht besser.

      Masken für Kinder z.B. ist dagegen natürlich ein Drama – aber andererseits sind es die Kinder, die das Virus in die Familien tragen (wie weiter oben schon erwähnt, ich lese da in einer Betroffenen-Gruppe mit. Und von den ersten Delta-Fällen hierzulande hat man gehört im Zusammenhang mit Kitas und Schulen …). Das ist schwer zu ertragen, aber wie soll man es dann machen? Ohne in die Falle zu gehen, das, was einem daran nicht gefällt, durch das Leugnen von Basics wegzurationalisieren?

      Und natürlich kann man auch berechtigt viel kritisieren, diskutieren und in Frage stellen in Bezug auf einzelne Maßnahmen und deren Umsetzung, ausbleibende Unterstützung, absurde Inzidenzwerte etc. Aber wenn es dann so groteske Formen annimmt wie eine Buch lesende Oma von der Parkbank zu zerren, sagt das ja eigentlich mehr aus über die mentale Verfasstheit der ausführenden Organe am unteren Ende der „Befehlskette“ als über die eigentliche Intention von beschlossenen Regelungen. Der angebliche „Faschismus“ kommt ja nicht unbedingt von ganz oben …
      Ich wünsche mir jedenfalls für das SEIN eine andere, weniger platte Art, mit dem Thema umzugehen.
      Bisher ist das ja auch einigermaßen gelungen – bis auf die paar Ausnahmen halt …
      Es müsste doch Möglichkeiten geben, Ansätze zu finden, die Brücken schlagen statt Spaltungen zu vertiefen. Ansätze, die in beiden Richtungen Türen offen lassen. Soweit erst mal. Kann sein, dass ich bei Gelegenheit noch ein bisschen weiteres „Material“ nachreiche bzw. auch auf weitere Punkte eingehe. Das soll aber jetzt fürs erste mal reichen.

      Schöne Grüße vom Investigativkommando Shako 😉

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