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Seit über 10 Jahren gibt es schon das Yogafestival hier in Berlin, im Juli findet es wieder im Kulturpark Kladow statt. In diesem Jahr steht die spirituelle philosophische Friedensbotschaft des Yogas im Zentrum. Denn Yoga ist keine reine Körperübung, sondern führt zu mehr innerem Frieden, zu mehr Freude und besserer Gesundheit.

 

Gesundheit ist Reichtum – innerer Frieden ist Glück – Yoga zeigt den Weg“, dieser wegweisende Ausspruch stammt von Swami Vishnudevananda (1927-1993), einem von mir sehr geschätzten Yogalehrer.

Er war ein Friedens-Yogi, seine Friedensmissionen sind legendär. Swamiji lernte selber ein kleines zweimotoriges Flugzeug zu fliegen, das er zusammen mit dem Beatles-Maler Peter Max bunt und fröhlich bemalte und „peace plane“ (Friedensflugzeug) taufte.

1971 begann er seine Friedensflüge in verschiedene Krisengebiete. Auf seiner ersten „peace mission“ flog er mit dem Schauspieler Peter Sellers als Copilot über das schwer umkämpfte Belfast und bombardierte die Soldaten mit Blumen und Friedensbotschaften.

Weitere brisante Friedenseinsätze folgten. Als Swamiji beim Krieg am Suezkanal die Schützengräben mit Mantras und Blumen bewarf, drohte man mit einem direkten Abschuss, doch er ließ sich nicht von seiner Mission abbringen und wurde in den Medien als „The Flying Swami“ (Der fliegende Swami) bekannt.

Friedensflug über das geteilte Berlin

Die Stadt Berlin hielt Swami Vishnu für besonders wichtig. Er sah hier auf der Astralebene starke, vom Krieg übriggebliebene negative Kräfte.

Die Mauer war ihm ein Dorn im Auge. Swamiji beschloss, als Zeichen für den Frieden über die Berliner Mauer zu fliegen und ein großes Yogafestival, das „Global Village Peace Festival“, direkt an der Berliner Mauer zu organisieren.

1983 schwebte er mit einem in die Stadt geschmuggelten Ultraleicht-Flugzeug von West- nach Ostberlin. Solch ein Mut und ein derartiges Verlangen nach Frieden erwächst im Yogi, der sein wahres Ich als Frieden und Freiheit erkannt hat.

Gerade bei der Organisationsarbeit für das Berliner Yogafestival denke ich gerne an Swamiji, seinen Berliner Friedensflug und das Global Village Peace Festival zurück. Ganz in diesem Sinne steht das Yogafestival in diesem Jahr im Zeichen der Entwicklung von innerem und äußerem Frieden.

Yogafestival-Programm-Highlights

Das Festivalprogramm für diesen Sommer quillt fast über vor kraftvollen und entspannenden Yogastunden, großartigen Konzerten und inspirierenden Workshops und Vorträgen.

Zum Auftakt gibt es am Donnerstagabend, dem 9.7., ein Konzert der „Bhakti Brothers“, und am Freitag, dem 10.7., wird das Festival dann mit einer großen Maha-Lakshmi-Puja (Ritual zu Ehren der Göttin Maha Lakshmj) traditionell eröffnet.

Ebenfalls am Freitag gibt es unter anderem Yin-Yoga, eine Mantrayogastunde und ein Konzert mit Janin Devi, Yoga & Improtheater, Raja Yoga mit Ganga Rox und Patrick Broome, ein klassisches indisches Konzert, einen Thai-Yoga-Massage-Workshop mit Pau Castellsague und den Auftritt eines großen Weisen, eines Shankaracharya (spiritueller Führer) mit dem klangvollen Namen Shri Anant Vibhushit Shri Shankaracharya Swami Avdootanand Saraswati Maharaj.

Einige Highlights am Samstag: Zen-Yoga, YogaSynerg mit Simon O. Borg, Michael Stuart & friends mit einem dreistündigen Yogaset, der Sonnenyogi Umashankar, die Filmvorführung von „Stopping“ mit dem Regisseur B. Koch, der Darshan mit dem Weisen Prem Buddha, Jay & Jay, die Love Keys, Yantras mit Swami Omkar, die Anusara-Stunde mit Birgit Pöltl, die große moderierte Friedenskonvention am Abend und das Konzert von Atmasfera, einer kraftvollen Yogaband aus Kiew.

Am Sonntag steht Yoga mit Kristallklangschalen auf dem Programm, Tantra-Yoga mit Vikram & Arisa, eine buddhistische Meditation, die Lesung „Yoga im Knast“ mit Dieter Gurkasch und Singen für die Seele mit Petti West. Gegen Abend spielen Satyaa & Pari, es gibt Faszien-Yoga mit Pawel Gnosdorf und Detox-Flow mit Frauke Schroth. Die Gaiatrees chanten und Swami Muktanand unterrichtet Pranayama. Nach der schon legendären Gongmeditation beenden Mirabai Ceiba den Abend mit wunderschöner Musik.

Barrierefreies Yoga

Neben dem großen Programm „Yoga auf dem Stuhl“ für ältere Menschen und Anfänger gibt es in diesem Jahr auch endlich „Yoga barrierefrei“ – speziell für körperlich sehr eingeschränkte Yogis. Auch für Kinder gibt es wieder einen großen betreuten Bereich und ein eigenes Programm.

Und wie immer darf gezeltet und gebadet werden, unweit des Festivalgeländes steht dieses Jahr den Gästen auch ein großer Parkplatz zur Verfügung. Der schönste Weg zum Festival ist übrigens immer noch die Fahrt mit der Fähre über den Wannsee.

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