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Jedem Menschen innewohnend ist das ererbte Ganzkörperwissen vom Leben und Sterben. Wissen ist nicht nur im Kopf. Alle Zellen in uns „wissen“ um ihren Platz und ihren Anteil an der Gesamtfunktion des Organismus.

Schamanen, Hexen und Zauberer erfahren ein Einzelwesen als Individuum und gleichzeitig in ein größeres Leben eingebunden. Wie innen, so außen. Heutzutage fühlen sich viele Menschen abgetrennt vom großen Ganzen, was oft ein Gefühl von Sinnlosigkeit und Angst hervorruft. Bestenfalls suchen wir aktiv, wiederzufinden, was uns fehlt.

Auf der Sinnsuche sind wir gut beraten, unsere Sinne zu nutzen und das gelingt z.B.in einer schönen wilden Landschaft mühelos. Im Wald, in der Wüste, am Wasser unter freiem Himmel können wir die elementaren Kräfte in uns und um uns herum spüren. Elementare Kräfte sind Luft, Feuer,Wasser und Erde – und diese sind auch in uns selbst, z.B. als Geist, Liebesmut, Mitgefühl und Materie.

 

Unmittelbarer Zugang zur Wirklichkeit

Verstärken wir das natürliche Gespür für die elementaren Kräfte, wird es möglich, das Alltagsbewußtsein zu verlassen und einen unmittelbaren Zugang zur Wirklichkeit zu finden. Das ist die Basis für magisches Wirken.

Durch Ritual und Anrufung der Kräfte wird es möglich, die eigene Wirklichkeit nach unserem Willen zu formen. Im Hexenglauben gibt es die Formel „Weil ich es will, so soll es sein!“ Was zunächst geradezu vermessen klingt, erscheint in einem anderen Licht, wenn wir ergründen, worauf all unser individuelles Wünschen zurückzuführen ist: Wir wollen uns lebendiger fühlen und geborgen sein, in Harmonie mit unserer Umgebung. Wir wollen unsere individuellen Qualitäten zum Wohle der Gemeinschaft entfalten, etwas Schönes, Wahres und Sinnvolles tun. Das ganze Geschrei nach Liebe hört dann auf, weil diese Haltung bereits liebevoll, der Liebe voll ist.

Wirkt der Zauber der Rückverbindung mit den elementaren Kräften, so sehen wir das große Ganze und unseren Platz, unsere spezielle Funktion darin. Dann ist das alte Wissen aktiviert und kann ins Alltagsbewußtsein integriert werden.

 

Den Alltag magischer und die Magie alltäglicher machen

Ziel des Hexenglaubens ist, den Alltag magischer und die Magie alltäglicher zu machen. Das Wort „Hexe“ kommt vom altdeutschen Hagazussa, das heißt: die auf dem Hag/Zaun Sitzende. Ein Zaun ist hier die Grenze zwischen dem Wohnort für Menschen und Haustiere und der freien Natur, der Wildnis. Die Hexe ist in beiden Bereichen zuhause. Übertragen wir diesen Zaun in unseren Körper, so ist er die Schwelle zwischen Tiefenbewußtsein, wo all die wilden Wesensanteile, Geister, Archetypen, Göttinnen, Götter und Ahnen existieren und unserem zivilisierten Wachbewußtsein.

Mithilfe schamanischer und magischer Arbeit kann das Tiefenbewußtsein zugänglich werden. Dort finden wir Urvertrauen , altes Wissen, einen das Ganze umfassenden Sinn und Sinnlichkeit. So wie die Hexe im Wald gesammelte Medizin und magische Macht zurück in das Dorf oder die Stadt bringt, so können die im Tiefenbewußtsein geborgenen Schätze das Alltagsbewußtsein bereichern und heilen.

 

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Eine Antwort

  1. Christian-Dieter Wilm

    Ich habe über „beyond mainstream“ diesen Text gefunden, wenn schamanische Menschen ihrer Kraft beraubt sind wird schnell gesagt sie wären damit Unfähig zu handeln, richtig ist die Aussage wie innen so außen, unsere DNS kann nur blockiert werden, damit sind viele Menschen die sich getrennt fühlen „getrennt“ und werde jetzt geweckt. Das verbinden mit der Natur ist mit dem ersten Schritt diese zu lieben und zu wollen. Die Bedeutung des Zauns bei Hexen als Grenze habe ich in einem Traum erlebt in dem ich der Katzenschutz Göttin Bastet begegnete: Ich wurde vor einer Gefahr gewarnt, war in einem Holzhaus und rannte raus und kam in einen Wald mit einer Blitzgrenze, dahinter war ein Weg auf einen Teich auf dem ein Floß war und auf diesem Floß Bastet. Der Blitz war eine Grenze als symbol eines Zaunes, von einem Baum zu einem anderen, mehrere Meter getrennt. Die Grenze zwischen leben im haus und der Natur.

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