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Der Paradigmenwechsel in der Wissenschaft

Wir befinden uns momentan in dem vielleicht aufregendsten Paradigmenwechsel, den die Wissenschaft je erlebt hat. Das alte Paradigma, das unser Universum als eine Welt voneinander getrennter Subjekte und Objekte betrachtet, lässt sich nicht länger aufrechterhalten. Die Experimente, die von Quantenphysikern in den letzten 100 Jahren durchgeführt wurden, belegen eindeutig, dass diese Sicht der Dinge der Beschaffenheit unseres Universums nicht gerecht wird. Quantenphysiker fanden heraus, dass es zwischen den Elementen dieses Universums unsichtbare Verbindungen gibt, die unabhängig von Zeit und Raum sind. Das Konzept der Trennung beginnt dem Konzept der Verbundenheit zu weichen.

Verbundenheit und das holografische Bewusstsein

Das wissenschaftliche Konzept der Verbundenheit steht in engem Zusammenhang mit dem Konzept des Holographischen Bewusstseins. Holographisch bedeutet, dass in einem Teil eines Ganzen die komplette Information über das Ganze enthalten ist. Auf den Menschen bezogen bedeutet dies, dass in einer einzigen Zelle die gesamte Information über das gesamte System dieses Menschen, also auch alle Erlebnisse und Erfahrungen, sowohl aus dem jetzigen wie auch aus vergangenen Leben, enthalten ist. Das Konzept der holographischen Reinkarnationstherapie, das von Tineke Noordegraaf und Rob Bontenbal entwickelt wurde, geht davon aus, dass bestimmte traumatische Erlebnisse, die nicht in die Persönlichkeit integriert werden konnten, im Zellbewusstsein von einem Leben ins nächste mitgenommen werden und sich sowohl in den darauffolgenden Leben wie auch in der Zeugung, der pränatalen Phase, der Geburt, der Kindheit, der Jugend und dem Erwachsenenleben des aktuellen Lebens wiederholen, bis sie beendet und geheilt werden, meist durch therapeutische Bearbeitung.

Verbundenheit ist wissenschaftlich gesehen ein neues Konzept, die Idee der Verbundenheit und eines kosmischen Bewusstsein ist jedoch uralt – wir finden sie in allen spirituellen Traditionen des Ostens. Nun hat die Wissenschaft das Konzept der Verbundenheit auf ihrem Weg in den letzten Jahrzehnten für sich entdeckt, und die Frage taucht auf, wie wir dieses neue wissenschaftliche Konzept mit den traditionellen Religionen verbinden können und ob dies überhaupt geht? In dem Film „Bleep“ wird die Ansicht vertreten, dass es nicht möglich sei. Dort heißt es, man könne nicht alten Wein in neue Schläuche füllen, da diese sonst brechen würden, und es wird postuliert, dass wir völlig neue Wege finden und gehen müssen.

Karma und das Alte Ich

Wenn sich ein Mensch auf einem spirituellen Entwicklungsweg befindet, das heißt, sich seiner selbst und der Möglichkeiten und Potenziale seines Lebens bewusst wird, kommt er oft an einen Punkt, an dem gravierende Lebensveränderungen notwendig werden. Wenn er an diesem Punkt angekommen ist, wird er dasjenige, was er kennt, abwägen gegen dasjenige, das aus seinem Innersten hervorbricht. Das „Alte Ich“ muss sterben, um ein „Neues Ich“ hervorzubringen. Dieser Prozess kann sehr schmerzhaft sein, denn wir brechen mit alten Verbindungen und lösen uns aus lange bestehenden Abhängigkeiten. Wir erleben Grenzzustände und brechen aus getroffenen Vereinbarungen aus.

Als Reinkarnationstherapeutin begleite ich viele Menschen, die diesen Weg gehen – es gibt darunter solche, die den Weg mit allen Konsequenzen gehen und solche, die an einem bestimmten Punkt innehalten, bevor sie weitergehen. Beides ist völlig in Ordnung und geschieht in Abhängigkeit von den Ressourcen, Lebensumständen und dem „karmischen Gepäck“ des betreffenden Menschen.

Das Alte Ich in unserem Gehirn

Was bedeutet dieser spirituelle Entwicklungsweg für unseren Körper? Was geschieht auf neurophysiologischer Ebene, wenn wir uns aus alten Verstrickungen lösen und unser Wahres Selbst entwickeln? Es bedeutet zunächst, dass sich im Gehirn bestehende chemische Verbindungen lösen. Unsere alten Muster „zerfallen“ und werden vom Gehirn abgebaut. Ein neues Ich wird geboren, und es trifft auf neue Menschen. Neue Ideen setzen sich im neuronalen Netz fest. Im Nervensystem existiert eine enorme Plastizität, also Fähigkeit zur Veränderung. Auch wenn neuronale Verbindungen seit Jahrzehnten oder Jahrhunderten bestehen, ist das Gehirn in dem Moment, in dem sich ein Mensch verändert, in der Lage, die alten neuronalen Strukturen zu lösen und neue zu knüpfen. Wenn dies geschieht, nehmen wir uns als verändert wahr, und wir erkennen, wer wir sind, weil wir erkennen, wer wir waren.

Immer, wenn wir eine unbeendete Geschichte aus unserer Vergangenheit gut beenden und einen feststeckenden Teil von uns befreien, wird eine alte neuronale Struktur verändert und eine neue Struktur kann sich bilden. Dadurch lösen sich seelische und körperliche Blockaden, die wir als „Krankheiten“ bezeichnen.

Heilungs- und Transformationsprozesse gehen einher mit einer neuen Geisteshaltung, die völlig neue und noch völlig unbekannte Emotionen verspricht. Wenn wir unser „Altes Ich“ aufgeben und diesen Prozess mit all den dazugehörigen Schmerzen durchlaufen, können wir ein neues Muster dauerhaft etablieren. Dieser Prozess muss auf allen Ebenen, also auf der mentalen, den emotionalen, der körperlichen und der spirituellen Ebene durchlaufen werden.

Wir erschaffen unbewusst unsere Realität

Erinnern bedeutet, neuronale Verbindungen zu erhalten. Wenn es Erinnerungen sind, die aufgrund einer starken emotionalen Ladung beherrschend sind, so lebt der Mensch in der Vergangenheit. Wir haben in den letzten Jahren viel darüber gelesen, dass wir unsere eigene Realität erschaffen. Dies ist tatsächlich so – allerdings sollten wir differenzieren zwischen bewusstem und unbewusstem Erschaffen. Solange die emotionalen Dramen unserer Vergangenheit unbeendet ist, erschaffen wir jeden Tag unbewusst unsere Gegenwart und Zukunft aus genau dieser unbeendeten Vergangenheit. Das Tragische ist, dass wir es nicht wissen – wir tun es einfach, bis zu dem Moment, an dem wir anfangen, es uns bewusst zu machen und zu fragen, was genau wir eigentlich erschaffen und warum wir es tun. In dem Moment richten wir den Blick zurück in die Vergangenheit. Wir wollen begreifen, wo und warum es angefangen hat. Wo gab es zum ersten Mal dieses emotionale Drama? Was ist damals wirklich passiert? Was ist unbeendet geblieben? Wenn wir diese Fragen stellen, können wir beginnen, die Vergangenheit therapeutisch zu bearbeiten und zu heilen.

Erst wenn wir dies tun, haben wir überhaupt die Möglichkeit, bewusst unsere Gegenwart und Zukunft zu erschaffen, und zwar auf die Art und Weise, wie wir es wirklich wollen, und nicht, wie sie sich als unbewusste Wiederholung der Vergangenheit ergibt. Die Tragweite dieses Umstandes ist nicht zu unterschätzen, denn wenn Menschen versuchen, bewusst ihre Zukunft zu erschaffen, ohne die emotionalen Dramen der Vergangenheit beendet zu haben, stoßen sie oft auf harte Grenzen. Sie kommen nicht voran und merken, dass etwas aus der Vergangenheit sie behindert. Sie tun den zweiten Schritt vor dem ersten und fangen an, sich im Kreis zu drehen, bis sie anfangen, die Vergangenheit zu heilen. Dann brechen sie aus dem Kreis aus und machen oft gewaltige Entwicklungsschritte nach vorn.

Alles was wir wahrnehmen, besitzt eine emotionale Gewichtung aufgrund unserer Erlebnisse. Wenn wir die Erlebnisse bearbeiten und heilen, kann sich die Wahrnehmung und Einschätzung von Situationen und Ereignissen verändern – sie können sich gleichsam befreien von dem Mantel der Vergangenheit.

Abhängigkeiten loslassen

Der menschliche Organismus ist darauf programmiert, Lust zu suchen und Schmerz – also Unlust – zu vermeiden. Wir sind abhängig von Lustgefühlen. Das Konzept der Abhängigkeit ist sehr wichtig, um unseren Körper zu verstehen. Wenn wir einen emotionalen Zustand nicht kontrollieren können, sind wir davon abhängig. Wir sind abhängig, solange wir nichts besseres finden, durch das wir die Abhängigkeit ersetzen können. Dies gilt für alle Arten von Abhängigkeit, sowohl stoffliche als auch nicht stoffliche, die im Körper meist dieselben Substanzen produzieren wie die stofflichen Süchte.

Wir können potenziell von allem abhängig werden, von Macht, vom Gefühl des Verhungerns, von Ärger, von Geld oder Sexualität. Die Art der Abhängigkeit, die wir entwickeln, hängt mit der Art unserer nicht integrierten Erlebnisse zusammen. Ein Mensch, der in einem vergangenen Leben verhungert ist, kann abhängig werden von dem Gefühl des Verhungerns, weil dieses Gefühl mit seinem Überlebensimpuls verbunden ist – solange er das Gefühl hat zu verhungern, weiß er, dass sein Körper lebt. Wir finden bei vielen Essgestörten solche traumatischen Verhungerungserlebnisse aus vergangenen Leben.

Diese Abhängigkeiten entbehren, wenn wir sie nur mit dem Verstand betrachten, oft jeder Logik, wenn wir jedoch auf der emotionalen Ebene hinschauen, können wir eine präzise Logik erkennen. Keine Abhängigkeit ist einfach aus sich selbst heraus entstanden – jede Abhängigkeit hat ihre konkrete Ursache in einer oder mehreren Situationen aus der Vergangenheit, konkret, aus vergangenen Leben. Wenn wir nur das aktuelle Leben eines Menschen anschauen, bleiben viele Dinge unverständlich. Wir können diese Phänomene nur verstehen, wenn wir unseren Blick erweitern und ihn auf die vergangenen Leben des Individuums richten.

Wenn wir das tun, versetzen wir uns in die Lage, die Wiederholungen zu durchbrechen und neue, unbekannte emotionale Zustände zu kreieren. Unsere Zellen werden durch die neuen Möglichkeiten und allein schon durch die Vorstellung neuer Möglichkeiten belebt und verjüngt.

 

Pradigmenwechsel: Die Spiritualität kehrt in die Wissenschaft zurück

Ein wichtiger Teil des Paradigmenwechsels ist die Erkenntnis, dass es die spirituelle Ebene wirklich gibt. Im Zuge dieser Erkenntnis ist die Polarität zwischen Wissenschaft und Religion dabei sich aufzulösen. Dies war nur deshalb möglich, weil die Messmethoden der Wissenschaft immer besser geworden sind und unsichtbare Dinge sichtbar machen konnten, was mit den Messmethoden der vergangenen Jahrhunderte nicht möglich gewesen wäre. Die Wissenschaft kann jetzt beispielsweise nachweisen, was im Gehirn passiert, wenn wir meditieren oder eine Rückführung machen.

Wir können sagen, dass das Bewusstsein vor etwa zwanzig Jahren in die Wissenschaft zurückgekehrt ist. Die Frage ist, ob auch die Spiritualität in die Wissenschaft zurückkehren kann. Wenn wir wieder beginnen, das Wohl und die Heilung von Menschen in den Vordergrund zustellen und nicht persönliche Macht- oder Statusinteressen, denke ich, ist diese Rückkehr unabdingbar und unbedingt notwendig. Ich persönlich wünsche mir eine solche Synthese für die kommenden Jahrzehnte. Dass hierzu tiefgreifende Umdenkungsprozesse bei den meisten in Heilberufen tätigen Menschen notwendig sind, sollte uns klar sein, ebenso, dass im Zuge dieser Prozesse Ängste, Zweifel und Rivalitäten auftauchen. Wir können sie als Herausforderungen begrüßen, die es zu überwinden gilt, und uns mit dem verbinden, was jenseits dieser Herausforderungen auf uns wartet – Gesundheit, Glück und ein erfülltes Leben.

 


 

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3 Responses

  1. Ahlaad

    Wenn die Trennung von Subjekt und Objekt nicht mehr aufrecht gehalten werden kann, dann hat die Idee der Reinkarnation wohl keinen Platz mehr in diesem neuen Paradigma. Im dem EINEN entstehen und vergehen alle Erscheinungen. Ein Subjekt gibt es so nicht mehr. Das sind die Erkenntnisse der Neuen Physik. Die Idee einer individuellen Seele gehört dem alten Paradigma an. Frau Vinmann bringen Sie da etwas durcheinander?

    Antworten
  2. Heine

    Dieser Artikel ist durch und durch eine Lobby+Werbung für den Wissenschaftsbetrieb.
    Natürlich gibt es auch wahre Forscher wie z. B. den Biophysiker Dieter Broers, aber gerade diese werden von der Wissenschaft+Wirtschaft nach wie vor ausgegrenzt, unterdrückt, kleingehalten oder gekauft.
    Wer sich für das Thema wirklich interessiert, sollte zumindest dieses Interview mit Dieter Broers anschauen.

    Interview mit Dieter Broers : Unterdrückte Wissenschaft
    http://www.youtube.com/watch?v=PT7wsRjb5QE&feature=relmfu

    „Dieter Broers („rEvolution 2012“, „Transformation der Erde“) thematisiert in diesem Interview so offen und ausführlich wie nie zuvor die Mechanismen, die dafür sorgen, dass die Wissenschaft ein Gefangener wirtschaftlicher und anderer Interessen bleibt. Ausgehend von seinen eigenen Erfahrungen schildert Broers die verschiedenen Schritte, mit denen Wissenschaftler zuerst geködert werden, um sie auf der Linie des Mainstreams zu halten.
    Doch was passiert, wenn sich ein Wissenschaftler nicht ködern lässt? Dann erfolgen Schmutkampagnen, Drohungen und manchmal geschehen auch sehr seltsame Unfälle … . Broers nennt zahlreiche Beispiele, wie es Forschern ergehen kann und ergangen ist, wenn sie die Ketten des Erlaubten sprengen und Bereiche erforschen, die wirtschaftliche und andere Interessen äußerst mächtiger Kreise gefährden.“

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