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„Das System bekämpfen“ – so oder anders könnte es in manchen Städten an einer Hauswand stehen. Der politische und ökologische, anti-kapitalistische und globalisierungskritische Kampf geht nicht selten gegen „das System“. Aber was ist das eigentlich?

Darüber gibt es viele Meinungen: das Geldsystem, der Kapitalismus, Gier und Konkurrenz, eine weltweite Verschwörung, eine Kombination aus allem – wer weiß. Was wir ganz sicher wissen, ist jedoch, was es macht: Es führt dazu, dass der Überfluss unseres Planeten so ungerecht verteilt ist, dass tausende Menschen verhungern. Es verteilt den Reichtum von den Vielen in die Hände weniger. Es zerstört den Planeten, auf dem wir leben. Es kreiert eine unmenschliche Konkurrenz-Welt und führt die Menschheit in eine tiefe spirituelle Krise. Es lässt uns vergessen, wer wir wirklich sind, was wir im innersten wünschen, wozu wir leben. Es verschleißt Menschen wie Güter, es nimmt unser Mitgefühl und unseren Frieden.

Monster mit vielen Köpfen

Mancher kritisiert, dass das Feinbild „System“ kontraproduktiv ist, weil es etwas konstruiere, dass nicht der Realität entspräche: Ein menschenloses Uhrwerk, das unaufhaltsam aus sich selbst funktioniert und seine eigenen Interessen verfolgt. Das System wäre aber eben kein außenstehendes „etwas“, das sich grausam zermalmend über die Welt wälzt – das System, das sind wir doch alle. Wer das System ins äußere projiziert, so könnte die Kritik lauten, übersieht dabei, dass er selbst Teil davon ist, dass jede/r Einzelne Teil davon ist und jede einzelne Entscheidung, die wir treffen, das System ständig neu erschafft. Dieser Einzelne sei der einzig wirkliche Ansatzpunkt und der komplexe Gedanke eines übermächtigen, übermenschlichen Systems entmutige erstens und biete zweitens auch kaum konstruktive Ansatzpunkte.

Das ist ebenso richtig, wie es falsch ist. Denn das System ist eben doch mehr als die Summe seiner Einzelteile. Tatsächlich wissen die meisten, die daran mitwirken nicht einmal, dass sie Teil davon sind. Egal, ob es der unbedarfte und unkritische Konsument ist, oder so mancher Politiker: Beide teilen unter Umständen eine erschreckende Ahnungslosigkeit. Sie sind ebenso Säulen des Systems, wie sie auch Opfer desselben sind.

Das System hat tatsächlich Aspekte von etwas Eigenständigem: Es gibt keine eindeutig identifizierbare Person und auch keinen Personenkreis dahinter, wie es so viele Verschwörungstheorien gerne hätten. Natürlich lenken und beeinflussen reiche und mächtige Menschen das „System“ so weit als möglich nach ihren Interessen und sorgen dafür, dass die ihnen so nützlichen Strukturen erhalten bleiben – aber sie sind eben nicht diese Strukturen und jede Kontrolle darüber ist eine sehr begrenzte. Auch ist zu bezweifeln, dass die Strukturen geplanterweise von geheimen Machthabern installiert wurden. Sehr viel wahrscheinlicher ist, dass eine mehr oder weniger organische Entwicklung vieler korrupter Einzelteile zu den absurden Zuständen geführt hat, in denen wir heute leben.

Persönliche Verantwortung

Es ist ein seltsames Phänomen, dass Staaten, Institutionen, Firmen, Wirtschaftssysteme und andere komplexe Systeme zwar aus Individuen bestehen, aber dennoch keine menschlichen Eigenschaften mehr haben. Sie haben keine Gefühle, kein Bewusstsein, nichts eindeutig Identifizierbares – und vor allem keine persönliche Verantwortung.

„Es ist einfach zu sagen, dass alle Institutionen, auch die kollektive Reihe von Institutionen, die unser „System“ bilden, aus Menschen bestehen, und dass, wenn es etwas mit dem „System“nicht stimmt, dieses behoben werden kann/sollte, indem man den institutionellen Schleier durchdringt und die Menschen dahinter verpflichtet verantwortungsvoll zu handeln. Leider werden sie jedoch, wenn Sie mal Zeit damit verbracht haben, das „System“ von innen […] verbessern zu wollen, schnell entdecken, dass, wie Hertzberg es sagt, eine Institution nicht nur die Summe seiner Menschen ist. Ich habe mit Führungskräften der Ölindustrie, mit Ministern, Universitäts-Präsidenten und viele anderen „Anführern“ im „System“ gesprochen und sie sind meistens gut informiert und sich der Notwendigkeit von Reformen durchaus bewusst. Aber sie fühlen sich hilflos, diese Reformen durchzusetzen, es sei denn, alle bewegen sich gleichzeitig und zusammen“, beschreibt Dave Pollard das Problem.

Das System ist träge, es ist sogar so träge, dass es denkbar wäre, dass es zu einem Zeitpunkt komplett von Menschen fortgesetzt wird, die das System als Einzelne gar nicht wollen. Es wäre dann nämlich noch immer leichter, das zu tun „was alle tun“, als nach dem zu handeln „was viele wissen“. Und vielleicht sind wir von einem solchen Zeitpunkt gar nicht mal weit entfernt.

Das Monster besiegen

Das „System“ hat also eine menschliche Komponente – denn es besteht aus Menschen, gleichzeitig wäre es aber falsch, dem System menschliche Eigenschaften anzudichten. Es ist in gewisser Weise sehr wohl ein Automat, ein Programm, dass immer weiter das tun wird, was es eben tut.

Das System zu ändern ist fast aussichtslos, es zu bekämpfen ist ganz sicher aussichtslos. Das System existiert auf einer Meta-Ebene, es ist nicht-matriell und daher als solches unangreifbar. Wie viele Steine irgendwelche Demonstranten auch immer auf Polizisten werfen mögen – dieser Kampf gegen „Personifizierungen des Systems“ mag psychologisch nachvollziehbar und teilweise auch existenziell notwendig sein (etwa wenn Wohnprojekte gewaltsam geräumt werden), letztendlich ändern wird es aber natürlich nichts.

Einen Systemwandel aus dem alten System selbst herbeizuführen, ist aufgrund der beschriebenen Trägheit ebenfalls wenig aussichtsreich. Es würde erfordern, alle Individuen des Systems nicht nur von der Notwenigkeit eines Wandels zu überzeugen, sondern auch dazu, diesen gleichzeitig durchzuführen.

Ist es also aussichtslos? Das ist es nicht, aber sehr schwierig – und riskant.

Aus dem bestehenden System auszuscheren, ist für die Ersten, die es tun, immer riskant. Das gilt für Firmen ebenso wie für Individuen. Und doch scheint dies die einzige Lösung zu sein. Auch an dieser Stelle passt wieder das berühmte Zitat von Buckminister Fuller:

„Du veränderst Dinge nicht, indem Du die bestehende Realität bekämpfst. Um etwas zu verändern, musst Du ein neues Modell erschaffen, welches das bestehende Modell überflüssig macht.“

Selbst handeln

Der gangbarste Weg, das System zu ändern wäre demnach:

1. Zu verstehen, was es tut und wie es funktioniert.
2. Selbst nicht mehr Teil davon zu sein.
3. Neue Strukturen aufzubauen, die anderen einen schmerzlosen Umstieg ermöglichen.

Wie leicht zu erkennen ist, hat keiner dieser Schritte wesentlich den Charakter eines Kampfes. Es geht vielmehr um Weisheit, Integrität und schöpferisches Handeln. „Kampf“ ist ein Begriff, der einen destruktiven Anklang hat, und kann in sich keine Vision für die Zukunft sein. Gerade ist auf Sein.de der Artikel „Botschaft für die neue Zeit“ erschienen, in dem es heißt:

„Vertreibt das Wort „Kampf“ aus eurer Haltung und eurem Wortschatz. Alles, was wir jetzt tun werden, muss in einer heiligen Weise getan werden und in Freude.“

Dieser Gedanke findet sicherlich Resonanz in vielen Menschen. Es reicht schon lange nicht mehr, einfach nur dagegen zu sein: Wir brauchen positive Visionen, einen von tiefer Vorfreude getragenen Wunsch nach etwas jenseits vom „System“. Ohne diesen wird es vielleicht keinen Weg dorthin geben. Es gilt positive Alternativen zu formulieren, zu erfühlen, zu erkennen, zu erschaffen und zu fördern.

Auf dem Weg dahin mag es manches Mal zum Kampf oder zumindest zum Konflikt kommen mit dem System – aber dieser ist dann eben nicht mehr Selbstzweck. Und vielleicht, manchmal scheint es mir so, braucht es noch nicht mal diesen Konflikt. Vielleicht braucht es vor allem Klarheit, Entschlossenheit und Integrität und die Dinge fügen sich dann auf bewundernswerte Weise von selbst.

Es geht um uns. Der oder die Erste zu sein ist riskant, aber vielleicht passiert es auch so, dass wir in dem Moment, in dem wir selbst den Schritt ins Ungewisse tun, tausende zu unserer rechten und linken finden werden, die den Schritt im gleichen Augenblick wagen.

Wir sind die, auf die wir so lange gewartet haben.

 

Dieser Artikel ist inspiriert von Dave Pollards Essay „Bringing Down the Monster“, dass auf howtosavetheworld.ca zu lesen ist.

 


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17 Responses

  1. Angelika und Silvester

    JustizWillkürSadismus durch pragmatisierte Folterbeamte
    und eine untätige Versteckspieler-Dienstaufsicht sabotiert jeglichen Verbrechens-OPFERSCHUTZ !

    Die hohe Kunst der Rechtsbeugeanwälte:
    Das ohnehin klar sichtbare Recht, solange verdunkeln und verstecken, bis die Suche nach dem verschobenen Recht, jahrelang existenzbedrohliche Kosten verursacht, die tausend Mal höher sind, als das ursprüngliche Recht wert ist. Durch die Raub-Gier der
    Gelöbnisbrecher !

    Was in wenigen Minuten klar feststeht, darf nicht durch sogenannte juristische Kunstgriffe durch gierig – böswillige Betrugsabsichten aufgebläht werden !
    Daraus ergibt sich ganz logisch, dass der mittelalterliche verstaubte Rechtsanwaltszwang als Relikt finsterter Zeiten schon längst abgeschafft und verboten werden muss.
    Allein schon zur Armutsbekämpfung ! Schließlich muss der Staat und seine Steuerzahler, die Armut bekämpfen und finanzieren, die durch raubgierige Unrechtsanwälte vorsätzlich gierig produziert wird !So zerstört man die Familien und ihre Existenzen für ihr ganzes Leben!

    Die schändlichste Opferverhöhnung ist jene Sicherheitsbankrottpolitik, die sich vor Hilfe suchenden Verbrechensopfern versteckt ! Was ist mit unserer Kriminalpolizei los und mit dem Innenministerium, wenn Hilfe rufende Verbrechensopfer jahrelang in größter KatastophenNOT im Stich gelassen werden ? Die Ausreden auf das untätige Justizministerium haben schnell ein Ende, wenn das Innenministerium, das Justizministerium zur Hilfeleistung dringendst anfordert ! Warum reden diese Ministerien in der größten Not nicht miteinander ? Die schon wieder entstandene lächerliche Debatte, wer den Staatsanwälten Weisungen geben darf zum Einschreiten, kann sofort entfallen, wenn den Staatsanwälten bei Ausübung ihrer Dienstpflichten, kein verstecktes politisches Unheil droht ! Wo versteckt sich Herr Sektionschef Dr. Pilnacek?

    Wo waren die bisherigen Weisungen zur Einhaltung der Dienstpflichten zur Bekämpfung des Sachraubwalter-Missbrauchsterrors, wo Richter ihr Amt brutal missbrauchen, um (gut verhaberten ?) Unrechtsanwälten kriminelle Geschäfte hin zu spielen und zu vermitteln ?. Und das auf Kosten schwerst traumatisierter Justiz-Verbrechensopfer! Was denken sich die Herrscher eines Landes, dessen Bevölkerung sie misshandeln, wie die reinsten Deppen? Wollen Sie eine Deppenrepublik, wo Sie die Obersten, die stolzen Chefs der besachraubwalteten Deppen sind ? Will man die Alpenrepublik in eine juristisch versklavte Deppenrepublik verwandeln ?

    Kurz zusammen gefasst: Die Einhaltung der Dienstpflichten zum Opferschutz und zur Verbrechensbekämpfung, muss in einer ordentlichen Justiz wieder eine Selbstverständlichkeit werden und keine Extra-Bratwurst für verhaberte CV-Kartellbrüder & Co ! Denn der Wirtschaftswohlstand im Land ist durch unsere Real-Arbeit aufgebaut worden, aber nicht durch juristisch organisierte Verbrechen !
    Justizverbrechensbekämpfung ist daher das dringendste Gebot der Stunden in der Not !

    Ihre dringende Rückantwort im Interesse des Opferschutzes und der Zusammenarbeit mit den Staatsbürgern und Steuerzahlern wird unverzüglich erwartet, denn jede weitere Versteckspielerei macht die hohe Politik total unglaubwürdig. Mit freundlichen Grüßen.

    Angelika Müller, Tel: 0664 3733744, Email: terraterra@gmx.at
    Silvester Hawle, Tel: 0664 3515005 Datum, 16.01.2014

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  2. Enno

    Toller Artikel. Habe ihn erst heute gelesen.
    Voraussetzung ist meiner Erfahrung nach, „das System“ in allen bzw. in immer mehr seiner Details zu erkennen. Gesundheitssystem, Medien, Finanzsystem etc. Wirtschaftlich und Politisch gehört auch unbedingt dazu. Und da habe ich nun (endlich) erkannt, dass diese vermeintliche so böse Marktwirtschaft in der Form gar nicht existiert. Das aktuelle Problem ist vielmehr der immer merh zunehmende Sozialismus. Immer mehr wird insbesondere von der EU – planwirtschaftlich – gesteuert. Glühlampen verboten. Einheitswährung. Oder das Ziel, Arbeitslosigkeit zu verbieten. Wahnsinnig – idiotisch – aussichtslos. Der größte Sozialismus ist das Geldsystem. Staat bzw. Zentralbanken steuern sowohl die (Geld-)Menge als auch den Preis (Zins). Das muss zwangsläufig immer wieder zu Chaos führen.
    Ich habe viele sehr angenehme Menschen mit sehr guten, durchdachten und konkreten Ideen für eine Veränderung entdeckt. Die kann man bei der nächsten Bundestagswahl dann auch wählen: www.parteidervernunft.de
    Nicht abschrecken lassen. Es mag auf den ersten Blick wie ultra-FDP scheinen. Aber es hat einfach alles Hand und Fuß. Echte Freiheit und echte Marktwirtschaft sind die Lösung. Mir scheint, dass sich das politische System in Deutschland auf diese Weise mindestens mal ein gutes Stück verändern lassen wird.

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  3. Birgit Schmidmeier

    Hallo,
    dieser Artikel spricht mir einerseits aus der Seele. Ich habe mich der Weiterentwicklung des Gesundheits“systems“ verschrieben. Was es macht, habe ich bereits erkannt.
    Und mit meinem Reformkonzept für die www.deutsche-gesundheits-versicherung.de verfolge ich genau die Strategie, die Dave Pollard mit seinem Satz beschreibt:
    „Aber sie fühlen sich hilflos, diese Reformen durchzusetzen, es sei denn, alle bewegen sich gleichzeitig und zusammen.“ Genau, das möchte ich, dass wir gemeinsam erreichen und das wird hier in dem Artikel als aussichtslos erklärt. Und das macht mich andererseits sehr nachdenklich. Wie könnte man diese wunderbare Vision also mit einer Parallelstruktur umsetzen? Übrigens ist mir eingefallen, dass die Christen es genau SO gemacht haben! Mit einer Parallelstruktur. Hat aber auch ein Weilchen gedauert. Heutzutage gelingen solche Prozesse schneller, da bin ich ganz zuversichtlich.
    Viele Grüße –
    Birgit Schmidmeier

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  4. Nik Gertsch

    Nun hat beinahe ein Jahr keiner mehr was gepostet, ich brech mal das Schweigen.
    Was denkt Ihr, wie viele Pläne genau so wie geplant am Ende in der Realität standen?
    Die müssen laufend flicken, damit es Ihnen nicht aus dem Ruder läuft.
    Es kommt sowieso anders.
    Und eine Verschwörung ist, je nach Blickwinkel betrachtet, sehr vieles von dem was wir erleben.
    Es wird noch so vieles ausser Kontrolle geraten und SIE werden wie die Feuerwehr agieren.
    Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie SIE im Moment schlecht schlafen, immer mit der Angst, dass die Fussvölker sich erheben und SIE und deren Schergen für IHRE Taten zur Rechenschaft ziehen werden.
    Doch zurück zum Thema. Das Liebe GELD-MACHT-GIERIG-Problem.

    1. Beteiligungsverbot von Firmen an Firmen
    2. Begrenzung der Bilanzsumme z.B. 50 Mia. SFr
    3. Begrenzung der Erbmasse z.B. 20 Mio. SFr
    4. Verbot von Schenkungen
    5. Begrenzung des Einkommens z.B. 700’000.- SFr
    6. Einführung des Grundeinkommens z.B. 2’500.- max. 6’000.- SFr je Haushalt
    7. Verbot von Zinseszins
    8. Begrenzen des Zinssatzes auf z.B. 1%
    9. Nur Konsumsteuern ~30%
    10.Das in allen Staaten

    Wenn das ein Multi liest, muss er gleich zur Toilette. lol

    Antworten
  5. Aura

    Liegt der „Befreiungsschlag“ in der nächsten Generation? Verliert das System bei ihnen seine Integrationskraft, besteht eine Chance…

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  6. Chico

    Peter Fitzek: Echte alternativen zu unserem jetzigen System…
    Video: >>> http://www.youtube.com/watch?v=ThNaoCmKbLg&feature=share

    Antworten
  7. Maria Lefevre

    Ich finde den Artikel schön, weil er vieles verbindet:
    U.a. die richtige Einstellung, die richtige Aktion bzw. Verweigerungshaltung. Und die Schau nach innen, der richtige Wandel.

    Dies ist alles schön und gut und wichtig. Aber ich glaube, viele von uns können einen Schritt weiter gehen und noch mehr Verantwortung übernehmen. Es gibt zahlreiche zusätzliche Möglichkeiten, den Wandel zu unterstützen, und diese werden in dem Artikel leider nicht erwähnt.

    Ich möchte hier Einiges aufzählen, weil ich es für sehr wichtig erachte, dass wir – je nach der eigenen spirituellen Tradition – uns auch dieser anderen Möglichkeiten bewusst sind und diese in das Spektrum unserer Verantwortung mit aufnehmen:
    – Als Meditierende kennen wir den positiven Einfluss unserer (gemeinsamen) Meditation auf das Umfeld oder das Objekt unserer Meditation.
    – Wenn wir einer schamanischen Richtung folgen, wissen wir, dass wir mit Geistern, Engeln, Göttern und vielen anderen Wesenheiten kommunizieren und mit ihnen zusammenarbeiten können.
    – Als Christen und Gottgläubige kennen wir die Kraft des Gebetes, die wahrlich diese Welt verändern kann.
    – Diejenigen von uns, die einer „Herztradition“ angehören, wissen, dass es eine „Wissenschaft des Herzens“ gibt. Man kann das Herz wie eine Art „Werkzeug“ benutzen, um z.B. Dinge, Probleme in diesem zu versenken, Probleme in Liebe zu baden, das Dunkle in das Herz aufnehmen und mit diesem migrieren.
    – Diejenigen von uns, die mit dem Atem und Mantren arbeiten, wissen, dass auch diese „Werkzeuge“ sein können, um Verantwortung in dieser Welt zu übernehmen.
    – Einige von uns haben vielleicht Zugriff auf die „kausale Ebene“ und möchten von dieser aus arbeiten.
    – Auch gibt es eine Heiltradition des Ho’Oponopono – in dieser können wir lernen, wie äußere Probleme in uns zu finden ist … und diese dann geheilt werden können.
    – Letztlich möchte ich auch darauf hinweisen, dass das reine „Beobachten“ aus dem „Beobachter“ heraus eine große positive Kraft haben kann.

    … nur ein paar Beispiele – vielleicht fällt Euch noch mehr ein 🙂

    Maria

    Antworten
  8. Alexander Berg

    Das System „besiegen“ zu wollen, ist altes Denken. Es genügt, es umzugestalten und nur seiner (vereinfacht ausgedrückt) Komplexität zu entheben. Dazu ist ein anderes Denken erforderlich, welches Ergebnisse wie beispielsweise „Semco“ (http://www.sein.de/gesellschaft/neue-wirtschaft/2010/die-befreiung-der-arbeit-das-7-tage-wochenende.html) entstehen lässt.

    Das dazu notwendige Wissen über ganzheitliches Denken und Handeln erschließt uns diese Potentiale: http://www.schubaeusmodell.de/fileadmin/files/Dokumente/Das-Schubaeus-Modell-Einstieg.pdf

    Antworten
  9. Eduard Seel

    Freude! Wahre Worte Ephides, so spricht wohl nur einJener, der des Höchsten Kennen anteil-haftig ist,
    durch dessen Herzens Pforte das Licht der sternenfernen Stimme GeistSelbst lachend ewig spricht.
    Carl Gustav Jung schrieb ahnend vor hundert Jahr auf die Morgenröte unserer Tage blickend: „Wir (Menschen) brauchen…mehr Licht, mehr Güte, mehr moralische Kraft…sonst gelingt Es nicht, den dunklen Gott, der auch Mensch werden will, aufzunehmen und zugleich auszuhalten, ohne dabei zugrunde zu gehen“ …[ ]… „die Fortschreitende Menschwerdung, die Im Willen Gottes liegt, ist davon abhängig, ob sich der Mensch in der eigenen Seele integrativ verhält. Die Integration gelingt, wenn der Mensch Das Böse als Teil seiner Selbst anerkennt und sich um seine Wandlung bemüht.“
    und ein Anderer schon Kennender schrieb: „Diese Aufgabe aber, die der Mensch zu vollbringen hat, vollbringt er, weil Er sie Kraft Seines Wesens, wenn Er ihr Wesen denn wirklich erkannt hat, vollbringen will (mit Wille in wahren Freiheit und Liebe).“

    Kein Baum vermag in die Höhe zu wachsen, wenn Dieser nicht bereit ist auch in die Tiefe zu wurzeln.

    Doch zum Thema: Wisset, wenn Ihr denn mit des geistes Augen sehend kurz auf des „Problemes Quelle“ blicken würdet, würdet Ihr -zu eurem Bedauern wohl- erkennen, dass Ihr Es Selbst seit -all die „Guten“ und „Schlechten“-, die Ihr diesem Wesen (hier System) und SeinesGleichen schlechtes geistiges Essen, voll Übelkeit und Gift, als Dessen Nahrung gibt – Es sind da All die schlechten Reden -ob gut gemeint oder nicht-, der Ärger, die Wut, die Ängste und die Zweifel, die Ablehnung und der Kampf „Dagegen“, die Nahrung zwar, doch voll Gift sind für einJedes Wesen. Doch nicht sterben tut ein Geistiges davon, sondern sich entsprechend Wandeln – Es wird gleich dem, was Es zu Essen erhält – wird entsprechend zu einer Gestalt voll Übelkeit und giftig Galle. Wer vermag sich denn wundern, wenn dieser nur Schlechtes zu essen bekommt, Selbst wohl schlecht wird.

    So bin ich der Ich Bin gegangen zu Diesem „fürchterlichen“ Wesen – eine traurige Gestalt, weinend Augen fast verflossen, beängstigend ein Maul durch immer größere „Portionen“ riesengroß geworden, ein Wanst zum bersten groß, lediglich viel zu klein gewordene „Anziehsachen“ zeugten noch von seinem einstig Wesen – Ich sprach: „Du Bist Der, dem Sie an Allem Schuld geben. Was hast Du dazu zu sagen?“ Es sprach darauf: „Wollte doch nur Brot und Spiele, doch Sie habens übertrieben, mir allerhand stinkendes gegeben, doch nimmersat wie Unser-Einer ist, hab kurz genickt und Es sodann kräftig reingeschlagen – nun werd ich fetter und fetter und – kanns doch nicht lassen.“ „Halt ein!“ sprach der Ich Bin: „Doch verbleibe Mir noch weiter, an deinem Gewande erkenn Ich das Muster altvergangener, ehrenwerter, engagierter Taten, voll heißem Bemühen und guten Absichten – waren sat Diese wohl ihren mühseligen Tage und wollten so ihrer neuen kommenden Zukunft ein schöneres Kleidchen schaffen – Ja ich sehe darin so einige ehrwürdige Väter unserer gegenwärtigen und kommenden Zeiten, ihr redliches Bemühen und fleißiges Schaffen – doch nannten Sie`s anders: nannten Es Vernetzung, Gemeinschaft, gar Koporation – Gutes haben Sie gewirkt und gewoben, doch ganz schön unförmig bist Du Selbst geworden. – Nimm Dies! Ist Meine Liebe zu meines Väter Wirken und Schaffen, die Ehre und Liebe, die ich Ihnen entgegenbringe seien auch dir zum Besten.“ „NEIN, rief Es entsetzt, Es wird mich vernichten“ mild sprach Es die Liebe Selbst „Hab nur Mut und sei frohen Herzens – ist Liebe, ist Ehre, Medizin vom feinsten – wirst ein paar Tage im Bette liegen und leiden, doch sodenn deine alte ansehnliche Gestalt mit neuer Würde erhalten. Denn Wisse, Es ist die Liebe, die am Höchsten, ist des Menschen Weg und letztes Ziel, durch Die sein wahres Wesen hindurch scheint, ist jene durch die Er in Freiheit schafft, damit die Schöpfung wieder in Ihrem ewig alten und jungen Lichte erstrahlt.“

    Antworten
  10. freedom of mind

    Mit den nackten Füssen in der Erde stehen und sein Gemüse zu pflanzen & ernten ist die beste „Therapie“ um mit den düsteren Visionen umzugehen, es wird sicher noch turbulent werden, aber die Evolution der Bewusstheit ist nicht aufzuhalten. Jedes Wesen geht seiner Natur entsprechend seinen Weg im grossen Schauspiel der göttlichen Matrix.

    Ihr würdet nicht so leichthin Böses denken,
    erschautet ihr des Bösen Angesicht.

    Ihr würdet euer Haupt betroffen senken
    und schweigend ihm ein stummes Mitleid schenken,
    das fern ist von Rache und Gericht.

    Ich sah des Bösen Augen einst im Spiegel.
    Sein Antlitz, es war mein und es war dein
    und trug noch auf der Stirne Gottes Siegel.

    Es schlief, ich rief und löste so den Riegel
    und ließ das Böse ins Bewußtsein ein.

    Auch Luzifer ist einstens rein gewesen.
    Verzweiflung ist des Bösen tiefster Grund.
    Das Böse dürft ihr hassen, nicht den Bösen,
    ihn hassen bindet,
    Liebe nur kann lösen;
    ein Wort der Güte spreche euer Mund.

    (Ephides)

    Antworten
  11. Frank Schmidt

    Also ohne unser Geldsystem welches die Bevölkerung künstlich in ihrem niederen Schwingungsfeld hält mit Fernsehen,Teile und herrsche,Bier, ,Zigaretten,Brot und Spiele Pharmaindustrie usw. und ohne dieses komische unkosmische Zeitsystem währen die Menschen in der westlichen Welt bewusstseinmässig schon viel weiter entwickelt.Das beste für unser Bewusstsein währe der Zusammenbruch dieses Geldsystems.Wir hatten die letzten paar tausend Jahre ein ausgeprägtes Egobewusstsein mit Liebe, jetzt kommt ein ausgeprägtes Herzbewusstsein mit etwas Ego nach dem Ying Jang – Prinzip. Wir werden dann so wie die Elfen harmonisch im Einklang mit der Natur leben ohne Machtstrukturen. Der Film Avatar hat die Zukunft ja schon ganz gut gezeigt. Dieser Wettkampf um diese wertlosen bunten Zettel auf Kosten von Mutter Erde kann so nicht weiter gehen. Herzliche Grüße 🙂

    Antworten
  12. gabriella adora

    wunderbar! das spricht mir aus dem herzen! danke für diesen artikel!

    aus genau diesem inneren wissen und drang ist www.we-are-paradise.com entstanden. wir für ein paradies auf erden. es geht in den nächsten tagen online. als portal für wirtschaft und bewusstheit. mit viel raum für neues…
    in liebe und achtung
    gabriella adora

    Antworten
  13. Angie Güney

    Ja, es IST so.
    Viele rufen nach Wandel und bewegen jedoch NICHTS.
    Hm, es bringt auch kaum etwas die ganze Energie in „Heilungsweisen“ zu stecken, denn zunächst sollte Heilung bei uns selbst beginnen.
    Das ist schon sehr viel Sinn-voller.
    Und Ja, es lässt sich schon manches mehr B e w e g e n, wenn viele Menschen es schafften (siehe Flashmob), g e m e i n s c h a f t l i c h
    zu handeln. Es können so einfache Dinge sein wie den Strom in einzelnen Städten und/oder Deutschland z.B. für 3-4 Std (oder länger) wirklich abzuschalten……eine konsequente und wiederkehrende Möglichkeit auf etwas „Einfluss“ zu nehmen….ohne Gewalt.
    Das Venus Projekt ist seit über 50 Jahren im Aufbau (nur ein Beispiel).
    Visionen gibt es sehr viele….alles dauert…..ist es das, was davor zurückschrecken lässt, sich selbst mehr zu mobilisieren?
    Wird auf einen Messias gewartet?
    Jemand, der aufsteht und sagt, WAS WIE zu tun ist, es auch „leitet“ und andere motiviert?
    Das kann wirklich nur jedes Menschenkind für sich selbst entscheiden.

    Von der „geistigen“ Sicht aus betrachtet stellen viele Menschen durch ihre Ängste, Zweifel und vielem mehr all „ihre eigene Energie“ zu Verfügung, die dann von „anderen“ genutzt wird.
    Würde diese Energie auf diesen Ebenen für sich selbst genutzt werden….noch mehr Potenzial etwas zu ändern.

    Machen wir uns nichts vor…..viele scheuen Veränderungen.
    Viele sind schon „meinen sie“ sooooo lange in „gewohnten Ablenkungen“, das sie kaum Erinnerung daran haben (obwohl sie NIE weg war/ist – sie schläft nur mit ihnen und wartet darauf „geweckt“ zu werden), wie es auch anders sein könnte.

    Und dann…..WENN es tatsächlich anders sein könnte, das Bewusstsein Bewusst IST…….., weil es kein „Un-Bewusst“ gibt (Beispiel: bewusst; unbewusst; unbewusst-bewusst; bewusst-unbewusst; bewusst-bewusst) und EGAL, WIE ich es bennen doch nur das BEWUSST übrigbleibt……welches Spiel wird dann gespielt?

    Die Antworten nehme ich gern entgegen….

    (Gebe zu Be-Denken, das ALLE Antworten selbst IMMER in der Frage impliziert sind!)

    Herzlichst
    Angie Güney

    Antworten
  14. Josef

    Das System zu ändern wäre so einfach, wenn wir es wollten.
    Ein schmerzloser Umstieg für uns alle ist schon seit mehr als 90 Jahren bekannt, ohne „Kampf“.
    Und woran scheitert’s? Am Punkt 1. „Zu verstehen, was es tut und wie es funktioniert.“ Dazu zwei Quellen:
    1. http://userpage.fu-berlin.de/roehrigw/gesell/nwo/
    2. http://www.muslix.de/HB/ – Das Buch: „Wer hat Angst vor Silvio Gesell?“
    Punkt 2. „Selbst nicht mehr Teil davon zu sein.“ kann einfach erfüllt werden. Auf der Seite „http://www.regiogeld.de/home.html“ eine Regionalgeld Initiative aus der Region aussuchen und beitreten/mitmachen.
    Punkt 3. „Neue Strukturen aufzubauen, die anderen einen schmerzlosen Umstieg ermöglichen.“ ist in den Punkten 1. und 2. enthalten.
    Es scheitert nur am Punkt 1., weil „keine Zeit“ sich mit den Fehlern des Systems zu beschäftigen, „zu schwierig“ obwohl leicht zu verstehen.
    Motto: „Nichts ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist“. (Victor Hugo)

    Die Jugend kennzeichnet nicht einen Lebensabschnitt,
    sondern eine Geisteshaltung;
    sie ist Ausdruck des Willens,
    der Vorstellungskraft und der Gefühlsintensität.
    Sie bedeutet Sieg des Mutes über die Mutlosigkeit,
    Sieg der Abenteuerlust über den Hang zur Bequemlichkeit.
    Man wird nicht alt, weil man
    eine gewisse Anzahl Jahre gelebt hat:
    Man wird alt, wenn man seine Ideale aufgibt.
    Die Jahre zeichnen zwar die Haut
    – Ideale aufgeben aber zeichnet die Seele.
    Vorurteile, Zweifel, Befürchtungen
    und Hoffnungslosigkeit sind Feinde,
    die uns nach und nach zur Erde niederdrücken
    und uns vor dem Tod zu Staub werden lassen.
    Jung ist, wer noch staunen und sich begeistern kann.
    Wer noch wie ein unersättliches Kind fragt: Und dann?
    Wer die Ereignisse herausfordert
    und sich freut am Spiel des Lebens.
    Ihr seid so jung wie euer Glaube.
    So alt wie eure Zweifel.
    So jung wie euer Selbstvertrauen.
    So jung wie eure Hoffnung.
    So alt wie eure Niedergeschlagenheit.
    Ihr werdet jung bleiben, solange ihr aufnahmebereit bleibt:
    Empfänglich fürs Schöne, Gute und Große,
    empfänglich für die Botschaften der Natur,
    der Mitmenschen, des Unfasslichen.
    Sollte eines Tages euer Herz
    geätzt werden von Pessimismus,
    zernagt von Zynismus,
    dann möge Gott Erbarmen haben
    mit eurer Seele – der Seele eines Greises.

    „Marc Aurel“, um 170 n.Chr.

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