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Was würde bei einem Crash der USA passieren? Was wären die Auswirkungen für den Rest der Welt? Wie kann man sein Vermögen sichern?

Teil 3 der Serie „Der Crash“. Die vorherigen Teile:

Der Crash (Teil 1): Die Grundlagen

Der Crash (Teil 2): Die Dollar-Blase platzt

Die Auswirkungen eines US-Crashs

Die Auswirkungen eines US-Crashs wären global. Fast ungerechter Weise würden die USA nach dem US-Autoren Robert A. Wiedemer dasjenige Land sein, das selbst am wenigsten unter dem Crash leidet. Denn die USA sind relativ unabhängig von Exporten und im Land existiert ein immenser Reichtum an realen Werten. Der Reichtum, der bei einem Crash vernichtet würde, wäre größtenteils rein virtuell und würde die Bevölkerung nur indirekt betreffen. Das Ausmaß an Leid durch den Crash in verschiedenen Nationen wäre aber proportional zur Existenz von realen Werten und einer Wirtschaft, welche die grundlegenden Bedürfnisse der Bevölkerung autark befriedigen kann. Die USA setzen schon jetzt einiges daran, wieder einen starken, möglichst autarken Binnenmarkt zu entwickeln und vor allen in Punkten wie Energie unabhängig zu werden.

Nach den USA würde Europa am zweitwenigsten leiden müssen, da wir hier eine ähnliche Situation haben, gefolgt von Japan und Osteuropa. Nationen wie China, Brasilien und Indien hingegen würden einen radikalen Abstieg verzeichnen und in Entwicklungsländern wie Afrika könnte die Lage katastrophal werden.

 

Die dunkle Seite der Globalisierung

Mit den ausbleibenden US-Importen wären Wirtschaften von Ländern wie China und anderen asiatischen Ländern (Low-End-Exporte) genauso zerstört wie die von Indien, Deutschland und Japan (High-End-Exporte) – und das recht schnell. Der Großteil der aus diesen Ländern in die USA importierten Güter fällt in den Bereich des wahllosen Konsums – Güter, die entweder Luxus oder sinnlos sind und für den grundlegenden Erhalt einer Gesellschaft nicht gebraucht werden: Billigware, Hi-Tech und Autos zum Beispiel. Die Amerikaner haben ihr Auto und ihren Kühlschrank und verlieren nicht an Lebensqualität, wenn Ausgaben in diesem Sektor komplett eingestellt werden. Für die Export-Länder aber hängen ganze Volkswirtschaften an diesen Export-Gütern und entsprechend hart könnte der Wegfall des US-Marktes sie treffen – denn die USA machen etwa ein Viertel des globalen GDP aus.

Der US-Import von nicht-essentiellen Gütern könnte daher fast über Nacht einbrechen und die herstellenden Nationen mit vollen Händen und leeren Kassen zurücklassen. Noch schlimmer wird es jedoch die Nationen treffen, welche die Ressourcen zuliefern – der mittlere Osten, Asien, Afrika, Russland und Australien.

„Denk dir eine globale Mega-Rezession – nur im Quadrat. […] Das Platzen der US-Blase wird jeder einzelnen Nation in diesem eng verwobenen Netz der gegenseitigen Abhängigkeit den Stöpsel rausziehen“ beschreibt Wiedemer die Situation.

 

Das Ende der Sozialstaaten

Milliarden über Milliarden an Werten in Form von Wertpapieren würden einfach verschwinden, was eine Kettenreaktion auslösen könnte, die sich wie ein Domino-Effekt um die ganze Welt zieht. Riesige Banken in den USA würden pleite gehen und internationale Institute in den Abgrund reißen. Staaten wie Deutschland und Japan, die ebenfalls riesige Staatsschulden angehäuft haben, würden an den Rand eines Kollaps geraten.

„Diese Nationen werden nicht der Lage sein, Sozialprogramme auch nur in der Nähe dessen zu finanzieren, an was sich diese Länder gewöhnt haben. Es wird ein echter Schock, besonders für Europa, aber auch für Japan, dass ihre Regierungen plötzlich von einem vielleicht etwas zu großzügigen Umgang mit Sozialleitungen zu einem extrem geizigen umschwenken werden.“

Die Auswirkungen des Crashs für Europa und Japan

Europa und Japan sind angewiesen auf den Import von Energie und Nahrung und den Export von Luxusgütern, was in Zeiten eines gobalen Crashs ein schlechtes Szenario ist. Die Arbeitslosigkeit würde gigantisch anwachsen, die Aktienmärkte zusammenbrechen, die Sozialsysteme fast abgeschafft werden.

Trotzdem würden Europa und Japan wahrscheinlich keinen Staatsbankrott erleben, wie die USA. Sie würden vermutlich ebenfalls Geld drucken und eine hohe Inflation erleben, gegenüber dem Dollar und anderen Währungen, die in einer ähnlichen Lage sein werden, könnten Euro und Yen jedoch ihren relativen Wert mehr als behalten. Der Grund ist, dass Europa nicht annährend so große Blasen aufweist wie die USA. In den USA sind fast alle Verbraucher hoch verschuldet, der Konsum astronomisch, der Immobilienmarkt völlig aus dem Ruder, die Staatsverschuldung unbegreiflich hoch. Dies trifft auf Europa nicht im gleichen Maße zu, weshalb die Auswirkungen hier weniger drastisch ausfallen könnten.

Hinzu kommt, dass das aus den USA zuerst abfließende Kapital sich vermutlich besonders im Euro-Raum sammeln und diesen so stabilisieren würde, extreme Einsparungen könnten die Regierungen davor bewahren, das gleiche Schicksal zu erleiden, wie die USA. Der Euro könnte daher neben Gold lange Zeit eine der besten Geldanlagen für US-Investoren sein.

Auswirkungen des Crashs auf China

Chinas Wirtschaft ist fast vollständig abhängig von der Blasen-Wirtschaft der westlichen Welt. Obwohl es für Kontinente wie Afrika real sehr viel schlimmer kommen dürfte als für China, könnte der Schock nirgendwo so groß sein wie in China, das plötzlich seine gerade erworbene Macht und seinen Reichtum wieder verlieren würde. China hat selbst eine gigantische Blase aufgebaut, die nur durch die Dollar-Blase gestützt wird – sobald diese platzt, würde in China eine Illusion nach der anderen zusammenbrechen. Nirgendwo dürfte dann die Chance für einen Volksaufstand so groß sein wie in China, vermutet Wiedemer.

Mittlerer Osten und Dritte Welt

Im Mittleren Osten würd die Öl-Wirtschaft zusammenbrechen, da der Energiehunger der westlichen Länder ein jähes Ende fände. Der Ölpreis würde dadurch dramatisch fallen, was drastische Folgen hätte. Diese Länder verfügen nicht über einen mit dem Westen vergleichbaren Reichtum in der Gesellschaft, was gewaltsame Unruhen in diesen Ländern wahrscheinlicher macht. In weiten Teilen Asiens und Afrikas könnte es für die Menschen ums nackte Überleben gehen, befürchtet Wiedemer.

Die Zeit nach dem Crash

Wie genau könnte die Zeit nach dem Crash in der westlichen Welt aussehen?

„Das ist beängstigender Stoff: Massenarbeitslosigkeit deutlich über dem Niveau der Weltwirtschaftskrise, explodierende Zwangsversteigerungen von Eigenheimen, Bankpleiten, bankrotte Unternehmen und massenhaft Sozialhilfeempfänger. Auf der anderen Seite wird es auch kein Armageddon geben. Keine schrecklichen Kriege, keine Diktatoren, die an die Macht steigen, keine Gewalt in den Straßen. Das Zeug ist für die Filme und wird nicht passieren. Die Post-Dollar-Welt ist sehr real, und das ist, was es so schlimm macht. Es ist real und wir müssen damit umgehen.“

Sozialleistungen werden in Wiedemers Szenario zu einer Nothilfe umgebaut, die nur greift, wenn der Empfangende komplett bankrott ist. Krankenversicherungen würden nur noch Basics zahlen, viele Ärzte nur noch gegen Cash arbeiten, wie es auch in Griechenland schon zu beobachten ist. Altersvorsorgen, die auf staatliche Zahlungen, Fonds oder Versicherungen beruhen, werden wertlos, das Lebenswerk vieler Menschen wäre zerstört.

Steuern würden drastisch angehoben und Gehälter dadurch gekürzt,dass sie nicht ausreichend an die Inflation angeglichen werden. Die Arbeitslosigkeit wäre gigantisch, der Lebensstandard würde deutlich sinken. Viele Menschen würden ihre Häuser und Wohnungen verlieren und bei Verwandten und Freunden wohnen, eine Nothilfe ein Verarmen der Bevölkerung jedoch erfolgreich verhindern.

Schulden und Mieten würden während dieser Zeit kaum bezahlt werden, was einen gewissen Grad an Gesetzlosigkeit bedeutet, aber kein Chaos, so glaubt Wiedemer:

„Es wird kein massives Ausmaß an Gewalt in den Straßen geben, aber der Stress auf Individuen wird durch die Belastungen aufgrund des immensen wirtschaftlichen Drucks drastisch erhöht sein. Ehescheidungen werden sich mehren und häusliche Gewalt wird zunehmen. Erwarten Sie mehr Morde unter Familie und Freunden durch verzweifelte Menschen, die wirtschaftlich viel verloren haben, aber noch genügend Waffen, um ihre Wut und Depression ausdrücken. […] Es wird nicht viel Gewalt in den Straßen oder gegen die Regierung geben, aber viel Gewalt zu Hause und am Arbeitsplatz.“

Das Wiedemer der westlichen Welt keine Revolution zutraut, dürften nicht alle so unterschreiben. Für ihn würden jedoch Schock, Angst und Verzweiflung die westliche Bevölkerung dominieren und so eher handlungsunfähig machen.

Psychisches Leiden in Form von Depressionen und Verzweiflung sieht Wiedemer für den Westen als gefährlicher an, als wirkliche physische Not. Ihr Lebenswerk zu verlieren oder die Rente, für die man ein Leben lang gearbeitet hat, würde viele Menschen sehr hart treffen. Allein der Fall der westlichen Welt könnte für viele Menschen traumatisch sein, befürchtet Wiedemer. Obwohl die tatsächliche Lage viel besser sein wird, als in der großen Depression der 20er Jahre, wäre das psychische Leiden extrem viel größer.

 

Gold – die nächste Mega-Blase

Gold wird für einige Zeit als die einzig sichere Geldanlage erscheinen, was eine enorme Wertsteigerung verursachen wird. Wiedemer erwartet einen „kometenhaften Aufstieg“ des Goldpreises und hält Gold für eines der sichersten und profitabelsten Investments in der Krise – aber auch für eine neue Blase:

„Wie schon gesagt, wir sind keine Gold-Bugs. In der Tat ist Gold die dümmste aller Investitionen. Denken Sie darüber nach: Die Menschen verbrennen Tonnen von Kapital, Zeit und Mühe, um mit enormem Aufwand einen Haufen Steine aus dem Boden zu zerren und dann winzige Stückchen Gold aus dem Fels zu schmelzen, sie zusammenzuklumpen, um dann absolut nichts damit zu tun – außer sie in einen Tresor zu stecken. Wie viel dümmer kann man sein? Aber in den kommenden Jahren wird das alberne Gold eine wirklich kluge, wirklich spektakuläre Investition sein. Riesige Mengen an Geld werden mit Gold gewonnen und verloren werden. Gold ist eine Blase auf dem Weg dazu, eine der größten Spekulationsblasen aller Zeiten zu werden. Vergleichbar nur mit dem Fall des Dollars, wird das Platzen der Gold-Blase sehr beeindruckend sein. […] Die kommende Gold -Blase könnte leicht 10 oder mehr Jahre andauern, und an ihrem Höhepunkt könnte der Goldpreis wahrhaft stratosphärisch ein – in der Tat so hoch, dass wir uns nicht mal trauen unsere Vorhersage publik zu machen, aus Angst damit unsere Glaubwürdigkeit zu verlieren.“

Irgendwann werde sich die Wirtschaft aber transformieren und wieder reale Werte schaffen, was andere Investitionen wieder attraktiver macht. Das wird dann eine düstere Zeit für die Gold-Bugs, so Wiedemer:

„Sie werden ihr Gold nur ungern aufgeben, so wie die Leute heute ihre Aktien und Immobilien nicht aufgeben wollen. Gold wird an diesem Punkt als ein bewährter Sieger und Aktien und Immobilien als bewiesen Verlierer erscheinen. Die Leute werden sagen, dass der Grund für den Aufstieg des Goldes eine grundlegende Abkehr von immateriellen Vermögenswerten wie Aktien und Anleihen wäre – hin zu mehr Sachanlagen wie Gold. Aber das ist reiner Unsinn. Aktien, Anleihen und Immobilien haben viel mehr inneren Wert als Gold, und im Laufe der Zeit wird diese Wirklichkeit auch den Investoren wieder dämmern, die dann beginnen werden, ihr Gold zu verkaufen, um wieder Aktien und Anleihen zu kaufen, und die Gold-Blase wird platzen – und zwar so richtig. Blasen platzen immer.“

Das Platzen der Gold-Blase wird für Wiedemer das Ende einer Ära markieren: Die komplette Abkehr von Geld, wie wir es kennen.

Die Evolution der Wirtschaft

Wiedemer vertritt einen neuen Ansatz der Wirtschaftswissenschaft, welche die Entwicklung der Wirtschaft nicht als kreisförmige Zyklen, sondern als eine aufwärtsgerichtete Spirale begreift.

„Eine längere Betrachtung des wirtschaftlichen Wandels zeigt uns, dass die gesamte Weltwirtschaft sich tatsächlich weiterentwickelt. Wenn Sie verstehen, dass sich die Wirtschaft sich weiterentwickelt und was diese Evolution verursacht, können sie nicht nur kurzfristige Bewegungen in der Wirtschaft über 2 bis 5 Jahre besser verstehen, sondern auch langfristige Trends in 5 bis 15 Jahren und darüber hinaus. Auch wenn alle von Konjunkturzyklen sprechen, wissen wir doch eigentlich intuitiv, dass sich die Wirtschaft in Wahrheit weiterentwickelt. Wir wissen zum Beispiel, dass sich der Konjunkturzyklus der 1920er Jahre nie wirklich wiederholt hat. Auch nicht die Konjunkturzyklen der 1930er oder die 1960er Jahre. Jede Epoche hat ihre eigenen einzigartigen Aspekte, die sie von den anderen völlig unterscheidet – wie verschiedene Entwicklungsstufen im Leben einer Person.“

Die Evolution der Wirtschaft ist gekoppelt an die Evolution der Gesellschaft und der Technologie, etwas, das Wiedemer STEP-Evolution nennt: Wissenschaft, Technologie, Ökonomie und Politik.

Wiedemer weißt diesen Prozess anhand der gesamten Entwicklung der Wirtschaft seit der Steinzeit nach und kommt nach seinen Analysen zu dem Schluss, dass die Entwicklung klar eine bestimmte Richtung weißt:

„Der nächste Schritt in die Entwicklung des Geldes wird die Entwicklung einer internationalen Agentur sein (einem globale Äquivalent zu einer internationalen Zentralbank), dass eine einzige internationale Währung verwaltet, die vollständig elektronisch ist.“

Das dürfte den wenigsten gefallen. Aber ums Gefallen geht es Wiedemer auch nicht, nur um die Analyse von Mustern. Auch wenn sich hier düstere Prognosen verschiedener Verschwörungtheroien verwirklichen: Der Crash würde über kurz oder lang in genau dieses Szenario münden, so Wiedemer. Und alle technologischen Entwicklungen scheinen seine Sichtweise zu stützen.

„Die Anfänge eines komplett elektronischen monetären Systems sind bereits vorhanden. Kreditkarten, Debitkarten, elektronische Schecks, Überweisungen per Telefon, direkte Banküberweisungen und Online-Banking beginnen bereits, Bargeld und Scheckzahlungen zu verdrängen. […] Wir sagen das nicht, weil das ist, was wir hoffen. Es geht nicht um Wunschdenken oder eine politische Agenda. Im großen Kontext der STEP-Evolution, ist die Entwicklung zu einer einzigen elektronischen Währung einfach nur eine Frage der Zeit.“

Schweden ist bereits dabei, das Bargeld abzuschaffen, andere Nationen werden folgen. Der Schritt zu einer globalen Währung werde auf großen Widerstand stoßen, vermutet Wiedemer, aber letztlich ist es nur eine Frage, wann es passiert, nicht ob.

Dies wird nicht die einzige Transformation sein, glaubt Wiedemer. Die nächste Wirtschaft wird vor allem auf dem Service-Sektor aufbauen: Gesundheitswesen, Bildung, grundlegende Dienstleistungen. Ein neues internationales System wird die Bildung von Blasen verhindern und alles Wachstum an reale Produktivität für die Gesellschaft koppeln, um Blasen zu verhindern, glaubt Wiedemer. Eine Rückkehr zu einem Goldstandard werde es nicht geben, da Gold absolut keinen Bezug zur Wirtschaft hat und sich darum nicht als Grundlage eignet. Die Welt wird viele radikale politische Reformen sehen, die durch den öffentlichen Druck und neue politische Kräfte möglich werden.

Das Vermögen sichern: Was kann man tun?

Sollte Wiedemers Szenario tatsählcih eintreffen, könnte dies einen Großteil aller Privatvermögen vernichten. Wer sein Vermögen in diesem Szeario sichern will, sollte einen guten Überblick über die Entwicklung des Crashs haben. Langfristig werden laut Wiedemer zunächst alle US-Aktien und dann der Dollar abstürzen, so dass Investments sich zunächst an diesen Bewegungen orientieren sollten: Zuerst auf fallende Börsenkurse, dann auf einen fallenden Dollar setzen. Der Prozess sollte spätestens bis 2014 mit fallenden Börsen begonnen haben. Danach sollte das Vermögen erhalten werden, Gold oder (für US-Anleger) in Euro investiert wird.

Hier ein paar grundlegende Anlage-Tipps von Wiedemer für US-Anleger:

  • Hände weg von Aktien und Immobilien während des Crashs, dann aufkaufen nach dem Crash.
  • Hände weg von langfristigen Bonds und allen Anlagen mit festen Einkünften.
  • Hände weg von Kunst und Sammler-Gegenständen
  • Immobilien, in denen man nicht selbst wohnt, verkaufen – nach der Krise kann man weit billiger neue kaufen
  • Kredite und Schulden nach Möglichkeit nicht abbezahlen, sondern refinanzieren in Kredite mit langer Zinsbindung und langer Laufzeit über 30 Jahre oder mehr – die Inflation wird die Schulden fast von selbst abbezahlen. Die Raten sollten so niedrig sein, wie möglich, um sie auch in der Krise bedienen zu können und Häuser etc. nicht zu verlieren. Ab jetzt keine Extra-Zahlungen mehr tätigen. Wenn eine Refinanzierung nicht möglich ist, möglichst verkaufen oder rasch abbezahlen, da sonst der Verlust droht.
  • Falls man Kredite nicht mehr bezahlen kann, das Haus nicht verlassen, sondern es immer auf eine Räumung ankommen lassen. Es wird wegen der Masse und drohenden Unruhen nur sehr wenig geräumt werden.
  • Cash aus US-Aktien und US-Immobilienverkäufen in kurzfristige Bonds der Euro-Staaten investieren, deren Wert wird sich länger halten, als die der US-Bonds. 
  • Noch besser: Cash in Gold parken und nach dem Crash rasch wieder in Aktien und Immobilien stecken.

Wenn die Krise die Talsohle erreicht hat, gilt: Immobilien zu den dann günstigen Preisen einkaufen, ebenso vielversprechende Aktien. Erst investieren, wenn die Märkte mehr als ein Jahr lang wieder gestiegen sind. Es macht nichts, die Talsohle zu verpassen, wer sein Vermögen richtig konserviert hat, wird auch in der Erholungsphase massiv mehr Werte für sein Geld erwerben können, als er vor dem Crash je besaß.

Rohstoffe wie Industriemetalle sollten während der Krise gemieden werden, da die Nachfrage extrem einbrechen wird. Diese können mit anderweitig geparktem Geld nach der Krise aufgekauft werden.

Wer sogar während des Chaos noch Geld verdienen will, kann sich folgende spekulative Investments ansehen, bei denen große Sprünge auch große Gewinne ermöglichen werden:

– LEAPS oder Bear Funds
– Währungen
– Gold
– Diamanten

Diese Tipps zeigen vielleicht auch recht deutlich, wie sich die informierte Finanzelite selbst verhalten wird: Es wird einen radikalen Aufkauf von Werten durch jene Menschen geben, die ihr Vermögen gut durch den Prozess hindurchbringen können. Während der unbedarfte Bürger fast alles verliert, werden die Reichen nach der Krise immense Werte aufkaufen können und im neuen System noch besser dastehen als schon zuvor. Letztlich wäre selbst der Crash noch Teil einer riesigen Umverteilung von unten nach oben.

 

Dein Vermögen ist nicht dein Wert

Zuletzt hat Wiedemer noch eine sehr menschliche Botschaft an seine Leser, die vielleicht wichtiger ist, als alles andere:

„Denken Sie daran, dass Glück eigentlich immer verfügbar ist, weil es nicht von Geld oder Dingen abhängt, sondern von anderen Menschen. Wir müssen uns daran erinnern, wenn das Geld fließt und umso mehr, wenn es das nicht tut. So viel sich dieses Buch auch auf Geld konzentriert und so sehr wir alle in den nächsten Jahren furchtbar auf Geld konzentriert sein werden: Der beste Rat, den Sie bekommen können, ist kein finanzieller. Konzentrieren sie sich auf Ihre Familie und Freunde. Ihre Familie wird ihre Unterstützung brauchen und ihre Freunde werden sie mehr brauchen als je zuvor – und Sie werden sie ebenso brauchen. Gegenseitige Unterstützung ist der Schlüssel zu einem guten Leben, sowohl in den besten Zeiten als auch in den schlechtesten Zeiten. Tragen sie ihren Teil dazu bei, indem Sie eine Person nicht länger nach der Größe ihrer Brieftasche beurteilen, sondern nach der Größe ihres Herzens und der Qualität ihres Charakters.“

 

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Eine Antwort

  1. Wolfgang Schmidt

    Sehr geehrter Herr Rotter,
    Danke für ihre präzise Wiedergabe des Buches von Wiedemer. Was die Folgen eines Zusammenbruchs der Börse angeht, ist wiedemer, anders als bei seiner sehr guten Analyse der gegenwärtigen ökonomisch-finanziellen Lag der Märkte, auf Spekulationen angewiesen .
    Doch es gibt einen hoffnungsvollen spirituellen Hintergrund. Wie viele Andere halte auch ich es für sehr real, dass der gegenwärtige Weltlehrer Maitreya mit seinen Jüngern, den Meistern der Weisheit, unter uns weilt und bereits Maßnahmen ergriffen hat (u.a. geschulte Fachleute), um nach dem Börsenkrach, der in Japan seinen Anfang nehmen soll, eine neue Gesellschaftsordnung einzuleiten, die auf dem Teilen aller Ressourcen beruht. Der Autor Benjamin Creme, der in telepathischem Kontakt zu einem Meister steht, berichtet, dass dieser Crash bereits im Jahr 2015 stattfinden könne. Es ist also erstaunlich, wie nahe Wiedemer dieses Ereignis zeitlich richtig einschätzt. Das bevorstehende Ereignis des öffentlichen Auftretens des Christus, der sich Maitreya nennt, ist seit 1945 bekannt. Seit seiner bereits erfolgten physischen Rückkehr in unsere Welt geschehen Wunder sowie unerwartete politische Ereignisse. Eine Dokumentation findet man unter
    shareinternational-de.org

    Meine Behauptung ist keine New-Age-Fantasie, sondern beruht darauf, dass sich im beginnenden Wassermannzeitalter neue Formen des solidarischen Handelns durchsetzen werden. Die 1. Maßnahme Maitreyas wird sein, den Hunger in der Welt abzuschaffen. Dies ist lediglich eine Sache des gerechten Verteilens. Sobald die Menschheit allgemein das Prinzip des Teilens angenommen hat, wird auch das Weltklima in eine neues Gleichgewicht gebracht werden.
    Leider ist es mir hier nicht möglich, weitere Hintergründe der Existenz der Geistigen Hierarchie unseres Planeten aufzuzeigen. Bei evtl. bestehendem Interesse und bin ich gerne zu weiteren Auskünften bereit.

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