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Abd-ru-shins einzigartige Erklärung der Schöpfung

Vor etwa 80 Jahren verfasste der deutsche Schriftsteller Oskar Ernst Bernhardt unter dem Namen Abd-ru-shin seine “Gralsbotschaft” – ein mehr als 1000 Seiten starkes Werk, das mittlerweile in 16 Sprachen übersetzt wurde, in über 90 Ländern erhältlich ist und eine Millionenauflage erreichte. Von vielen hochgeschätzt, wird das Werk mit dem Haupttitel “Im Lichte der Wahrheit” von anderen als “Sektenbuch” verdächtigt. Im SEIN-Interview erklärt Martin Schott von der Stiftung Gralsbotschaft, was es mit diesem Buch auf sich hat.

 

 

SEIN: Der Titel “Gralsbotschaft” klingt sehr mystisch. Was ist das für ein Werk?
Martin Schott: Zunächst wird man als kritischer Leser zugeben müssen, dass sich das Werk Abd-ru-shins in übliche Kategorien kaum einordnen lässt. Religion? Philosophie? Esoterik? Mythologie? Lebenshilfe? Wer ein “genretypisches Buch” erwartet, wird enttäuscht, denn die gängigen Abgrenzungen verschwimmen.

Ganz und gar nicht verschwommen präsentieren sich indes die Aussagen und Inhalte der “Gralsbotschaft”. Alle Aussagen sind erstaunlich präzise, geprägt durch eine zwingende Logik und umfassende Menschenkenntnis.

SEIN: Worum geht es denn in der “Gralsbotschaft”?
Martin Schott: Zusammenfassend könnte man sagen: Abd-ru-shin bietet eine umfassende Welterklärung. Jedoch nicht in naturwissenschaftlich-beschreibender Art, wie man es heute vielleicht erwarten würde, aber auch nicht in Form eines konfessionellen Dogmas. Vielmehr werden jene Brücken zwischen Wissenschaft und Religion geschlagen, die man sich als frei und unabhängig denkender Mensch schon immer gewünscht hat: Das Weltgeschehen folgt Naturgesetzen – und diese Gesetze sind nichts anderes als Ausdruck des Gotteswillens. Die Wahrheit ist unteilbar. Es geht für den Menschen immer nur darum, eigene Irrtümer zu erkennen, wenn sich eine Kluft zwischen Wissen und Glauben auftut.
Die erklärte Absicht Abd-ru-shins ist es, den Leser wieder näher zum Leben, “zurück zu Gott” zu führen. Er bezieht in seine Erklärungen daher die ureigensten Erfahrungen wohl jedes Menschen mit ein und enträtselt – vielfach anhand von Gleichnissen – die großen Fragen unseres Seins. Geburt und Tod, Schicksal und Reinkarnation, Gott- und Welterkenntnis sind die zentralen Themen jener Vorträge, die ursprünglich einzeln veröffentlicht und später zu den drei Bänden der “Gralsbotschaft” zusammengefasst wurden.

Abd-ru-shins Texte lassen durchweg ein unerschöpfliches Wissen erkennen und erweisen sich als wertvolle Lebenshilfe. Denn oft findet man “so nebenbei”, in einem Halbsatz, den entscheidenden Hinweis zur Lösung eines Problems oder Konflikts.

SEIN: Welche Rolle spielt der Gralsmythos dabei? Oder was ist hier mit dem Gral gemeint?
Martin Schott: Heute bringt man den Begriff “Gral” gerne mit allerlei Geheimnisvollem in Verbindung, mit dem Rätselhaften, Sagenumwobenen. Wer jedoch nur auf einer weiteren “Esoterik-Welle” surfen will oder neue, aufregende Verschwörungstheorien erwartet, wie sie Bücher und Filme in letzter Zeit zur Genüge geboten haben, wird in Abd-ru-shins Werk vergeblich suchen. Wohl findet hier auch der Begriff “Gral” seine Erklärung – nämlich einfach als Schöpfungsgegebenheit –, aber die Anregungen, die der Leser aus der “Gralsbotschaft” erhält, sind durch und durch “bodenständig”. Sie betreffen das Leben hier und jetzt, unsere Beziehung zu den Nebenmenschen, zur Natur und vor allem zu Gott.

SEIN:
Wer war der Autor, und was bezweckte er mit diesem Buch?

Martin Schott: Oskar Ernst Bernhardt wurde 1875 in Bischofswerda (nahe Dresden) geboren, war zunächst kaufmännisch tätig und um die Jahrhundertwende vor allem als Reise- und Bühnenschriftsteller bekannt und erfolgreich. Während des ersten Weltkrieges wurde er auf der “Isle of Man” interniert. In dieser Zeit und in den Jahren danach wuchs sein Wunsch, ein Wissen zu bieten, das anderen aus geistiger Not hilft und sie aus falschen Vorstellungen befreit.

Um 1923 begann er unter dem Namen Abd-ru-shin mit der Niederschrift von Vorträgen. Dabei war es ihm ein Anliegen, nicht als Autor im Mittelpunkt zu stehen – es sollte nur das, was er zu sagen hat, beurteilt werden.

Abd-ru-shin wollte mit seiner “Gralsbotschaft” den Einzelnen ansprechen, unabhängig von konfessioneller Zugehörigkeit oder Nation. Er schloss sich nie einer Vereinigung an und gründete auch keine neue Religion, Sekte oder ähnliches. Seine Vorträge betrachtete er einfach als “Leuchte und Stab” für Wahrheit suchende Menschen, die “den Weg zum Höchsten” gehen wollen. Dieser Weg, den er durch seine “Botschaft aus dem Gral” verdeutlichte, ist einfach und klar, frei von Mystik oder esoterischer Abgehobenheit – aber deshalb wohl nur für Menschen geeignet, die bereit zur Arbeit an sich selbst sind.

Abd-ru-shin starb am 6. Dezember 1941, nachdem seine Lehre von den Nationalsozialisten verboten, er selbst inhaftiert und über Jahre an seinem Wirken gehindert worden war. Die bis heute im Handel erhältliche deutschsprachige “Ausgabe letzter Hand” ordnete er noch vor seinem Ableben neu.

SEIN: Das Werk wurde ja vor 80 Jahren geschrieben. Welche Relevanz hat es für uns heute?
Martin Schott: Die heutige Zeit ist charakterisiert von einem Verfall der traditionellen Glaubensgemeinschaften und Kirchen. Viele Menschen bekennen sich offen zu ihrer atheistischen Gesinnung. Aber wohl noch mehr Menschen suchen nach neuen, zeitgemäßen Wegen für ihren Gottesglauben. Sie sind durchaus bereit, auch Gegebenheiten zu akzeptieren, die über das mit den fünf Sinnen Fassbare hinausgehen. Aber leider präsentiert sich die Welt der Spiritualität heute als unübersehbarer Dschungel. Es wird geglaubt und “verkündet”, was gerade angenehm ist – überprüfbar scheint ohnehin nichts zu sein.

Doch eben die Überprüfbarkeit ist es, welche die in der Gralsbotschaft zusammengefasste Lehre Abd-ru-shins von so vielem anderen klar unterscheidet. Denn hier wird die gesamte Schöpfung in ihren Gesetzmäßigkeiten beschrieben. Dieser Ansatz bietet eine ebenso sichere wie zeitlose Grundlage. Die Gralsbotschaft “Im Lichte der Wahrheit” ist ein Standardwerk des Schöpfungswissens.

SEIN: Woher hatte der Autor sein Wissen?
Martin Schott: Abd-ru-shin schöpfte das Wissen aus sich selbst, er entnahm es nicht von anderen, oder aus anderen Lehren, obgleich sich in anderen Weltanschauungen einzelne Bestandteile gleichen. Abd-ru-shin sagte sinngemäß, man solle nicht des Bringers achten, sondern nur des Gebrachten – Gold ist Gold, ob es ein König bringt, oder ein Bettler.

SEIN: Ist das Werk denn noch zeitgemäß? In den heutigen „Botschaften“ und Channelings verschiedener Art ist ja der Tenor, es sei Zeit, sich von Autoritäten zu lösen und stattdessen der eigenen inneren Stimme zu folgen. Ist die “Gralsbotschaft”  nicht wieder eine solche Autorität?
Martin Schott: Das Werk hat zeitlose Relevanz, weil es eine den einzelnen Menschen stärkende Lebenshilfe bietet. Es hilft dem Leser, sich zu einer selbstverantwortlichen, starken Eigenpersönlichkeit zu entwickeln. Die Gralsbotschaft fordert den Leser schon im Geleitwort auf, das vorliegende Wort strengsten Eigenprüfungen zu unterziehen, und weist damit den Weg, alle Blindgläubigkeit Glaubensfragen gegenüber zu überwinden und jeden Dogmatismus von sich zu weisen. Dabei spricht Abd-ru-shin, der Verfasser, nur zum Einzelmenschen, ohne Achtung auf dessen Religion oder Konfession.

Voraussetzung ist allerdings, dass man sich als Leser auf die deutsche Hochsprache dieses Werkes einlässt, die für heutige Verhältnisse bisweilen antiquiert und umständlich wirken mag. Allerdings nur oberflächlich betrachtet, denn es erweist sich schnell, dass gerade diese Sprache nicht nur den Verstand, sondern auch das Gemüt anspricht


Abb2: Abd-ru-shins, O.E. Bernhardt

 

 

 

 

 

 

 

 

Bezugsmöglichkeit und Informationen:

„Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft“
Verlag der Stiftung Gralsbotschaft GmbH
Schuckertstraße 8
71254 Ditzingen

www.gral.de
Tel.: 07156-95320
Fax: 07156-18663
bestellung@gral.de

 

2 Responses

  1. Ulf Lauterbach
    Lebensfragen

    Ich bin begeistert von den ungeahnten Dimensionen, die sich beim Suchen in der Gralsbotschaft auftun. Wer mehr wissen möchte, findet im Internet als Einstieg
    www.Wahrheit-suchen.net mit Zitaten Abd-ru-shins zu unterschiedlichsten Lebensfragen.

    Antworten

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