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Die drei Lehren sind ein spiritueller Ansatz, der versucht, alle Aspekte unseres Seins zu verbinden – von der Absoluten Realität bis zum individuellen Ausdruck als Person.

 

Spirituelle Ganzheit – Die Ebenen unseres Seins als Menschen

Viele zeitgenössische spirituelle Konzepte scheinen seltsam unvollständig. Entweder sie konzentrieren sich ausschließlich auf das Absolute, jenseits aller Individualität und Form, oder – auf der anderen Seite des Spektrums – auf die Heilung und Stärkung der Persönlichkeit, ohne die dafür nötigen Wurzeln in den tieferen Aspekten unseres Seins. Ersteres führt zu einer dissoziierten, oft weltfernen Ausprägung von Spiritualität, Letzteres zu einer Überidentifikation mit der Persönlichkeit, die wahre spirituelle Befreiung sehr viel schwieriger macht.

Die „drei Lehren“ sind ein Versuch, alle Ebenen der menschlichen Existenz miteinander zu verbinden und ihre tiefe Wechselbeziehung und ihren Beitrag zu wahrer spiritueller Ganzheit zu ehren. Dieses Konzept hat den Vorteil, dass es sowohl die individualisierte und personalisierte Ebene der Schöpfung, als auch die Absolute Ebene der Realität jenseits aller Formen und Erfahrung umfasst und begreift – und so ziemlich alles zwischen diesen beiden Extremen, was für den Punkt, wo wir als Individuen und als Spezies gerade stehen, relevant ist.

Die drei Lehren: Die Erkenntnis von Frieden, Freiheit und Glückseligkeit

Ich habe die drei Lehren so benannt:

1. Always Already Present (Immer schon präsent)
2. Beyond Experiencing (Jenseits der Erfahrung)
3. Empowered Consciousness (Ermächtigtes Bewusstsein)

Jede der drei Lehren arbeitet mit einer der drei universellen Ebenen der Existenz:

(1) Der konstanten Natur der Präsenz
(2) Der ewigen Natur der Unendlichkeit
(3) Der sich verändernden Natur der Erfahrung

Das Wort „Ebene“ bedeutet hier nicht „besser“ oder „weniger als“ …, den sie alle sind das Eine.

Zurück zur ausgewogenen Ganzheit

So wie ich es wahrnehme, gab es seit jeher viele Weisheits-Lehren und Traditionen auf unserem Planeten, die eine dieser Ebenen auf Kosten einer anderen überbetont haben, was zu unausgewogenen und letztlich unbefriedigenden Ergebnissen in unserer Spiritualität führte. Sowohl für uns als Individuen, als auch in Hinsicht auf die kollektive Evolution des Bewusstseins.

Da es wichtig ist, alle diese Ebenen zu berücksichtigen – und um die Dinge verständlicher zu halten – habe ich mich entschieden, bei allem, was ich teile, eine Unterscheidung zwischen diesen drei Ebenen zu machen, so dass die Informationen immer im richtigen Licht verstanden werden können.

Diese drei Ebenen sind letztlich nicht voneinander zu trennen, sondern Frieden, Freiheit und Glückseligkeit arbeiten zusammen und verstärken gegenseitig ihre weitere Realisation und die Verkörperung der Einheit – bis Du ganz zu einem Tanz der Liebe, Weisheit und Glückseligkeit wirst. In anderen Worten: Während du dich auf die Vertiefung einer Ebene zu konzentrierst, vertieft sich automatisch auch deine Fähigkeit, die zwei anderen Ebenen zu verkörpern.

Das Ergebnis der Verkörperung dieser drei einfachen, aber umfassenden Lehren, als ein einziger untrennbarer Tanz ist, dass du deine zeitlose Ganzheit erkennst und auch die notwendige Ermächtigung erfährst, ihre Schönheit frei in deinem Leben auszudrücken.

Dein Wesen ist in der Lage zu einer perfekten Integration und einem kombinierten Verständnis aller drei Ebenen der Existenz. Du bist ein unmittelbarer Ausdruck der Quelle, entworfen, um die Freude der Schöpfung zu feiern und zur Quelle zurück zu reflektieren, indem du Frieden, Freiheit und Glückseligkeit als Mensch verwirklichst und diese Liebe und Weisheit in deiner ganz individuell einzigartigen und doch untrennbaren Existenz ausdrückst.

Das Verständnis der drei Lehren

Die erste Lehre zeigt uns, dass wir immer schon frei sind, dass das, was wir in Gedanken und Ideen suchen, bereits hier und jetzt vorhanden ist. Wir entdecken, dass wir einfach nur entspannen und unsere Gedanken und unsere Aufmerksamkeit für einen Moment ruhen lassen müssen, um den mühelosen Raum des Gewahrseins zu bemerken, der immer schon da ist.

Die zweite Lehre hat eine zutiefst befreiende Wirkung, denn sie zeigt uns, dass aus der absoluten Perspektive gesehen, nichts jemals wirklich passiert ist. Sie zeigt uns, dass uns auf dieser Ebene der Existenz nichts jemals wirklich betroffen hat, betrifft oder betreffen wird. Wir erkennen uns als das Unendliche, jenseits von Bewusstsein aller Art, frei von jeder Spur von einem Erfahrendem oder Erkennendem oder von Erfahrung überhaupt. Dies erlöst alle falsche Identität und lässt uns leer und groß werden.

Die dritte Lehre bringt uns ‚zurück‘ in den einzigen Bereich, mit dem wir arbeiten und spielen können: das Bewusstsein und wie es seinen Fokus durch die sich ständig verändernden Bereiche der Erfahrung bewegt. Diese Ebene ist die umfangreichste in ihrer Philosophie und Praxis, den sie fürchtet sich nicht, den nie endenden Prozess der Entwicklung und Erweiterung des Bewusstseins anzuerkennen. Diese Lehre und beschleunigt den kontinuierlichen Aufstieg des menschlichen Seins in immer höhere Frequenzbereiche.

 

Die Früchte

Die Hauptqualitäten der ersten Lehre beinhalten und übertreffen die Realisation von: Frieden, Ruhe, Gewahrsein, Präsenz, Ist-Heit, Fülle, Permanenz, Stabilität, Liebe, Klarheit, Verbundenheit, Essenz.

Die Hauptqualitäten der zweiten Lehre beinhalten und übertreffen die Realisation von: Freiheit, absoluter Frieden, Unsterblichkeit, Zeitlosigkeit, Unendlichkeit, Leere, Unberührbarkeit, Jenseitigkeit, Quelle, Transzendenz, Einheit.

Die Hauptqualitäten der zweiten Lehre beinhalten und übertreffen die Realisation von: Glückseligkeit, Bewusstsein, Ermächtigung, Expansion, Freude, Verstehen, Leidenschaft, Integrität, Bestimmung, Absicht, Nicht-Körperlichkeit , Nicht-Linearität, Fülle, Begeisterung, Vielfalt, Vorstellungskraft, Gleichgewicht, Integration, Frequenzen, Parallele Realitäten, Freier Wille, Entscheidung, Aufstieg, Gleichzeitigkeit, Leichtigkeit, Balance, Spiel, Kreativität, Manifestation.

 

Der Weg

Die Früchte der …

1. Lehre werden durch Wieder-Erkennen und Bemerken erreicht (von dem, was immer schon vorhanden ist).

2. Lehre werden durch Realisation erreicht (der Quelle von allem, was existiert).

3. Lehre werden durch Erforschung erreicht (von Überzeugungen, Frequenzen und Prinzipien)

Warum in dieser Reihenfolge (1, 2, 3)?

Mit welcher Ebene Menschen in den verschiedenen Phasen ihres spirituellen Weges arbeiten, hängt ganz von der Person ab. Doch für die meisten Menschen, die gerade erst zu der Realisation von Bewusstsein und Erleuchtung erwachen, würde ich vorschlagen, den Lehren weitgehend so zu folgen, wie hier beschrieben. Am Ende ist es natürlich deine Entscheidung, aber das ist mein Vorschlag, basierend auf meiner persönlichen Erfahrung, und meinen Erfahrung mit den Prozessen vieler anderer Menschen. Ich werde auch erklären, warum.

Lehre 2 wäre „zu abgefahren“, zu subtil, für diejenigen, die neu in der Wissenschaft der Selbstverwirklichung und des Erwachens sind. In 98 von 100 Fällen wäre es einfach zu viel. Und selbst wenn Lehre 2 für einen spirituell Suchenden irgendwie Sinn zu machen scheint, bleibt es in der Regel bei den meisten Menschen eine rein intellektuelle oder philosophische Erkenntnis. Lehre 2 schöpft ihre Kraft wirklich aus der vorhergehenden Praxis des Erkennens der reinen Präsenz, die immer schon jetzt hier ist … und jetzt … und jetzt … (Lehre 1).

Nur aus diesem Raum der reinen Präsenz (Lehre 1 ) können wir eintauchen in die Kontemplation der Quelle dieser Präsenz (Lehre 2). Wenn die Erfahrung der Präsenz für dich leicht zugänglich ist, mit oder ohne Gedanken, dann kann Lehre 2 ihre volle Wirkung entfalten. In den meisten Fällen würde ich nicht empfehlen, dass jemand das Erkennen reiner Präsenz überspringt, da sie so grundlegend ist für unsere Stabilität und unsere Fähigkeit, uns jenseits unserer Gedanken und Gefühle zu erfahren. Das Gefühl der Präsenz, dass in Lehre 1 gewonnen wird, ist das Sprungbrett dafür, die Unendlichkeit in Lehre 2 zu realisieren.

 

Ein weiteres Szenario…

Wenn man gleich in Lehre 3 springt, ohne das Fundament der Lehren 1 und/oder 2, kann man leicht die Qualitäten der dritten Lehre von freiem Willen, Wahl , bewusstem Fokus, Ermächtigung, Absicht etc., missverstehen als „die Kontrolle der eigenen Umstände durch Manipulation, um einen inneren Mangel zu kompensieren.“ Manche nennen dies das ‚das Ego‘. Oftmals wird versucht, die dritte Lehre mit dem konditionierten Verstand anzuwenden, der auf Angst vor Mangel beruht – in der Hoffnung auf eine zukünftige Befreiung durch einen äußerlichen Umstand. Das liegt daran, dass wir – bevor wir mit Lehre 1 oder ähnlichen Lehren in Kontakt sind, in der Regel dazu neigen, uns fälschlicherweise mit unseren Gedanken und Emotionen zu identifizieren.

Lehre 1 und 2 helfen wirklich, das falsche Gefühl „eine eigene Identität zu sein, der innere Erfüllung fehlt“ gründlich zu erschüttern, und in die tieferen Ebenen des eigenen Bewusstseins zu entspannen, die natürlicherweise mehr mit der Stabilität der Präsenz identifiziert sind – oder sogar bis in die Unendlichkeit des Einen (der Quelle) zu sinken, für die selbst Präsenz nur eine ewige, aber endliche Reflexion ist.

Erst aus dieser stabilen, freien und liebenden Perspektive von „keine bestimmte Identität nötig, um mich wohlzufühlen“, können wir wirklich anfangen, sanft die Schönheit, Göttlichkeit und Ermächtigung zu entdecken, die auf jeden wartet, der der beginnt zu verstehen, wie das Bewusstsein mit seinen eigenen Erfahrungen interagiert. Alle Erfahrungen sind gleichermaßen gültige Standpunkte, durch welche die eine Existenz sich selbst erlebt, in all ihren unendlichen Möglichkeiten.

Durch Lehre 3 ebnen wir den Weg dazu, uns bewusst zu entscheiden, welche Standpunkte wir als „unsere Realität der Wahl“ annehmen und welche wir in Liebe und Respekt loslassen. Lehre 3 unterstützt uns, einen alles-akzeptierenden, aber klaren und entschiedenen Tanz der Glückseligkeit zu tanzen, verschmolzen mit der Liebe von Allem-Was-Ist, und mehr und mehr in jener natürlich bevorzugten Realität zu erleben, mit der unser Innerstes wirklich in Resonanz ist. Dies ermöglicht die größte Expansion, geführt von unserem eigenen Herzen.

 

Die drei Lehren – ein Vorschlag

Generell würde ich also empfehlen, dass Menschen zuerst ihre stabile Präsenz realisieren, dann die unendliche Leere des Einen (der Quelle) zu erkennen, das nie durch irgendetwas betroffen ist, das sich innerhalb von Bewusstsein (und Erleben) abspielt, und dann, wenn man die Resonanz dazu fühlt, zu beginnen die Möglichkeiten des Bewusstseins zu erforschen, seine eigene Realität hervorzubringen, und mit ihr zu spielen. So hat man immer die ersten zwei stabilen und unveränderlichen Grundlagen, auf die man zurückkehren kann, falls die Sucht nach Kontrolle oder Angst zurückkehrt und neues Leiden induziert.

Dennoch ist diese Reihenfolge nur ein allgemeiner Vorschlag, und wichtiger als alle Vorschläge ist es, immer dem zu folgen, zu dem man an einem bestimmten Zeitpunkt die größte Resonanz spürt. Wenn das ein nicht-linearer Ansatz ist, der jeden Tag von einer Lehre zu anderen und zurück springt, oder nur auf eine Lehre konzentriert und die anderen ignoriert, dann kann das genau das sein, was für dich funktioniert. Vertraue deiner Intuition!

Viel Liebe,
Bentinho

 

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