Anzeige

Eli Jaxon-Bear – Ein Leben, gewidmet der Freiheit

Vom Revolutionär und Hippie, über Tantra und Therapie zum Spirituellen Lehrer der „Stillen Tradition“.

Im Mai besucht der bekannte spirituelle Lehrer der „Stillen Tradition“, Eli Jaxon-Bear zum zweiten Mal Berlin. Verbunden damit erscheint in Deutschland sein Buch „Lied der Freiheit“. Eli beantwortet darin auf kompromisslose und praktische Weise die zentralen Fragen vieler spirituell Suchender. Als Hauptthemen stellen sich dabei immer wieder heraus: “Was ist wirkliche Freiheit?“ und „Wie kann ich sie erlangen?“ Eli’s Antworten begnügen sich nicht mit Klischees, sie profitieren in ihrer Differenziertheit von der eigenen tiefen, menschlichen Erfahrung des Lehrers: „Wach auf, du bist frei.“
Dieser Satz ist absolut essentiell. Um ihn richtig zu verstehen, mußt du wissen, was Freiheit ist und was Erwachen bedeutet. Freiheit ist eine vertrackte Angelegenheit, die seit Jahrhunderten  immer wieder gesucht wurde und immer wieder mißglückt ist. Selbst die besten Absichten und Revolutionen führten immer wieder zu verschiedenen Variationen der Sklaverei. Was heute Freiheit genannt wird, ist die Freiheit, ein Konsument zu sein. Doch was ist Freiheit wirklich?“

Das Konzept von Freiheit hat sich im Laufe der Entwicklung der Menschheit stark verändert. Auch im Leben eines Einzelnen gibt es so etwas wie eine Evolution der Frage: „Was bedeutet Freiheit für mich?“ Von der Freiheit, laufen zu können über die Freiheit, selbständig seinen Lebensunterhalt zu verdienen oder seine eigene Meinung auszusprechen. Je tiefer die Integrität eines Menschen, umso weiter scheint sich der Begriff von Freiheit auszudehnen. Irgendwann berührt Freiheit nicht mehr nur unser eigenes Interesse. So auch bei Eli Jaxon-Bear: In den sechziger und siebziger Jahren nahm Eli aktiv am politischen Widerstand in den Vereinigten Staaten teil. Für seine Forderung nach gesellschaftlicher Freiheit wurde er vom F.B.I. verfolgt.
„Doch irgendwann musste ich mich der Frage stellen: Warum wurde Freiheit trotz so vieler Revolutionen auf diesem Planeten bisher nie erfolgreich verwirklicht? Ich habe zur Generation der sechziger Jahre gehört. Damals bedeutete Freiheit die Freiheit für mich. Jeder sollte frei sein, das zu tun, was er wollte. Freier Sex, freie Liebe, freie Drogen. Es funktionierte nicht. Es gibt sicher relativ mehr oder weniger Freiheit in der Welt der Erscheinungen.“  
Jeder Versuch, das Gefühl von Freiheit über das Außen herzustellen, sei es durch mehr Sex, mehr Geld, mehr Anerkennung, folgt derselben Dynamik: Für einen kurzen Moment erfährt man Erleichterung, um kurze Zeit später das Bedürfnis nach „mehr“ zu verspüren. Ein nie endender Kreislauf?

„Letztendlich muss Freiheit als das gesehen werden, was sie tatsächlich ist. Sie bedeutet Freiheit von der fälschlicherweise angenommenen Vorstellung, wer du glaubst zu sein. Solange du nicht bereit bist, aus all deinen Vorstellungen über dich aufzuwachen, gibt es keine Hoffnung für die Welt. Solange du nicht wirklich weißt, was du mehr willst als alles andere, ist nichts möglich. Denn all die Wünsche, die du hast, betreffen den Bereich des Tierischen Daseins: Mehr Futter, besserer Sex, bessere Kinder, bessere Eltern, bessere Arbeit, mehr Geld, was auch immer. Letztendlich musst du einsehen: Egal wieviel mehr du davon bekommst: es gibt dir keine endgültige Befriedigung. Dann bist du bereit zu fragen: „Was will ich wirklich?“ Das ist der eigentliche Beginn. Wenn du entdeckst, dass das, was du willst, größer ist als dein Leben, wichtiger als dein Leben, dann gibst du dich dem hin.  Und wenn du dich dem hingibst, dann nimmt die LIEBE dich.  Dann bist du bereit, die ständige, selbstsüchtige Beschäftigung mit dir aufzugeben und zu erkennen, wie gross du tatsächlich bist. Das ist das Ende vom Leiden und der Beginn eines wahrhaftigen Lebens. Das ist die Freiheit von neurotischer Anhaftung.“

1990, nach jahrzehntelanger erfolgreicher Arbeit als Therapeut, erkannte Eli, dass er am Ende von allem angekommen war, was er durch eigenes Tun erreichen konnte. Doch die Sehnsucht nach letztendlicher Freiheit war immer noch nicht gestillt. Er brach seine Karriere ab, verließ alles und begab sich auf die Suche nach seinem letztendlichen Lehrer. Nach 18jähriger gesellschaftlicher und spiritueller Suche traf er in Lucknow, Indien auf den erleuchteten Zen-Meister Sri Poonjaji: „In dem Moment , als ich Poonjaji zum ersten Mal begegnete, wusste ich, dass meine Suche beendet war. In seiner Gegenwart erkannte ich meine wahre Natur. Unsere Natur ist Freiheit und Liebe. Da uns das niemand erzählt hat, haben wir überall, auf jede erdenkliche Art danach gesucht und darum gekämpft. In Wirklichkeit ist Freiheit genau hier, in diesem Moment. Sie ist nicht abstrakt. Sie ist absolut konkret und real. Der Wunsch nach Freiheit ist dein Herz, das dich nach Hause ruft. Sei absolut klar, still, wachsam. Dann erkennst du, dass du vollkommen bist. Das ist das Geheimnis eines glücklichen Lebens. Wenn dein Verstand still ist, kommt deine leuchtende Schönheit zum Vorschein.“
Seit seiner Begegnung mit Poonjaji strahlt Elis Präsenz eine tiefe Liebe und Stille aus. Er gibt in vielen Ländern der Welt Seminare und Satsangs (Zusammensein in Wahrheit), um diesen Frieden mit allen zu teilen, die es müde geworden sind, der Freiheit im Aussen hinterherzurennen.

„Mach deine Sehnsucht nach Freiheit zu deinem einzigen Wunsch. Sei bereit, dich nur für einen Moment nach innen zu wenden, um herauszufinden, wer du bist. Du kannst es nicht „machen“. Aber was auch immer du dir wünschst, wird geschehen. Voll und ganz glücklich zu sein bedeutet, das Unglücklichsein aufzugeben. So einfach ist es!“

Hinterlasse einen öffentlichen Kommentar

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

*