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Die Geomantie ist die alte Erfahrungswissenschaft vom Finden guter Plätze. Die Erde wird als heilig und lebendig wahrgenommen. In großen wie auch in kleinräumigen Zusammenhängen finden sich auf ihr feinstoffliche Organe wie Chakren und Meridiane, wie sie auch vom menschlichen Energiekörper her bekannt sind. Die Erdchakren haben Aufgaben in der Organisation des Lebens der Erde und spiegeln gemeinsame Aspekte von Menschen, die eine bestimmte Region bewohnen. Der Geomant Gregor Arzt erläutert diese Aspekte am Beispiel Berlins und seines Wassers.

Paris, Berlin und Moskau liegen auf einer Geraden, an der sich ein europäisches Chakrenband entlangzieht. Die Krone befindet sich an der französischen Atlantikküste, die Basis im Ural. Berlin ist auf diesem Weg das Herzchakra. Dies bedeutet ein heilerisches Potenzial für ein zwischen Ost und West ausgeglichenes Europa. Seit tausend Jahren geht es entlang dieser europäischen Achse um Unterwerfung oder Ausgleich, Begegnung und Versöhnung.

Innerhalb der Flächen-Geomantie der Bundesrepublik Deutschland ist Berlin das Stirnchakra, die Steuerungsebene. Innerhalb der Geomantie Berlins ist wiederum der Tiergarten das Stirnchakra, was die keineswegs selbstverständliche Tatsache bedeutet, dass den Naturkräften in einem umbauten zentralen Park die steuernde Funktion innerhalb des energetischen Großstadtorganismus zukommt. Denn verglichen mit Städten wie Köln oder Rom ist Berlin nicht besonders alt. Es hat keinen zentralen Sakralbau. Die dünne zivilisatorische Schicht legte sich im Wesentlichen innerhalb der letzten 150 Jahre über den Naturraum des heutigen Stadtgebietes, der von Seen und Wäldern geprägt ist. Bei näherer meditativer Kontaktaufnahme mit der ursprünglichen Landschaft ist man überrascht, wie präsent und klar und gesprächsbereit diese Naturebene weiterhin ist. Berlin – ein Ort für Stadtindianer. Die Geistigkeit des Tiergartens und der darunter liegenden ursprünglichen Landschaft mit allen Verbindungen ins Umland ist „unser“ Kölner Dom.

Auf Sand gebaut

Spricht man mit dem eiszeitlich geprägten sandigen Untergrund Berlins (erst in etwa 300 Metern Tiefe kommt festes Gestein), so begegnet man einer kristallinen Bewusstseinskraft. Sand ist, chemisch gesehen, Siliziumdioxid. Silizium findet Verwendung in der Halbleitertechnik, also zentral in jedem Computer. Sand ist auch der Grundstoff für Glas, für optische Instrumente: Filmstadt Berlin, virtuelle Welten, geistige und künstlerische Experimente. Hier ist Berlin bedeutend – so, wie es wirtschaftlich eher bescheiden ist, denn das deutsche Finanzzentrum ist nunmal Frankfurt am Main, das Wurzelchakra der Nation.

Kontakt zum Ursprung

Ein wichtiges Element einer Landschaft ist das Wasser – und nicht nur in Form von Seen und Flüssen, sondern als Quellen. Immer schwieriger ist es für uns Menschen – und auch für das Wasser selbst – geworden, in Berlin und Brandenburg an Brunnen und den wenigen natürlicherseits vorhandenen Quellen urbildhaft den eigenen Ursprung, die Geburt und das permanent ans Tageslicht gelangende Leben zu erleben. Was wichtig wäre: Erlebnisse an Brunnen und Quellen stärken unsere Empathiefähigkeit, das Gefühl der Verbundenheit mit allem, was einmal geboren wurde und klein und schutzlos war, egal, wie es jetzt erscheint.

Doch die alten öffentlichen Brunnen sind zugeschüttet. Der Gesundbrunnen im Wedding, eine einst vielbesuchte Heilquelle, ist längst versiegt, unweit des Rathauses Steglitz muß die Bäke unterirdisch entspringen und verschwindet wieder im Teltowkanal, die Liebesquelle in Woltersdorf schüttet nicht mehr. Kann man also in Berlin im Ur-Mütterlichen Sinn schwerer heimisch werden? Wie kann man diese urbildliche Ebene aktivieren?
In der griechischen Mythologie zählt man auch das unterirdische Wasser zum Herrschaftsbereich des Meergottes Poseidon. Vieles spricht auch aus der Radiästhesie dafür, dass alle größeren Wasseradern mit den Flüssen und Ozeanen in Verbindung stehen. Ist es nicht eine schöne Vorstellung, dass wir eigentlich jederzeit überall mit dem Meer verbunden sind?

Es liegt an uns, ob wir gelegentlich die wenigen Meter nach unten mental, meditativ überbrücken. In vielen Kellern gründerzeitlicher Häuser in Berlin im Bereich der Urstromtäler befindet sich an der tiefsten Stelle ein sogenannter „Sumpf“, wo eingedrungenes Grundwasser weggepumpt werden kann. Von Juden bewohnte Häuser hatten dort oft eine Migwe, ein rituelles  Tauchbecken, das von den Frauen während der Menstruation genutzt wurde. Wenn wir uns heute meditativ ähnliche Verbindungen zum Wasserelement unter uns schaffen, können wir einerseits heimischer werden im Sinne unseres kreatürlichen Ursprunges, für den die Quellen stehen, andererseits uns noch direkter mit dem weltumspannenden Bewusstsein des Wasserelementes verbinden und die Kraft Berlins als eines europäischen Herzchakras stärken.

Eine Antwort

  1. chrissie
    Termine

    Guten Tag!
    Ich möchte gern zur Stärkung mittels Geomantie-Begehungen der Erde teilhaben.
    Bitte um Info, wann der nächste Termin in Berlin oder Umgebung ist.
    Danke!

    Antworten

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