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Mandalas, diese kreisrunden, farbenfrohen Kraftsymbole, haben die Menschheit schon vor Tausenden von Jahren fasziniert. Nicht nur ihre Betrachtung kann tiefe seelische Prozesse auslösen, sondern auch ihre Herstellung kann ein tiefer meditativer Vorgang sein, der uns in unsere Mitte führt und heilende Impulse aussendet.

 

Der Ursprung der Mandalas liegt in der tibetischen und indischen Kultur, in der sie im Buddhismus und Hinduismus für religiöse Zwecke und als Meditationshilfen dienten. Sie fanden Verwendung in der Tantrapraxis sowie für Heilzeremonien in den indianischen Kulturen. Auch in unseren Breiten sind sie nicht fremd, wenn man an bunt dekorierte Kirchenfenster oder Rosetten denkt. Das Wort „Mandala“ bedeutet im Sanskrit, der alten indischen Hochsprache, soviel wie “Kreis, um dessen Zentrum sich alles dreht“. Das tibetische Wort „kyilkhor“ heißt wörtlich: „Mittelpunkt mit Umkreis“, oder auch „das, was einen Mittelpunkt umkreist“. Dargestellt wurden Gottheiten, Tiere, Pflanzen und geometrische Formen in einer bestimmten Ordnung. In China und Japan zeichnete   man in ein Mandala häufig Schriftzeichen.

Das Betrachten von Mandalas hat seine ganz eigene Magie, die es über die Jahrhunderte nicht verloren hat. Die Symbolik wirkt durch Form und Farben direkt auf das Unterbewusstsein und stimuliert so Bereiche unserer Psyche, zu denen wir sonst schwer Zugang bekommen. Mandalas verkörpern universale Lebensformen, so wie wir sie als natürliche Ordnung zum Beispiel in Atomen, Kristallen und Blüten finden. Sie sind ein Spiegel der Seele und repräsentieren tiefe innere Wahr- und Weisheiten.

 

Archetyp für perfekte Ordnung

Mandalas spielen auch in der Psychotherapie eine Rolle: Nach C.G. Jung stellen Mandalas einen bestimmten Archetypen dar. Ein Archetyp ist ein Urbild, das viele Kulturen gemeinsam haben: Der Kreis ist dabei das Sinnbild für die perfekte Ordnung. Er ist ohne Anfang, ohne Ende und somit Symbol für Ganzheit, Harmonie und Gleichgewicht. Der Kreis hat auch in unserer Kultur diese Funktion: Bei uns gibt es Familienkreise, Freundeskreise, Kreistänze u.v.m. Sie vermitteln dem Einzelnen Halt, Geborgenheit und Einbindung in ein „größeres Ganzes“.

Bestaunen wir Mandalas heute, so rückt die religiöse Bedeutung eher in den Hintergrund. Was bleibt, ist die starke Anziehungskraft, die von ihnen ausgeht. Sie ist wie ein Sog, der die Augen auf das innerste Zentrum lenkt. Dieses Schauen unterstützt auf faszinierende Weise die Zentrierung auf die eigene Mitte und den ewig wahren Kern in uns. Es fördert die Konzentration und lädt zur inneren Einkehr ein. Es beruhigt die Nerven und spricht die Seele auf einer tiefen, unbewussten Ebene an. Es ist eine Reise nach innen, zum tiefsten eigenen „Selbst“.

Ein Mandala unterliegt einer streng geometrischen Ordnung. Naturgemäß sind Struktur und Ordnung die Grundlagen unseres Universums. Sie bilden sich und verändern sich zu gegebener Zeit wieder zu einer neuen Ordnung. Auch im Menschen als Teil der Schöpfung ist diese Ordnung vorhanden. Und manchmal kommt auch beim Menschen diese innere Ordnung in Form von sogenannten Schicksalsschlägen aus dem Gleichgewicht.

 

Innere Prozesse sichtbar machen

Auch in meinem Leben löste sich plötzlich durch persönliche Krisen und Herausforderungen mein bisheriges Leben auf. Alte Strukturen zerfielen, es entstanden Chaos, Verzweiflung, Angst und Rastlosigkeit. Und die Suche nach einem neuen Weg. Irgendwann erkannte ich, dass Sicherheit und Halt in der äußeren Welt nicht existieren. Und dass es keine andere Möglichkeit gab, als all dies in  mir selbst zu suchen. Aus tiefster innerer Verzweiflung begann die Suche nach Halt und einer neuen Ordnung in mir. Ich fing wieder an, was ich schon als Kind am liebsten tat: zu malen. Um mich auszudrücken, um innere Prozesse nach außen sichtbar zu machen. Darin fand ich den Halt, den ich gesucht hatte.

Nach anfänglichem Experimentieren mit viereckigen Formaten fand ich zum Kreis: So entstanden langsam die ersten Mandalas. Sie wurden zu meinem „roten Faden“, zu meinem „Rettungsanker“. Wo ich in der Außenwelt auf Sinnlosigkeit und Zerfall traf, finde ich in meinen Bildern etwas Ewiges, etwas, das mir niemand mehr nehmen kann. Das Einzige, was mir „sicher“ ist.

Ein Mandala zu entwerfen und zu malen, heißt, eine eigene, innere Ordnung zu schaffen. Es heißt, sich auf den Weg zu machen zur ureigenen Essenz. Dies ist auch immer ein heilsamer Prozess.

Das Malen von Mandalas kann helfen, mit der eigenen, schöpferischen Lebensenergie wieder in Kontakt zu kommen und mit ihr zu fließen. Neues kann sich ordnen und durch die kreative Gestaltung kann viel innere Kraft und Freude freigesetzt werden.

 

Intuitiver Prozess

Mir erscheinen die Ideen für Mandalas oft als geistige Bilder, manchmal ist es auch nur eine vage Inspiration, wie etwa die Farbgebung. Durch jahrelange eigene Yogapraxis und Biodanzatanzen bin ich für Bilder aus dem Unterbewusstsein sehr sensibel und empfänglich geworden. Oft erweckt ein schönes Musikstück, mein Tanz oder tiefe Entspannung im Yoga das Entstehen dieser inneren Bilder, die mit großer Dringlichkeit nach außen – sprich: gemalt werden – wollen. Eine innere Stimme treibt mich dann mit eindringlicher Kraft zu Pinsel und Farben. Ich finde keine Ruhe, bis es „vollbracht“ ist, die Energie sich ausdrucken durfte.

Jedes Bild beginnt mit einem Punkt in der exakt ausgemessenen Mitte. Das Zentrum ist geschaffen und festgelegt. Von hier aus kann es sich ausdehnen, kann es wachsen. Bei der weiteren Gestaltung fließen meine Ideen und Entwürfe ein, es kann aber auch passieren, dass im Malvorgang etwas ganz anderes entstehen will. Ich fühle mich dabei geführt und lasse es einfach zu. Das ist ein sehr intuitiver Prozess, dem ich mittlerweile blind vertraue. Hinterher bin ich immer selbst ganz erstaunt, was dabei herausgekommen ist – was sich da in mir und aus mir zeigen wollte.

Jedes Mandala hat seine ganz eigene Botschaft und sein eigenes Thema wie zum Beispiel „Intuition“, „Fülle“, „Herzensfeuer“, „Kraft“ oder „Liebe“. Dabei spielen die Symbolik und auch die Farbgebung eine zentrale Rolle. Aus der Farbtherapie wissen wir, dass verschiedene Farben unterschiedliche Wirkungen auf die menschliche Psyche haben. Im Yoga ist jedem Chakra  (feinstoffliches Energiezentrum) eine gewisse Farbe zugeordnet, mit der man es anregen kann. Dieses Wissen nutze auch ich ganz bewusst  in meinen Bildern, um bestimmte Bereiche anzusprechen.

Bei manchen Mandalas gestalte ich den Mittelpunkt mit einem Halbedelstein wie etwa Lapislazuli oder Amethyst. Die Steine haben zusätzlich schwingungserhöhende Eigenschaften und fügen sich, je nach Titel oder Thema des Bildes, wunderbar in die Gestaltung ein. Andere erhalten als Zentrum einen wunderbar funkelnden Swarowski-Kristall, der unser „Selbst“ in seinen strahlenden Facetten symbolisiert.

 

Anregen der Selbstheilungskräfte

Ich fühle mich zutiefst mit meinen Bildern verbunden. Sie sind das Tiefste, was ich von mir auszudrücken vermag. Ich empfinde sie wie meine Kinder, die mich jeden Tag aufs Neue erfreuen.  Sie geben mir immer wieder Kraft in schwierigen Lebensphasen. Das Betrachten meiner Mandalas nährt mich täglich, schenkt mir Freude, Glück, Vertrauen und Halt und verbindet mich mit mir selbst. Ich finde mich ganz darin wieder – und das ist das wunderbarste Gefühl!

Diesen Schatz möchte ich gern weitergeben. Mandalas machen die Welt – und auch jeden Raum schöner: ob private Wohnung, Büroplatz in der Firma, Heilpraxis oder Yogaschule. Ob persönlicher Meditationsplatz, Empfangshalle oder Seminarzentrum, ein Mandala wirkt harmonisierend, zentrierend und kraftspendend. Für die eigene Yogapraxis eignen sie sich bestens als Konzentrations- bzw. Meditationshilfe. Mandalas können helfen, die Selbstheilungskräfte anzuregen. Sie wirken sich positiv auf kranke und schwerkranke Menschen aus. Sie spenden Trost in der Trostlosigkeit – und das weiß ich aus sehr persönlicher Erfahrung. Sie sind „Fenster zur Ewigkeit“, wie es ein Freund treffend ausdrückte.

Überall, wo ein ganzheitlicher Ansatz zur Heilung gefragt ist, können Mandalas unterstützend und heilsam wirken, so etwa auch in antroposophischen Kliniken und Krankenhäusern. Mandalas sind ein Spiegel des „Ganzen“, der perfekten Ordnung. Alles ist an seinem Platz, in vollkommener Harmonie und in sich selbst zentriert. Sie strahlen von innen nach außen. Wir können uns dabei „erinnern“: Wir selbst sind als dieses „Ganze“ gemeint. Haben wir uns in dieser tiefsten Stelle unseres Seins gefunden, so können wir beginnen, den Weg nach außen zu gehen, dieses innere Feuer leuchten zu lassen und uns zum Strahlen bringen.


Abb: Handgemalte Mandalas von Gaby Pistor

ist neben ihrer Tätigkeit als leidenschaftliche Mandala-Malerin auch Yogalehrerin, Ayurveda-Masseurin, Biodanzaleiterin (unter Supervision) und Dipl. Modedesignerin. Sie nimmt Auftragsarbeiten für persönliche Mandalas an.
Eine Auswahl ihrer Werke gibt es auf www.mygall.net/tamoya und www.showyourart.net/galleries/showArtist/749/Gaby_Pistor

Infos und Kontakt:
Gaby Pistor,
Tel: 030 – 428 71 21, info@tamoya.de
Unter www.tamoya.de gibt es demnächst Termine für eine Ausstellung sowie für Mandala-Malkurse.

5 Responses

  1. Regina

    Es tut mir leid
    es war nicht so gemeint.
    Es war ein aus versehen das war meine erste Reaktion.
    Jeder hat eine Meinungsfreiheit.

    Antworten
  2. Katrin
    Mit Liebe und Verständnis durchs Leben gehen...

    Wenn Menschen in kurzen Worten, siehe Kommentar oben, so eine negative Energie verbreiten können, dann erlaube dir als Autor und Inhaber dieser schönen Seite, die sofortige Löschung. Keiner muss hier sein , jeder kann. LG schön geschrieben dein Beitrag.

    Antworten
  3. Regina
    meine meinung zu Mandalas

    hey Du,
    ich finde deine Meinung total absurt !!!
    Mandalas sind Teuflische Magien und wie kannst du es wagen, solche Artikel zu
    veröffentlichen.
    Das einzige, wodurch man frei werden kann ist die BIBEL.

    Antworten
  4. Kawa
    Mandala selber malen

    Danke für diesen informativen Artikel. Da ich und meine Partnerin selbst sehr gern Mandalas malen und dies auch lehren freut es uns wenn andere diese Leidenschaft teilen :-). Wer Lust hat selbst ein Mandala zu malen, kann dies bei uns lernen, entweder in einem Online Malkurs auf http://mandala-malen.de , oder Du besuchst uns in einem unserer Malworkshops. Alles Gute Karsten „Raul Falco“

    Antworten

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