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Prominente Schauspieler und Musiker haben die Kabbalah Ende der 90er Jahre in den Blick der Öffentlichkeit gerückt. So wurde sie plötzlich zur Mode. Doch die Kabbalah scheint ihr wahres Wesen zu verbergen, je mehr über sie gesprochen und geschrieben wird. Zu vieles passt nicht zu einer schnell konsumierbaren Esoterik-Mode.

 

Das Wort Kabbalah stammt aus dem Hebräischen und bedeutet „empfangen“, „erhalten“ „annehmen“. Adam – als Symbol für die Menschheit – empfing die Kabbalah durch Raziel, den Erzengel der Weisheit. Dies geschah, so berichtet die Überlieferung, nach dem Fall aus dem Garten Eden. Die geheime Weisheit und das Wissen um die praktische Anwendung von magischen Namen der Kraft sollen Adam als Instrumente dienen. Instrumente, die es dem Menschen möglich machen, wieder in das verlorene Paradies zurück zu finden und auch in der irdischen Welt Zugang zu höheren Welten zu haben. Die Kabbalah wird von Mund zu Ohr weitergegeben – seit Jahrtausenden. Das so weitergegebene Wissen steht nicht in Büchern und wird auch nicht in öffentlichen Seminaren gelehrt. Kann es nicht. Denn es ist vielmehr ein inneres Empfangen höherer Erkenntnisse von Welten jenseits dieser – mit den physischen Sinnen wahrnehmbaren – materiellen Welt. Und es darf auch nicht öffentlich gelehrt werden. Denn die Instrumente der Kabbalah könnten einem unvorbereiteten Menschen mehr Schaden zufügen, als dass sie ihm für seine Entwicklung einen Dienst erweisen. Nur die Kabbalah hilft dabei, die Geheimnisse der Bibel zu entschlüsseln, denn die Bibel wurde von Kabbalisten geschrieben. Mit Geheimnissen entschlüsseln meinen wir die praktische Anwendung der Bibel über die buchstäbliche Interpretation hinaus: wie man höhere Ebenen erfahren und sich darüber hinaus in die nächste Evolutionswelle entwickeln kann.

 

Das Geheimnis des Lebens

So bewahrt die Kabbalah die verborgenen Schlüssel zu den Geheimnissen des Universums, des Herzens und der Seele. Ihre Lehren erklären sowohl die Verflechtungen zwischen dem materiellen und dem geistigen Universum als auch zwischen der physischen und metaphysischen Natur der gesamten Menschheit. Doch zu Beginn der Beschäftigung mit ihr weist auch das Sichtbare und Nachlesbare – das Äußere der Kabbalah – einen Weg. Es bereitet praktisch vor auf das Empfangen. So stellen die offen gelegten Symbole der Kabbalah ein überprüftes Schulungssystem dar, das es ermöglicht, allmählich von der äußeren Lehre zur inneren Lehre zu gelangen. Das wohl bekannteste dieser Symbole ist der Lebensbaum. Der Lebensbaum stellt ein Diagramm des menschlichen Bewusstseins und des kosmischen Lebens dar. Kaum ein anderes Symbol enthüllt so viele Gesetzmäßigkeiten der mikrokosmischen und makrokosmischen Wirklichkeit – vorausgesetzt, man ist bereit, sich ernsthaft und intensiv damit zu beschäftigen. Jede einzelne Sphäre ist ein Abbild der einen Kraft, die im Menschen und in der Welt durch die Göttlichkeit ausgedrückt wird. So gesehen ist der Lebensbaum ein Abbild des Göttlichen sowie ein Abbild, wie das Göttliche durch den Menschen wirkt.

Er ist auch Sinnbild für den Baum, der im Paradies neben dem Baum der Erkenntnis von Gut und Böse steht. Durch ihn erwachen wir zu einem neuen Leben, durch dieses vervollständigte Bewusstsein werden wir wieder in den Garten Eden erhoben. Er dient mehr als nur zur intellektuellen Befriedigung, vielmehr zeigt er auf, was wir sind und wohin uns das Leben führt.

Im praktischen Leben hilft uns der Lebensbaum, ALLE Fragen des Seins zu beantworten, sei dies im Beruf, in Liebesbelangen, Finanzen etc., denn durch den Lebensbaum sieht man die UR-  SACHE – jenseits unserer persönlich geprägten entstellten Vorstellung – und dadurch das göttliche Wirken. Der Lebensbaum enthält das ganze Bild und bildet in sich eine Einheit. Der Lebensbaum der Kabbalah ist also auch eine Landkarte, die dem Menschen hilft, durch das Labyrinth des Lebens zum Innersten und Höchsten zu gelangen.
Wie sieht diese Landkarte genau aus?

 

Die zehn Sephiroth des Lebensbaumes

Zuerst einmal setzt er sich aus den zehn Sephiroth zusammen. Sephiroth ist ein chaldäisches Wort, das gewöhnlich mit “Emanationen” (Hervorgehen der Dinge aus einem höheren – göttlichen – Ursprung) übersetzt wird. Es trägt auch die Bedeutung von Stufen oder Phasen der Schöpfung. Übrigens steht das Wort Sephiroth in Zusammenhang mit dem mystischen Ursprung des griechischen Wortes Sphäre.

Die 10 Sephiroth sind Kether (die Krone), Chokmah (Weisheit), Binah (Verstehen) Chesed (Gnade) Geburah (Stärke), Tipharet (Schönheit), Netzach (Sieg), Hod (Ruhm), Yesod (Fundament), Malkuth (Königreich).
Diese zehn Sephiroth entsprechen den ersten zehn Kraftzentren im Lebensbaum. Im Laufe der spirituellen Entwicklung steigt der Mensch bewusst ein Energiefeld nach dem anderen empor. Währenddessen nimmt seine Fähigkeit zu, immer mehr spirituelles Licht zu empfangen. So markieren die Sephiroth die Jakobsleiter, die den Menschen in das Himmelsreich führt. Bei jeder Einweihung erlangt der Mensch eine höhere Stufe der Himmelsleiter und nähert sich dem Göttlichen.

 

Die 32 Pfade des Lebensbaumes

Die Sephiroth sind die ersten 10 Pfade, welche durch 22 Bewusstseinskanäle verbunden werden. So enthält der Baum des Lebens insgesamt 32 Pfade. Die Pfade 11 bis 32 sind den 22 hebräischen Buchstaben zugeordnet. Die 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets bilden in ihrer Gesamtheit das magische Alphabet. Dabei darf nie aus den Augen verloren werden, dass die hebräischen Buchstaben auch Zahlen darstellen. So ist jeder Buchstabe eine lebendige energetische Signatur, eine Energieform, und so gesehen sogar Bewusstsein. Den Buchstaben werden auch Archetypen zugeordnet, wie dies anhand der 22 großen Arkana des Tarot möglich ist. Auch die zugeordneten Zahlen sind also abstrakte Formulierungen der zu Grunde liegenden Ideen.

 

Die drei Säulen des Lebensbaums

Die drei Säulen des Lebensbaums fallen sofort auf. Die rechte Säule steht für Strenge und wird als

Selbstbewusstsein bezeichnet. Sie stellt also das männliche oder gebende oder auch projizierende Prinzip dar. Die linke Säule steht für Gnade und wird als Unterbewusstsein bezeichnet. Sie stellt die weibliche Kraft dar und ist somit das empfangende Prinzip. Als Versöhnung steht die dritte Säule zwischen Gnade und Strenge. Sie repräsentiert das Überbewusstsein und harmonisiert die beiden äußeren Säulen.

Die 10 Sephiroth bilden außerdem drei Triaden:

1. Die göttliche Triade. Sie wird gebildet von Kether, Chokmah und Binah.
Die erste Sephirah ist Kether (Krone), der Urwirbel, der Ur-Wille, die kosmische Einheit.

Die zweite Sephirah, Chokmah (Weisheit), ist der kosmische Vater, das höchste männliche Prinzip.

Binah (Verstehen) ist die dritte Sephirah, die kosmische Mutter, kraftspendendes Prinzip und das große Meer.

2. Die Triade der Individualität bilden Chesed, Geburah und Tiphareth.
Die vierte Sephirah, Chesed (Gnade), ist das Mitgefühl; das kosmische Gedächtnis; die Kraft, die erbaut. Das gesamte Wissen des Kosmos, das, was war, ist und sein wird, ist in Chesed zu finden.

Geburah (Strenge), die fünfte Sephirah, aspektiert den Kosmischen Willen, den einen Willen, der sich durch die Mars-Kraft manifestiert. So kannst du Geburah in drei Facetten erleben. Geburah (Stärke), Pechad (Furcht im Sinne von Ehrfurcht) und Din (Gerechtigkeit).

Die sechste Sephirah ist Tiphareth (Schönheit), das Chistusbewusstsein, das SELBST der gesamten Menschheit, der Sohn. Tiphareth bezieht sich sowohl auf die Individualität des wahren Selbst als auch auf die Sonne als Bewusstsein, welches alles Leben in seinem System ermöglicht.

3. Die Triade der Persönlichkeit setzt sich aus Netzach, Hod und Yesod zusammen
Die siebte Sephirah, Netzach (Sieg), ist der Grüne oder der Keltische Strahl und wird auch der Sphäre der Gedanken, Wünsche und der Venus zugeordnet.

Die achte Sephirah, Hod, bedeutet Glanz oder Pracht. Hod steht polar zu Netzach und zeigt die Sphäre des Verstandes und des Intellekts.

Die neunte Sephirah, Yesod (Fundament), wird mikrokosmisch dem Unterbewusstsein zugeordnet und makrokosmisch der Astralebene.

 

Der physische Körper

Malkuth ist die zehnte Sephirah und bedeutet Königreich. Sie beinhaltet das gesamte Wissen und die gesamte Information des Lebensbaums. Makrokosmisch repräsentiert Malkuth den Garten Eden und das gesamte Universum, mikrokosmisch den physischen Körper (Guph), den Tempel von Adonai. So gesehen ist Malkuth die Frucht des Baums und das Ergebnis aller anderen Sephiroth. Die materielle Ebene ist also das Resultat von neun dahinterliegenden Sphären.

Im Lebensbaum finden sich auch vier Grundwelten: AZILUTH, die archetypische Welt, BRIAH, die schöpferische Welt, JEZIRAH, die formgebende Welt und ASSIA, die materielle Welt. Wobei die materielle Welt – zu der auch der gedruckte, physisch erlebbare Lebensbaum zählt – lediglich ein Ausdruck der dahinter liegenden Realität ist und nicht etwa die Realität selbst. Es gilt, die Welten hinter der materiellen Welt bewusst zu erleben, bewusst durch diese Welten tätig zu sein.

 

Lebensbaum und Initiation

In den geheimen Mysterien dient der Lebensbaum als Grundlage für den Pfad der Rückkehr. Initiatorisch wird der Kandidat auf jede Sphäre eingestimmt und erreicht dadurch eine Harmonisierung des jeweiligen Bereichs und eine schrittweise Annäherung an diese hohen Bewusstseinsformen. Dies kann nur von Lehrer zu Schüler erfolgen. Das Studium der äußeren Kabbalah und seiner Symbole bereitet dich darauf vor, empfangen zu können. Die praktische Arbeit hingegen zählt zur Geheimtradition und kann nur innerhalb einer kabbalistischen Schulung weitergegeben werden, da die Methoden zu den stärksten Instrumenten der Bewusstseinstransformation zählen.

Mit anderen Worten: Nur wer bereit ist, die Pfade zu gehen auf dem einen Pfad der Rückkehr, wird in Etappen die Weisheiten und Kräfte empfangen, die im Lebensbaum verborgen sind. Dem, der empfängt, ist die Kabbalah ein Universalschlüssel für die Lösung aller menschlichen Probleme. Sie enthüllt ihm das Geheimnis und den wahren Sinn des Lebens. Schließlich geht ihm die Sonne der Weisheit auf, in deren Licht alle Täuschungen verschwinden. Die wahre Bedeutung der Kabbalah empfängt so nur der ernsthaft Strebende. Der flüchtig Vorübergehende, der auf dem Weg zur nächsten modischen Esoterik-Erscheinung ist, wird leer ausgehen.

 


A.O.R. – Alter Orden der Rosenkreuzer
Der A.O.R. ist eine initiatorische Mysterienschule und bietet allen Suchenden die Möglichkeit, die wahren spirituellen Lehren zu studieren und schrittweise an den praktischen Mysterien teilzuhaben.

Kontakt:

Tel.: 0043-650 26 50 130
oder Postfach 312, 1081 Wien, Österreich
www.rosenkreuzer-orden.org


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