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Viele Menschen fühlen sich abgeschnitten von ihrer Kraft. Sie bluten Tag für Tag energetisch immer mehr aus, wissen aber nicht, wie sie sich helfen können. Der Tao-Lehrer Udo Treide hat in den Berliner Wäldern eine einfach zu erreichende Kraftquelle ausgemacht, wo er die Methoden des Tao-Meisters Mantak Chia mit Naturelementen zu einer echten “Power-Tankstelle” verbindet.

 

Was ist denn das?” fragte Leonie erschreckt und griff nach meiner Hand. In der Dämmerung kam ein kleiner Hund auf uns zugelaufen. Sein Gang passte nicht zu einem Hund. Er hatte langes, dichtes Fell, ein spitzes Maul und spitze Ohren mit Büscheln drauf. Vielleicht ein Dachs? Doch er war nicht schwarz-weiß gestreift, sondern eher erdfarben bräunlich. Einige Meter vor uns hielt er an, blickte interessiert und ohne Scheu zu uns herüber und schien nichts Aufregendes zu bemerken. Dann trabte er an uns vorbei weiter und verschwand im abendlichen Dunkel des Waldes.

Die Aufregung war auf unserer Seite. Solch ein Tier hatte noch niemand aus der Gruppe je zuvor gesehen. Wir rätselten, aber es konnte kein Hund, kein Fuchs, kein Dachs sein. Was war es? Bis Peter einfiel, gelesen zu haben, dass in unseren Wäldern, ja sogar in der Stadt, Waschbären frei leben. Wir waren einem Waschbären begegnet, der aussah wie ein Kuscheltier. Doch das kleine wilde Tier floh nicht vor uns, es betrachtete uns gelassen und ließ sich auf seinem abendlichen Pirschgang nicht ablenken. Eine magische Begegnung mitten im Wald nur zehn Kilometer vom Ku´damm entfernt.

Wir, das war eine Gruppe von Menschen, die das “Tao der Naturkräfte” kennen lernen wollten, wie es von den Tao-Meistern des alten China bis heute überliefert ist. Diese lebten als Einsiedler in entlegenen Berggegenden Chinas und wollten mit der Natur, mit dem Dao (= Tao), dem Urgrund allen Seins, verschmelzen. Sie entdeckten dabei Kräfte der Natur, die heilen und stärken. Sie entwickelten Methoden, diese Kräfte direkt in sich aufzunehmen, und so die Natur für die Lebenspflege zu nutzen, ohne in sie einzugreifen. Zahllose Überlieferungen berichten auch von Begegnungen der Dao-Meister mit wilden Tieren wie Wölfen oder gar Tigern und wie sie mit ihnen Freundschaft schlossen. Die Weisen hatten gelernt, im Einklang mit der Natur zu leben, sie verstanden sich als Teil der Natur und nicht als ihre Herren.

 

Naturkontakt neu lernen

Mögen diese Geschichten stimmen oder nicht, jedenfalls entwirft diese Überlieferung ein ganz anderes Bild vom Verhältnis des Menschen zur Natur, als wir es heute haben. Nach unserer heutigen Weltsicht sind Bäume zum Fällen da, Wälder zum Roden, Meere zum Leerfischen, Tiere zum Schlachten – aber man meditiert doch nicht mit ihnen. Doch genau das und noch vieles andere wollten wir wieder lernen. Wir wollten wie die Dao-Meister lernen, die Natur zur Heilung zu nutzen, ohne in sie einzugreifen und sie zu verändern. Wir wollten herausfinden, wie wir unsere Kräfte in der freien, “wilden” Natur und nicht im Meditationsraum oder in der Parkanlage mit den überlieferten meditativen Methoden des Tao Yoga stärken können.

“Es ist wie ein Summen, als flösse ein elektrischer Strom durch mich hindurch”, berichtete Oliver von seiner Erfahrung mit einer gewaltigen Eiche mitten im Wald. Mit einem kleinen Ritual hatte er sich dem Baum genähert, ihn begrüßt und um Zugang zu seiner Energie gebeten. Begleitet von Atemübungen und in meditativer Versenkung tauchte er in das Energiefeld dieses Riesen ein, der seit hunderten von Jahren an der gleichen Stelle steht, sich in einem festgelegten Rhythmus ausdehnt und Wohnplatz für unzählige Lebewesen ist. Ihn zu umarmen und mit ihm energetisch zu verschmelzen ist eine Erfahrung, die jeder machen könnte, doch keiner in der Gruppe hatte es bisher getan. Heute gab es die Gelegenheit dazu. Aller Stress, alle Anspannung, alle Ängste seien von ihr abgefallen, bemerkte Petra, als sie den Baum umarmt und sich nur dem inneren Rauschen und Fließen hingegeben habe, das von der Eiche ausgelöst wurde. “Ich wollte den Baum gar nicht mehr loslassen”, seufzte sie.

 

 

Wenn es Nacht wird…

Ein zehnstündiger Aufenthalt bis nach Mitternacht im Wald war für alle eine neue Erfahrung. Denn kaum dämmert es, verlassen die Menschen den Wald. Nachts ist er für viele der dunkle, ängstigende Ort, der ihnen auch als Erwachsenen noch kindliche Schauer des Gruselns über den Rücken laufen lässt. Wir fürchten uns vor Geistern, Dämonen und Ungeheuern, Hexen und Zauberern, für die nach unseren Mythen und Märchen der Wald der beliebteste Aufenthaltsort ist. Jedes Rascheln, jeder Tierlaut, jeder Vogelschrei erschrecken uns in der undurchdringlichen Dunkelheit des nächtlichen Waldes. Und dies nicht nur in unwegsamen Urwäldern entlegener Weltgegenden, sondern auch in den lichten freundlichen Wäldern, die Berlin umgeben. Doch auch hier gibt es dunkle, undurchdringliche Stellen, die den Wald gefährlich erscheinen lassen, und Stellen mit besonderer Energie, die uns stärkt und heilt. Dies ist das Spiel von Yin, den dunklen, bewahrenden, aber auch ängstigenden weiblichen und Yang, den hellen, eindringenden, aber auch zerstörerischen männlichen Kräften. Um für sie sensibel zu werden und herauszufinden, welche uns gut tun, ist es notwendig, lange – und dabei achtsam und konzentriert –durch den Wald zu streifen.

Mit diesen Kräften und Energien zu arbeiten, ist der Inhalt des zweitägigen Kurses “Tao der Naturkräfte”. Wir lernen sie bewusst für eine Belebung, Stärkung und Heilung zu nutzen. Dazu brauchen wir nicht in ferne Regionen oder außergewöhnliche Landschaften zu reisen. Vor unseren U- und S-Bahnstationen beginnt das “Natursanatorium”, das uns Selbstheilung schenkt, wenn wir die richtigen Methoden und Übungen anwenden, indem wir Körper, Seele und Geist für diese heilenden Kräfte öffnen. “Energietore” nannten die Dao-Meister bestimmte Körperstellen, durch die wir natürliche Energien in anderer Form als Nahrung oder Luft aufnehmen können. Denn wie Fische im Wasser leben wir in einem Meer aus Qi – der Lebenskraft, die alles durchströmt. Moderne Lebensweise, Stress, Hetze, Vergnügungen aller Art, falsche Ernährung und besonders falscher Sex führen dazu, dass der Energiefluss gestört ist. Der Austausch verbrauchter Energie mit frischer Energie findet nicht mehr statt. Die Tore sind verschlossen, Blockaden behindern den natürlichen Weg im Innern, wir verlieren unbewusst Energie, ohne durch geeignete Methoden dieses Leck schließen und wieder Energie neu aufladen zu können.

 

 

Den Geist zur Ruhe bringen

All diese Methoden, sei es der “goldene Phönix”, die “Knochenatmung”, das “Walking Qigong”, ein “Wasserritual” oder eine Feuerzeremonie, die beim Wandern, Schlendern, Umherstreifen, Pirschen oder Ruhen weitgehend im Schweigen ausgeübt werden, bewirken, dass Geist und Seele wahrhaft zur Ruhe kommen. Im Innern entsteht ein stiller Raum.

“Als wir den dunklen Pfad entlang gingen und die Beckenbodenatmung praktizierten, gab es einen Moment, wo ich nicht mehr wusste, wo ich war”, sagte Gisela am nächsten Tag im Yogaraum. “Ich ging wie in Trance. Wäre ich allein gewesen, hätte ich sicher die Orientierung verloren.” Wir haben uns am nächsten Tag erst gegen Mittag im Yogaraum eingefunden, da das nächtliche Walderlebnis weit nach Mitternacht zu Ende ging. Nun ist der Raum voll strahlender Energie, die von den ganz entspannt und frisch wirkenden Teilnehmern ausgeht. Jeden drängt es, von seinen Erlebnissen, Erfahrungen und Ängsten auf dem Weg zu berichten, aber auch seine Freude und das tiefe Wohlgefühl auszudrücken, die ihn erfüllten und noch erfüllen.

Hier im Yogaraum werden die Erfahrungen aufgearbeitet, die Übungen näher besprochen, erklärt und vertieft eingeübt. Denn jeder will so viele Übungen wie möglich mitnehmen und in sein Leben integrieren, um größtmöglichen Nutzen für Entspannung, Ruhe und Heilung zu erhalten. Viele Menschen fühlen sich vom Alltag ausgebrannt, leer, müde, erschöpft und antriebslos. Dabei möchten sie so viel machen. Schon ein BVG-Ticket reicht, um in den Genuss des “Natursanatoriums” Berliner Wald zu kommen. Es ist dann keine Frage von Urlaub und fehlenden finanziellen Mitteln, um sich ungewöhnliche Naturerlebnisse und tiefe innere Ruhe zu verschaffen. Man muss nur mit den geeigneten Methoden im Wald umherstreifen, am besten allein oder in einer geleiteten Gruppe, zumindest aber schweigend, um das innere Gleichgewicht wieder zu finden. Schon nach kurzer Zeit beginnt man die Berliner Wälder mit ganz neuen Augen wahrzunehmen und sich der Natur zu öffnen. Energie- und Kraftplätze gibt es überall, man muss sie nur auffinden, um sich aufzuladen.

Workshop “Tao der Naturkräfte”

Termine: 17./18.7.2010, 7.8.2010 jeweils samstags von ca. 15 Uhr bis nach Mitternacht in Berlins Wäldern und an seinen Seen

Weitere laufende Angebote: Mittwochs 18.30-20 Uhr “Knochen- und Knochenmarkstärkung” – Atemtechnik, Klopfmassage, Meditation,  vorbeugende Übungen für Knochen, Knochenmark und Sehnen, besonders für Ältere geeignet

Tag der offenen Tür: So, 29.8.2010,
16-20 Uhr, Miniworkshops, Übungen, Überraschungen, im Yogaraum und Garten

Kontakt:
Tao Yoga Berlin

Tel.:

030 – 825 92 60

0151-23 33 23 56

 

udo.treide@t-online.de 
www.tao-yoga-berlin.de

2 Responses

  1. Helga

    Sehr geehrter Herr Treide
    schön das ich Ihren Artikel lese.
    Den ganzen Sommer ueber gehe ich nachts mit den Hunden spazieren ,leider in einem nun abgeholzten Wald .
    Das ist das erste Mal in meinem Leben ,das ich mich nachts in die Natur traue und erlebe es als den ruhigsten Moment ueberhaupt in meinem Leben .

    Vielen Dank .
    mit freundlichen Gruessen
    Helga

    Antworten
  2. Simone Hurtmann

    Immer mehr Menschen leiden an Ihrem reizüberfluteten und reizüberflutenden, angespannten Alltag, Angebote wie dieses erfahren derzeit eine zunehmende Wichtigkeit uns alle wieder in eine bessere, ursprüngliche Haltung zu unseren Wurzeln zu bringen und damit wahre Entspannung und Verbindung zu sich selbst zu erfahren. Ein schöner Artikel und ein beispielhaftes Projekt.
    Herzliche Grüße,
    Simone Hurtmann

    Antworten

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