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Wie krank ist unser Gesundheitssystem wirklich? Kann es durch strukturelle Reformen gerettet werden, oder sind radikalere Eingriffe nötig?

 

Woran liegt es, dass gesetzlich versicherte Patienten lange auf Termine bei Fachärzten warten müssen, privat versicherte dagegen sofort Termine bekommen? Auf wen ist Verlass bei der Auswahl von Medikamenten, die der Arzt verordnet? Wird seine Entscheidung beeinflusst durch die Vorgaben der Krankenkasse oder durch Sponsoren der Pharmaindustrie? Warum werden dringend notwendige Vorsorgemaßnahmen nicht bezahlt, wie zum Beispiel Ernährungsberatung, Bewegungstherapie? Wer hilft und berät, wenn ein ärztlicher Behandlungsfehler eingetreten ist?

Unser Gesundheitswesen ist zwar das dritt-teuerste aller OECD-Staaten, allerdings belegen wir nur den fünfundzwanzigsten Platz, wenn die Qualität im Verhältnis zu den Kosten untersucht wird. Das Hauptproblem ist eine enorme Verschwendung. Die Gelder der Patienten bzw. der Versicherten werden in vielen Bereichen „mit vollen Händen zum Fenster hinausgeworfen“.

Bei einer wirklichen Reform unseres Medizinbetriebs durch eine Beseitigung der aberwitzigen Verschwendung von jährlich mindestens 70 Milliarden Euro ließe sich die Belastung der Bevölkerung und der Patienten drastisch verringern. Das sinnvolle Einsparvolumen beläuft sich auf mehr als 20% der jährlichen Gesamtausgaben für unser krankes Gesundheitswesen, welches jährlich rund 250 Milliarden Euro verbraucht.

Bis zu 20 Milliarden werden durch Korruption im Medizinbetrieb – nach den Veröffentlichungen von „Transparency International“ – verschleudert. Diese Anti-Korruptions-Organisation vertritt die Auffassung, dass es allein durch Beseitigung der Korruption im Gesundheitswesen gelingen würde, die finanziellen Probleme unseres Medizinbetriebs zu beheben. Die IKK schätzt, dass etwa 20% der ärztlichen Abrechnungen falsch sind. Die Korruption im Gesundheitswesen hat inzwischen derartige Ausmaße angenommen, dass Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft gegen Ärztefunktionäre unter der Abteilung „organisierte Kriminalität“ vorgehen. Unser Medizinbetrieb ist in weiten Bereichen zu einem System der institutionalisierten Korruption verkommen.

Weitere 20 Milliarden werden durch unsachgemäße Leistungsausweitung verschwendet. Bei uns wird beispielsweise doppelt so viel geröntgt wie in Schweden. Dafür gibt es keine medizinische, wohl aber eine systembedingte, finanzielle Erklärung. Systembedingte Mängel unseres Medizinsystems führen aber zu tödlichem Pfusch, ausufernder Korruption, unnötigen ärztlichen Maßnahmen, chaotischen Medikamentenverordnungen und zu einer überbordenden Bürokratie. Die politischen Entscheidungsträger werden durch die Pharma-, Ärzte- und Krankenhaus-Lobby unter Druck gesetzt. In diesem Machtpoker haben Patienten bisher keine Lobby, deshalb gehen auch alle „Reformen“ der letzten Jahrzehnte immer zu Lasten des Geldbeutels der Patienten.

Der Allgemeine Patienten-Verband

Patienten hinterfragen immer häufiger Behandlungsvorschläge. Sie wollen über ihre bestmögliche medizinische Betreuung mit entscheiden können. Das ergab eine Umfrage der Bertelsmann-Stiftung. Und drei Viertel der Bevölkerung legt Wert auf eine unabhängige Beratung.
      
Vor mehr als 30 Jahren hat sich der “Allgemeine Patienten-Verband” APV gegründet mit dem Vorhaben, Missstände im Gesundheitswesen anzuprangern und durch Kunstfehler geschädigten Patienten zu helfen. Der APV wäre sofort bereit, sich kritisch überprüfen wie auch sich Unabhängigkeit und Sachverstand bei der Patientenberatung attestieren zu lassen. Ziel ist es nun, eine wirksame Patientenlobby aufzubauen und das noch ungenutzte Machtpotenzial gesetzlich Versicherter in die Gesundheitspolitik zu tragen, denn ein gut informierter Patient ist Voraussetzung für ein gerechtes und bezahlbares Gesundheitssystem in Deutschland.

Nur wer heute privat versichert ist, kommt in den Genuss einer modernen effizienten Medizin. Der Unterschied zwischen 90% gesetzlich und 10 % privat Versicherten wird immer deutlicher.
Dieser Missstand der bestehenden Zweiklassenmedizin muss schnellstens rückgängig gemacht werden. Es ist nicht nötig, noch mehr Geld in dieses, die Kosten treibende System zu pumpen, nicht nur weil es zu teuer ist, sondern auch, weil es der Gesundheit schadet.

Wird endlich ausreichend Geld in die Vorbeugemedizin investiert, besteht die berechtigte Hoffnung auf ein effizientes System für Gesundheit, das seinen Namen auch verdient. Denkbar wären dann auch komplementärmedizinische Maßnahmen wie Akupunktur, Homöopathie, Pflanzenheilkunde, Physio- und Bewegungstherapie, für die die gesetzlichen Krankenkassen dann selbstverständlich aufkommen – nicht zuletzt, weil der informierte und eigenverantwortliche Patient dies von der Krankenkasse seiner Wahl einfordert.
An dieser Stelle sei erwähnt, dass es der Schweizer Bevölkerung im Mai 2009 gelang, die Komplementärmedizin, also alle relevanten Naturheilverfahren per Volksentscheid als Grundrecht in der Verfassung zu verankern, weil der Nachweis geführt wurde, dass Naturheilverfahren wirken und zudem kostengünstiger sind. Hier kann der Patientenverband mit Hilfe der Patienten eine starke Position beziehen und endlich den Forderungen der Patienten Gehör verschaffen.

 

Wir bitten Sie nun um Folgendes:

Über einen Fragebogen des Allgemeinen Patientenverbandes wollen wir Ihre Meinung zu diesem Thema hören. Zusätzlich soll herausgefunden werden, ob von Seiten der Patienten und Versicherten die Bereitschaft besteht, einen Verein wie den Allgemeinen Patientenverband durch Spenden, Mitgliedsbeiträge oder durch Mitarbeit zu unterstützen. Die Beantwortung der Fragen ist an keinerlei Verpflichtung gebunden.    –

Den Fragebogen finden Sie hier.

 


Abb.: © aboutpixel.de – Frank Faasen

8 Responses

  1. Gudrun Wolf

    Hallo,
    bei der Umfrage ist leider etwas abgestürzt. Was ich bis dahin gelesen habe, hat mich nicht wirklich überzeugt.
    Ich finde wichtig, daß jeder grundsätzlich selbständig für seine Gesundheit, Prävention und Behandlung verantwortlich ist. Jetzt gibt es mit dem bestehenden Krankenkassensystem und den ständigen staatlichen Eingriffen doch eine starke Entmündigung und Enteignung.
    Um nur ein Beispiel zu nennen: Millionen Menschen in Deutschland leiden an zu hohem Blutdruck. Aber ich finde keine Studie, die sich ernsthaft und langfristig damit beschäftigt, wie durch Ernährung und Lebensgestaltung diese Erkrankung gemildert, vielleicht auch wieder zurückgedrängt werden kann. Die Medikamentenentwicklung ist dagegen beeindruckend. Sie geht nur davon aus – und darum funktioniert es – daß alle möglichst für immer krank bleiben.
    Darum ist meine Idee, daß System so zu ändern, daß es eine Pflichtversicherung für alle gibt (zum Beispiel 5% vom Einkommen), mit der Grundlagenforschung – staatlich und öffentlich kontrolliert -, Effizienzanalysen sowie die Behandlung von extrem teuren Krankheiten und von Kindern bis 14 Jahren finanziert werden.
    Dann muß jeder verpflichtet werden, einen weiteren Teil seines Einkommens für akute Erkrankungen(die durch die persönliche Lebensführung zu beeinflussen sind) auf einem lebenslangen Gesundheitskonto anzusparen, von dem dann die tatsächlichen Kosten zu begleichen sind.
    Natürlich muß es weiter einen Ausgleich zwischen alt – jung, arm – reich und so weiter geben. Aber prinzipiell hat jeder eine eigene Gesundheit und sollte demzufolge auch ein eigenes Gesundheitskonto haben.

    Eine zusätzliche Patientenberatung zu schaffen, ist keine langfristige Lösung. Ärzte, Heilpraktiker, Gesundheitsökonomen … sollten genug da sein, um mich als Patient zu beraten. Es muß nur wieder ein Gleichgewicht zwischen Patienten und „Gesundheitsarbeitern“ geben, einen tatsächlichen Austausch – von Informationen, Behandlungen, Wertschätzung und Honorar.

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  2. Alexander Przihbill

    Guten Tag Zusammen,

    ich bin sehr interessiert daran das die Menschen wieder menschlich behandelt werden – und zwatr das in allen Lebensbereichen.
    Die Gesundheitliche Betreuung der Menschen und die dementsprechende Aufklärung muss an vorderster Stelle stehen.

    Da aber alle Stellen quer durch die Bank inkl. der WHO mit gierigen Menschen verseucht ist, kann die Gesundung der Menschen nicht im Vordergrund stehen.

    Solange mit Krankheit Geld verdient wird… geht das nicht.
    Somit brauchen wir erst eine Gesellschaftliche Umstellung…. Dann wird es auch anstatt Krankenhäuser…. Gesundheitshäuser geben.

    Das bedeutet das wir auch eine Umverteilung in anderen Lebensbereiche herstellen müssen und die Angst des Einzelnen somit nicht entstehen lassen.
    Die Konzepte sind alle vorhanden…. Eben nur keine Lobby. Und die Pharma wird sich mit allem was in ihrer Macht steh gegen das Neue stellen.

    Aus meiner Sicht könnten mit dem Neues System, aus alten Heilsystemen, innerhalb von 5 Jahren der Krankenstand halbiert werden und die Kosten um ein mehrfaches senken… ABER da kommt dann schon gleich wieder die Angst…. Was machen wir mit all den Menschen…. Wenn die Pharmafabriken und Geräteherstellerfirmen schliessen…!

    Alles kein Problem… Das Zauberwort heißt Umverteilung…

    …. wir können nur dort heilen wo das Problem entstanden ist!
    Herzliche Grüße
    Alexander Przibill

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  3. PB

    die vorgegebenen möglichen Antworten sind alle Unvollständig, die Befragung ist deshalb verzerrt und suggestiv!

    z. allen Fragen ob komplementärmedizinische Behandlungen (Naturheilverfahren) durch die obligatorische Krankenversicherung bezahlt werden sollen ist nur auszuwählen ob man dafür ist oder es einen nicht interessiert.
    Ich bin grundsätzlich dagegen, diese Antwort ist nicht erfasst!
    Dagegen, daß Finanzmittel für dergleichen esoterischen wirkungslosen Blödsinn ausgegeben werden, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn das Krankenkassensystem unbezahlbar wird!

    Warum stellt Ihr bei solchen Fragen nicht auch ein klares Nein dagegen!

    Bei dem der Fragestellung entsprechend bestimmt extrem parawissenschaftlich orientierten Patientenverband kann man als maximal-Förderbetrag keine 0 EUR angeben sondern mindest. 5 EUR, dabei würde das in etwa der Sinnhaftigkeit entsprechen!

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  4. Christian Narkus

    Die Umfrage ist zum Teil gut, zum anderen Teil fragwürdig aus bereits geschilderten Gründen. Gut finde ich die Punkte, in denen die Selbstverantwortung mehr zum Tragen kommt bzw. die Frage zu sich selbst: würde ich mich einbringen wollen? Weniger gut: das Verbleiben bei alten Denkmustern – es gibt ganz andere Optionen als eine Veränderung eines sich tot fahrenden Systems!

    „14: *Würden Sie es befürworten, dass über einen Volksentscheid, wie in der Schweiz 2009 geschehen, die Komplementärmedizin durch einen zusätzlichen Verfassungsartikel als Grundrecht in die Verfassung aufgenommen wird?“

    Die Frage ist echt witzig, wo wir ja keine Verfassung haben.

    Davon angesehen, fehlt mir gänzlich der Ansatz bzw. das Paradigma der Neuen Medizin – schade.

    Dennoch, ein Schritt in die richtige Richtung, denke ich.

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  5. Rolf Junkermeier

    Ich habe mich an der Fragebogenaktion beteiligt und werde als betroffener gut 50-jähriger Frührentner (GdB 80 + „G“), wg. Ärztepfusch durch Ignoranz von Ausschluss Diagnostik bei Apoplex Verdacht, den Rest meines Lebens darauf verwenden, anderen potentiellen Patienten diese „Erfahrung“ zu ersparen helfen. Dazu erhoffe ich mir die Hilfe des APV, denn allein ist das nicht zu schaffen. Es ist ein Konglomerat von „Fürsten“ lokaler Leistungsabteilung gesetzlicher Krankenkassen, Recht manipulierender „Schwarzkittel“ (Anwält/e/innen, Richter/innen, Staatsanwälte/innen), eine überwiegend „willfährige Büttelschar“ aus der allgemeinen öffentlichen Verwaltung, gestützt auf feudalistische Standesorganisationen im „neuen Status“ der Körperschaft des öffentlichen Rechts. Damit sind nahezu alle möglichen Ebenen gegeben einen Behandlungsfehler Vorwurf „geeignet zu begegnen. Es ist selbstverständlich bei diesen bisherigen Erfahrungen alles zu tun, bis hin zur deutlichen Partizipation am monetären Ergebnis, diese Hiolfe zu suchen. Das ist mir wichtig und wesentliche Erfahrung der letzten 3 Jahre. Darüber sollte jeder Betroffene nachdenken!!! Vielen Dank für diese Nachricht.

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  6. Krankenpfleger

    Ich finde das Anliegen sehr unterstützenswert, möchte aber nicht das Gesundheitssystem und einzelne Berufsgruppen als solches bekämpfen; ich unterstütze jedoch gerne Verbesserungen ( die es unendlich gibt).
    Mir ist wichtig zu erwähnen, daß einzelne Ärtze, Pflegepersonen, Psychologen, Sozialarbeiter etc. sich sehr stark für Patienten, -rechte, -beratung, -selbstbestimmung, Veränderungen im Bewußtsein usw. stark machen…
    und nicht mal die Pharmaindustrie ausschließlich „Scheiße“ ist.

    Wir sind alle mal Patient und auch selbstverantwortlich.

    P.S. ich habe mich an der Aktion beteiligt

    Ich wünschte mir Zusammenarbeit, so gut dies in diesem System geht…

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  7. einhorn

    Auch ich habe mich beteiligt und fand die Fragen ebenfalls suggestiv, wie Asuncion45 bereits beschrieben hatte. Dank an Asuncion für den Kommentar, kann mich dem nur anschließen. Die Psyche wird gänzlich als Verursacher und auch BEHEBER von Krankheiten außer Acht gelassen! Solange das der Fall ist, kann ich die Schulmedizin nicht ernst nehmen.

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  8. Asuncion45

    ich habe mich an der Fragebogenaktion beteiligt. Leider muß ich eneut feststellen, dass in den Köpfen nur zwei Versionen der Medizin stecken. Die eine ist die Schulmedizin und die andere die sogenannte Alternativmedizin (Homöopaten etc). Ich sage leider, weil die Entwicklung in der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft allein in diese Richtung gegangen ist. Während die Krankheiten im „Westen“ alle von außen kommen und mehr oder weniger der Bezug zur Psyche bestritten wird, orientiert sich die östliche Medizin vorwiegend daran und sucht dort nach den Krankheitsursachen und heilt sie mit sehr großen Erfolgen.
    Die westliche Vorgehensweise ist nur verständlich, wenn man weiß, dass Typen wie Rockefeller und Konsorten sehr viel Geld in die angeblichen wissenschaftlichen Beweise dieser These gesteckt haben. Nur, wenn Menschen durch gefährliche Bakterien und Viren, die von außen kommen, krank werden kann mn diese auch von dort (medikamentös oder mit Heilpflanzen) gewinnträchtig bekämpen. Da die Verfasser der Umfrage dieses Gedankengut ebenfalls zu Grunde legen, sind die Fragen zwangsläufig auch in diese Richtung suggestiv. Es wird Zeit sich der östlichen Kultur zu nähern und die Grundsätze der Neuen Medizin, die Krankheitsursachen vor allem in der menschlichen Psyche sucht, anzuwenden. Nur so kann ein Gesundheitswesen entstehen, das den Namen tatsächlich verdient.

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