Wie unser Denken überhaupt sind unsere Gedanken zum Thema „Geld“ eine Spiegelung unseres eigenen Bewusstseins. Eigentlich dachte ich, dass ich die wichtigsten Urteile, Bewertungen und Glaubenssätze zum Thema Geld schon bearbeitet hätte. Zwar komme ich mit meinem Geld normalerweise gerade so über die Runden und zu mehr reicht es meist nicht, aber ich meinte, dass das vor allem in meiner noch mangelnden Selbstliebe seine Ursache hätte. Doch die Arbeit an diesem Heft offenbarte mir, dass da auch noch ganz konkret auf Geld bezogen einiges im Argen liegt. Ich finde Geld zwar grundsätzlich gut und bin dankbar, wenn mir welches zufließt, denn mit Geld kann ich mir alle Seminare und Mittel leisten, die ich für meinen spirituellen Weg als notwendig erachte. Von daher dachte ich, dass ich einen durchaus positiven Bezug zu Geld habe.

Aber es stellte sich heraus, dass ich das Geld als solches einfach nur als Mittel betrachte, um mir das zu leisten, was ich brauche und haben will. Ich erkannte, dass ich das Geld überhaupt nicht wirklich mag, sondern es bloß als notwendiges Instrument benutze, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Ein Glaubenssatz, der in diesem Zusammenhang auftauchte, hieß: „Geld (als solches) ist nicht liebenswert.“ Mannomann! Wie fühle ich mich denn, wenn ich von jemandem einfach nur benutzt werde, damit er sein Ziel erreicht? Aus – genutzt! Von diesem Menschen werde ich mich ab da fern halten. Was das Geld im Sinne von echter Fülle bei mir auch tut. Als ich diesen Glaubenssatz aufgelöst hatte und zum Geld hinspürte, fühlte ich auf einmal Liebe und Freude. Yeah!

Doch nachdem die Freude etwas abgeklungen war und ich erneut zum Geld hinspürte, bemerkte ich einen dicken Knoten in meinem Bauch. Plötzlich kam der Glaubenssatz an die Ober – fläche: „ICH liebe das Geld nicht.“ Ich spürte mit einem Mal keinen Kontakt zum Geld mehr. Im Gegenteil – da war sogar ein Widerwille: „ICH WILL das Geld nicht lieben.“ Wieso soll ich denn das Geld überhaupt lieben? „Es ist doch NUR Geld!“ Fu…! Wenn jemand so über mich denkt, habe ich natürlich keine Lust, eine Freundschaft mit ihm zu beginnen. Und plötzlich zeigte sich der Knackpunkt des Ganzen, der mich doch wieder auf mich selbst zurückwarf: „Ich will MICH nicht lieben!“ Und dann kamen die Tränen

… Jörg Engelsing

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