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Viele von uns haben vielleicht noch in Erinnerung, wie es war, sich einen Schutzengel an der Seite vorzustellen und, dass alleine dieser Glaube an ihn, uns beruhigte und mit einer gewissen Ehrfurcht erfüllte. Ein wahrhaft zauberhaftes Gefühl, passend für die innere Welt, zu der wir als Kinder noch so einen innigen Zugang hatten.
Es ist immer noch so, dass Engel mich anziehen – auch wenn sie nur als Oblaten mit recht viel Glitzer dargestellt sind oder in einer Kirche von der Decke herunter strahlen.
Als ich in Assisi war, habe ich mehr darüber erfahren- das heißt, innerhalb eines Retreats war es geradezu natürlich Engel zu spüren oder sie auch zu sehen.
Vor 30 Jahren erwarb ich bei meiner alten Trödeltante eine Engeloblate, die zu jedem Weihnachten unseren Weihnachtsbaum schmückt. Dieser Engel lebte schon immer – schaut man ihn an, dann hat er etwas absolut Lebendiges.
Dass ich dann, viele Jahr später, wirklich einem Engel begegnen würde, das allerdings hat mich doch in großes Erstaunen versetzt. Es begann mit einer tiefen Lebenskrise, wo ich mich einfach mehr der inneren Wahrnehmung zuwandte und stark geöffnet war für die andere Ebene, die, wo eben auch  Engel und andere Wesen sich zeigen.
Eines Morgens –  es war im Frühjahr und ich hatte mein Fenster zu Hof  geöffnet – hörte ich leise aber sehr deutlich den Gesang einer Frauenstimme. Es klang so, als habe jemand das Klappfenster im Badezimmer offen und so konnte der Gesang im Hof erklingen. Da ich selbst singe , dachte ich nur:„So eine schöne Stimme – wäre ja richtig nett, wenn ich diese Frau mal treffen könnte.“ Ich singe mit einer Gruppe Mantras und hätte die Dame dann gerne zu uns eingeladen.

Sphärengesang

Es vergingen einige Tage und ich hatte es schon vergessen und war mit anderen Dingen beschäftigt.
Da hörte  ich wieder diesen wunderschönen zarten Gesang. Es waren nicht bestimmte Worte, sondern einfach Gesänge, die mich auf eine besonders schöne Weise im Herzen berührten. Nun war ich schon etwas irritierter als beim ersten Mal, denn es klang absolut sphärisch.
In den folgenden Tagen erklang der Gesang mehrfach – aber, ich konnte ihn immer noch nicht zuordnen. Dann wachte ich eines Morgens um vier Uhr auf. Wieder erklang diese Stimme. Und ich hörte mich fragen: Wer ist das denn? Die Antwort kam umgehend: ein Engel.
Da mir mein Verstand sagte, dass morgens um vier Uhr niemand im Bad Melodien singt, und schon gar nicht solche, die sphärisch klingen, kam ich schon ins Wundern….

Aber ein Teil von mir schien immer noch zu zweifeln, denn einige Zeit danach begegnete mir der Engel in  Gestalt  eines Mädchens, das ich an meinem Lieblingsplatz traf. Das ist ein Ort hier in Berlin, den ich seit 30 Jahren kenne. Als ich einmal dort  saß und so auf den See schaute, verwandelte sich plötzlich alles in ein Farbenspiel – zunächst tauchten die Wipfel  der gegenüberliegenden Pappeln in ein Rosa und dann der ganze See. Die Farben wechselten von Rosa zu Blau zu Grün, von gelb zu orange und hellblau zu violett. Irgendwann bemerkte ich, dass sämtliche Chakrafarben sich in einem Tanz über das ganze Panorama bewegten.

Berührende Begegnung

Dort nun zu der Begegnung. Ich hatte in der Meditation die Aufforderung erhalten, mich an den Ort zu begeben. Es war schon gegen Abend und ich wollte eigentlich nicht mehr losziehen. Körperlich litt ich zu dieser Zeit unter großen Schmerzen. Nach einem schweren Autounfall war ich jahrelang an Krücken gegangen und hatte immer wieder körperliche Einbrüche.
Nun also trotzdem los zum Farbenspielplatz. Ziemlich unwillig nahm ich eine Abkürzung zum See. Schon von weitem sah ich eine weiß gekleidete junge Frau auf der Wiese sitzen – ansonsten war niemand mehr dort. Ich dachte nur, dass sie sehr anmutig war und ging zu meinem Platz. Dort betete ich zu Jesus und weinte, weil die Schmerzen mich so plagten und ich einer zerbrochenen Liebe nachtrauerte. Auf dem Weg zurück zu meinem Auto war ich schon am Ende der Wiese angelangt, als ich hinter mir eine Stimme vernahm: “Darf ich Sie etwas fragen? Darf ich für Sie beten?“

Es war die junge Frau – und mich durchfuhr es wie ein Blitzeinschlag und mein Herz fing an zu rasen. Sie sagte mir dann, dass sie gesehen habe, wie traurig ich sei und dass sie gerne für mich beten möchte. Während ich sie ansah, liefen mir die Tränen über das Gesicht. „Sie wissen, dass Jesus Sie liebt – ich werde für Sie bei ihm  beten..“
Sie verschwand auf ihrem Fahrrad und ich ging, wie unter Trance, zu meinem Auto. Während ich lief, wurde mir klar, dass das mein Engel war.

Gesandte Boten

Wochen später nahm ich an einem10-tägigen  Schweigekurs teil. In einer Pause schaute ich in einem der Bücher, die die Kursleiterin zur Verfügung gestellt hatte.
Ich schlug eine Seite auf und fand folgende Zeilen:

Ihrem Wesen nach sind Engel nicht sichtbar, nehmen aber aus der Atmosphäre heraus einen Körper an und erscheinen denen, zu denen sie als Boten gesandt sind, sichtbar in menschlicher Gestalt. 
Hildegard von Bingen

„Mein“ Engel meldete sich danach  noch einmal, als ich eine Reiki- Einweihung gab – hörbar für alle von uns.
Was bleibt nach solchen Erfahrungen? Staunen und Respekt auch vor dem, was wir nicht wissen , sondern nur erfahren dürfen, weil es dem Verstand nicht zugänglich ist. Dankbarkeit für das Leben und die Gewissheit, nicht alleingelassen zu sein.
Diese Geschichte kannten bislang nur wenige meiner Freunde. Ich denke, es ist an der Zeit, sie weiter zu erzählen. Denn es geht jetzt darum, dass wir uns öffnen für die feineren Energien, die uns umgeben und uns darauf besinnen, dass wir Verantwortung haben für das, was aus unserer Welt wird. Dabei können auch Engel uns helfen; denn sie sind Boten des Lichts.

 

Eine Antwort

  1. Walters86

    Und das schöne ist, in jedem Glauben, sei es Schamanismus, Christentum, Moslime…. bla..bla…bla gibt es Engel… jeder kann Glauben was er will.. Alle haben recht!!!!
    Die Hauptsache ist doch, das es für uns alle da ist
    Liebe Grüße

    Antworten

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