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Wir sehnen uns nach Freiheit, Liebe, Erfüllung – und suchen angestrengt danach. Doch wie wäre es, wenn all das bereits da wäre und wir es nur übersehen? Die amerikanische Advaita-Lehrerin Gangaji lädt dazu ein, anzuhalten und vom Suchen zum Finden zu gelangen.

 

Bei den vielen Beschäftigungen, denen wir unser Leben widmen, übersehen wir leicht die Erfüllung, die im gegenwärtigen Moment vorhanden ist. Im Dienst unseres zielgerichteten Mind, unseres rationalen Verstandes, versäumen wir meist, unser innerliches Geplapper auch nur ein für paar Sekunden anzuhalten. Doch es ist wunderschön und für unsere physische, mentale und gesellschaftliche Gesundheit absolut wichtig, von Zeit zu Zeit die Betriebsamkeit einzustellen. Auszeiten nähren sämtliche unserer „Teile“ und Beziehungen. Und ohne angemessene Ruhephasen für den Körper werden wir krank.

Bereit zu sein, etwas von unserer kostbaren Zeit dem körperlichen Rückzug zu widmen, ob für ein Wochenende oder länger, ist wahrhaftig ein Geschenk an uns selbst und unsere Beziehungen und daher sehr empfehlenswert. Doch ich meine hier etwas viel Einfacheres und viel schneller Verfügbares. Etwas, das so einfach ist, dass sich nichts verändern muss, damit es sichtbar wird.

Inmitten einer Beschäftigung, auch der, jetzt gerade diesen Text zu lesen, ist es ohne weiteres möglich, deinem Verstand zu gestatten, sich ganz zu öffnen und in dieser Öffnung den Frieden und die Erfüllung deines eigenen weiten Bewusstseins zu entdecken.

Kein Ort, wo es hinzugehen gilt, kein Ding, das zu erreichen wäre, kein Ziel, welches zu verwirklichen ist. Niemand, der verändert werden, keine Perfektion, die erlangt werden muss: Einfach nur in diesem Moment, jetzt, kannst du erkennen, was immer hier ist. Hier, jenseits sämtlicher Aufgabenlisten und jenseits aller Siege und Niederlagen.

 

Nichts muss in Ordnung gebracht werden

Indem du dir selbst begegnest – auch nur einen Moment lang frei von allem „Du solltest!“, „Du müsstest!“, „Du wirst!“ – erkennst du, dass auch dann, wenn nichts in Ordnung gebracht oder getan wird, einfache, natürliche Erfüllung bereits vorhanden ist.
Sicherlich gibt es vieles in unserer Welt, an unserem Körper und unserem Verstand, was es nötig hätte, in Ordnung gebracht zu werden. Und es gehört zu den evolutionären Antrieben des Menschen, seine mentalen Fähigkeiten dafür einzusetzen, dass er herausfindet, was – innerlich und äußerlich – nicht stimmt, und anschließend Korrekturen durchzuführen.

Zum Problem wird dieser evolutionäre, Fehler suchende Aspekt des Verstandes erst, wenn er die Lebensform, die deinen Namen trägt, regiert. Und dieses Problem ist in unserem ­Kulturkreis weit verbreitet.

Wie viel von deiner Aufmerksamkeit ist auf das gerichtet, was mit dir oder anderen nicht stimmt?
Wenn wir unser Augenmerk darauf richten, wie viel falsch oder schädlich ist an unserem Denken, an unseren oder den Handlungen anderer, kann es sein, dass wir uns von den Aufgaben, die sich daraus ergeben, überwältigt fühlen. Diese Überwältigung kann in Resignation münden oder in Zynismus umschlagen. Oder sie bestärkt unsere Entschlossenheit, uns noch mehr zu bemühen. Mehr zu überlegen und zu tun.

Ich möchte dazu anregen, zu erkennen, dass es möglich ist anzuhalten und zur Stille zurückzukehren, schon bevor du überwältigt wirst oder selbst inmitten der Überwältigung, und sei es nur für einen Moment. In diesem Moment liegt die Erkenntnis, dass es nichts gibt, was getan werden muss, um innerlich frei und in Frieden zu sein.

Selbst ein kleiner Moment wahrer Stille eröffnet die Möglichkeit wahrer Entscheidung und angemessenen Handelns oder Nicht-Handelns.

Manche spirituelle Traditionen bezeichnen das als „Non-Mind“. Aber für mein Empfinden ist dieser Ausdruck etwas zu nah an „gedankenlos“, im Sinne von ignorant oder dumm. Ich bevorzuge den Ausdruck „offener Mind“. Der offene Verstand ist weit und bewusst. Er findet Nahrung in sich selbst, ist intelligent und gewahr, ohne dass das Bedürfnis dem Denken folgen muss.
In Wahrheit entspringt alles schöpferische und frische Denken einzig diesem Genährtwerden von bewusster Stille. Und das steht dir zur Verfügung, in diesem Moment.


Abb: © Jürgen Fälchle – Fotolia.com

Gangaji ist eine ­spirituelle Lehrerin und Buchautorin aus den USA. 1990 traf sie in Indien den ­Advaita-Lehrer H. W. L. Poonja und erfuhr nach der Begegnung Erleuchtung, woraufhin er sie als Lehrerin in den Westen sandte. Sie ist verheiratet mit dem spirituellen Lehrer Eli Jaxon Bear.

Offenes Treffen in Berlin, Fr, 13. Juni 14
20-22 Uhr, keine Anm. nötig, 15 €,

Wochenend-Retreat in Berlin
14.-15. Juni 2014
Kosten: 180 €
Englisch mit deutscher Übersetzung

Veranstaltungsort:
Auditorium Friedrichstraße, Im Quartier 110
Friedrichstr. 180, 10117 Berlin
www.auditorium-friedrichstrasse.de

Info und Anm. über Hannelore Rueedi
Tel: 0041-22-757 00 03 oder info@leelafoundation.de
www.leela.org

Kontakt in Berlin:
Tel.: 0178-867 00 22
petramaria.s@gmx.de

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Über den Autor

Avatar of Gangaji

ist eine amerikanische spirituelle Lehrerin und Autorin. Sie reist um die ganze Welt und spricht zu Suchenden jeglicher Herkunft. Ihre Botschaft ist kraftvoll, klar und einfach: Wahrer Frieden und immerwährende Erfüllung sind die wahre Natur deines Seins. Gangaji lädt dich dazu ein, die Möglichkeit zu entdecken, dein Leben in Frieden und Freude zu leben, indem du einfach bist.

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